
Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki – Fakten und Fiktionen
Die ersten Atombomben wurden gegen Hiroshima und Nagasaki eingesetzt. Das Buch „Hiroshima revidiert“ versucht daran Zweifel zu wecken. Das wurde als falsch in einem TKP-Artikel kritisiert. Der Autor erhält nun hier Gelegenheit seine im Buch dargelegten Schlüsse zu erläutern. Anschließend eine detailliertere Erläuterung der Fakten inklusive der Fälschung und Zensur der medizinischen Daten durch US-Militärärzte.
Zu dem Artikel gab es einige Leserbriefe und Kommentare, die die Existenz von Atombomben grundsätzlich anzweifelten oder verneinten. Auch wurde behauptet es hätte nie Unfälle mit Atombomben gegeben. Auch der Autor des Buchs „Hiroshima revidiert“, Dr. med. Michael Palmer , äußert sich bereits auf Seite 3 sehr zweideutig. Er erwähnt ein Buch, das „die Existenz von Atomwaffen gänzlich ablehnt“ und das behauptet „dass Atombomben prinzipiell unmöglich sind“.
Palmer weiter: „Er legt in der Tat reichlich Beweise dafür vor, dass die Fälschungen weit über Hiroshima und Nagasaki hinausgehen und ich empfehle sein Buch wärmstens.“ In einer Fußnote rückt Palmer etwas davon ab und merkt an, dass er „atomare Detonationen prinzipiell [sic!] für möglich halte“. Angesichts des Besitzes von 6000 Nuklearwaffen alleine durch die USA und einer offensichtlich wachsenden Gefahr eines Nuklearkrieges halte ich solche zweideutigen Äußerungen für verantwortungslos.
Im Folgenden werde ich zuerst kurz über Zwischenfälle mit Atombomben und den Test mit der bisher größten Nuklearwaffe berichten. Dann kommt die „Gegendarstellung“ von Palmer und danach noch eine Replik von mir. Es wird also etwas länger, aber bleiben Sie dran, ich verspreche solide und aufschlussreiche Information.
Die verlorenen Atombomben von Palomares
Ein mit vier Wasserstoffbomben bestückter US-Bomber und ein Tankflugzeug kollidierten am 17. Januar 1966 in der Luft. Keine der Wasserstoffbomben ging hoch, aber die mit Plutonium gefüllten konventionellen Sprengladungen von zwei der Bomben explodierten und verteilten mehrere Kilo radioaktives Plutonium-239 über ca. 435 Hektar Agrarland. Die Franco-Diktatur spielte den Absturz herunter.
Das andalusische Dorf Palomares wurde nicht evakuiert und es wurde darauf verzichtet, es zu reinigen. Am 2. Februar 1966 einigten sich die Repräsentanten der amerikanischen und spanischen Atombehörden lediglich auf ein beschränktes Dekontaminierungsprogramm: Etwa 1400 Tonnen Erdboden radioaktiv kontaminierter Tomatenplantagen wurden abgetragen. Die radioaktiv verseuchten Flächen wurden ohne jede Einschränkung zum Anbau landwirtschaftlicher Produkte freigegeben und über Jahrzehnte hinweg, zum Teil bis heute, genutzt. Erst im Jahr 2007 wurden einige der am stärksten kontaminierten Gebiete, insgesamt 40 Hektar, enteignet und als 5 Sperrzonen abgezäunt. Nach 1985 erhielten rund 522 Einwohner von Palomares eine Entschädigung der US-Regierung in Höhe von insgesamt 600.000 US-Dollar und die Stadt weitere 200.000 US-Dollar für eine Entsalzungsanlage.
Ein weiterer Unfall sowie der Absturz eines Nuklearwaffen-beladenen B-52-Bombers nahe der Thule Air Base ereignete sich am 21. Januar 1968, bei dem es ebenfalls zu radioaktiver Kontamination kam, wobei nicht alle Teile der Wasserstoffbomben wiedergefunden werden konnten.
Der größte jemals durchgeführte Test einer Wasserstoffbombe
Am 30. Oktober 1961 erzeugte eine Wasserstoffbombe die größte jemals von Menschen verursachte Explosion. Die Bombe wog 27 Tonnen, war 8 Meter lang und maß 2,1 Meter im Durchmesser. Sie war als dreistufige Fusionsbombe konstruiert und für eine maximale Sprengkraft von 100 MT ausgelegt.

Um die radioaktive Belastung um 97 Prozent zu reduzieren, wurde für den Test die Sprengkraft auf die Hälfte (50 MT) verringert, indem das durch schnelle Neutronen spaltbare Uran-238 des Mantels der dritten und möglicherweise auch der zweiten Stufe durch Blei ersetzt wurde. Als Fusionsbrennstoff wurde Lithiumdeuterid verwendet. In Relation zu ihrer Sprengkraft wurde diese Bombe damit zur „saubersten“ jemals eingesetzten Kernwaffe. Eine „konventionelle“ Atombombenexplosion erzeugte die Temperatur und den Druck, um den Lithiumhydridbrennstoff zu fusionieren, woraus sich dann die gigantische Energie und damit Sprengkraft ergab.
Die USA, die in der Nähe des öffentlich angekündigten Test Beobachtungsflugzeuge stationiert hatten, schätzen die Sprengkraft auf 57 Megatonnen TNT, ungefähr das 4000-fache der Hiroshima Bombe.
Die Explosion fand in einer Höhe von etwa 4000 m statt. Der Feuerball der Explosion berührte den Erdboden nicht, obwohl er etwa die Flughöhe des Trägerflugzeuges erreichte. Ursache war die vom Boden zurückgeworfene Druckwelle, die den Feuerball flach und nach oben drückte. Dadurch hielt sich die radioaktive Verstrahlung in Grenzen.
Der charakteristische kurze Strahlungsblitz der eigentlichen thermonuklearen Explosion im Bereich unter 1 Millisekunde sowie der kurz darauf folgende Strahlungsimpuls des Feuerballes im Sekundenbereich wurden von vielen Beobachtungsstandorten aus registriert und vermessen. Trotz bewölkten Himmels war die Wärmestrahlung in 270 km Entfernung spürbar und der Blitz war in 1000 km Entfernung sichtbar. In Norwegen und Finnland zerbrachen Fensterscheiben.
Die „Gegendarstellung“ ist hier zur Gänze wiedergegeben und nachzulesen: Gegendarstellung Palmer
Widerlegung der Behauptungen von Palmer
Zunächst zum Bericht in den Memoiren des Physikers Michael Carmac. Palmer schreibt „Camac geht in seiner Beschreibung der Experimente von 1944 überhaupt nicht auf den Grad der Anreicherung von Uran-235 ein, und auch nicht auf die Verwendung von Moderator-Materialien.“
Das ist teils falsch und teils irreführend. Palmer hat entweder den von ihm zitierten Bericht nicht gelesen oder nicht verstanden. Wenn ein Physiker schreibt
„Ich nahm an einem Experiment teil, bei dem Uran 235 in einer Plastiktüte durch die Mitte einer aus Kohlenwasserstoffen bestehenden Kugel fallen gelassen wurde. Der Zweck war, die kritische Masse zu bestimmen.“
dann meint er Uran 235 und nicht Natururan oder Uran 238 – es muss also angereichert gewesen sein und das wohl waffenfähig, sonst macht die Absicht „die kritische Masse zu bestimmen“ keinen Sinn.
Und das sagt Carmac ganz zu Beginn des von Palmer zierten Textes auch explizit wie ich in meinem Artikel in deutscher Übersetzung wiedergegeben habe:
„… arbeitete in der Gruppe, die die Menge an Uran 235 bestimmte, die für die Herstellung einer Atombombe benötigt wurde“.
Was genau ist daran unverständlich? Es geht um Uran 235 für die Herstellung einer Atombombe. Es muss mindestens 80% angereichert gewesen sein.
Aber es geht noch weiter. Carmac schreibt:
„Die Experimente dienten dazu, die von Uran 235 (eine Anordnung von ½-Zoll-Uran-235-Würfeln) erzeugte Kernstrahlung zu messen, die in der Mitte eines Tamper-Behälters platziert war.“
Carmac erwähnt hier ganz explizit Moderator-Materialien, was der Mediziner Palmer entweder nicht zur Kenntnis genommen oder er kennt den Fachausdruck Tamper nicht, was für den Autor eines Buches über Atombomben wenig hilfreich ist.
Als Tamper wird zb eine Kaffepresse bezeichnet, als Zeitwort verwendet meint es verhindern, ändern, einschließen.
Und in der Nuklearindustrie bedeutet es auf Englisch und Deutsch Neutronenreflektor, Eindämmung und Abschirmung, also genau das was Palmer abgeht.
Und was wurde genau damit gemacht? Carmac (siehe auch meinen Artikel):
Der Tamper war mit Kohlenwasserstoffen, Metallen oder anderen Materialien gefüllt. Ein Teil der bei den Kernreaktionen von Uran-235 entstandenen Neutronen verließ das Uran, drang in den Tamper ein und wurde wieder in das Uran zurückgestreut. Es wurden Tests mit unterschiedlichen Mengen an Uran, Tampergrößen oder Tampermaterialien durchgeführt.
Carmac nahm also an Tests teil, bei denen Reflektoren und Abschirmungen für die Atombombe getestet wurden, also genau die Moderator-Materialien von denen Palmer nichts mitbekommen hat.
Und weiter:
„Es wurden Tests mit unterschiedlichen Mengen an Uran, Größen oder Tamper-Materialien durchgeführt. Mit den Tests sollten die kritischen Konfigurationen ermittelt werden.“
Was Tamper in der Nuklearindstrie bedeutet kann man binnen 3 Minuten im Netz finden, oder man fragt man irgendeine KI, dann hat man es in 10 Sekunden.
Der Tamper ist ein zentraler Bestandteil vieler Nuklearwaffen und spielt eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Effizienz und Sprengkraft der Explosion. Ein Tamper ist eine dichte Schicht aus Material, die das spaltbare Material (wie Uran-235 oder Plutonium-239) in einer Nuklearwaffe umgibt. Dieses Material kann aus hochdichtem Metall bestehen (z. B. Uran-238, Beryllium, Wolfram oder Blei. Bei Fusionsbomben wird spaltbares Material verwendet um die Explosionsausbeute zu erhöhen.
Der Tamper hält das spaltbare Material für einen kurzen Moment zusammen, nachdem die Kettenreaktion begonnen hat. Dadurch wird mehr Material gespalten, bevor die Waffe auseinanderfliegt.
Viele Tamper-Materialien reflektieren Neutronen zurück in den Reaktionskern, was die Effizienz der Spaltung erhöht. In einer klassischen Plutonium-Implosionswaffe (z. B. Fat Man) wird ein Tamper aus natürlichem Uran verwendet.
Palmer zitiert also gleich auf den ersten beiden Seiten seines Buches Memoiren eines Physikers, aus denen zweifelsfrei hervorgeht, dass er an einer Atombombe gearbeitet hat und die dafür erforderlichen Experimente vorgenommen wurden.
Die Memoiren könnten auch eine Fälschung sein und beweisen daher die Existenz und Abwurf nicht schlüssig. Aber wir sehen, dass Palmer den einfachen und klaren Text offenbar noch immer nicht richtig rezipiert. Es schon sehr mutig ein Buch über ein Thema zu verfassen und gleich auf den ersten beiden Seiten ein Beweisdokument völlig sinnverkehrt darzustellen.
Zum Thema Anreicherung
Palmer schreibt in seiner Gegendarstellung „Aber es waren die Sowjets selbst … welche in den Nachkriegsjahren die erste praktische Methode zur Uran-Anreicherung entwickelten! Diese Methode, nämlich die Gaszentrifugation, setzte sich sofort weltweit durch, nachdem sie allgemein bekannt geworden war, und sie ist bis heute ohne Konkurrenz geblieben.“
Auch hier irrt Palmer. Selbst bei geringen technischen und naturwissenschaftlichem Basiswissen wird man mehrere Möglichkeiten erwarten um die Unterschiede der einzelnen Isotopen zu deren Trennung zu verwenden. Und tatsächlich kennen wir Gasdiffusion, thermische Diffusion, elektromagnetische Trennung, Zentrifugierung und Laseranreicherung. Die ersten drei Verfahren sind historisch und wurden im Manhattan Projekt zumindest getestet und angewendet. Gaszentrifugen sind derzeit die am meisten verbreitete Methode, Laseranreicherung ist die weitem effektivste.
Die Anreicherung von U-235 via dem gasförmigen Uranhexafluorid erfolgte im Manhattan Projekt hauptsächlich durch Gasdiffusion. Das Verfahren wurde von den Physikern Franz Simon und Nicholas Kurti ab April 1940 entwickelt und aufgebaut. Simon, der als einer weltbesten Experten auf dem Gebiet der Gasdiffusion galt, wurde durch die MAUD-Kommission angeheuert und beauftragt die Methode zu entwickeln und einzusetzen.
Das 235U wurde im Oak Ridge National Laboratory in Y-12 angereichert, das 239Pu stammte aus Reaktoren in Hanford.
Mehr dazu und an den Entwicklungsarbeiten an den Bomben ist in dieser Studie von Jesson Hutchinson mit dem Titel „Criticality Experiments with Fast 235U and 239Pu Metal and Hydride Systems During the Manhattan Project“ beschrieben.
Auch die Plutonium Produktion startete im gleichen Zeitraum. Das Plutonium in den Bomben kommt mittlerweile in die Jahre und soll um 1,5 Billionen Euro „aufgefrischt“ werden. Dazu ein interessanter Artikel im InfoSperber aus Dezember 2023 mit dem Hinweis, dass „Plutonium erst vor 80 Jahren zum ersten Mal synthetisiert wurde“, also in 1943.
Palmer stützt sich weiter darauf, dass „Atom-Spion Klaus Fuchs … seinen Kontaktleuten im Jahr 1944 [sagte], dass effektive Methoden zur Uran-Anreicherung zu diesem Zeitpunkt noch nicht beherrscht wurden, und er war nicht optimistisch, dass sich dies bis zum Juli 1945 ändern würde“.
Fuchs war in der theoretischen Abteilung beschäftigt. Die Abteilungen waren streng getrennt und die Mitarbeiter einer Abteilung erfuhren gar nichts über das was die anderen Abteilungen taten. Fuchs war also offenbar nur unvollständig informiert.
Die UdSSR machte ihren ersten Atomtest erst am 29. August 1949, die USA veranstalteten dagegen bereits am 20. Juni 1946 im Bikini Atoll einen weiteren Test mit einer dem Nagasaki Modell baugleichen Plutoniumbombe, abgeworfen aus einem Flugzeug und gezündet in 158 m Höhe:

Original: United States Department of Defense (either the U.S. Army or the U.S. Navy) Abgeleitetes Werk: Victorrocha (talk) • Public domain
Anwesend waren viele Medien und zivile Beobachter unter anderem aus der Sowjetunion.
Am 24 Juli wurde dann eine baugleiche Bombe ebenfalls beim Bikini Atoll in 27 Metern Wassertiefe gezündet.
Der radioaktive Fallout in Hiroshima und Nagasaki
Noch unter dem Kapitel Anreicherung merkt Palmer an: „In Hiroshima finden sich im Fallout von 1945 nur extrem geringe Spuren von Uran-235, und ein hoher Grad von Anreicherung dieses Spuren-Isotops lässt sich nicht nachweisen.“
Um über den Fallout sowie die Erzeugung radioaktiver Isotope urteilen so können, müssen wir die Dynamik des Explosionsgeschehen studieren. Und da gibt es gravierende Unterschiede je nach Explosionshöhe. Der größte Fallout ist zu erwarten, bei einer Explosion am Boden. Was bei der Explosion unten geschleudert wird verbleibt wohl zu großen Teilen am Boden. Die Kontamination wird nicht stark sein wie in Palomares aber ähnlich.
Bei einer Explosion in großer Höhe wird durch die vom Boden zurückgeworfene Druckwelle, die den Feuerball flach und nach oben drückt, auch die Kontamination überwiegend auf die Seiten gedrückt und über ein größeres Gebiet verteilt. Im Hypozentrum ist daher die Kontamination gering. Weiter sind Wind und Wetter zu berücksichtigen.
Das stimmt mit den Befunden überein, die Palmer fälschlich gegen die Explosion der beiden Atombomben in Stellung bringt. Zum Beispiel die Erkrankungen von Personen am Rande des Gebietes.
Schon in meinem vorigen Artikel stand, dass die Bomben in etwa 600 Metern über den Boden gezündet wurden. Auf dem Boden unmittelbar unter der Bombe ist daher nur ein geringer Teil des Bombenmaterials zu erwarten.
Die wesentlichen Strahlungskomponenten dieser Art von Bomben waren Neutronenschauer, die in der Materie am Boden vielfältige radioaktive Isotope erzeugen So wurden radioaktive Isotope wie 152Europium oder 60Cobalt erzeugt, deren Messungen in einer Reihe von Studien dokumentiert sind:

Eine ganze Reihe von Studien zeigt, dass die von den Neutronenschauern erzeugten radioaktiven Isotope den klaren Nachweis liefern, dass tatsächlich Atombomben über Hiroshima und Nagasaki explodiert sind. Zu den durch die Neutronenstrahlung ausgelösten Reaktionen gehören übrigens auch Transmutation stabiler Stoffe, wie etwa Uran-238 → Plutonium-239 (über Zwischenreaktionen), was das Auffinden von Plutonium erklärt.
Es gibt eindeutige wissenschaftliche Belege dafür, dass 152Eu-Konzentrationen in Hiroshima nach dem Atombombenabwurf signifikant erhöht waren – insbesondere aufgrund von neutroneninduzierten Aktivierungen in Materialien wie Gestein und Beton. Zahlreiche Studien belegen diesen Effekt und vergleichen die Messwerte mit theoretischen Dosismodellen.
Details einer kleinen Auswahl aus den Studien aus Hiroshima sind in diesem Anhang dokumentiert: Radioaktivität-Neutronen-Hirschima
Messungen des Plutonium-Fallout in Nagasaki
Die Verteilung von Plutonium nach dem Atombombenabwurf in Nagasaki lässt sich durch umfassende, interdisziplinäre Studien gut rekonstruieren. Dabei werden Methoden wie Boden- und Sedimentanalysen, Isotopensignaturen, biologische Marker und histologische Organanalysen kombiniert.
Das Ergebnis: Pu wurde weitflächig, insbesondere in Richtung Osten, abgelagert, größtenteils vom Bombenabwurf selbst, und ist auf vielfältigen Wegen – auch in Biota und Organen – nachgewiesen worden. Details von einigen wenigen der vielen Studien siehe diesen Anhang: Plutonium-Nagasaki
Zu den von Neutronen induzierten Isotopen gibt es für Nagasaki ebenso wie für Hiroshima eine Reihe von Studien, die beweisen, dass diese durch die Explosion der Atombombe verursacht wurden.
Gefälschte und zensierte medizinische Berichte
Wir müssen uns aber doch noch kurz mit den medizinischen Daten befassen. Palmer beruft sich auf medizinische Berichte von den Verletzungen direkt nach den Explosionen. Diese sind vermutlich stark verfälscht worden und die gröbsten Verletzungen sind nicht berichtet worden. Darauf weisen jüngste Medienberichte hin. US Medien berichteten schon seit 2023 von radioaktiven Verstrahlungen und Experimenten an ihrer schwarzen Bevölkerung.
Über einen bisher unbekannten Aspekt und Zweck des Angriffs berichtet in einem Artikel zum Jahrestag das US-Fachmagazin Miltiary Watch Magazine unter dem bezeichnenden Titel
„Japanische Zivilisten als „Versuchskaninchen“: Die dunklen Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki“
Es geht dabei um „das höchst umstrittene Verhalten der amerikanischen Streitkräfte gegenüber der Bevölkerung von Hiroshima und Nagasaki“.
Es wird auch über massive Verletzungen der medizinischen Ethik berichtet:
Spezialisten, darunter auch amerikanische Ärzte, war es jedoch strengstens untersagt, die Opfer zu behandeln oder Informationen über ihre Erkenntnisse weiterzugeben, die zu deren Behandlung hätten beitragen können. Dies hatte zur Folge, dass japanische Ärzte das neue Phänomen der Strahlenvergiftung nicht verstehen konnten.
Offenbar gab es auch im US-Militär genügend Bereitschaft sich so zu benehmen wie die deutschen Ärzte in den KZs. Palmer hat recht, wenn er von Lügen und Fälschungen schreibt. Allerdings stammen sie von den Ärzten und nicht von den Atomphysikern und Naturwissenschaftlern.
Noch schwerwiegender war jedoch, dass sie die Existenz einer radioaktiven Kontamination oder ungewöhnlicher Zustände bei den Überlebenden der Atomangriffe leugnete und jegliche Erwähnung dieses Themas streng zensierte.
Die Datenfälschung wird also aktuell von eine US-Fachmagazin bestätigt.
Auf die verbrecherischen Aktivitäten der Ärzte in Hiroshima und Nakgasaki geht der Mediziner Palmer natürlich in seiner Replik auf meinen Bericht darüber bezeichnenderweise nicht ein.
Die ganze Geschichte habe ich im vorigen Artikel beschrieben.
Weitere Punkte
Nachdem es eindeutige physikalische Beweise für die Explosionen der beiden Atombomben gibt, wie hier und in den Anhängen dargelegt, sind die Behauptungen über die medizinischen Studien gegenstandslos, weshalb wir uns damit nicht weiter befassen müssen.
Worauf ich aber noch eingehen muss, ist der Abschnitt „Lügen und Wahrheit in der wissenschaftlichen Literatur“: Palmer schreibt:
„Die Situation ist hier ganz ähnlich wie bei COVID-19 oder beim „Klimawandel“. Wenn man blindlings dem Konsens der Literatur folgt, die sich in PubMed oder ähnlichen Datenbanken findet, dann wird man unweigerlich zum folgenden Ergebnis kommen: nur die COVID-Impfstoffe haben uns vor dem sicheren Tod bewahrt, und in spätestens drei Wochen wird Grönland in Flammen stehen. Alle drei Beispiele sind Symptome derselben zutiefst korrupten „Wissenschafts“-Kultur. Der Konsens beruht immer und überall auf einseitigen Anreizen, Zensur und Betrug. Im Fall der angeblichen Atombomben wurde viel physikalische Evidenz getürkt. Wir haben das oben am Beispiel des Fallouts gesehen; die Evidenz für Gamma- und Neutronenstrahlung wurde nachweislich ebenfalls gefälscht.“
Physikern und Mathematikern wie Niels Bohr, Enrico Fermi, Hans Bethe, Eugene Wigner, John von Neumann, Richard Feynman, James Chadwick, Ernest Lawrence, Isidor Isaac Rabi, Wolfgang Pauli und einige weitere Nobelpreisträgern Lügner und Betrüger zu nennen, ist ein starkes Stück.
Gerade diese Wissenschaftler haben den Konsens immer wieder gesprengt und Neues geschaffen – ganz anders als die Corona-Virologen und Pharmalobbyisten oder die Ökonomen, Erdwissenschaftler und Modellierer der IPCC-Klimapaniker und Sonnenleugner. Auch hier sind es die Physiker, die dagegenhalten, saubere Studien und Messungen machen und etwa ein modernes solares Minimum mit einer kommenden kleinen Eiszeit prognostizieren.
Palmer wäre gut beraten dieses Buch zurückzuziehen. die Verharmlosung und Leugnung von Nuklearwaffen könnte zu keiner gefährlicheren Zeit kommen als heute.
Anmerkung: Der Abschnitt über die Fälschung medizinischer Daten mit den Ausschnitten aus dem ausführlichen Artikel vom 12. August wurde am 19.8. ergänzt.
Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.
Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.
Warfen die USA 1945 Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab?
80ster Jahrestag der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki und das Verhalten der USA danach
Nicht nur Michael Palmer stellt den Bombenanschlag in Frage, sondern auch das hervorragende Buch „Death Object: Exploding The Nuclear Weapons Hoax Akio Nakatani“. Auch die Arbeit von Steven Young und sein Buch A fools Wisdom, Er entlarvte die Quantenphysik, eine Disziplin, die er viele Jahre lang studierte und arbeitete, um ihr später sehr kritisch gegenüberzustehen.
Und glaubt wahrscheinlich auch, dass die Erde eine Scheibe ist …
Scheint das Problem von allen zu sein, die glauben beweisen zu müssen, dass es keine Atombomben gibt, oder zumindest in Japan keine abgeworfen wurden.
Der Flache-Erde-Witzbold durfte natürlich nicht fehlen, um den Gesprächspartner zu diskreditieren. Es gibt auch überzeugte Anhänger der Theorie pathogener Viren (eine Theorie, die vehement widerlegt wurde).
Sehr geehrter Herr Dr. Mayer,
Bitte lesen Sie das Buch zuerst fertig, bevor Sie Dr. Palmer kritisieren. Er leugnet Atomwaffen nicht. Ganz im Gegenteil. In diesem Buch geht es nur um die beiden Bomben von Hiroshima und Nagasaki.
Dieses Buch dient als Ausgangspunkt, um über die Widersprüche, Rätsel, Verheimlichungen und Vertuschungen im Zusammenhang mit den beiden Bomben nachzudenken und die offiziellen Erklärungen zu hinterfragen.
Nach vielen bewundernswerten Forschungen und Bestätigungen kam Dr. Palmer zu seiner Erklärung, aber dieser seriöse, selbstkritische und ehrliche Wissenschaftler ist durchaus offen für Kritik und Diskussionen und würde es begrüßen, wenn mehr Bücher zu diesem Thema veröffentlicht würden.
Ich habe das Buch auf Japanisch gelesen, übersetzt von einem Arzt, der einmal als einer der Experten für eine Fernsehdokumentation über Hiroshima mitgewirkt hat.
Ich habe auch die deutsche Version bei mir, und als Japanerin finde ich dieses Buch besonders wertvoll, weil Dr. Palmer enthüllt, was wir bis jetzt nicht wussten, und Lesern außerhalb Japans zeigt, was damals geschah, mit Abbildungen und Worte der Opfer.
Es ging nicht um den Sieg über Japan, sondern darum, den Menschen Angst vor einem Atomkrieg zu machen, um sie damit zur Unterwerfung unter eine künftige Weltregierung zu bewegen.
Die Amerikaner mussten sich daher beeilen, um die Atombomben drei Jahre früher als erwartet fertigzustellen. Japan hatte zuvor versucht, über den Frieden zu verhandeln, was jedoch ignoriert wurde.
Ob es damals wirklich geklappt hat oder nicht, ist für mich in erster Linie nicht so wichtig. Tatsache ist, dass dieses historische Ereignis so schlimm war, dass es sich nie wiederholen darf. Wichtig ist, das wahre Motiv und politischen Hintergründe zu untersuchen.
Rechtfertigen Sie, dass bestimmte Länder Atomwaffen besitzen dürfen, weil sie als Druckmittel für den Frieden dienen?
Bitte lesen Sie das Buch sorgfältig auch zwischen den Zeilen zu Ende. Dann schreiben Sie bitte ein Buch mit Ihren Antworten und Erklärungen zu all den Rätseln und Widersprüchen rund um die Bomben in Hiroshima und Nagasaki.
Ich bin Herrn Dr. Palmer von Herzen dankbar, dass er so viel Arbeit bei diesem Thema geleistet hat und hoffe, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen werden.
Mit freundlichen Grüßen
L. Nakajima
Das ist keine Rezension des Buches. Ich habe einen Artikel über die US-Verbrechen in Hiroshima und Nagasaki geschrieben, vor allem auch mit der Enthüllung der Behandlung der Opfer der Atombomben: 80ster Jahrestag der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki und das Verhalten der USA danach
Dann kam in den Kommentaren der Unsinn, den Palmer verbreitet. Daraufhin habe ich über die physikalischen Beweise für die Bombenexplosionen geschrieben. Dabei auch darüber, dass Palmer selbst die auf den ersten Seiten zitierten Unterlagen nicht verstanden hat und ihren Inhalt in das Gegenteil verkehrt: Warfen die USA 1945 Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab?
Daraufhin meldet sich Palmer bei mir und will eine Gegendarstellung liefern. Hier befasse ich mich mit der Gegendarstellung und zeige auf, dass seine Interpretationen physikalischer Fakten falsch sind. Ebenso hat er in seinen Kommentaren hier gezeigt, dass sein Basiswissen über Technik und Naturwissenschaften nicht ausreicht um seine zitierten Unterlagen richtig zu interpretieren. Wenn schon auf den ersten beiden Seiten eines Buches die Basics nicht verstanden werden, sehe ich wenig Sinn darin, das Buch zu lesen. Mir geht es ausschließlich darum, zu zeigen, dass die Physik den Abwurf von Atombomben bestätigt
Warum müssen sich völlig ahnungslose Mediziner immer wieder mit naturwissenschaftlichen Themen blamieren?
Palmer merkt offenbar nicht einmal, wie lächerlich er sich macht.
Der Palmer hat echt eine Scheuklappen-Recherche hingelegt. Ob es wohl dazu dient, der (dummen) Bevölkerung Krieg wieder schmackhafter zu machen?
Und selbst die Erdbeben in der Türkei (syrische Grenze) neulich, hatten blaues Leuchten in der Luft (Gammstarhlungseffekt), was auf eine unterirdische Atomexplosion schließen ließ…
Atombomben-Test auf dem Bikini-Atoll, das war doch gegen „Godzilla“ gerichtet.
Spaß beiseite.
Es ist interressant, wie manche Menschen völlig losgelöst von Fakten leben können.
Warum soll eine künstliche Anreicherung von spaltbaren Material nicht möglich sein und dieses dann als Waffe zu benutzen? Das entspricht doch vollständig der Möglichkeiten. JEDE technische Errungenschaft wurde bisher als Waffe eingesetzt. Ein paar Beispiele:
Dynamit, ursprünglich für den Bergbau entwickelt
Schießpulver, ürsprünglich für das Vergnügen (Feuerwerk) entwickelt
Flugzeuge dienen heute als Waffenträger
Drohnen
Pager
GPS wurde von Anfang an als „Waffe“ entwickelt
Das „Internet“ wurde ursprünglich entwickelt, um bei einem nuklearen Angriff kommunikationsfähig zu bleiben
Man kann JEDE Errungenschaft als Waffe missbrauchen, also warum nicht auch Atomwaffen? Menschen finden immer Mittel und Wege dafür und die Geschichte ist voll davon.
Es ist unlogisch zu Behaupten, es gibt keine Atomwaffen, wenn selbst die NATO-Doktrin dessen Einsatz mitten in Europa vorschreibt.
Auch ist es idiotisch, den „besten“ Fall anzunehmen und dann darauf zu hoffen, dass der „worst case“ nicht eintritt.
Man nimmt IMMER als Basis den „worst case“ und entwickelt daraus Strategien, die Wahrscheinlichkeit dessen Eintretens zu reduzieren.
Im Falle von Atomwaffen würde dies bedeuten, die Wahrscheinhlichkeit für das eigene Überleben bei einem Einsatz zu erhöhen.
Alles Andere ist idiotisch und „hirnverbrannt“, denn alles was schief gehen kann, geht auch schief (Murphy’s Law).
Man plant eben IMMER für den am Schlimmsten möglichen Fall, sich auf „Glück“ und „Hoffnung“ zu verlassen öffnet Tür und Tor für (gewaltige) Katastrophen.
Naja, was in jedem Fall real ist, ist das große Loch im Bikini-Atoll, das vor den Amis noch nicht dort war…..
Mayer blendet einfach alles aus, was ihm nicht in den Kram passt. O-Ton:
„Nachdem es eindeutige physikalische Beweise für die Explosionen der beiden Atombomben gibt, wie bisher und in den Anhängen dargelegt, sind die Behauptungen über die medizinischen Studien gegenstandslos, weshalb wir uns damit nicht weiter befassen müssen.“
Die medizinischen Beobachtungen widerlegen in ihrer Gesamtheit eindeutig die Geschichte der Atombomben. Die physikalischen Untersuchungen zum Fallout geben klare Hinweise auf Fälschungen — in Hiroshima ist das völlig eindeutig. Ebensolche Hinweise gibt es bei späteren Thermolumineszenz-Untersuchungen zum Nachweis der Gamma-Strahlung, und bei späteren Isotopen-Messungen zum Nachweis der Neutronenstrahlung.
Man muss festhalten: die physikalische Evidenz der atomaren Detonationen ließ sich fälschen (wenn auch in vielen Fällen mehr schlecht als recht). Die entgegenstehende Evidenz des Überlebens tödlicher Strahlendosen ließ sich NICHT fälschen, ebenso wenig wie das völlige Ausbleiben von Netzhautverbrennungen durch den atomaren Blitz bei den Überlebenden. Es gibt in der gesamten medizinischen Literatur zu diesen Ereignissen nicht einen einzigen Bericht über Netzhautverbrennungen — im Gegensatz zu späteren Atomtests.
Die von mir zitierten Studien weisen eineindeutig den Neutronenschauer einer Bombe nach. Solange Sie nicht beweisen können, dass das nicht passiert ist, müssen sie wohl oder übel die Existenz der Bombe akzeptieren:
Neutronenaktivierung von Umgebungsmaterialien
• Luft, Boden, Gebäude und sogar menschlicher Körper werden durchflutet von Neutronen.
• Dadurch entstehen induzierte Radioisotope wie:
• ^24Na (aus Na in Beton)
• ^56Mn (aus Mn in Stahl)
• ^60Co (aus Co in Metallteilen)
• ^152Eu, ^46Sc, etc. (aus Bodenmineralien)
Zitiert aus einer wesentlich größeren Zahl von Studien habe ich 7 unterschiedliche aus verschiedenen Bereichen von Hiroshima.
Da Sie immer wieder den Nachweis von Plutonium als Anzeichen für Fälschungen fehlerhaft interpretieren weise ich nochmal drauf hin:
Neutronenstrahlung löst Transmutation stabiler Stoffe aus:
• Z. B. aus Uran-238 → Plutonium-239 (über Zwischenreaktionen)
Solange also die Messungen von Isotopen die Bomben beweisen, sind die medizinischen Studien entweder falsch ausgeführt, was mich angesichts vieler negativer Erfahrungen damit nicht überraschen würde, oder sie werden falsch interpretiert, was mich ebenfalls nicht überrascht.
Die von Ihnen aufgeführten Details gehen am Kern der Sache vorbei. Wenn die gemessenen Neutronenaktivierungen tatsächlich von der Bombe wären, dann hätten nahe am Hypozentrum niemand überleben dürfen, sofern er nicht oder nur durch ein Holzhaus abgeschirmt war. Aber es gab halt genau solche Überlebenden.
„Neutronenstrahlung löst Transmutation stabiler Stoffe aus: Z. B. aus Uran-238 → Plutonium-239“
Davon habe ich auch schon mal gehört. Aber es ist einfach zu viel Pu im Hiroshima-Fallout, relativ zum U-235, und außerdem auch zu viel Pu-240 im Verhältnis zu Pu-239. Und außerdem auch zu viel Cs-137 relativ zu U-235 — passt nicht zur angeblichen Spaltausbeute. Ebenso in Nagasaki — zu viel Cs-137 relativ zu Pu-239.
„Medizinischen Studien entweder falsch ausgeführt …“ Es sind ja gar keine „Studien“ — es geht einfach darum, dass Leute überlebt haben, obwohl sie weniger als 500 Meter vom Hypozentrum entfernt waren.
Die medizinischen Berichte, auf die sich Palmer stützt von den unmittelbaren Verletzungen wurden zensiert oder gefälscht. Darauf weisen Berichte in US-Medien auf radioaktive Experimente ab 1944 hin.
Das US Fachmagazin Military Watch Magazine deckte auf, dass Verletzungen nicht behandelt werden durften und beide Städte unter militärischen Verschluss gehalten wurden. Kein Wunder, wenn dann nichts über Augenverletzungen bekannt wurde oder angeblich irgendwer überlebt hatte.
Über diese Aktivitäten der US-Militärärtzte hatte ich früher hier berichtet. Fälschungen sind wohl im großen Stil erfolgt. Aber nicht durch Physiker, sondern durch Ärzte des US-Militärs. wie jetzt Covid auch!
Wenn Menschen 500 Meter vom Hypozentrum überlebt haben gab es wahrscheinlich gar keine Detonation? Und eine Explosion die alle Steinhäuser und befestigten Strukturen platt macht ist nicht so strahlend hell? Es ist eine Frage der benötigten Energie, Druckwelle und damit Temperatur der Explosion. Gleiche Wirkungen benötigen ähnlich Energieen und damit Temperaturen und damit Helligkeit. Auch hier würden einfache physikalische Gesetze gelten.
Sie haben das Buch offensichtlich nicht gelesen — fast nichts von der physikalischen Evidenz, und überhaupt nichts von der medizinischen Evidenz. Ihre Aussagen zur medizinischen Seite sind absolut ohne jede Relevanz.
Die nachweisbaren Fälschungen betreffen ganz überwiegend die physikalische Evidenz, während auf der medizinischen Seite hauptsächlich zensiert wurde. Und es wurden Giftgas- zu Strahlenopfern, Napalm- zu Lichtblitzopfern erklärt. Aber es war eben nicht möglich, bei so vielen Betroffenen alles zu kaschieren.
Sie haben sowohl in ihrer“Gegendarstellung“ als auch in Ihren Kommentaren keinen einzigen Beweis für eine Fälschung erbringen können. Alles was Sie dazu bisher beigetragen haben, hat sich umgehend als stützend für Produktion und Abwurf von Atombomben gezeigt. Und das beginnt mit dem Carmac Memoiren auf Seite 1/2, die Sie schlicht und einfach nicht verstanden haben mangels Kenntnissen über technische Prozesse und Grundlagen der Naturwissenschaft.
Zuletzt bleib Ihnen nur mehr die absurde Behauptung man habe die ganze Gegend mit „Neutronen bestrahlt“ um die diversen radioaktiven Isotope zu produzieren.
Es gibt in der gesamten medizinischen Literatur zu diesen Ereignissen nicht einen einzigen Bericht über Netzhautverbrennungen — im Gegensatz zu späteren Atomtests.
Die Japaner werden wohl nicht hochgeschaut haben, weil Atombomben kannte man in Japan noch nicht, und war es nicht eine Höhenexplosion um die Zerstörungskraft zu potenzieren?
O-Ton Mayer:
„Auch hier irrt Palmer. Selbst bei geringen technischen und naturwissenschaftlichem Basiswissen wird man mehrere Möglichkeiten erwarten um die Unterschiede der einzelnen Isotopen zu deren Trennung zu verwenden. Und tatsächlich kennen wir Gasdiffusion, thermische Diffusion, elektromagnetische Trennung, Zentrifugierung und Laseranreicherung.“
In der Tat spreche ich alle diese Methoden in meinem Buch an, mit Ausnahme der Laser-Anreicherung. Aber von diesen Methoden war die ersten drei, die angeblich vom Manhattan Project eingesetzt wurden, in der Praxis eben nicht erfolgreich. Dies ist die einzig plausible Interpretation der Fallout-Befunde von Hiroshima, sowie des Umstandes, dass die Sowjets bei ihren eigenen Anstrengungen keine dieser Methoden implementierten, sondern stattdessen die Gaszentrifugation entwickelten.
Sie widersprechen sich schon wieder selbst. In einem anderen Kommentar hier berichten Sie über Projektleiter Groves, dass angereichertes Material an den Reaktor geliefert wurde. Und womit soll dann die Anreicherung erfolgt sein, wenn nicht mit Gasdiffusion?
Tatsache ist, dass die Gasdiffusion weltweit noch länger verwendet wurde und sie wurde erst sukzessive durch Zentrifugen ersetzt. Der Spion hat darüber nichts berichten können, deshalb hat offenbar die Sowjetunion einige Zeit benötigt um eine eigenen Methode zu entwickeln. und deshalb hat es auch bis 1949 gedauert, bis die UdSSR eine Bombe bauen und testen konnte.
Beim Fallout gehen sie immer von einer Zündung am Boden aus, die völlig andere Ergebnisse liefert als in 600 Metern. Die Studien, die ich als Anhang im Artikel gepostet habe beweisen eineindeutig den Neutronenschauer einer Bombe und belegen die Unterschiede zur Umgebung. Die Ergebnisse der diversen Isotope können NUR von einer Bombenexplosion stammen. Es gab aber nur eine einzige. Bevor Sie weiter die Bombe leugnen, müssten Sie erst zeigen, dass die Ergebnisse dieser Studien falsch sind.
Groves hat uns nicht gesagt, wie viel U-235 er geliefert hat, und wie hoch es angereichert war. Der Hiroshima-Fallout zeigt, dass dort eine relativ kleine Menge angereicherten Urans-235 verteilt wurde. Selbst in Rückständen von Tropfen des berühmten schwarzen Regens auf einer Gipsplatte findet sich ein Anreicherungsgrad von nicht mehr als 0.88% — zu vergleichen mit 0.72% in Natur-Uran. Wenn wir annehmen, dass der tatsächliche Anreicherungsgrad 80% war, dann müssen wir folgern, dass in dieser Probe 99.8% des Gesamt-Urans von der Gipsplatte selbst stammte, und nur 0.2% von der Bombe. Das ist offenbar extrem wenig. Und selbst in Hiroshima selbst ist der Fallout von 1945 deutlich schwächer als der kumulative Fallout von späteren weltweit durchgeführten Test-Explosionen.
Die von Ihnen zitierten „Neutronen-Schauer“-Studien beweisen nicht die Detonation einer Bombe, sondern nur, dass die betreffenden Proben irgendwann mal mit Neutronen traktiert wurden.
Um es ganz klar zu sagen: es ist nicht möglich, alle vorhandene „harte“ Evidenz mit einer einzigen Position zu vereinbaren. Es gibt die von Ihnen bevorzuge Evidenz, welche die atomare Detonation zu beweisen scheint, und es gibt andere Evidenz, welche der atomaren Detonation widerspricht. Man muss also entscheiden: welche „harte“ Evidenz ist härter? Welche Evidenz könnte im Zweifelsfall gefälscht worden sein, und welche nicht?
Und dabei führt Ihre Lieblings-Antwort — „der Physiker hat immer recht“ — leider nicht weiter, da sich auch in der physikalischen Evidenz Widersprüche finden.
Zur ersten sowjetischen Bombe: diese war angeblich eine Plutonium-Bombe, hat also mit der Frage der Uran-Anreicherung unmittelbar nicht so viel zu tun.
Groves Bericht legt nahe, dass es Brennstoff für den Reaktor war, also gering angereichert aber eben eine große Menge. Man merkt auch hier wieder, dass Ihnen als Mediziner das technische und naturwissenschaftliche Basiswissen fehlt um solche Aussagen richtig einordnen zu können. Auch ihre Vermutungen über die Sowjetunion zeigen das. Sie mussten Uran für einen Reaktor anreichern. Und das ihr Spion nicht die nötigen Infos liefern konnte hat es gedauert.
„Mit Neutronen traktiert“? Wurden die im Supermarkt gekauft? Sie können eben nur von einer nuklearen Explosion erzeugt werden.
Gefälscht wurden im großen Stil die medizinischen Beweise wie aktuelle Artikel in US Fachmagazinen nahelegen, aber nicht die physikalischen. Das habe ich schon in diesem Artikel berichtet unter der Zwischenüberschrift „Medizinische Daten und die als Laborratten missbrauchten Japaner und Afro-Amerikaner„.
Ihre medizinischen Daten sind mit einiger Sicherheit gefälscht. Das US-Fachmagazin schreibt etwa:
Sie stützen sich auf falsche medizinische Daten!
Auf die verbrecherischen Aktivitäten der Ärzte in Hiroshima und Nakgasaki geht der Mediziner Palmer natürlich in seiner Replik auf meinen Bericht darüber bezeichnenderweise nicht ein.
Wie schon gesagt — Sie haben meine medizinischen Daten noch nicht einmal angesehen und können Sie daher auch nicht beurteilen.
Als man etwa 15 Jahre nach dem Krieg die Opfer interviewte, um im Nachhinein die individuellen Strahlendosen abschätzen zu können, kamen auch die mysteriösen Überlebenden wieder zum Vorschein, die nahe an der vorgeblichen Detonation überlebt hatten. Mit diesen verfuhren die amerikanischen Wissenschaftler wie folgt:
„Although some persons report being in the open at close distances, the stories must be considered as mistaken, since the intensity of blast and heat effects at near distances were such as to make survival impossible … Survivors who stoutly aver such experiences may be sincere in their statements; however, there is a possibility of post concussion amnesia with a resulting erroneous story. … The fact that so few survivors do not remember the details of the event may be taken to imply that those survivors who are amnesic for the explosion have substituted for their actual experiences a satisfactory surrogate.“
Mit anderen Worten: man hat sie einfach als traumatisierte Spinner abgetan. Auf solchen Krücken humpelt die offizielle Geschichte einher.
Spannende Diskussion! So findet Meinungsbildung statt. Die Argumente auf den Tisch! Dank an alle Beteiligten.
Ich bin hier nur einige Unstimmigkeiten in der offiziellen Atom-Geschichtsschreibung eingegangen. In meinem Buch gibt es noch sehr viel mehr Evidenz. Vielleicht kann sich Herr Mayer ja doch noch überwinden, es über Seite 2 hinaus zu lesen. Der Qualität seiner Buchbesprechungen kann dies nur zugute kommen.
Wenn Mayer das von ihm kritisierte Buch tatsächlich gelesen hätte, dann wäre er außerdem auf diesen Bericht des Physikers Robert Wilson gestoßen:
https://archive.org/details/wilson-1946-fission-time
Wilson beschreibt ein wirklich sehr schlau ausgedachtes Experiment, um die (sehr kurze) Zeitspanne zu messen, die zwischen dem Einfang eines Neutrons durch einen Uran-235-Kern und der Spaltung dieses Kerns verstreicht. Er merkt dazu an:
„The present experiment was done very hurriedly in the critical days before the first nuclear explosion was tried; the purpose was to be sure that no fissions were delayed as much as 10^(-8) sec, for such delays could have deleterious effects on the efficiency of the explosion.“
Dieses Zitat ist in dreierlei Hinsicht interessant:
Es zeigt, dass man ganz offenbar in Los Alamos NICHT schon 1944 in hoch angereichertem Uran schwamm; denn andernfalls hätte man sicherlich nicht mit diesem Experiment bis kurz vor dem ersten Bombentest im Juli 1945 gewartet.
Der offizielle Optimismus hinsichtlich der „bombensicheren“ Funktion der Uran-Bombe wurde von Wilson nicht geteilt.
Beim ersten Atomtest wurde der offiziellen Geschichte zufolge eine Plutonium-239-Bombe gezündet — aber Wilson führte seine Versuche an Uran-235 durch. Seine Versuche waren also für diesen Test gar nicht relevant.
Vermutlich wegen dieser Unstimmigkeit wurde der oben zitierte Satz in der ersten Veröffentlichung von Wilsons Bericht zensiert (DOI: 10.1103/physrev.72.98). Die vollständige Version war zunächst geheim, wurde aber einige Jahre später freigegeben.
Der von Wilson gefundene Wert ist mit 10^(-8) sec so schlecht, dass seine Zweifel gerechtfertigt werden.
Heute weiß man, dass die Zerfallszeit des 236U-Isotops viel geringer ist, nämlich bei etwa 10 hoch minus 14 Sekunden.
Im Text heißt es „Nearly pure 235U was plated uniformly ….“ Also man hatte bereit fast pures 235U, wobei über die Menge keine Aussage getroffen wird. Die Anreicherung durch die Gasdiffusion lief aber offenbar gemäß der Äußerung des Leiters des gesamten Projektes Groves schon so lange, dass im März 1944 angereichertes Material für den Reaktor in ausreichenden Mengen vorhanden war. Ich interpretiere Wilson und die Lieferung an den Reaktor im März 1944 so, dass offenbar spätestens im Frühjahr 1945 hoch angereichtes, waffenfähiges 235U in ausreichenden Mengen verfügbar war
Ja, man hatte anscheined nahezu reines U-235 — aber wann, und in welcher Menge? Wenn es schon lange und in Menge vorhanden war, wieso wurde mit diesem Experiment bis Juli 1945 gewartet?
In dem Interim Committee-Protokoll vom 31. Mai 1945 wird behauptet, Uran-Bomben seien schon „in Produktion.“ Sollen wir denn wirklich glauben, dass man die Serien-Produktion dieser Bomben begonnen hatte, ohne a) auch nur einen Test und b) auch nur dieses von Wilson beschriebene vorläufige Experiment im Kleinmaßstab durchzuführen?
Und das ist nur eines von vielen haarsträubenden, hollywoodesken Elementen in dieser ganzen Geschichte. Kennen Sie den Film „Der Flug des Phönix“ mit Jimmy Stewart und Hardy Krüger? Der Plot ist alltäglich und sterbenslangweilig im Vergleich mit den Märchen, die uns das Manhattan Project beschert hat.
Mayer hat recht, dass bei Camacs Experimenten das Uran von „Tamper-Materialien“, also Moderatoren umgeben war. Wichtiger ist aber die Frage, ob solche Materialien auch in den umschlossenen „Uran-Würfeln“ selbst enthalten waren. Wenn ja, dann hätte dieses Experiment auch mit viel schwächer angereichertem Uran-235 durchgeführt werden können. In diesem Zusammenhang ist das folgende Zitat von Leslie Groves interessant („Now it can be told“, Seite 110):
„Despite all the difficulties that had to be overcome, the first shipment of enriched uranium was sent to Los Alamos in March, 1944, just a few days more than a year after the construction of the plant was begun. The concentration was not great, but it was sufficient for urgently needed experimental work at Los Alamos.“
Groves bestätigt also ausdrücklich, das in Los Alamos „dringliche“ Experimente an geringer konzentriertem Uran-235 durchgeführt wurden.
Bekanntlich erfolgt die Urananreicherung immer schneller je höher die bereits erreichte Konzentration. Die Groves Bemerkung legt also nahe, dass über ein Jahr später mühelos Anreicherungsgrade von über 95% erreichbar waren. Danke für die Bestätigung.
Der führende US-Nuklearwissenschaftler und Pentagon Berater Prof. Ted Postol erklärt dies im Interview mit Glenn Diesen:
Prof. Ted Postol über Urananreicherung
Ein Großteil der Tatsachenbehauptungen in diesem Artikel bezieht sich nicht auf Hiroshima und Nagasaki, sondern auf spätere Atombomben-Tests. Ich möchte also klarstellen, dass mein Buch nur von Hiroshima und Nagasaki handelt. Spätere Entwicklungen kommen, abgesehen von ein paar kurzen Fußnoten, im Buch nicht vor.
Hinsichtlich der Entwicklungen in 1944 und 1945 stützt sich Mayer hauptsächlich auf die autobiographischen Notizen des „Physikers Michael Carmac“ (korrekter Name: Morton Camac), die er auf geradezu absurde Art und Weise wortwörtlich interpretiert. Wenn es nach Mayer geht, dann haben Camac und seine Kameraden hoch angereichertem Uran herumgespielt, um empirisch die kritische Masse zu bestimmen. In einem ihrer Versuche erreichten sie auch die Schwelle einer selbst-verstärkenden Kettenreaktion, also einer kritischen Masse; diese brach jedoch gerade im letzten Moment noch ab.
Die kritische Masse von hoch angereichertem Uran-235 liegt bei etwa 50 kg — bekanntlich auch etwa die Menge, die auch in der Hiroshima-Bombe enthalten gewesen sein soll. Sollten wir wirklich annehmen, dass Camac und seine Spielgefährten aufs Geratewohl im Labor mit einer solchen Menge hantieren durften? Hätte man dieses kostbare Material nicht eher zumindest für einen echten Bombentest verwendet, oder noch eher dafür, den Krieg schon 1944 zu beenden, anstatt bis August 1945 zu warten? Angeblich war man sich ja der Wirkung der Uran-Bombe so sicher, dass man sie vor dem Einsatz in Hiroshima nie getestet hat …
Diese offenbar jetzt selbst von Ihnen nicht mehr in Zweifel gezogenen Tests – die ersten weniger als ein Jahr nach Nagasaki – dienen der Erklärung wie Atombomben funktionieren, zb die aufwärts gerichtete Druckwelle, die den Fallout komplett verändert, was Sie aber nirgends berücksichtigt haben. In den Plutoniumstudien wird das aber eindeutig belegt, auch entlang der Windfahne. Das Wetter damals wurde penibel nachvollzogen. Die Übereinstimmung ist gegeben.
Bestimmung der kritischen Masse:
Reines ^235U, Kugelform, ohne Reflektor ca. 52 kg
Mit Neutronenreflektor (z. B. Be) ca. 15–25 kg
Implosionskompression (z. B. Bombe) effektive kritische Masse viel kleiner (z. B. 1–5 kg)
Carmac beschreibt, wie im Manhattan Projekt die krtissche Masse bestimmt wurde (zur Erinnerung – Sie zitieren Carmac auf Seite 1 und 2 des Buches), wobei verschiedene Tamper verwendet wurden.
Im Manhattan-Projekt) wurde die kritische Masse durch sogenannte „critical assemblies“ bestimmt:
Man baute eine Versuchsanordnung aus spaltbarem Material (z. B. ^235U oder ^239Pu) und fügte Blöcke hinzu, bis die Reaktion gerade kritisch wurde. Durch den Tamper, von dem sie in Ihrer „Gegendarstellung“ noch fälschlich behaupten,es habe keinen gegeben, wird die benötigte Masse auf 15 bis 25 kg reduziert.
Carmac schreibt ja selbst, dass die Geigerzähler dann einen lauten Dauerton erzeugten. Sie sollten vielleicht einmal den von Ihnen zitierten Bericht zur Gänze lesen!
OK. Ich habe Ihnen zugegeben, dass meine Gegendarstellung hinsichtlich des Gebrauchs von Moderatoren ungenau formuliert war. Aber das Experiment, und insbesondere auch die prinzipielle Rolle des umgebenden Tampers hatte ich schon verstanden, auch wenn mich das Ausmaß der Reduktion der kritischen Masse überrascht.
Wesentlich ist, dass wir nach wie vor keinen harten Anhaltspunkt für den Anreicherungsgrad des Urans-235 haben, das in diesem Experiment verwendet wurde.
Ab 60% Anreicherung, wurde letztens in einem Artikel über den Iran erwähnt, wäre es waffenfähig. Aber es ist wohl ein Mengenthema, d.h. je unreiner desto Fat Boy…
Ab 80%, aber von 60% auf 80% kommt man in 3 bis 4 Wochen mit einer Zentrifugieranlage, die in einer Wohnung mit 60 m² Platz hat.