Vulkangruppe schlägt zurück: „Unser Anschlag, nicht Putins False Flag!“

8. Januar 2026von 3,6 Minuten Lesezeit

Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz wird nun Russland angedichtet. Die linksextreme Vulkangruppe hat deshalb ein weiteres Bekennerschreiben veröffentlicht.

In einem ausführlichen Bekennerschreiben hat sich die Gruppe „Vulkan“ zum Anschlag auf das Berliner Stromnetz bekannt – TKP hat darüber berichtet. Mainstream-Medien haben aber nur wenige Stunden, nachdem das Schreiben öffentliche Aufmerksamkeit bekommen hat, den Fokus auf Russland gelegt. Die Vulkangruppe wehrt sich und reklamiert den Anschlag entschieden für sich.

Für Kenner der zeitgenössischen Linken wirkt der Text jedenfalls authentisch: Es wird gegendert, das Wort „Klima“ kommt häufiger vor als der Verweis auf Reiche, Zuwanderung und eine angebliche „Festung Europa“ wird ohne wirklichen Kontext verknüpft (was hat das Berliner Stromnetz mit Migrationsströmen durch das Mittelmeer zu tun?). Der Text erinnert in Form und Inhalt eindeutig an das gegenwärtige (meist studentische) Milieu der Linken.

Trotzdem kamen „Experten“ und erklärten, dass dies eine „False Flag“ aus Russland sein dürfte. So soll der Text nicht auf Deutsch verfasst worden sein. Eine ziemlich dumme Argumentation: Denken diese Leute, die angeblich so mächtigen russischen Geheimdienste hätten niemanden, der Deutsch spricht? Aber selbst der Spiegel schreibt, dass den deutschen Behörden keine Anhaltspunkte für eine ausländische Beteiligung vorliegen.

Und die Vulkangruppe, dürfte ebenfalls empört sein, dass man ihnen ihren Anschlag wegnehmen will. Sie schreibt in einem weiteren Bekennerschreiben am Dienstag:

Zu den kursierenden Unterstellungen einer angeblichen „False-Flag-Aktion“ eines ausländischen Staates sagen wir klar:

Diese Spekulationen sind nichts weiter als der Versuch, die eigene Ohnmacht zu kaschieren. Dass Menschen hier vor Ort in der Lage sind, Infrastruktur anzugreifen, passt nicht ins Sicherheitsnarrativ von Politik und Behörden. Also wird ein äußerer Feind konstruiert. Das ist bequem, entlastet und verschiebt die Debatte.

Unsere Motive sind weder geheim noch neu. Sie speisen sich aus jahrelanger Erfahrung mit leerem Klimadiskurs, symbolischer Politik und einer Energieversorgung, die auf Zerstörung basiert. Wer nun behauptet, hinter jeder Form von Sabotage müsse zwangsläufig ein fremder Geheimdienst stehen, verweigert sich der Realität gesellschaftlicher Konflikte im Inneren.

Wir werden uns nicht von moralischer Empörung beeindrucken lassen, die nur dann laut wird, wenn Eigentum betroffen ist.

Die eigentliche Gewalt ist strukturell. Sie wirkt jeden Tag. Sie bleibt meist unsichtbar.

Unsere Intervention ist ein Bruch mit dieser Normalität.

Ob sie verstanden wird oder nicht, liegt nicht bei uns.

Pikanterweise ging am Mittwoch dann noch ein weiterer Text der Vulkangruppe online. Dieser dürfte auf interne Grabenkämpfe und womöglich eine Spaltung innerhalb der Gruppe hindeuten. Auch das wäre für politische Gruppen aus diesem Milieu nicht ungewöhnlich. Darin distanziert sich die „Ursprungsgruppe“ von militanten Aktionen und erklärt, dass sich mit dem „Angriff Russlands auf die Ukraine 2014“ auch die Haltung zur Militärpolitik geändert habe:

„Das zuvor als Kritik an westlicher Militärpolitik formuliert werden konnte, geriet in eine Lage, in der jede Form von Infrastrukturangriff objektiv Teil einer allgemeinen Destabilisierug wird. Eine Welt, in der alte und neue autoritäre Staaten offen Grenzen verschieben, Städte zerstören und Zivilbevölkerung bombardieren, ist keine Bühne mehr für symbolische Akte, die leicht und falsch instrumentalisiert werden können.

Wir haben erkannt, dass unsere früheren Mittel unter den geänderten Bedingungen neu gedacht werden müssen, nicht weil sie falsch waren, sondern weil sie anders gelesen werden als zu einer Zeit, in der Fronten klarer schienen, Adressaten benennbar waren und Wirkung noch nicht sofort in Vereinnahmung, Verkürzung oder falsche Anschlussfähigkeit kippte.

Deshalb hatten wir Abstand genommen. Nicht aus Bequemlichkeit, nicht aus Anpassung, sondern aus Verantwortung. Weil wir nicht Teil einer Dynamik sein wollten, in der Kritik an Militarismus mit der faktischen Schwächung von Gesellschaften zusammenfällt.“

Diese Ursprungsgruppe meint demnach, dass ihre (ehemaligen) Genossen zumindest als nützliche Idioten für Russland arbeiten. Demnach ist dann doch wieder irgendwie Putin verantwortlich, oder?

Berlins Südwesten hat mittlerweile wieder Strom. Mehr als vier Tage hat der Blackout gedauert. Ob Betroffene nun anders auf die angebliche „Klimakrise“ blicken, kann man wohl bezweifeln…

Bild „File:3 Java Vulkan Semeru näher Rauchwolke.JPG“ by M. Rietze is licensed under CC BY-SA 2.0.

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4 Kommentare

  1. Jakob 8. Januar 2026 um 13:51 Uhr - Antworten

    Ich denke aus der Art eines Textes, sowohl stilistisch als auch inhaltlich, auf einen bestimmten Urheber zu schließen funktioniert heutzutage nicht mehr.
    Jeder gute Geheimdienst hat Experten welche in der Lage sind Muster nachzuahmen. Und zu Zeiten mit KI ist dies noch leichter geworden.
    (schließlich sind solche KI auch in der Lage Symphonien wie von Beethoven komponiert oder Bilder wie von van Gogh gemalt zu erzeugen)

    Dass dieser Stromausfall auf Russland zurückgeht glaube ich allerdings auch nicht.

  2. Sabine Schoenfelder 8. Januar 2026 um 11:09 Uhr - Antworten

    Selbst für Antifanten ist es schwer sich gegen Narrative zu behaupten…😂
    Wie wäre es mit einer PRESSEKONFERENZ, und anschließend führen wir sie ab……👍🏼

  3. local.man 8. Januar 2026 um 10:36 Uhr - Antworten

    Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Grüppchen nicht von irgendwo finanziert wird. Muss aber auch nicht sein, aber es passt eben mal wieder in die aktuelle Lage, das gerade jetzt losgelegt wird.

    Dennoch muss man dieses System der Machtelite in dem wir gefangen gehalten werden, von etwas weiter weg betrachten.

    Die Herrschenden haben uns seit ca. 100 Jahren, nach dem die Elektrizität und damit enorm bessere Energie, Versorgung und die Möglichkeiten daraus, einen enormen Anschub brachten, gezielt im System der Niederhaltung gehalten, um es einfach auszudrücken.

    Die Dinge die getan wurden bis heute, haben stetig den Zweck, das sich dieses Konstrukt hält.
    Aber wir kommen durch den Fortschritt an den Punkt, wo dies nicht mehr auf diese Art und Weise aufrecht erhalten werden kann.
    Der Punkt liegt schon in der Vergangenheit, es wurde aber bis hier her geschleppt, zumindest in den industrialisierten Ländern.

    Statt also mit den Möglichkeiten des Fortschritts, dieses System anzupassen, wurden wir die ganze Zeit vor einem für uns positiven Wandel ferngehalten.
    Das hätte Macht- und Kontrollverlust bedeutet und das will man nicht, warum auch, wenn man davon nichts hat.

    Vor den Menschen ist dies alles maximal ferngehalten. Ihnen ist gar nicht klar, wie frei sie schon sein könnten/müssten, und die Bespielung der Hirne was richtig und normal ist, tat ihr übriges. Die Dogmen sind noch immer maximal verankert, das kann man auch immer in den Gesprächen sehen, wenn z.B. Leistung und das Arbeitsleben als heilig angesehen werden. Es gibt dort keine Erkenntnis, weil wir mit dieses Mantra immer wiederholt wird und seitens der Macht stetig gepflegt, da sie davon maximal profitieren und wir eben nicht.
    Selbst heute wollen sie die Menschen immer länger arbeiten lassen, nicht weil es nicht reicht, weil das System sonst nicht funktioniert, das System der Umverteilung und Niederhaltung der Machtsekte, nicht weil es nicht längst anders machbar wäre.

    Der Fortschritt hat uns hier über Maschinenarbeit usw. schon längst davon befreit, aber das aufgesetzte Verteilungssystem, kann dies nicht weiitergeben, ohne die Kontrolle und Macht zu verlieren. Daher wird uns auch, egal wie fortschrittlich und damit produktiv wir sind, alles stetig gestohlen und es so gedreht, das wir nicht aus der Nummer rauskommen.

    Dies funktioniert aber nicht mehr.
    Der Glaube daran, dass wir mit dem jetzt einsetzenden weiteren Fortschritt, so weitermachen können, zeigt nur die unglaubliche Tiefenindoktriniation und das Unwissen.

    Die Herrschenden wissen das seit vielen Jahrzehnten, dass sie einen Wandel brauchen werden und haben langsam alles vorbereitet und wir befinden uns seit 2020 offiziell in der Umstellung, inoffiziell aber schon mindestens seit 2000, ich würde sagen, mit den Konzepten der Young Global Leaders Programme schon seit Anfang/Mitte der 1990er Jahre.
    Aber ich irre mich sicherlich und es könnte auch als Konzepte eher losgegangen sein, dafür stecke ich ja nicht mit in dieser Machtstruktur drin, ich kann nur die Dinge auswerten und zusammenfügen.

    Die Machtstruktur, hat auch die ganze Technik immer als erstes in den Händen, wir bekommen sie dann nur idR. weitergereicht, oder gar nicht zu Gesicht, wenn sie die Machtstruktur gefährdet. Auch darüber gibt es Hinweise, Aufklärung und klare Indizien, wenn Technologie unterdrückt wird, oder wie schon vor 40 Jahren irgendein Teufel an die Wand gemalt wird, um die alten Strukturen zu erhalten, Thema freie Energien und Ozonloch, oder Öl reicht nur noch 30 Jahre blabla..
    Heute sind es Klima Szenarien, Seuchen Szenarien und das was wir eben alles erleben, Migration; Gendern usw.
    Es finden dazu auch die Umstellungen der Gesetze statt. Klammheimlich werden Selbstermächtigungsparagraphen erzeugt, oder gleich ganze Verträge aufgesetzt, die die Menschen unterwerfen, und das Szepter an die Machtpyramidenspitze reichen, ohne das wir irgendeine Art Mitbestimmung haben.
    Dies sind alles Vorbereitungen, sonst könnte es nicht funktionieren.

  4. Glass Steagall Act 8. Januar 2026 um 9:41 Uhr - Antworten

    Und immer wieder die alte Leier mit Russland … . Dieser Reflex ist ja schon pathologisch!

    Nein, es waren die letzen beiden deutschen sozialistischen Regierungen, die mit ihrer Förderung der linken Ideen, eine ideologisierte nutzlose junge Gesellschaft von verwöhnten extrembereiten Nachwuchsspinnern erzogen und bezahlt hat! Zusätzlich wurden sie durch gekaufte Mainstream Medien auf die falsche Spur ideologisiert, mit Corona-Spritzen um ihren Verstand gebracht und anschließend gegen rechte Ansichten aufgehetzt! Und alles wurde schön vom Steuerzahler finanziert. Das Ergebnis sind linke Terroristen, die man selbst erschaffen hat! Der tatsächliche Feind bleibt aber weiterhin das eigene Volk, denn wenn sich etwas ändert, dann die weitere Einschränkung der Freiheit!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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