
Warum Großbritannien Krieg gegen Russland will
In den Köpfen der britischen Eliten ist das „Great Game“ zwischen Großbritannien und Russland nie beendet worden.
Der Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen im November 2024 hat das liberale Drehbuch für die Beendigung des Ukraine-Kriegs über den Haufen geworfen. Dieses sah vor, der Ukraine bedingungslose moralische und materielle Unterstützung zu gewähren, bis sie den Sieg errungen hat, der minimal als Rückgewinnung der eroberten Gebiete auf der Krim und im Donbass definiert ist.
Schon vor der Wahl Trumps hatte sich das Drehbuch subtil in „tun, was nötig ist“ geändert, um der Ukraine die bestmögliche Verhandlungsposition für Friedensgespräche mit Russland zu verschaffen. Dabei wurde erkannt, dass die Ukraine ohne eine massive Aufstockung der westlichen Unterstützung eine Niederlage erleiden würde. Angesichts der militärischen Rückschläge und der Tatsache, dass von der Regierung Biden keine zusätzliche Militärhilfe zu erwarten ist, hat auch Präsident Selenski seine maximalistische Position aufgegeben und setzt nun auf diplomatischen Druck, um Russland zu Verhandlungen zu bewegen.
Trumps zweite Amtszeit verspricht, die passive Kriegspolitik durch aktive Friedensdiplomatie zu ersetzen. Er wird wahrscheinlich einen Waffenstillstand herbeiführen, möglicherweise schon im Frühjahr. Dass die Friedensbedingungen vage bleiben, ist weniger wichtig als die Tatsache, dass er das Töten stoppen wird. Wenn das Töten einmal gestoppt ist, wird es sehr schwer sein, es wieder in Gang zu bringen.
Ich gehöre zu den wenigen Befürwortern eines Verhandlungsfriedens im Vereinigten Königreich. Am 3. März 2022 habe ich zusammen mit dem ehemaligen britischen Außenminister David Owen einen Brief an die Financial Times unterzeichnet, in dem die NATO aufgefordert wurde, detaillierte Vorschläge für einen neuen Sicherheitspakt mit Russland vorzulegen. Am 19. Mai 2022 forderte ich im Oberhaus die Wiederaufnahme des „Friedensprozesses von Ankara“, der gescheiterten bilateralen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine, die kurz nach Beginn des Krieges stattfanden. Am 10. Juli 2024 schlossen sich mir sieben Unterzeichner in einem Brief an die Financial Times an, in dem sie argumentierten, dass „wenn ein Frieden, der in etwa auf der derzeitigen Aufteilung der Kräfte in der Ukraine beruht, unvermeidlich ist, es unmoralisch ist, es jetzt nicht zu versuchen“. Solche Ansichten wurden nicht angegriffen oder zensiert, sie wurden einfach „gestrichen“ – von der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen. Der einzige politische Befürworter von Friedensverhandlungen in Großbritannien war Nigel Farage, der Vorsitzende der britischen Reformpartei.
Die quälende Frage bleibt: Mussten erst Hunderttausende von Toten, Verwundeten und Verstümmelten sterben, um einen Kompromissfrieden in greifbare Nähe zu bringen? Warum hat die Diplomatie nicht schon früher eingesetzt? Alle Nationen haben ihre eigene Geschichte, die sie über sich selbst erzählen. Das Aufeinandertreffen ihrer Geschichten kann Kriege auslösen oder entfachen. Es ist die traditionelle Aufgabe der Diplomatie, die gegensätzlichen Interessen so zu regeln, dass die Nationen in Frieden leben können. Die Diplomatie hat es im Vorfeld des Krieges deutlich versäumt, dies zu tun, und war im Krieg selbst praktisch untätig.
Warum ist das so? Der Grund liegt darin, dass die Diplomatie zwar gut darin ist, Interessenunterschiede im Rahmen gemeinsamer Werte auszugleichen, dass sie aber hilflos ist, wenn es um einen Wertekonflikt geht. Hier kommen wir zum Kern der Erklärung, warum dieser Krieg begonnen hat, warum er schon so lange andauert und warum die Fragen des staatlichen Verhaltens, die er aufwirft, ungelöst bleiben. Ganz einfach: Die Ukraine war das Schlachtfeld für zwei gegensätzliche moralische Erzählungen. Es war viel Leid nötig, bevor die Aussicht auf Frieden in Sicht kam.
Die russische Geschichte
Putin hat zwei Gründe für den Einmarsch in die Ukraine angeführt, die er zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich betont hat: Er wollte die weitere Osterweiterung der NATO verhindern und die russische Bevölkerung der Ukraine von der 2014 in Kiew errichteten ukrainischen „Nazi“-Diktatur befreien. Westliche Politiker und Meinungsmacher halten diese Gründe für trügerisch, für einen bloßen Vorwand für Russland, um Gebiete zurückzugewinnen, die es mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren hatte. Doch das ist viel zu einfach.
Erstens ignoriert es die Tatsache, dass für die russischen Politiker die nationale Sicherheit untrennbar mit der Existenz von Pufferstaaten wie der Ukraine, Belarus und Georgien verbunden ist. Das liegt daran, dass es auf den historischen Invasionsrouten nach Moskau keine natürlichen Hindernisse – Meeresstriche, Gebirgsketten – gibt. Jedes militärische Eindringen in den ehemaligen sowjetischen Raum ist ipso facto ein Bruch in Russlands eigener Sicherheit.
Der Zusammenbruch der Sowjetunion bot die Möglichkeit, das russische Denken über nationale Sicherheit von der Existenz des Imperiums zu lösen. Dies hätte jedoch ein neues Sicherheitssystem vorausgesetzt, das an die Stelle der alten Trennung zwischen NATO und Warschauer Pakt getreten wäre. Dazu ist es nie gekommen.
Der Grund dafür war nicht nur die Welle des westlichen Triumphalismus, die auf den Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 folgte, sondern auch die westliche Auffassung von der NATO als einem Verteidigungsbündnis, das zur Abschreckung sowjetischer Aggressionen gegründet wurde. Die meisten von uns können in der NATO einfach keine Verkörperung der traditionellen russischen Angst vor den „einkreisenden Klauen“ der Invasoren erkennen, wie sie in Borodins Fürst Igor dargestellt wird. Deshalb sind wir weitgehend unempfindlich gegenüber dem historischen Reflex, der durch die Osterweiterung der NATO sowie durch spezifische „out of area“-Aktionen wie die Bombardierung Serbiens im Jahr 1999 und die amerikanisch geführte Invasion im Irak im Jahr 2003 ausgelöst wurde. Es waren diese aggressiven Taten, die die Bukarester Erklärung der NATO von 2008, dass die Ukraine und Georgien in die NATO aufgenommen werden“, für die Russen bestürzend und alarmierend machten. Wie konnten wir im Westen, mit der bemerkenswerten Ausnahme von Diplomaten wie George Kennan und Henry Kissinger, nicht verstehen, dass Russland, sobald es wieder zu Kräften gekommen war, auf die eine oder andere Weise versuchen würde, das Gleichgewicht der Sicherheit zu seinen Gunsten wiederherzustellen?
Der zweite Grund, den Putin für die Invasion angibt – die russische Bevölkerung der Ukraine von der „Naziherrschaft“ Kiews zu befreien – erscheint den meisten Westlern als noch verlogener, als bloße Ausrede für die illegale Annexion von Teilen der Ukraine. Um zu verstehen, warum dieser Strang seiner Propaganda in Russland so großen Anklang findet, müssen wir uns die russische Interpretation des Maidan-Aufstands von 2014 vor Augen halten, der den prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch stürzte. Was wir als Volksaufstand gegen einen korrupten Despoten verstehen, wurde von den Russen als ein von den Amerikanern inszenierter Staatsstreich gegen einen gewählten Führer interpretiert, der in Kiew extreme ukrainische Nationalisten an die Macht brachte, die die historische Verbindung der Ukraine mit Russland zerstören wollten. Putins wiederholte Behauptung, der ukrainische Nationalismus sei ein fremdes Implantat, spiegelte die weit verbreitete russische Überzeugung wider, die Ukraine habe keine unabhängige Geschichte und daher kein Recht auf eine von Russland getrennte Existenz.
Die entscheidende Lücke in der russischen Geschichte ist offensichtlich: Russlands Unfähigkeit, einen anderen Nationalismus als den eigenen in seinem historischen „Raum“ als gültig zu akzeptieren. Die Russen sahen nicht zu Unrecht ein Komplott des Westens, insbesondere unter amerikanischer Führung, um die Ukraine von Russland abzuspalten. Aber sie konnten nicht erklären, warum die Bevölkerung in den Straßen von Kiew dafür eintrat.
Die britische Geschichte
Großbritannien war Amerikas Cheerleader in der Ukraine-Politik, sogar noch kriegerischer als die Vereinigten Staaten. Auch hier gibt die Geschichte eine Erklärung.
Das moderne Großbritannien war nie „isolationistisch“ in dem Sinne, wie es die USA bis zum Zweiten Weltkrieg waren, denn es hatte bis weit ins 20. Im Jahr 1852 umriss der Außenminister Lord Granville die britischen Grundsätze der Außenpolitik wie folgt: „Es ist die Pflicht und das Interesse dieses Landes, das über die ganze Welt verstreute Besitztümer hat und auf seinen fortgeschrittenen Stand der Zivilisation stolz ist, den moralischen, intellektuellen und physischen Fortschritt aller anderen Nationen zu fördern“.
Als Tony Blair, der britische Premierminister, 1999 in Chicago sagte, dass „die Verbreitung unserer Werte uns sicherer macht“, gab er damit lediglich ein Echo auf Lord Granville. Das weit entfernte Imperium war verschwunden, nicht aber das weit verbreitete Gefühl der Verantwortung für das Wohl der Welt, das nun von der amerikanischen Macht gestützt wurde und zu dem Großbritannien immer noch einen bescheidenen Beitrag zu leisten hoffte.
Mit der Niederlage Napoleons im Jahr 1815 löste Russland in den Augen der Briten Frankreich als große, störende Macht ab, und die Eindämmung der russischen Ambitionen wurde zum Hauptziel der britischen Außenpolitik. Dazu gehörte vor allem die Unterstützung des zerfallenden Osmanischen Reiches, das die strategische Meerenge der Dardanellen kontrollierte, aber auch, zu verschiedenen Zeiten, der Ausschluss Russlands aus dem Iran und Afghanistan. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts diktierte der Aufstieg Deutschlands die Aussetzung des „Great Game“ zwischen Großbritannien und Russland. Doch das „Great Game“ war nicht nur ein Spiel um das Gleichgewicht der Kräfte: Die Angst vor Russland wurde auch vom Hass auf die zaristische Autokratie diktiert. In diesen Stereotypen aus dem 19. Jahrhundert können wir die Keimzelle der modernen westlichen Auffassung erkennen, dass die Demokratie die friedliche und der Despotismus die kriegerische Staatsform ist.
Der Zusammenprall der britischen und der russischen Weltanschauung wurde in die militärischen und politischen Strukturen des Kalten Krieges hineingetragen, wobei die USA die Rolle Großbritanniens als Weltpolizist und moralisches Vorbild übernahmen, während die Sowjetunion ihre eigene Sicherheit in der territorialen Kontrolle Osteuropas und dem Export des Kommunismus suchte. Der britische Labour-Außenminister Ernest Bevin spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung des NATO-Bündnisses im Jahr 1949, das, aufbauend auf den „besonderen Beziehungen“ Großbritanniens zu den Vereinigten Staaten während des Krieges, die amerikanische Republik an die Verteidigung Westeuropas gegen eine mögliche sowjetische Aggression band. Ein Atomkrieg zwischen den USA und Russland wurde in der Kubakrise 1962 nur knapp abgewendet.
Ein weiterer wichtiger Grund für die derzeitige britische Kriegstreiberei ist die Gleichsetzung von Putin und Hitler. Die britische Außenpolitik wird immer noch von der Schande des Münchener Abkommens von 1938 beherrscht, mit dem der britische Premierminister Neville Chamberlain das Sudetenland in der Tschechoslowakei an Hitler abtrat und damit dazu beitrug, den Zweiten Weltkrieg zu entfesseln. Als der ägyptische Staatschef Oberst Nasser 1956 den Suezkanal verstaatlichte, stimmte Premierminister Anthony Eden mit dem Oppositionsführer Hugh Gaitskell darin überein, dass dies „genau das Gleiche ist, was wir vor dem Krieg von Mussolini und Hitler erlebt haben“.
Die Gleichsetzung von Friedenssicherung und Beschwichtigung erklärt den Zusammenbruch der nicht-interventionistischen Tradition in der britischen Außenpolitik, die von den Freihändlern des 19. Man vergleiche Chamberlains Verteidigung des Münchner Abkommens im September 1938 – „Wie schrecklich, fantastisch, unglaublich es ist, dass wir wegen eines Streits in einem weit entfernten Land zwischen Menschen, von denen wir nichts wissen, Gräben ausheben und Gasmarkierungen ausprobieren sollten“ – mit der Überzeugung heutiger britischer Politiker und Meinungsmacher, dass Europas Freiheit und Sicherheit gefährdet wären, wenn Putin damit „durchkäme“.
Eine Antwort darauf ist, dass Putin nicht „ungestraft davongekommen“ ist. Zu glauben, dass seine dezimierten Streitkräfte nach der schweren Niederlage in der Ukraine bereit sind, das NATO-Europa anzugreifen, ist ebenso paranoid wie die russische Angst vor einer Einkreisung durch die NATO.
Aber das Bild von Putin als Hitler bietet keinen Ausweg aus der krassen Alternative, entweder einen russischen oder einen ukrainischen Sieg zu erringen. Das ist der Grund, warum es in Großbritannien so wenig Appetit auf eine aktive Friedensdiplomatie gibt.
Der kommende Frieden
Irgendwann hat sich die aufrichtige Bewunderung des Westens für den Kampf der Ukraine um ihre Unabhängigkeit in einen Stellvertreterkrieg gegen Putins Russland verwandelt, bei dem die Interessen der Ukraine selbst nur noch oberflächlich berücksichtigt werden. Das Versprechen des Westens, einen ukrainischen Sieg bedingungslos zu unterstützen, hat den Krieg zweifellos verlängert, indem es die Ukrainer für die realistische Aussicht auf einen begrenzten Sieg blind gemacht hat, der ihnen dennoch eine echte Unabhängigkeit sichern könnte. Unverzeihlich sind die Versprechungen der Briten und Amerikaner, der Ukraine „alles zu geben“, was für einen Sieg nötig ist, obwohl sie gar nicht die Absicht hatten, dies zu tun. Konkret wurde die Ukraine im März 2022 vom damaligen britischen Premierminister Boris Johnson davon abgehalten, weitere Friedensgespräche mit Russland zu führen, der bei seinem Besuch in Kiew am 6. April 2022 gegenüber Zelenskyy erklärte, die NATO werde die Ukraine bis zum Äußersten unterstützen, wenn sie weiterkämpfe.
Womit wir wieder bei Donald Trump wären. Sowohl die Befürworter als auch die Gegner seines Ansatzes in den internationalen Beziehungen bezeichnen ihn als „transaktional“. Die Befürworter argumentieren, dass er Trump in die Lage versetzen wird, im Interesse Amerikas „Deals“ mit Diktatoren zu machen; die Gegner beklagen das Fehlen einer moralischen Dimension. Beide Positionen ignorieren, dass der Frieden selbst ein moralisches Ziel ist – in der christlichen Lehre ist er das höchste Gut. Papst Franziskus hat wiederholt zu Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges aufgerufen, zuletzt in seiner Weihnachtsbotschaft 2024. Die Weigerung unserer Falken und ihrer passiven Mitläufer, die moralischen Ansprüche des Friedens anzuerkennen, ist die größte Gefahr, der die Welt heute ausgesetzt ist.
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Lord Robert Skidelsky ist ein unabhängiges Mitglied des britischen Oberhauses (House of Lords). Er ist Wirtschaftswissenschaftler und lehrte internationale Beziehungen an der School of Advanced International Studies, Washington DC, und an der University of Warwick, UK. Der Text erschien zunächst auf Englisch.
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Krim-Referendum
95 Prozent stimmen für Russland-Beitritt
https://www.deutschlandfunk.de/krim-referendum-95-prozent-stimmen-fuer-russland-beitritt-100.html
Leak: Großbritannien organisiertRegierungssturz in Russland
23. August 2024
https://www.anonymousnews.org/international/leak-grossbritannien-organisiert-regierungssturz-in-russland/
Document From 2022 Reveals Putin’s Punishing Terms for Peace
https://www.wsj.com/world/russia-ukraine-peace-deal-2022-document-6e12e093
Schweizer Ex-Botschafter zum Ukrainekrieg USA schuld an Abbruch der Istanbul-Verhandlungen
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/schweizer-ex-botschafter-zum-ukrainekrieg-usa-schuld-an-abbruch-der-istanbul-verhandlungen-li.2282801
Russland zog sich vor Kiew freiwillig zurück
2023_06_19
https://tkp.at/2023/06/19/russland-zog-sich-vor-kiew-freiwillig-zurueck/
Putin zeigt Vertrag
https://x.com/ZentraleV/status/1670302822259384320
Es geht (wie immer) um Macht und Geld.
Was viele nicht wissen. Putin war nicht bereit, die Verträge mit dem Banksterclan Rotschildt zu verlängern.
Dann wurde der von (CIA finanzierte) „Aktivist“ Alexej Nawalny vorgeschickt, um das „böse“ Russland, mit Dreck zu bewerfen. Als die Minsker Verträge Unterschriftenreif waren, wurde Wolodymyr Selenskyj (ein Mann, der bei der Wahl angab, die Korruption im Land zu bekämpfen) von den USA daran gehindert, den Vertrag nicht zu unterschreiben. Und schon ging der Wahnsinn mit den Bruderstaaten Ukraine/Russland los. Und Selensky, und sein Oligarchenquartett „Kwartal95“ (Stichwort Panama Papers) um etliche Millionen $ praller. Die ganze Regie kommt den 5 Eyes Staaten sehr zugute.
Und immer daran denken : NATO hat 3 Hauptaufgaben.
Deutschland unten zu halten.
Amerika in Europa zu halten
……. und Russland draussen zu halten.
Übrigens.. bei einer Pressekonferenz sprach Trump auch über die Ukraine. Er sagte, sie dürfe nie der NATO beitreten. Denn diese Aussicht hat ja zum Krieg geführt. Die NATO habe vor der russ. Haustüre nichts zu suchen.
Er sagte: „Habe Verständnis für Russland.“ Für den Ukraine-Krieg sei Biden verantwortlich.
So, und jetzt wissen wir, was Trump wirklich dazu meint. Denn einige Fakenewser erzählten ja, er wolle NATO-Truppen zur Friedenssicherung hinschicken. Böswillig hat man das behauptet, um Russlands Vertrauen in Trump zu beschädigen. Ich denke, das hat er nun repariert.
Neujahr 25
Da neue Jahr, was sollte es bringen?
Frieden in Freiheit vor allen Dingen!
Was man aus allem Vergangenen kennt,
an einer Ecke die Welt immer brennt.
Kann jemand ein wenig mehr Frieden erreichen,
reduzieren die Berge zukünftiger Leichen?
Dann wäre das sicher fast optimal
und das Gegenteil, das wär‘ ja fatal.
Doch ist die Menschheit jetzt tief gespalten,
weil dunkle Kräfte in Staaten walten,
die sind durch Wahlen nicht legitimiert,
haben die Macht mit viel Geld usurpiert,
verachten die Freiheit von kleinen Leuten,
regieren die Welt mit ekligen Meuten
von Marionetten wie medialen „Weißwäschern“*,
die würden gern mehr als ganz Russland einäschern,
die nichts mehr als die freie Rede hassen,
Maulkörbe nicht nur dem Denken verpassen.
Weil immer weniger Menschen sich ducken,
den Quark der Hauptstrommedien nicht schlucken,
werden Feinde der Freiheit mehr und mehr aggressiver,
ihre dummdreisten Lügen immer primitiver.
Lässt den Nüchternen ahnen für das neue Jahr,
es wird eher schlimmer als das alte war.
Bertolt Brecht „Turandot oder Der Kongress der Weißwäscher“
Die jungen Leute in Kiev traten 2014 für die Westbindung ein, weil ihnen die US-NGOs ein kostenloses Studium in den westeuropäischen Metropole versprachen und die Beteiligung an den Maidan Protesten organisiert und bezahlt wurden. Dies ist in Russland bekannt, weshalb der Putsch gegen Präsident Yanukovich den Amerikanern zu Recht zugeschrieben wird. Joe Biden selbst hat im US-TV damit angegeben, der Putsch habe nur 5 Milliarden USD gekostet. Dazu sind jetzt allerdings noch mal mindestens 200 Milliarden für den Krieg hinzugekommen.
„Trumps zweite Amtszeit verspricht, die passive Kriegspolitik durch aktive Friedensdiplomatie zu ersetzen. Er wird wahrscheinlich einen Waffenstillstand herbeiführen, möglicherweise schon im Frühjahr.“
Naja, wenn er sich weiter so blöd anstellt und seinen Falken folgt, dann wird er sich bei Putin eine blutige Nase holen…..;)))
Menschen, die solche Kriege vom Zaun brechen, tun das weil sie tatsächlich geisteskrank sind. Darum glauben einige in UK immer noch in der Lage zu sein, Russland zu bezwingen und sich den Kern der Eurasischen Rohstoffe einzuverleiben.
Ein sehr lesenswerter Beitrag eines britischen Mitglieds des Oberhauses und eines Putinverstehers, wie ich einer bin. Es kommen auch die Elemente zum Tragen, die bereits bei Asterix und Obelix eine Rolle spielten, als sie feststellten: die spinnen die Briten! Tatsächlich sind die Briten für mich die herausragenden Kriegstreiber in der Zunft der Transatlantiker. Spätestens als Johnson den Ukrainer befahl den Frieden von Istanbul zu verwerfen. Die historischen Momente der britischen Eitelkeiten um die Werte des Empires hat der Autor sehr lesenswert behandelt. Da gab es britische Nuancierungen in der Eskalation, die man bei Jeffrey Sachs oder John Mearsheimer nicht erfährt. Allerdings geht es nun darum, wie man die Kuh vom Eis bekommt und einen völlig dämlichen Krieg beendet, der wegen Eitelkeiten einerseits aber auch tatsächlicher und nachvollziehbarer Befürchtungen über Sicherheiten so viele Leben gefordert hat. Wenn ich den Begriff „Werte“ nur höre, drehen sich meine Fingernägel in Spiralen auf. Imperiale „Kinderkacke“ im Westen wäre die Antwort meines Opas (selig) gewesen. Nun müssen faire Sicherheitsaspekte verhandelt werden, die damit überhaupt nichts zu tun haben können. Weder die Ukraine noch Belarus und Georgien werden jemals ein Aufmarschgebiet der Nato sein können. Und ob der neue Nato-Norden ein aggressives Aufmarschgebiet werden kann, auch da habe ich Zweifel. Insofern kommt es jetzt darauf an, wieder politische Führer im Westen zu etablieren, die ehrlich sagen, was sie eigentlich wollen und auch „eigentlich friedlich“ wollen. Trump gibt mir eine moderate Hoffnung, weil selbst Musk die Position von Jeffrey Sachs plausibel findet. Auf russischer Seite hoffe ich auf ein langes Leben von Putin. Er lässt keine Zweifel erkennen, worum es ihm geht. Seine Reden sind von ausgesprochener Klarheit und für mich sofort nachvollziehbar, auch dann wenn man sie in unseren transatlantischen Medien dank Zensur nicht lesen darf. Wenn ich ehrlich sein darf, komme ich sowieso zur Ansicht: Deutschland macht zukünftig mit Österreich und der Schweiz einen neutralen Block. Das ist eine andere Komponente als der Lord Hasting Ismay als erster Nato-Generalsekretär vorsah, der für die Nato folgendes Ziel vorsah: USA drin halten, Russland draußen und Deutschland unten halten. Meine Vorstellung wäre schon 1990 die bessere Wahl gewesen! Da waren noch Kohl und Gorbatschow vor.
Hallo,
sorry, das wird etwas länger, aber was kann ich dafür, dass es hier einiges hinzuzufügen gibt?!
Wenn man bei Russlands Geschichte schon die historischen Invasionen erwähnt und später bei der britischen Geschichte eine der Vorgeschichten des Zweiten Weltkrieges (Münchener Abkommen), dann ist man auch schon fast beim Nichtsantriffspakt zwischen dem Dritten Reich und der Sowjetunion und bei Stalins Fehler, auf den Nichtsantriffspakt zu vertrauen und den Offizieren zu befehlen, nicht auf Provokationen zu reagieren. Aber es war keine Provokation und noch bevor Stalin andere Befehle erteilen konnte, stand die Wehrmacht tief in Russland, war die sowjetische Luftwaffe buchstäblich am Boden zerstört …
Erstens ist also das Brechen von Verträgen nichts neues und zweitens erscheint es mir durchaus plausibel, dass das der historische Grund ist, warum die Russen ihre Sicherheitslage ausschließlich nach militärischen Tatsachen beurteilen.
Egal was Nato-Offizielle plappern, die Russen analysieren, welche Stützpunkte wo existieren, welche Stützpunkte wo errichtet werden, wie viel Soldaten, welche Waffensysteme und übrigens auch in Japan oder Südkorea, die USA-Stützpunkte dort. … und ausschließlich danach beurteilen die Russen ihre Sicherheitslage.
Außerdem noch:
,,spiegelte die weit verbreitete russische Überzeugung wider, die Ukraine habe keine unabhängige Geschichte und daher kein Recht auf eine von Russland getrennte Existenz.“
Die Ukraine war seit 1991 ein souveräner Staat und die Russen haben nicht nur nicht gestört, sie haben sogar Gas zu Vorzugspreisen geliefert. 2014 schickte Kiew Militär gegen die russischstämmige Bevölkerung im Donbass …
,,Die entscheidende Lücke in der russischen Geschichte ist offensichtlich: Russlands Unfähigkeit, einen anderen Nationalismus als den eigenen in seinem historischen „Raum“ als gültig zu akzeptieren.“
Von 1991 bis 2014 war den Russen egal, ob in der Ukraine Nationalismus herrscht oder sonstwas. Aber Absichten der Nato beizutreten und Taten wie die russischstämmige Bevölkerung im Donbass mit Artillerie zu beschießen, das war den Russen dann nicht mehr egal.
Aber selbst dann haben die Russen von 2014 bis 2022 gewartet und der Westen hatte die Chance, auf Kiew einzuwirken, das Minsker Abkommen zu erfüllen. Tja.
,,Die Russen sahen nicht zu Unrecht ein Komplott des Westens … Aber sie konnten nicht erklären, warum die Bevölkerung in den Straßen von Kiew dafür eintrat.“
Dazu gehört aber auf der anderen Seite, dass die westliche Propagada nicht erklären konnte oder wollte, warum die Bevölkerung in Lugansk und Donezk die Nach-Maidan-Regierung in Kiew nicht anerkannte, warum die Bevölkerung der Krim die ,,grünen Männchen“ als Beschützer feierte, warum die Ergebnisseder Referenden so deutlich waren, laut westlicher Propaganda wegen ,,vorgehaltener Waffe“ haha, als ob eine russischstämmige und russischsprachige Bevölkerung lieber in einer russenfeindlichen Ukraine samt Sprachverbot leben würde als in der Russischen Föderation.
,,Irgendwann hat sich die aufrichtige Bewunderung des Westens für den Kampf der Ukraine um ihre Unabhängigkeit“
Ich gehöre im Westen zu einer Minderheit, die das alles etwas anders sieht, aber wie gesagt, von 1991 bis 2014 hat Russland die Ukraine sich selbst überlassen (und sogar Gas zu Vorzugspreisen geliefert.)
Und selbst seit 2022 hat Russland keinerlei Ambitionen in der Westukraine. Da werden Ziele mit Raketen und Drohnen beschossen, aber abgesehen von Unschärfen im Kampfgebiet, die eher taktischer Natur sind:
russische Soldaten befinden sich auf russischem Territorium, nämlich in Charkiw, Lugansk, Donezk und Saporoschje. In der Ukraine sind keine russischen Soldaten, egal wie geradezu verzweifelt der Westen es provozieren will. (Es gab mal welche vor Kiew, aber das war eine Geste vor den Verhandlungen von Ankara und dann sind die wieder abgezogen.)
,,die Ukrainer für die realistische Aussicht auf einen begrenzten Sieg blind gemacht hat, der ihnen dennoch eine echte Unabhängigkeit sichern könnte.“
Neutralität sichert Unabhängigkeit.
(Und nicht auf Kredite angewiesen zu sein, hilft auch.)
Und sorry für die Tippfehler, wollte gerade korrigieren und schwupps falscher Knopf, naja :-)
Ich bin etwas erstaunt, wie viel Mühe Sie sich hier geben. Ich hätte eigentlich einen kürzeren „Rant“ von Ihnen erwartet….;))
In diesem Artikel sind amS seeehr viel klassische Vorurteile und Klischees verarbeitet, der „Lord“ scheint selbst von diesem britischen Virus der Selbstüberschätzung befallen zu sein.
Ich teile (wieder einmal) Ihre Ansichten. Ein Beleg dafür war der Natobeitritt Finnlands: Russland hat nüchtern die finnische Aufstellung analysiert und ein entsprechendes Kontingent zusammengestellt, das diese neue Veränderung der russischen Sicherheitslage widerspiegelt. Davor sah Russland keine Veranlassung, seine Grenze zu Finnland zu verstärken.
Weil ich vor wenigen Tagen wieder Putins Rede im Bundestag angesehen habe, finde ich, Putin hat das Russland geformt, von dem er damals sprach. AmS eine Schande, wie wir mit so freundlichen, pakttreuen und zuverlässigen Partnern umgehen.
Hallo,
Danke. Es ist etwas Tippen, einen Tee kann man sich dazu schon machen, aber es ist keine Mühe im engeren Sinne :-) Wenn ich so einen Text lesen, wo m.E. einiges zu ergänzen ist, dann sprudelt das aus mir raus, wie man so schön sagt. Ich mache da eigentlich gar nichts, das kommt von selbst.
Gehirne funktionieren so. Wenn ein Punkt angesprochen wird, ist sofort der ganze Zusammenhang da, ob man das will oder nicht. Sonst würden auch Humor oder Ironie, wo es nicht gesagt wird, aber es jeder automatisch denkt, gar nicht funktionieren. :-)
Apropos Humor und Ironie, deswegen gibt es auch Witze, die einfach nicht zünden.
Warum mir da jetzt spontan die Pflicht-Witze der deutschen Fernsehkomiker über Putin einfallen … aber jedenfalls ist kein einziger dieser Pflicht-Witze lustig. Denn die unterstellen einfach irgendetwas, und bauen darauf die Pointe auf. Aber was die unterstellen, das ist aus der Luft gegriffen. Da besteht kein Zusammenhang und wo kein Zusammenhang da ist, da kann diese automatische Verkettung mit dem Zusammenhang nicht stattfinden – und deswegen zünden diese Witze nicht.
(Und deswegen schaue ich mir diese Fernsehkomiker auch nicht mehr an.)
Die Pflege solch skurieler und absurder Ansichten in den Köpfen in UK und USA muss ja zum Krieg führen. Menschlichkeit kommt in diesen Köpfen nicht vor.
Wenn wir nicht veränderte ideologische oder esoterische Gründe einer neuen Generation verantwortlich machen wollen – was man nie ausschließen kann -, dann müssen wir fragen, was das hohe Risiko des Krieges neu bewertet haben könnte. Dazu liegen zwei Antworten auf der Hand: Die erste ist die veränderte Ressourcenlage und die zweite die veränderte Verteilungsgerechtigkeit aufgrund der Ressourcenlage.
Russland gleicht einem Kuchen, um den herum sich eine Reihe Staaten gruppieren, von dem jeder einzelne so stark ist wie Russland. Russlands BIP zB ist etwa so groß wie das Italiens. Deutschlands Wehretat is größer als der russische, der britische, französische, italienische und spanische kommen dazu. Wer würde wohl eine konventionelle Auseinandersetzung gewinnen?
Russland ist eine Atommacht mit der Folge, dass jeder konventionelle Angriff, beispielsweise durch deutsche Taurusraketen, atomar beantwortet werden kann. Bei einer nuklearen Auseinandersetzung gewinnt niemand, das ist die Grundidee der Abschreckung. Gleichzeitig ist dies ihr Pferdefuß: mit Selbstmord lässt sich so schlecht drohen.
Amerikanische Thinktanks empfehlen die Strategie, Russland durch Auseinandersetzungen an vielen Fronten zu zermürben – und die ressourcenreichen Teilrepubliken herauszulösen. Die EU, beispielsweise, verhandelt seit Längerem über einen Beitritt von Aserbajdschan – nur falls jemand nicht wissen sollte, wo Europa zuende ist.
Das europäisch geprägte St. Petersburg gehört nicht zu Europa, aber ein Land am Kaspischen Meer, das Förderrechte für die erheblichen Gas- und Ölvorkommen mitbringt? Was so patent klingt, hat einen Pferdefuß: Die Ressourcen stünden den Russen und Indern nicht mehr zur Verfügung, wenn sie nach Europa umgelenkt würden. Der Niedergang Großbritanniens ist eine Folge der erschöpften Bohrtürme in der Nordsee. Jeder kann sich die Folgen für Russland ausmalen.
Es gibt also handfeste Machtinteressen, die zu Krieg führen. Bezüglich Nahost ließe sich ähnlich argumentieren, dort steht vor allem die Verbindung China/Iran im Vordergrund.
Innenpolitisch hat Krieg den charmanten Nebenaspekt, Macht zu stabilisieren und Willkür zu legitimieren. Wir haben das während der Pandemie geübt. Zusammenbrechende Branchen, siehe Deutschland, siehe Österreich, können durch Kriegswirtschaft aufgefangen werden. In Österreich haben sich jene, die ihre Pfründe kameralistisch aufteilen wollen, gerade nicht durchgesetzt. Dreimal darf man raten, wo die FPÖ den Rotstift ansetzen wird. Auch die Wiener SPÖ wird bald nichts mehr zu verteilen haben!
Das Problem: Ohne Ressourcen auch keine Kriegswirtschaft. Womit möchte Deutschland Raketen und Drohnen bauen, mit US-LPG, das schon vor der Einstellung stand, weil die USA selbst zuwenig haben? Durch eingesparten häuslichen Konsum als Nebenwirkung der Glücksspritzen?
Weder die USA noch Großbritanniens waren je ein moralisches Vorbild! Imperalismus, Versklavung, Ausbeutung und Länder mit Krieg und Genozid überziehen zeigen von totaler moralischer Verkommenheit! An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, und da haben die USA und UK die schlechtesten Karten auf diesem Planeten!
Hallo,
apropos britische Geschichte; Mahatma Ghandi war ein moralisches Vorbild. :-)
Sorry, Gandhi natürlich
Zitat: „sondern auch die westliche Auffassung von der NATO als einem Verteidigungsbündnis, das zur Abschreckung sowjetischer Aggressionen gegründet wurde. “
Das ist nicht die westliche Auffassung, das ist das Propagandanarrativ für die dummen Massen.
Man muss sich nur die Chronologie der Ereignisse anschauen, wer wann gegründet wurde, um den Aggressor zu erkennen.
Hallo,
bekanntlich beschrieb der erste NATO-Generalsekretär Ismay die Rolle der NATO für Europa so: „to keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down“.
Gut geschrieben.
England hat den Zusammenbruch des Empires und damit seines Einflussbereiches nie verwunden. So kämpft man selbst um Steinhaufen in anderen Ländern (Falkland) bis aufs Blut. Russland ist groß geblieben, das größte Land der Welt. Ich denke die Ursache ist eher Missgunst denn das man das als Game betrachtet. Das zeigt für mich auch das gezielte Unterlaufen der Verhandlungen in der Türkei, was England eigentlich überhaupt nichts anging.
Hallo,
weil der Lord, der diesen Text verfasst hat, auch Diplomatie erwähte
bei der Skripal-Affäre (glaube ich, da war es), stellte UK Forderungen an Russland. Ein Journalist stellte Lawrow eine Frage dazu, in der irgendwie auch ,,manners“ wie ,,Manieren“ vorkam. Lawrow spulte erst routinemäßig die internationalen Vereinbarungen ab und dann fügte er hinzu (von mir aus dem Gedächtnis zitiert):
,,Und über Manieren, die Zeiten des Kolonialismus sind vorbei.“
YEAH!
Diplomatisch, trocken, kurz & bündig.
Und wenn ich schon dabei bin; ein Staat der einen Chefdiplomaten wie Lawrow hat, der kann international ganz anders agieren als so manche westliche Staaten, denn was die teilweise für Außenminister haben … oder AußenministerINNEN [hüstel]
„What is he doing? Is he sleeping?“ Lawrow bei den UN, weil ein Kollege geistig zu abwesend war.
„Who invited this idiot?“ (angeblich) jüngst über Bärbokk.
Ich hätte garantiert viel Spaß mit ihm! ;))
Ich sah vor ein paar Tagen ein exklusives Interview on Stage auf so einem internationalen Event (vergessen welcher). Er wurde dort von einem internationalen Journalisten befragt (Indo-Asiatischer Raum würde ich sagen). Lawrow hat den Journalisten vorgeführt und nicht umgekehrt. Das Publikum hat mehrmals herzhaft gelacht und so Lawrow viel Zustimmung – und Abschlussapplaus – gezollt. Es ist aber auch tatsächlich eine Wohltat, zwischendurch auch redegewandten und klugen Menschen zuzuhören.
Ein hervorragender Diplomat, der dennoch regelmäßig genau den Richtigen Moment (und Ton) findet, um ganz undiplomatisch mitten in die Fresse……. ;))
Hallo,
wo wir einmal im Zusammenhang sind; während seiner ersten Amtszeit hatte Trump den Krieg in Syrien nicht beendet. Es gab einen Angriff mit Raketen bzw. Marschflugkörpern auf Ziele in Syrien. Davor gab es einiges öffentliches Geplänkel (und sicherlich auch einiges diskretes, es wurden keine Ziele beschossen, wo sich russisches Militär befand).
Trump twitterte irgendwas ,,Die Raketen werden kommen…“
Journalist an Lawrow:
,,Was entnehmen Sie dem Tweet des US-Präsidenten.“
Lawrow:
,,Ich entnehme dem, dass der Präsident twittert.“
Nun hatte sich in Syrien einiges geändert, aber Lawrow ist immernoch russischer Außenminister und Trump ist wieder USA-Präsident. Mal sehen… :-)
„ist ebenso paranoid wie die russische Angst vor einer Einkreisung durch die NATO.“
Bei solch einer Aussage könnte man glauben, der Lord sei erst gerade von seinem hundertjährigen Winterschlaf erwacht und als Graf Dracula wieder auferstanden.
Damit wird das Ausplündern der halben Welt gerechtfertigt? Nach der hiesigen Definition müssten die Briten Sozialisten sein – wenn man beim Plündern keine Sorge um die Rettung der Welt vorheuchelt, sei man rächts.
Wie sagte noch einst der verwirrte deutsche Bundespräsident Wulff, „Der Islam gehört zu Deutschland“. Diesen Spruch möchte ich mal korrigieren in … nicht der Islam gehört hierher, sondern Russland gehört zu Europa und die NATO gehört zurück in die USA! Damit wären die Verhältnisse wieder richtig gestellt!
Hallo,
ja der Wulff …
Laut Grundgesetz gehört Religionsfreiheit zu Deutschland.
Aber seit wann wissen Politiker, was im Grundgesetz steht?! :-)