
Zweiter Oreshnik-Angriff auf Ukraine
Russland hat zum zweiten Mal eine Oreshnik-Rakete im Ukraine-Krieg verwendet und Energieinfrastruktur in der Region Lemberg bombardiert. Russland will das als Antwort auf jüngste Provokationen verstanden haben.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte am Freitagmorgen, dass die Oreshnik-Raketen zum zweiten Mal überhaupt zum Einsatz kamen, nachdem mehrere auf Ziele in der Region Lemberg abgefeuert worden waren. Berichten zufolge wurden unter anderem das Gasfeld in Stryi und eine Gasspeicheranlage getroffen. Der erste Einsatz der Oreshniks hatte im November 2024 stattgefunden, nachdem die USA und Großbritannien der Ukraine erlaubt hatten, ihre Langstreckenraketen für Angriffe tief im russischen Hinterland zu nutzen. Drei jüngste Provokationen dürften für diesen zweiten Einsatz verantwortlich gewesen sein.
In der genannten Bestätigung wurde explizit hervorgehoben, dass der großangelegte ukrainische Angriff auf Putins Residenz in der russischen Region Nowgorod kurz vor Neujahr der Auslöser für diese Vergeltungsmaßnahme war. Dazu wurde eingeschätzt, dass „die CIA Trump gegen Putin manipuliert“, nachdem Trump von Putins Behauptung – es handele sich um einen Attentatsversuch – zur Position des CIA-Chefs übergeschwenkt war, wonach es angeblich nur um ein nahegelegenes militärisches Ziel gegangen sei. Das kann somit als Putins Konter gegen Trump gewertet werden.
Weiter im Text: Obwohl das russische Verteidigungsministerium keine weiteren Provokationen als Grund für den zweiten Einsatz der Oreshniks nannte, lässt sich plausibel argumentieren, dass Putin bei der Genehmigung des Angriffs wahrscheinlich zwei weitere im Hinterkopf hatte. Dazu gehören die offiziellen Pläne Frankreichs und Großbritanniens, Truppen in die Ukraine zu schicken, falls ein Waffenstillstand zustande kommt, sowie die US-Beschlagnahmung eines russischen Tankers im Atlantik. Jede davon ist auf ihre Art provokativ.
- Mayer, Peter F.(Autor)
Putin selbst hatte erst im September gewarnt, dass Russland westliche Truppen in der Ukraine als „legitime Ziele zur Vernichtung“ betrachten würde. Zwar enthüllte der SVR später im selben Monat, dass britische und französische Soldaten bereits in Odessa stationiert seien, doch das ist nicht mit einer konventionellen Truppenentsendung vergleichbar, zu der sich die beiden Länder verpflichtet haben. Besonders besorgniserregend: Witkoff unterstützt diese Pläne, was Russland möglicherweise zu der Frage veranlasst, ob die USA ihre offizielle Haltung revidieren könnten, dass Artikel 5 des NATO-Vertrags nicht auf Truppen in der Ukraine angewendet wird.
Zur dritten Provokation, die Putin bei der Genehmigung des zweiten Oreshnik-Einsatzes vermutlich im Sinn hatte: Die US-Beschlagnahmung eines russischen Tankers im Atlantik vermittelte den unangenehmen Eindruck, dass Washington sein nationales Recht extraterritorial auf Moskau anwendet. Hätte Russland darauf nicht mit einer starken, wenn auch indirekten und asymmetrischen Botschaft reagiert, könnten die USA ermutigt werden, weitere Schiffe aus Russlands „Schattenflotte“ weltweit zu beschlagnahmen – etwa in der Ostsee oder im Schwarzen Meer.
Diese beiden zugegebenermaßen spekulativen Motive für den jüngsten Oreshnik-Angriff erklären, warum ausgerechnet Ziele in der Region Lemberg getroffen wurden und nicht andere in der Ukraine. Russland wollte Frankreich, Großbritannien und ihrem gemeinsamen US-Schutzpatron damit wohl demonstrieren, dass es in der Lage ist, NATO-Ziele schnell und unbemerkt anzugreifen, falls es erforderlich wird. Das könnte bei einer eskalierten Krise nach der geplanten Truppenentsendung der beiden Länder in die Ukraine oder bei weiteren hypothetischen US-Beschlagnahmungen russischer Schiffe der Fall sein.
Putin ist fast krankhaft abgeneigt, in der Ukraine zu eskalieren, da das Risiko besteht, dass die Lage außer Kontrolle gerät und in einen Dritten Weltkrieg mündet. Umso bedeutsamer ist es, dass er trotz dieser Bedenken den zweiten Einsatz der Oreshniks genehmigt hat. Er tat das nicht einmal nach der ukrainischen „Operation Spiderweb“ im vergangenen Sommer, die auf Russlands nukleare Triade abzielte und von der Trump möglicherweise im Voraus wusste. Das unterstreicht, wie ernst er den ukrainischen Attentatsversuch auf sich nimmt – und wahrscheinlich auch die beiden anderen Provokationen.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Andrew Korybko ist ein in Moskau ansässiger amerikanischer politischer Analyst, der sich auf den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat. Er veröffentlicht auf Englisch auf seinem Substack-Blog. Auf Deutsch exklusiv bei TKP.
Eine Gasspeicheranlage?
Nach vorläufigen Angaben war das Hauptziel der strategische unterirdische Gasspeicher Bilche-Volytsko-Uherske in Stryi, dessen Kapazität über 50% aller ukrainischen Gasspeicher ausmacht.
Die weitaus größere Botschaft besteht darin, direkt in der Nähe der NATO-Grenzen zuzuschlagen, um die Botschaft zu senden, dass ganz Europa zur Kenntnis nimmt, dass der Gasstandort nur 160km von Polens kritischem Stützpunkt in Rzeszow entfernt ist.
Die Ukrainer wussten wohl über den amerikanischen Echtzeitsatelliten ISR vom Oreshnik-Start Bescheid. Lokale Berichte besagen, dass es überhaupt keine Vorwarnung vor den Angriffen gab, sie hatten wahrscheinlich keine Ahnung, welche Region sie tatsächlich treffen würde.
Denn die Oreschnik mit Mach ~10+ – fliegt zu schnell um die Flugbahn richtig zu triangulieren und das Ziel rechtzeitig zu benachrichtigen, um tatsächlich wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Einige Berichte besagen, dass Russland die USA drei Stunden vor dem Start informierte, was sinnvoll ist, weil der Start eines ICBM-ähnlichen Fahrzeugs durch Frühwarn-Raketenerkennungssysteme als nuklearer Erstschlag interpretiert werden könnte. Es ist klar, dass die USA im Voraus weit wussten, da vor buchstäblich wenigen Tagen „ungewöhnliche Aktivitäten“ in Kapustin Jar gemeldet wurden, wobei die Botschaft der USA in Kiew diesen Aufruf herausgab:
https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!jrrH!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1f8cd1b2-8b86-4f0b-afd3-fc273d799b6d_656x352.jpeg
Und – niemand sollte es vergessen – die Unterzeichnung der Verpflichtungen des europäischen Gipfels zur Stationierung von Truppen und Militärstützpunkten auf ukrainischem Boden im Falle eines Waffenstillstands.
Russland hat gerade gewarnt, dass sie zu legitimen Zielen werden würden, und ein strategisch platzierter Oreschnik-Angriff in der Westukraine könnte sicherlich als Botschaft dafür ausgelegt werden.
Quelle: SIMPLICIUS substack Jan 09, 2026 – Swift Retaliation: Putin Launches Oreshnik Strike on „Largest Gas Storage Site in Europe“ in Ukraine’s Lvov Region –
P.S.: Den o.a. link von https bis jpeg kopieren und in einem eigenen Fenster öffnen, dann funktioniert es!
Im Krieg kann man nicht so aufrechnen. Tatsache ist, dass Europa 90 Mrd zahlt, um weiter Krieg zu führen und nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Russland.
Da muss sich Europa natürlich auch darauf einstellen, Zielscheibe zu werden!
Die CIA und das Heroin: Wie die USA den Drogenhandel organisiert
https://www.anonymousnews.org/hintergruende/cia-heroin-rattenlinie-wie-die-usa-den-weltweiten-drogenhandel-organisiert/
Seit 2001 ist der Anbau von Opium in Afghanistan um das 25-fache explodiert.
Wie schon im Vietnam-Krieg wird auch die Drogenproduktion am Hindukusch durch die CIA organisiert.
Das Drogengeld fließt in die Budgets für verdeckte US-Geheimdienst-Operationen.
von Manfred Ulex
Der Persische Golf birgt ein riesiges Aufgebot höchst bloßstellender Geheimnisse.
Eines der größten ist die afghanische Heroin-Rattenlinie – bei der die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) als goldener Knotenpunkt einer transnationalen Heroin-Geldwäsche-Operation im Wert von mehreren Billionen US-Dollar fungieren.
Trump kann das unmöglich überwinden, da er keine Verbündeten hat.
Das Militär arbeitet mit der CIA zusammen. Daher sind die Bevollmächtigten in Trumps Zirkel machtlos.“ ALLES LESEN !!
Macron kritisiert Trump: USA wenden sich von ihren Alliierten ab
https://weltwoche.ch/daily/macron-kritisiert-trump-usa-wenden-sich-von-ihren-alliierten-ab/?WPACRandom=1767956545006#comment-2037073
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Regierung von Donald Trump für ihre Abkehr von der «regelbasierten Weltordnung» kritisiert.
In seiner jährlichen aussenpolitischen Grundsatzrede sagte Macron, die Vereinigten Staaten seien «eine etablierte Macht, die sich allmählich von einigen ihrer Verbündeten abwendet und von den internationalen Regeln löst, die sie einst selbst gefördert hat».
Macron warnte vor einer neuen Ära globaler Machtpolitik, in der Staaten wieder begännen, «die Welt in Einflusszonen aufzuteilen».
Als Beispiele gelten die jüngsten US-Aktionen – die Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und die erneute Androhung einer Annexion Grönlands –, die von Paris kritisch gesehen werden. …ALLES LESEN !!
KOMMENTAR
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Europa muss sich auf sich besinnen und endlich mit den wahnsinnigen USA brechen !!
Uns ging es jahrelang gut weil wir die Partnerschaft mit Russland hatten und günstige Rohstoffe und Gas bezogen haben !!
Seit die USA diesen Krieg in der Ukraine angefangen haben geht unsere Wirtschaft immer mehr nach unten !!
Wir brauchen jetzt eine Regierung die Frieden mit Russland macht und die Partei die das will heißt AfD !
Europa muss sich auf sich besinnen und endlich mit den wahnsinnigen USA brechen!!
Uns ging es jahrelang gut weil wir die Partnerschaft mit Russland hatten und günstige Rohstoffe und Gas bezogen haben.
Seit die USA diesen Krieg in der Ukraine angefangen haben geht unsere Wirtschaft immer mehr nach unten !!
Wir brauchen jetzt eine Regierung die Frieden mit Russland macht und die Partei die das will heißt AfD !!
Es ist gut, dass Putin mal deutlicher wird. Er steht schwer unter Kritik seiner Leute, die seine zaghaftes Vorgehen nicht mehr verstehen. Aber warum nicht einer der vielen Paläste mit den vergoldeten Klomuscheln vom Schneehasi? Gleiches mit Gleichem vergelten…Aug um Aug, Zahn um Zahn…was?
Er könnte dann ja sagen, das warn wir nicht….;-)
Zu der Piraterie vertrete ich die Meinung: Russland soll mit seinen Atombooten seine Schattenflotte eskortieren und die Piraten einfach versenken….man kann ja sagen, man wäre auf Walfang gewesen oder sowas. Is eh scho wurscht.
Meine Frau traktierte mich mit einem polnischen Podcast eines Geopolitik-Experten, der vermutet, dass demnächst Handelsschiffe bewaffnete Sicherheitskräfte bekommen können – wie im Mittelalter. Zuerst leichte Luftabwehrwaffen, was gegen Hubschrauber reichen sollte. Bei Bedarf auch Antischiffsraketen, Drohnen… Einen Tanker angegriffen und ein US-Flugzeugträger verschwindet?
Ja, meinte ich hier auch schon öfter…wie zu Zeiten von Sir Francis Drake, dem Piraten der Königin. Alle Handelsschiffe sind mit Kanonen auszurüsten und zudem sollten sie eskortiert werden. Es genügt, wenn ein paar Atom-U-Boote patroullieren. Einfach einen Torpedo losschicken. Dann wird man sehen, ob die Piraten so weitermachen. Gut wäre, hätte man Obelix an Bord, denn dann versenkten sich die Piraten von selbst…;-)
Korrigiere: Nicht Jens Berger für die Nachdenkseiten, sondern Tobias Riegel „Strom-Terror in Berlin: Kannste dir nicht ausdenken!“
Das systematische Zerstören ziviler Infrastruktur als „Retalation“ zu bezeichnen, ist etwas für frostige und damit geschrumpfte Gedanken. Aber vielleicht werden sich der Friedensforscher Daniele Ganser, die Demonstrantin Andrea Drescher und die Raketenspezialisten Bröckers und Mayer oder auch die Nachdenkseiten demnächst mal ein Stück eingehender (=ehrlicher) damit außereinandersetzen ;-) Denn wie Jens Berger zuletzt ganz richtig bemerkte, sind (vielleicht nicht nur Berliner) Angriffe auf die Heizungen der Bürger im tiefsten Winter so gar nicht „links“, soweit man damit „bsonders urgescheit“ meint …
Merz ist doch ein großer Verehrer von Israel und ein angeblicher ANTI-NAZI !! ….wie geht also folgendes zusammen ??
Keine Nazis? – Israels Kritik am Bandera-Kult in der Ukraine
https://anti-spiegel.ru/2026/israels-kritik-am-bandera-kult-in-der-ukraine/
Der Leiter der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat einer deutschen Zeitung ein Interview gegeben, in dem er etwas Interessantes über die Nazi-Vergangenheit der Ukraine sagte.
Deutsche Medien haben das jedoch nicht aufgegriffen.
In Europa wird behauptet, die Ukraine kämpfe für „westliche Werte“, aber wie lässt sich das damit vereinbaren, dass die wichtigsten Nationalhelden der Ukraine Nazi-Kriegsverbrecher sind?
In Israel wird dieser ukrainische Kult um Bandera und andere ukrainische Nazi-Kollaboraturen immer wieder scharf kritisiert, aber deutsche Medien, die sonst so Israel-freundlich sind, übersehen das aus irgendeinem Grund.
In Kiew finden zu Neujahr jedes Jahr Fackelmärsche von Nazi-Sympathisanten statt, die damit Stepan Bandera, den wichtigsten Nationalhelden der Ukraine, ehren, der an einem 1. Januar geboren wurde. ALLES LESEN !!
russland soll in der piratenbekämpfung endlich effektive massnahmen ergreifen und 1:1 umsetzen.
Es gab dieses Jahr anscheinend bereits massive russische Angriffe auf US-Anlagen in Odessa.
Russland zerstört also bereits US-Kapital in grösserem Ausmass.
Es gab auch einen Angriff auf maritime Ukro-Spezialkräfte in Odessa, bei dem 10 britische Offiziere (Ausbilder) draufgingen. Sacharowa hat angekündigt, dass dies sämtliche westliche Soldaten am Dnepr erwartet.