
Rechtsextrem:in narrt Deutschland
Ein Meinungsdelikt brachte Sven Liebich 18 Monate Gefängnis. Kurz darauf dürfte er seine wahre Identität entdeckt haben und wurde zur Frau. In wenigen Tagen wird er ins Frauengefängnis eingewiesen werden. Staat und Medien entblößen sich dabei selbst.
Sven Liebich gilt seit Jahrzehnten als bekannter Kopf der rechtsextremen Szene in Ostdeutschland. Auch in der Querdenken-Bewegung wurde er eine bekannte Figur. Nun heißt Sven aber Maria-Svenja und kommt ins Frauengefängnis. Dem Staat und seiner absurden herrschenden Ideologie zeigt er die Grenzen auf.
Liebich wurde im Juli wegen Volksverhetzung, Verleumdung und Beleidigung zu 18 Monaten Haft verurteilt – ein heftiges Urteil, das in diesem Ausmaß in Deutschland aber keine Seltenheit mehr ist. Meinungsdelikte führen schnell zu längeren Haftstrafen. Eigentlich sollte der Fall Liebich eine Debatte um die Meinungsfreiheit auslösen. Das passiert allerdings nicht.
Stattdessen wird das deutsche und höchst umstrittene Selbstbestimmungsgesetz vorgeführt und dessen Absurdität entblößt. Ende 2024 ließ Liebich ihren Geschlechtsvermerk in amtlichen Unterlagen von männlich auf weiblich ändern und änderte den Vornamen. Nun dürfte Liebich seine Haftstrafe im Frauengefängnis absitzen.
Heute in einer Woche ab 20:30 Uhr startet die große Einzugsfeier – unter den Augen der Weltpresse. 📸🌍
Zum ersten Mal gebe ich Interviews, auch an die Mainstream-Medien. 🎤@jk_rowling ist herzlich eingeladen. ⚡🪄🧙♀️🧙♂️🐍
Ich danke Euch allen für den großartigen Support. 🙏✨… pic.twitter.com/DIoxVDqHCu— Marla Svenja Liebich (@MarlaSvenjaL) August 22, 2025
Die linksliberale Ideologie kommt dabei an ihre Grenzen. Während Personen wie Kellermann vehement vor Kritik an deren „Trans-Identität“ verteidigt und bestärkt werden, ist es bei Liebich umgekehrt. Der Spiegel schreibt etwa: „Ob die Änderung ernst gemeint ist, ist zweifelhaft.“ Solche Sätze könnten fast Volksverhetzung sein, wenn er über linksliberale Transen geschrieben wird. Offenbar hat das Selbstbestimmungsgesetz einen Zusatz bekommen: Jeder kann eine Frau sein, der sich als Frau fühlt und nicht rechtsextrem ist.
Liebich geht juristisch gegen den Spiegel vor. Eine Beschwerde gegen das Blatt beim Presserat wurde vom Rat einstimmig als unbegründet zurückgewiesen. Spiegel erklärte, in dem Schreiben sei es als wahrscheinlich bezeichnet worden, dass Liebich „die Änderung ihres Personenstands in missbräuchlicher Weise vorgenommen habe, um den Staat zu provozieren und in Verlegenheit zu bringen“.
Das Selbstbestimmungsgesetz hat also offenbar einen Zusatz bekommen, der nicht im Gesetz festgeschrieben ist: Jeder kann eine Frau sein, der sich als Frau fühlt und nicht rechtsextrem ist.
Die BBC bezeichnet Liebich dagegen als „sie“ – was die bekannte transkritische Autorin JK Rowling zu einem Kommentar bewog: „Die BBC bezeichnet männliche Neonazis als ’sie‘, weil ihr absolutistischer Glaube an die Ideologie der Geschlechtsidentität bedeutet, dass jeder Mann – ob Vergewaltiger, Voyeur, Terrorist, Mörder oder Pädophiler – in dem Moment als Frau bezeichnet werden muss, in dem er sagt, dass er eine ist.“
Reichelt, Chefredakteur von Nius, schrieb im Juli auf X: „Wer die Berichterstattung über den Neonazi Sven Liebich verfolgt, kann nur zu einem Schluss kommen: Die Ampelkoalition hat es geschafft, fast die gesamte deutsche Medienlandschaft per Gesetz zu zwingen, Unwahrheiten zu verbreiten und grotesk falsche Behauptungen aufzustellen. Sven Liebich ist keine Frau.“
Liebich klagte und verlor den Prozess gegen Reichelt. Seltsam, denn der Personalausweis sagt etwas anderes. Der Staat und seine Gesetze sind mehrfach ins Absurde geführt. Denn trotzdem wird er seine Haftstrafe am 29. August 2025 in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz antreten. Voraussichtlich im Frauengefängnis. Warum darf Liebich dann weiter als Mann bezeichnet werden? Etwas, was bei anderen biologischen Männern, die behaupten, eine Frau zu sein, als Hassverbrechen gelten kann.
Wieso wurde Liebich eigentlich verurteilt?
- Volksverhetzung (§ 130 StGB): Liebich wurde unter anderem wegen volksverhetzender Äußerungen verurteilt. Konkret ging es um eine Äußerung auf einer Demonstration im Dezember 2019, bei der Liebich die Gruppe „Omas gegen Rechts“ aufforderte, sich in ein Flüchtlingsheim zu begeben, um „Vergewaltigungen zu verhindern“. Das Gericht wertete dies als Aufruf zum Hass gegen Flüchtlinge, indem Liebich unterstellte, dass diese pauschal zu solchen Straftaten neigen. Zudem wurde der Verkauf eines Baseballschlägers mit der Aufschrift „Abschiebehelfer“ in Liebichs Onlineshop als Aufforderung zu gewaltsamer Unterstützung der Abschiebung von Flüchtlingen gewertet.
- Billigung eines Angriffskrieges (§ 140 StGB): Liebich wurde schuldig gesprochen, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gebilligt zu haben, unter anderem durch das Anbringen eines großen „Z“ an seinem Auto, das als Symbol des russischen Militärs gilt.
- Üble Nachrede (§ 186 StGB) und Beleidigung (§ 185 StGB): Liebich wurde in mehreren Fällen wegen übler Nachrede und Beleidigung verurteilt, unter anderem für Angriffe auf politische Gegner wie die Grünen-Politikerin Renate Künast und andere Personen des öffentlichen Lebens. In elf Fällen wurde üble Nachrede festgestellt.
- Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz: Liebich wurde auch wegen eines Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz verurteilt.
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Herr Oysmüller, warum bezeichnen Sie Sven Liebich als Rechtsextremist?
Über die Vergehen, die ihm vorgeworfen wurden, musste ich lachen. Das ist ja wohl ein Witz! Wegen sowas bekommt man in der DDR 2.0 18 Monate Haft? Zurecht muss sich Deutschland daher den Vorwurf Amerikas gefallen lassen, die Meinungsfreitheit und Demokratie immer mehr abzubauen.
Dieser Mann geht für uns alle ins Gefängnis. Er demonstriert stringent die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung, die, im politischen Spektrum, NUR IN EINE RICHTUNG SKANDALISIERT und bestraft wird ‼️
Er ist nicht rechtsextrem, er ist MUTIG.
Diese „Frau“ geht für sich selbst und ihre persönliche Ideologie ins Gefängnis. Es ist kein Zufall, dass derlei Ideologien im Finanzamt wachsen. Aber das wäre jetzt dann doch zuviel für dieses manchmal doch sonderbar störkräftige Forum hier.