
Corona-Katharsis
Zur Aufarbeitung der Coronazeit wurde schon so manches geschrieben. Viele hervorragende Bücher, Fachartikel und andere Texte finden langsam aber sicher eine immer größere Leserschaft. Doch das Thema will auch verarbeitet sein.
Für viele Menschen war das Schreiben ein Weg, auf seelischer Ebene mit dieser herausfordernden und dramatischen Zeit einen Umgang zu finden – mit zum Teil sehr lesenswerten Ergebnissen. Schaut man sich die Fülle an „Coronaliteratur“ näher an, die derzeit auf dem Markt ist, kann man schier den Überblick verlieren.
Egal aus welcher Perspektive man sich diese dramatische Zeit näher anschauen möchte – es scheint bereits ein Buch dazu zu geben: Wer sich beispielsweise für Netzwerke und Hintermänner dieser (gemachten) Krise interessiert, wird bei Thomas Röpers „Inside Corona“ fündig, wer verstehen möchte, was hinter den Kulissen bei RKI & Co los war, dem sei Bastian Baruckers Buch „Vereinnahmte Wissenschaft“ empfohlen. Ein wichtiges Scharnier, um von der politischen Perspektive auf die medizinisch-therapeutische zu gelangen, bildet der von Dr. Dirk Seeling herausgegebene Sammelband „Long/Post-Covid & mRNA-Impfnebenwirkungen“

Daneben gibt es, insbesondere im deutschsprachigen Raum, eine Fülle von Veröffentlichungen verschiedenster Vereinigungen und Gruppen, die bereits während der heißen Phase der Coronazeit, Texte veröffentlichten, die den Nutzen der Maßnahmen, insbesondere der sogenannten „Impfungen“, in Frage stellten oder in therapeutischer Hinsicht Vorschläge unterbreiteten, ob nun MWGFD mit ihrem Ehrenvorsitzenden Prof. Bhakdi, die „Ärzte für Aufklärung“ oder Netzwerke wie expertcouncil.one.
Hinzu kamen viele mutige Ärzte, Therapeuten und Wissenschaftler, die ihre Erkenntnisse und Bedenken in Hinblick auf die offizielle Coronapolitik sehr frühzeitig kommunizierten – ohne die Rückendeckung eines Vereines oder einer anderen Institution genießen zu können. Die Schicksale, die diese Menschen für ihre Courage erleiden mussten, sind zum Teil sehr heftig und lassen – einmal mehr – am Rechtsstaat zweifeln. Dokumentiert sind einige dieser Fälle im sehr lesenswerten Buch von Dr. Gerburg Weiß:.
Mit anderen Worten: Auch wenn die politische und juristische Aufarbeitung der Coronazeit noch sehr zu wünschen übrig lässt (vgl. in Deutschland die politischen Strafprozesse gegen Richter Christian Dettmar, RA Rainer Füllmich oder das Urteil im Fall Michael Ballweg) – inhaltlich hat sie längst stattgefunden und wartet nur darauf, gesamtgesellschaftlich nachvollzogen zu werden.
Sehr wahrscheinlich ist das die Vorbedingung dafür, dass es einen Umschwung in Politik und Medien und damit letzten Endes in der Rechtsprechung geben kann. Der Wandel muss von unten nach oben erfolgen, nicht umgekehrt.
Unabhängig davon, wie weit die offizielle Aufarbeitung vorangeschritten ist – dass die Ereignisse der Coronazeit auch seelisch verarbeitet werden sein wollen, steht außer Frage. Zu stark war der öffentliche Druck, zu schmerzhaft die soziale Ausgrenzung, zu groß die Angst vor Zwangsmaßnahmen. Nicht wenige Menschen machten in dieser Zeit einen äußerst harten Lernprozess durch, der bis heute anhält.
Ein sehr lesenswertes Buch, das einen solchen Lernprozess dokumentiert, ist „Post Vacc – die vertuschte Katastrophe“ von Dr. Jörg-Heiner Möller, in dem der – inzwischen pensionierte – Chefarzt ausführlich schildert, wie er die Coronazeit erlebte, auf den Impfstoff hoffte – nur um dann zu sehen, was dieser anrichtete, insbesondere in Dr. Möllers unmittelbarem Umfeld. Das Buch ist nicht nur als Zeitzeugenbericht von großem Wert. Dr. Möller gewährt dem Leser auch immer wieder Einblick ins eigene Gefühlsleben. Schaut man sich zusätzlich noch die Interviews an, die Dr. Möller an verschiedenen Stellen gab, so kann man schier nicht anders, als mitfühlend nachzuvollziehen, durch welche Tragödie dieser Mann gegangen ist.
Dieses empathische Mitfühlen mit der Tragödie des anderen ist etwas, das in der Öffentlichkeit derzeit noch viel zu kurz kommt. Das ist sehr schade, denn menschliche Tragödien haben sich in der Coronazeit mehr als genug ereignet – völlig unabhängig davon, wie sich der Einzelne zu bestimmten Fragen der Coronapolitik positionierte. Wären wir fähig und willig, neben der eher rational geprägten Aufarbeitung uns auch in die Angst und das Leid der anderen einzufühlen, dürfte dies einen befreiend reinigenden Effekt – eben eine Katharsis – auf uns alle haben, der nicht zu unterschätzen ist.
Dr. Möllers lesenswertes Buch liefert hierzu einen wichtigen Beitrag. Es ist nicht der einzige.
Bereits 2023 veröffentlichte die bereits erwähnte Dr. Gerburg Weiß mit „Medizinerschwund – wenn Ärzte gehen“ ein Buch, in dem sie die Schließung ihrer zahnärztlichen Praxis verarbeitete. Der Druck der Behörden in NRW auf ungeimpftes medizinisches Personal war derart groß, dass Dr. Weiß nicht riskieren wollte, auf Anordnung des Gesundheitsamtes, ihre Praxis von jetzt auf gleich schließen zu müssen. Also kam sie den Behörden zuvor, verkaufte ihre zahnärztliche Praxis und machte sich stattdessen als Lektorin und Autorin selbstständig. In ihrem Buch lässt sie den Leser an dem schweren emotionalen Prozess teilhaben, den sie dabei durchlief und schildert darüber hinaus auch Beispiele von ärztlichen Kollegen, denen es ähnlich erging.
Im Sommer 2025 erschien mit „Corona Poesie“ ein weiteres Buch von Dr. Weiß, diesmal als Herausgeberin, in dem sie eine Vielzahl an Gedichten und Texten verschiedenster Autoren zum Thema Corona zusammengetragen hat. Die Beiträge decken die Zeit von 2020 – 2024 ab und lassen noch einmal wie in einem Brennglas die Themen Revue passieren, die damals aktuell waren und es zum Teil bis heute noch sind: das Erfahren von Ausgrenzung, die Ungläubigkeit angesichts des Verhaltens der eigenen Mitmenschen, die Fassungslosigkeit über die Maßnahmen, die Angst, dass da noch weit mehr kommen könnte. Auch die Coronaaufarbeitung ist Thema – so findet sich im Buch u.a. auch der Text zu Yann Song Kings „Skandal im RKI“ , eine Persiflage auf den Klassiker „Skandal im Sperrbezirk“, in der der Umgang mit den RKI-Protokollen thematisiert wird – womit wir wieder beim Anfang dieses Artikels wären.
Wie schwer es ist, die bisherigen Erkenntnisse der Coronaaufarbeitung zu vermitteln, hat sicherlich jeder schon erfahren, der darüber mit Menschen diskutieren wollte, die ihr Weltbild vor allem auf den Informationen aufbauten, die sie den Massenmedien entnahmen. Allzu oft wird abgeblockt und die Diskussion abgebrochen. Es gebe ja schließlich noch wichtigere Themen! Wem hier der Begriff der „kognitiven Dissonanz“ in den Sinn kommt, mag sicherlich Recht haben – weiterhelfen wird ihm das in der Diskussion allerdings in aller Regel nicht.
Vielleicht ist es daher zielführender, über die emotionale Schiene, insbesondere das Mitgefühl, zu versuchen, die Menschen zu einem anderen Verhalten zu bewegen. Erinnern wir uns daran, dass die emotionale Ebene, insbesondere während der Coronazeit, massiv von Politik und Medien bespielt wurde (vgl. das Panikpapier des deutschen Bundesinnenministeriums).
Hier wurden starke Emotionen erzeugt, die die Menschen in Aufregung, Unruhe und Furcht versetzten und sie letztlich in einen blinden Gehorsam und in die Spaltung trieben. Dem gilt es, meiner Ansicht nach, etwas entgegenzusetzen, das die Menschen nicht zwingt oder verleitet, wohl aber einlädt, dem jeweils anderen wieder mit mehr Empathie und Mitgefühl zu begegnen. Die oben erwähnten Werke leisten hier sicherlich einen guten Beitrag.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider.
Ulrich Jarzina ist ein historisch sehr beschlagener TKP-Leser.
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Vom Ende des Mitläufertums als Überlebensstrategie
Über diabolische Sprachscharaden – nicht nur während Corona
Neue Verordnung ermöglicht EU-Kommission Ausrufung einer Pandemie wegen „gesundheitlichem Notstand“
Vergeben werde ich — falls überhaupt — nur denjenigen tätern UND mitläufern, die glaubhaft UND aktiv bereuen. Mitläufer betrachte ich dabei als praktisch genauso verbrecherisch wie die täter, weil es im zeitalter des internets für JEDEN genug möglichkeiten gab, sich alternativ zu informieren UND SEIN HIRN EINZUSCHALTEN. Aber leider hatten (und haben) die allermeisten vor lauter angst / schockstarre ein brett, ach was, einen ganzen baumstamm vor dem kopf.
Selbst hochgebildete menschen aus meinem umfeld, die eigentlich auch gut mit zahlen umgehen können, waren über logik / statistik / stochastik / einfachste rechenbeispiele / plausibilitäts-checks nicht zu erreichen. Selbst dann nicht, wenn bei der argumentation ausschließlich (!) auf hochoffizielle zahlen der täter (politik/rki&pharma/medien), deren selbstentlarvung eigentlich offenkundig war, zurückgegriffen wurde (sprich: auf „schwurbler“-quellen vollständig verzichtet wurde).
Ich bin tief und vermutlich bis an mein lebensende traumatisiert, weil ca 3/4 aller menschen völlig bedenken- und skrupellos gezeigt haben, wie hitler und all seine verbrechen möglich wurden.
Und ich bin sowas von sauer, weil dieser irrsinn einen so tiefen keil in die beziehung zu meiner besseren (? — bis vor coronoia hätte ich da niemals ein fragezeichen gesetzt) hälfte getrieben hat, daß die beziehung irreparablen schaden genommen hat. Hätte nicht gedacht, daß ich mich nochmals für neues öffnen würde. Aber ich merke, und es bricht mir bei aller noch vorhandenen zuneigung das herz, daß ich nicht mehr an die dauerhaftigkeit der noch-beziehung glaube.
Wenn österreichische Büchereien nicht so ungeheuer feige und folgsam wären, würde man auch dort längst viel mehr Kritisches finden. Aber es gibt Ausnahmen… :-)
Injektionen und Lockdowns haben zu ganz entsetzlichen Schicksalen und Toden im nahen Umfeld von fast jedem von uns geführt. Die sind nicht einfach weg gewesen, manche haben sich über Jahre zu Tode gequält! Es ist ein wenig schwierig, uneinsichtigen Tätern jetzt mit „Empathie und Mitgefühl zu begegnen“.
In meinem Umfeld haben sämtliche Ärzte tausende von Spritzen verteilt, von denen sie es besser hätten wissen müssen, und sich eine goldene Nase verdient. Jetzt müssen wir ihnen verzeihen und vertrauen, wenn sie die nächsten Dreck empfehlen? Wer einmal lügt, dem glaube man weiter?
Und jetzt Tätern – Risiko bewusst eingehen ist Vorsatz! – mit „Empathie und Mitgefühl begegnen“? Wollts ihr mich verhohnepipeln?