Arbeiten bis 67, 70, 73 – wer bietet mehr?

14. Oktober 2025von 4,6 Minuten Lesezeit

Die Pensionsversicherungsanstalt versendet derzeit Schreiben an Personen der Geburtsjahrgänge 1955 bis 1970: Wer nach dem Regelpensionsalter nicht in Pension geht, sondern weiterarbeitet, erhält einen „Aufschubbonus“.

Zugegeben, diese „Karotte“ ist deutlich angenehmer als der „Stock“ – wie der fixe Renteneintritt mit derzeit 67 und geplant 70 in Dänemark. Doch weder beim freiwilligen noch beim verpflichtenden Arbeitsende mit 67 wird es bleiben. Dass die Pensionen nicht mehr finanzierbar sind, hat mehrere Gründe. Die Lebenserwartung steigt, die Pensionen müssen über einen längeren Zeitraum ausbezahlt werden. Manch einer kommt da auf eine skurrile Idee: ein Princeton-Ökonom schlägt etwa vor, die Pensions-Aspiranten medizinisch zu untersuchen und je nach Prognose für die zukünftigen Lebensjahre soll der Pensionsantritt individuell angepasst werden.

Diesem Vorschlag wohnt zumindest eine gewisse Ehrlichkeit inne: Der Tod möge eintreten, bevor der Pensionist zu viel gekostet hat.

Die geburtenstarken Jahrgänge von 1955 bis 1970 sorgen dafür, dass derzeit gerade viele Menschen ihre Pension antreten. Die Österreichische Bevölkerung stieg jedoch auch von 8 Millionen im Jahr 2000 auf nunmehr 9,2 Millionen an. Gibt es davon noch immer zu wenige arbeitende Menschen?

In den USA hat die Finanzexpertin und Investmentbankerin Catherine Austin Fitts noch eine weitere – sehr große – Ursache für die Rentenproblematik entdeckt. In der ersten Bush-Regierung war sie u.a. stellvertretende Ministerin für Wohnungswesen und hatte Einblick in die Gebarung der USA mit Pensionen. Sie beobachtete seit 1998 einen Finanzcoup, bei dem bisher 21 Billionen USD verloren gingen.

Im Interview mit Taylor Hudak berichtete sie bereits 2023, dass Donald Rumsfeld einen Tag vor 9/11 beichtete, dass damals 2.3 Billionen USD verschwunden wären, nur wurde die gesamte öffentliche Aufmerksamkeit leider durch 9/11 gebunden und der wohlverdiente öffentliche Aufschrei blieb aus. Auch später wurde das Thema nicht mehr aufgegriffen. Im Interview meinte sie 2023 dazu: „If you stole all the retirement funds, you would have to reduce the population.“ – „Wenn man alle Rentenfonds stehlen würde, müsste man die Bevölkerung reduzieren.“ Das ist Finanzlogik: Wenn zu wenig Geld da ist, dürfen die Menschen eben nicht mehr so lange leben, unabhängig davon, wie es dazu gekommen ist.

Österreich und Deutschland sind bei weitem nicht die einzigen Länder, in denen das Pensionsalter hinaufgesetzt werden soll. Dabei geht es übersetzt darum, die Zeit zwischen dem Ende des Einzahlens ins Pensionssystem und dem Lebensende soweit als möglich zu verkürzen. Unabhängig davon, aus welchem Grund die Pensionen nicht mehr finanzierbar sind, es ist der „pragmatische Zugang“, den Austin Fitts ausspricht und der landestypisch verschieden ausgerollt wird: Karotte oder Stock.

In Österreich erhalten die zukünftigen Pensionisten ein Schreiben, das ihnen eine immer höhere Pension in Aussicht stellt. Wörtlich heißt es: „Bei Erreichen lhres Regelpensionsalters müssen Sie lhre Erwerbstätigkeit nicht beenden. Die Weiterarbeit nach dem Regelpensionsalter – ohne, dass Sie in Pension gehen – wird durch einen Bonus gefördert (,,Aufschubbonus“). Darüber hinaus zahlen Sie und lhr Dienstgeber nur den halben Pensionsversicherungsbeitrag.“ Je später man die Pension antritt, desto größer wird auch die Anwartschaft auf eine Pension, die aus Sicht der Pensionskassen eben am besten gar nicht zur Auszahlung kommt.

In Deutschland scheint die Strategie etwas weniger nach „Karotte“ und eher nach „Stock“ zu laufen, denn – so die Argumentation – „die anderen haben es ja noch schlimmer“.

Die Journalistin Caren Migosa darf etwa den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz artig interviewen: „Dänemark macht das auch bis 70. Es gibt andere Länder, die damit gute Erfahrungen gemacht haben.“ Und Merz darf sich dank dieser Vorlage bedenklich geben: „Das stimmt und deswegen ist ja länger arbeiten für diese Koalition kein Tabu.“

In den Modellen würden im nächsten Jahr bereits die ersten Schritte in Richtung länger Arbeiten getan. Merz: „Wir wollen, dass die Menschen länger arbeiten. Aber wissen Sie, wir leben in einer Demokratie, wir brauchen für solche Vorschläge auch Mehrheiten, wir müssen die Bevölkerung mitnehmen, wir müssen begründen, warum wir das machen, wir wollen die Menschen doch nicht quälen, wir wollen sie dazu ermutigen, dieses Land gemeinsam vorwärts zu bringen.“

Den Menschen soll also erklärt werden, warum es ihnen schlechter gehen wird als zuvor. Doch wer ist interessiert an einer Aufarbeitung, wofür das Steuergeld denn verwendet wird. Es wird Zeit, dass der Souverän seine Angestellten erklären lässt, was sie mit seinem Geld so tun, statt sich vom Personal anzuhören, dass er den Gürtel enger schnallen muss. Es müssen andere Fragen gestellt werden und man darf sich mit den üblichen Manipulationstechniken eben nicht mehr ablenken lassen.

Eine weitere Facette ist die Absicht von großen Teilen der herrschenden Machteliten die Bevölkerungezahlendrastisch zu reduzieren. Demnach habe die „HS-Serie Biomasse (Homo sapiens) die nachhaltigen planetarischen Parameter um etwa 700 % überschritten.“ Da aktuelle Analysen zeigen, dass „die Tragfähigkeit für eine technologisch fortgeschrittene menschliche Bevölkerung mit akzeptablen Lebensqualitätsmetriken bei einer Milliarde Einheiten liegt“ sei eine „Reduzierung um 87,5 % gegenüber dem aktuellen Stand“ nötig. Wie das funktionieren soll, ist hier dargelegt.

Bild: Screesshot PV-Webseite

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Sonja Padsch ist Informatikerin und schreibt unter einem Pseudonym.


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3 Kommentare

  1. Jurgen 14. Oktober 2025 um 21:32 Uhr - Antworten

    Bis 180 Jahre? Demnächst machbar laut den neuesten chinesischen Affenversuchen…

  2. rudifluegl 14. Oktober 2025 um 14:36 Uhr - Antworten

    Aha!
    Ich als Jahrgang 55, eh erst seit 5 Jahren in Pension _ Antritt ein paar Monate nach dem erreichten Alter von 65_ soll jetzt die Chance gaben bis 70 zu arbeiten!
    Wie sich das wohl ausgeht???
    Diese Sche… Mikrothrombosen im Gehirn der X fach be_boosterten Beamten!
    Da dürften die „Impf“ heldinnen bevor sie sogar zu Olympiawürden aufstiegen im Selbstinjektionären Zustand, gleich den Hals mit dem Oberarm verwechserlt haben?

  3. Glass Steagall Act 14. Oktober 2025 um 12:28 Uhr - Antworten

    Wenn der Staat immer mehr Geld für unsinnige Projekte im Ausland verschwendet, immer mehr Geld für Rüstung ausgibt, sich einen immer größeren und teureren Beamtenapparat gönnt, sich Millionen von Wohlstandssuchenden ins Land holt und niemals mit dem Geld der Bürger umgehen kann, ist es klar, dass irgendwo gespart werden muss! Und da eignet sich auch der Rentner sehr gut.
    Diese sollte sich aber auch fragen, wen sie die letzten Jahre gewählt haben! Man erntet was man sät!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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