EU-Kommission erlaubt noch mehr Insekten-Lebensmittel

4. Februar 2025von 1,8 Minuten Lesezeit

Ab nächster Woche darf Mehlwurmlarvenpulver in Lebensmitteln innerhalb der EU verwendet werden. Bis zu vier Prozent können dann davon Brot untergemischt werden. 

Eine neue Verordnung der EU-Kommission erweitert die Verwendung von Insekten für Lebensmittel. Die Lockerung betrifft die Verwendung von Mehlwurmlarvenpulver, das ab dem 10. Februar in einer Reihe von Grundnahrungsmitteln verwendet werden darf. So sind Produkte wie Käse, Marmelade Brot oder Nudeln betroffen. Bis zu vier Prozent Mehlwurmpulver dürfen diese Produkte künftig beinhalten.

Tenebrio molitor

Protein durch Insekten statt durch Fleisch: Das ist die Vision vieler Vertreter der Klima-Agenda. Neben Insekten darf es dann vielleicht noch „Fleisch“ sein, das aus dem Labor kommt. Doch Rind- oder Schweinefleisch ist für das Klima zu schlecht, so das Argument. Geflügel trifft außerdem die Vogelgrippe. So finden Insekten immer weiter Einzug in den Speiseplan. Ganz vorne dabei ist wie immer die EU.

Die Verordnung 2025/89 wurde am 20. Jänner erlassen und betrifft die Genehmigung des Inverkehrbringens von UV-behandeltes Pulver ganzer Larven von Tenebrio molitor (Mehlwurm) als neuartiges Lebensmittel“.

Konkret geht es um „UV-behandeltem Pulver ganzer Larven“. Das französische Unternehmen Nutri’Earth hatte 2019 einen entsprechenden Antrag bei der Kommission gestellt. Zunächst hat auch nur dieses Unternehmen die Erlaubnis, das Mehlwurmpulver zu vertreiben.

Brot und Kuchen dürfen damit ab dem 10. Februar bis zu vier Prozent des Pulvers enthalten. 3,5 Prozent beträgt die Grenze bei Teigwaren und „Obst- und Gemüsekompotten“, drei Prozent bei „verarbeiteten Kartoffelprodukten“ und ein Prozent bei Käse.

In den Zutaten wird das Pulver künftig als „UV-behandeltes Larvenpulver von Tenebrio molitor (Mehlwurm)“ gekennzeichnet. In unmittelbarer Nähe zur Zutatenliste muss auch angegeben werden, dass diese Zutat „Verbrauchern mit bekannten Allergien gegen Krebstiere und ihre Erzeugnisse sowie gegen Hausstaubmilben allergische Reaktionen hervorrufen kann“, schreibt die Kommission in der Verordnung.

Hier zum Abschluss noch eine kleine Spezifikation. Immerhin dürfte der Darm der Würmer leer sein, wenn sie zu Pulver verarbeitet werden.

Bild „P1220671“ by GeraldS is licensed under CC BY-NC 2.0.

Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



13 Kommentare

  1. Dorothea 5. Februar 2025 um 10:35 Uhr - Antworten

    Der Konsument wird durch die Froschkennzeichnung in die Irre geführt. Denn wer nimmt die Kennzeichnung noch ernst, wenn der Frosch auch auf Bananen klebt.

  2. 1150 5. Februar 2025 um 8:27 Uhr - Antworten

    ruhig blut, die autochthonen sklaven und huren bezahlen auch gerne für ihre invasorenarmee,
    welche in den besetzten ländern westeuropas vergewaltigen und besatzungskosten,
    vulgo sozialleistungen erhalten.
    auf den strassen und plätzen, in öffentlichen verkehrsmitteln, in den schulen, in krankenhäusern etc.
    die bevölkerung wird durch sie in angst versetzt, unterstützt durch eine quislingsjustiz,
    welche die schuldumkehr zur normalität erklärt und den kontinent in eine kloake verwandelt.
    wer dies anspricht ist entweder ein naso und/oder ein von putin bezahlter agitator.

    • 1150 5. Februar 2025 um 8:33 Uhr - Antworten

      …….in den besetzten ländern westeuropas ohne konsequenzen vergewaltigen, morden und dafür besatzungskosten,
      vulgo sozialleistungen erhalten.
      sollte es heissen

  3. Jan 5. Februar 2025 um 8:00 Uhr - Antworten

    Man sollte nicht meinen, es sei nichts drin, so nicht deklariert! Hat jemand schon einmal etwas über Strafen bei Falschdeklaration gelesen?

    Alle immun wie die Leyen!

  4. local.man 5. Februar 2025 um 0:43 Uhr - Antworten

    Wenn man draußen in der Natur seine Kirschen frisch vom Baum isst, dann isst man auch Eier und Larven mit, die die Fliegen da ständig reinlegen, was völlig natürlich und gewollt ist und zwar in roher, lebendiger Form. Aber in Masse gezüchtete und dann zusätzlich industriell verarbeitete Wurmmassen abgetötet, sind wieder mal nicht unsere vorgesehene Nahrung und werden entsprechend Schaden in uns anrichten und Krankheiten erzeugen.

    Zudem die EU hier nichts erlaubt. Irgendwann muss man doch mal die Zusammenhänge der Machtpyramide verinnerlichen.
    Das Konstrukt selbst ermächtigt sich nur und spielt ständig ein Theaterstück vor.
    Der Rest wird nach „Unten“ dann mit Druck, Erpressung, Honigfallen und ins System einschleichen, Abhängigkeiten und Zwang, Lüge und struktureller Gewalt etc. durchgesetzt.

    Die EU-Kommision erlaubt gar nichts, es ist das Herrschaftskonstrukt. Es sieht für uns nur so aus, als seien sie verschiedene Bereiche. Aber in Wahrheit geht man in der selben Firma nur von einem Haus ins andere und lässt sich die Unterschrift geben. Nach Außen hin spielt man Kontrollorgane und Rechte vor.

    Die Masse, wir, haben absolut keine Macht und Gewalt über irgendwelche Entscheidungen. Wir hängen in der Matrix und bekommen nonstopp eine Scheinrealität verkauft, und völlig autonom in Hintergrund machen die Herrschenden was sie wollen.

  5. Karsten Mitka 4. Februar 2025 um 19:19 Uhr - Antworten

    Jeder kleine Bäcker und jeder Großbetrieb/Konzern, der da mitmacht, sollte augenblicklich seine Lizenz verlieren! Ich denke mal, Konsorten wie Nestlé sind da wieder ganz vorne mit dabei. Andererseits aber auch ein gutes Geschäftsmodell für Firmen die dann werben können „Garantiert ohne Insektenmehl und sonstiger, derartiger Bestandteile!“.

  6. Sabine Schoenfelder 4. Februar 2025 um 19:17 Uhr - Antworten

    Das gleiche Unternehmen ist auch „Vitamin-D-Produzent“. In der Tat stellt sich die interessante Frage wie MEHLWÜRMER im großen Stil generiert werden ? 😳
    Gibt es Mehlwurmfarmen ? Schließlich sprechen wir von einem neuen Zweig der Massenproduktion.
    Und wenn der Wurm in der KACK-Karenzzeit nicht erfolgreich war, (24 Stunden), unter Verstopfung litt, sprechen wir dann vom „dunklen Brot“ ?? 😂✌️
    Daß solche Viecher Hort von Viren, Pilzen und anderen Keimen darstellen, erhöht den Genuß ! Mehlwurm mit Sporen…..Lecker. Danke Uschi.

    • Jan 5. Februar 2025 um 7:56 Uhr - Antworten

      Im Raum Linz baut der Inzersdorfer-Konzern angeblich eine Fabrik. Oder wars für Heuschrecken? Jedenfalls grauslich.

      Übrigens erklärt Spar, in den Eigenmarken und Bioprodukten sei sicher kein Insektenmehl, weil man darüber die inhaltliche Vollkontrolle habe. Wozu kaufe ich bio, wenn ich mich dann ekeln muss???

      Machts doch ruhig auch einmal einen Wirbel!

  7. Daisy 4. Februar 2025 um 19:05 Uhr - Antworten

    Das kommt im Grunde den (V)P Bauern zugute. Denn das bedeutet, sie mûssen mit der Mehl/Nussmotte befallenes Mehl nicht mehr aufwendig säubern, Gift einsetzen etc.. Allzu oft ist nämlich der Wurm drin. Oft kann derart befallenes Getreide nur noch als Tierfutter verwendet werden…es ist gesundheitsschädlich. Jetzt nicht mehr. Jetzt fressen es die Menschen. Ist in meinem Mehl mal eine Motte, werfe ich es weg. Man merkt es auch an den Webfäden, wie Spinnfäden. Auch im Reis usw. können sie sein, darum muss man alles luftdicht verschliesen. Das Aussieben allein reicht nicht, denn da ist ja auch der Kot noch da. Also ich ess sowas sicher nicht.

    Die EU gestattet nun, das Mehl mitsamt dem Wurm zu vermahlen…

  8. Wolliku 4. Februar 2025 um 18:50 Uhr - Antworten

    Sportler in Frankreich dürfen auch Froschschenkelpulver wählen. Sie haben damit bei Olympia in Paris gute Erfahrungen gemacht…höher, schneller, weiter…alles legal. Deutsche Sportler wollen lieber Schnitzel mit Pommes und Majo und keine Medaillen. Ende Sportkommentar :-)

  9. Nurmalso 4. Februar 2025 um 18:22 Uhr - Antworten

    Wer sind eigentlich die Anteilseigner dieses französischen Unternehmens für Mehlwürmer ?
    Sind das die üblichen Verdächtigen ?
    Stehen die Verdächtigen dann auch auf der Verpackung ?

  10. Andreas I. 4. Februar 2025 um 17:01 Uhr - Antworten

    Hallo,
    wenn Teigwaren oder Kartoffelprodukte mit Mehlwürmern gestreckt werden (sollen), dann stellt sich die Frage, wie das gehen soll, dass 1 t Mehlwürmer billiger ist als 1 t Getreide oder 1 t Kartoffeln und der Mehlwurm-Konzern dabei Profit macht, der den ganzen Aufwand lohnt.

  11. Daisy 4. Februar 2025 um 14:08 Uhr - Antworten

    Man muss sich zum Einkaufen eine Lupe mitnehmen. Ich habe so eine mit Lamperln. Die führe ich ab jetzt mit…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge