„Gruppenvergewaltigung“ von 12-Jähriger: Freispruch

27. September 2025von 3,3 Minuten Lesezeit

Schon die Tat schockte Österreich, nun schockiert auch das Gerichtsurteil: 10 Angeklagte im Alter von 16 bis 21 wurden freigesprochen. Sie spazierten am Freitag aus dem Gericht.

Der „Fall Anna“ schockierte Anfang 2024 die Öffentlichkeit, der Fall schlug Wellen über Österreich hinaus. Regelmäßig hat die Gruppe da junge Mädchen missbraucht, man sprach von „Gruppenvergewaltigung“. Vor Gericht war nun aber alles anders: Anna hätte alles „freiwillig“ gemacht. Glauben Sie, dass ein 12-jähriges Mädchen „freiwillig“ Sex mit 10 Jugendlichen, teilweise auch Männern, haben kann?

Das Urteil schockiert Österreich erneut. Auch weil man eigentlich denkt, dass sexuelle Handlungen mit Kindern ohnehin strafbar sind. Doch es gibt Gesetzeslücken. Es braucht einen Vorsatz, auch bezüglich des Alters – die Angeklagten gaben an, zu glauben, „Anna“ wäre älter gewesen. Man sollte meinen, die ansonsten so laute feministische Bewegung fordert umgehend eine Gesetzesverschärfung. Aber bisher ist wenig davon zu hören.

Zusätzlich konnte aus Sicht des Richters nicht bewiesen werden, dass die Jugendlichen Druck oder Gewalt ausgeübt hätten. Man kann die Frage von oben nur wiederholen: Glauben Sie, dass ein 12-jähriges Mädchen „freiwillig“ Sex mit 10 Männer haben kann? Kann ein 12-jähriges Kind solchen Handlungen irgendwie einwilligen? Sie sagte vor Gericht etwa: „Wenn ich Nein sagte, umarmten sie mich, bis ich Ja sagte.“

Das Gericht sah diese Einwilligungsfähigkeit jedenfalls gegeben, einfach weil keine körperliche Gewalt angewendet worden war. In seiner Begründung erklärte der Richter: „Eine Einschüchterung hat sich in der Polizeivernehmung der Geschädigten nicht gefunden. Das Mädchen hat nie von einer Gruppenvergewaltigung gesprochen. Sie hat gesagt, dass sie nie bedroht oder geschlagen worden ist.“

Zu dem Urteil, der Österreich erneut in die Schlagzeilen bringen dürfte, äußerte sich auch die ehemalige Außenministerin Karin Kneissl, die mittlerweile in Russland lebt:

 Als US-Präsident Trump letzte Woche in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung im Zusammenhang mit Kriminalität ausdrücklich Österreich erwähnte, wusste er noch nichts von dem aktuellen Fall der freigesprochenen Vergewaltiger. Das Opfer war ein 12-jähriges Mädchen, dessen Familie inzwischen Wien verlassen hat, da das Mädchen ihre Vergewaltiger jeden Tag in der Wohnanlage sehen musste, in der sie lebten.

Trump sagte, Länder wie Österreich seien auf dem Weg in die Hölle.

Die Hölle ist ein Ort, der nach dem Tod kommen könnte.

Ich spreche lieber vom Verlust der Rechtsstaatlichkeit (Rule of Law), den ich selbst in Österreich erlebt habe. Und deshalb habe ich das Land verlassen, dem ich mein ganzes Leben lang gedient hatte und in dem mir die Arbeit verboten wurde.

Dieser aktuelle Kriminalfall veranschaulicht den gefährlichen Niedergang einer Gesellschaft, in der jeglicher moralische Kompass, jeglicher gesunde Menschenverstand und jegliche grundlegenden Normen des kollektiven Zusammenlebens verloren gegangen sind.

Es ist nur ein weiterer Fall von brutaler Gruppenvergewaltigung. In diesem Fall hat das Opfer überlebt, in anderen Fällen sind die Mädchen und Frauen ums Leben gekommen.  Österreich führt die europäischen Statistiken zu Gewalt gegen Frauen an. Als solche Morde vor einigen Jahren in Indien oder in der Türkei passierten, gingen Millionen auf die Straße, Männer und Frauen protestierten gegen ein Klima der Gewalt gegen Frauen und die mangelnde Sicherheit im öffentlichen Raum.

In Österreich wird niemand protestieren. Und die Gewalt wird sich verschlimmern. Die Gerichte werden jegliche Glaubwürdigkeit verlieren. Das ist noch nicht die Hölle, aber es könnte zu Anarchie führen.

Die Angeklagten sollen vor Gericht keinerlei Reue gezeigt haben. Profil berichtet vom Prozess: „Ich darf nicht lachen, weil sonst heißt es wieder, dass wir uns lustig machen“, sagt einer der Freigesprochenen zu seiner Mutter und setzt wieder eine ernste Mine auf. 

Bild pixabay / succo


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6 Kommentare

  1. Pfeiffer C 28. September 2025 um 11:44 Uhr - Antworten

    Dieser aktuelle Kriminalfall veranschaulicht den gefährlichen Niedergang einer Gesellschaft, in der jeglicher moralische Kompass, jeglicher gesunde Menschenverstand und jegliche grundlegenden Normen des kollektiven Zusammenlebens verloren gegangen sind.

    Welchen Wert misst „Die westliche Wertegemeinschaft“ der Existenz eines zerstörten Mädchens bei, wenn „Bunte ideologische Vielfalt“ (sagen wir einmal so dazu) wichtiger erscheint als Gerechtigkeit?

    Zur Sache existiert ein aktueller Printscreen: Einer der freigesprochenen Männer verlässt das Wiener Landesgericht und demonstriert offen seine Missachtung, indem er den Mittelfinger erhebt!

    Was für eine fatale, völlig folgenlose, desaströse Geste! Wer prüft dessen Aufenthaltsstatus? Wer zieht den zur Verantwortung? Wer setzt den nach einer verbüßten, harten Haftstrafe in den nächsten Flieger und schickt ihn – von mir aus – zum Teufel? – Ergo:

    Warum wohl sind europaweit all die Rechten auf der Überholspur? Einfache Antwort: Weil all die anderen Rot-Schwarz-Grünen-& Sonstigen Parteien über Jahrzehnte hinweg t-o-t-a-l v-e-r-s-a-g-t-e-n!

    Ich bin über 70 Jahre jung und habe konkrete Erinnerungen, wie es in den 60er, 70er und 80er Jahren in Österreich & Deutschland (Bin seit Jahrzehnte mit einer Deutschen verheiratet) zugegangen ist: Es war wunderbar. Gleichaltrige werden sich ebenfalls daran erinnern.

  2. Picard001 27. September 2025 um 20:29 Uhr - Antworten

    Ich habe an alle Parlamentsklubs geschrieben und meinen Unmut dazu geäußert. Zwar nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein, aber wenn das viele machen, dann dämmert den Herrschenden vielleiht, dass der Bürger langsam aufmuckt…

  3. Gabriele 27. September 2025 um 19:21 Uhr - Antworten

    Eine der Gelegenheiten, bei denen ich mich schäme, Bürgerin dieses Landes zu sein…

  4. W. Baehring 27. September 2025 um 16:27 Uhr - Antworten

    Die Regierenden brauchen sich gar nicht darüber zu wundern oder gar zu empören, wenn die Bürger eines Tages das Recht selbst in die Hand nehmen, weil die unabhängige Judikative systematisch zum Totalversager umgebaut wird mittels subtilem bzw. schleichendem Entzug ihrer Unabhängigkeit durch (haltungs-) politische Unterwanderung und Einflussnahme.
    Denn sie wird dadurch ihrer Fähigkeit beraubt, UNABHÄNGIG von gerade vorherrschenden politischen Strömungen RECHT zu sprechen und kann nun weder die Grundrechte noch die bürgerlichen Rechte der eigenen Bevölkerung noch vom „neutralen“ Standpunkt aus schützen.
    Das ist eine sehr gefährliche Entwicklung.
    Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob diese Entwicklung gewollt ist bzw. sogar provoziert wird, um regierungsseitige Argumente für zunehmend totalitäre Gegenmaßnahmen zur Rettung „UNSERER Demokratie“ in die Hand zu bekommen, die aber, ganz im Gegenteil, die freiheitlich –demokratische Grundordnung weiter einschränken bzw. aushöhlen werden.
    DAS ist die wirkliche Gefahr für den Fortbestand des Grundgesetzes in seiner URSPRÜNGLICHEN Fassung und der darauf basierenden freiheitlich- demokratischen Grundordnung.
    Diese ist allerdings NICHT gleichzusetzen mit „UNSERER Demokratie“:
    „UNSERE Demokratie“ ist die Demokratur der Regierenden, während die freiheitlich- demokratische Grundordnung die Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens ist, die sich die überwiegende Mehrheit des Volkes wünscht.

    • Vortex 27. September 2025 um 17:23 Uhr - Antworten

      Mein persönlicher Eindruck ist, dass dies alles so (tinyurl.com/55au6nh7) gewollt ist, denn das einheimische Volk muss gebrochen werden, egal auf welche Weise. Es ist auch ein spiritueller Angriff (justpaste.it/ritagesetze), den kaum einer wirklich ernst nimmt, schon gar nicht die derzeitige (unsere?) Justiz …

  5. fdik 27. September 2025 um 15:49 Uhr - Antworten

    Diese Richter treffen die feine Unterscheidung zwischen sexuellem Missbrauch von Kindern und sexuellem Gebrauch von Kindern. Ist für solche Personen anscheinend nicht dasselbe.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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