In memoriam Arne Burkhardt

15. Dezember 2024von 6,4 Minuten Lesezeit

Knapp vier Jahre ist es nun her, dass das von Prof. Arne Burkhardt und RA Elmar Becker gegründete pathologische Institut in Reutlingen seine Arbeit aufnahm. Am 23.11.24 fand in Metzingen (BW) eine Gedenkveranstaltung für den 2023 verstorbenen Pathologen statt. Ein Bericht.

Hätte man vor der Coronazeit eine Straßenumfrage durchgeführt und die Menschen gebeten, einen bekannten Pathologen zu nennen, hätte man, sehr wahrscheinlich, in ziemlich ratlose Gesichter geschaut. Vielleicht hätte der ein oder andere noch mit einem Augenzwinkern „Prof. Karl-Friedrich Börne“ gesagt, was aber leider nicht zählt, denn Prof. Börne ist, erstens, Rechtsmediziner und, zweitens, ein fiktiver Charakter aus dem „Tatort“. Die Arbeit von Pathologen hat der Otto-Normal-Bürger dagegen für gewöhnlich nicht auf dem Schirm.

Aber wir leben in ungewöhnlichen Zeiten. Und so kam es, dass der Name „Arne Burkhardt“ in den letzten Jahren, auch und gerade außerhalb der pathologischen Fachkreise, immer bekannter wurde – obwohl der Professor schon längst emeritiert war. Die erste „Pathologiekonferenz“ vom 20.9.21, in der Burkhardt, zusammen mit seinem Kollegen Prof. Walter Lang, die ersten histopathologischen Befunde von Menschen vorstellte, die im zeitlichen Zusammenhang mit den Corona“impfungen“ gestorben waren, erregte viel Aufmerksamkeit – so viel, dass man den Livemitschnitt auf Youtube meist vergeblich sucht.

Innerhalb seines Fachgebietes isolierte sich Burkhardt damit zunächst weitgehend selbst, galten die „Impfungen“ doch als „wirksam und sicher“ und, vor allem, als „nebenwirkungsfrei“– eine Behauptung, die den Stuttgarter Generalstaatsanwalt Brauneisen 2021 sogar dazu veranlasst hatte, gerichtsmedizinische Obduktionen von mutmaßlichen Impftoten gänzlich zu untersagen. Gäbe es diesbezüglich Hinweise, wäre dies doch der Homepage von RKI und PEI zu entnehmen! Wie sehr die Politik auf diese beiden weisungsgebundenen Bundesoberbehörden eingewirkt hatte schien dem, ebenfalls weisungsgebundenen, Generalstaatsanwalt entgangen zu sein.

Somit verwundert es kaum, dass die wenigsten seiner Kollegen sich daher für Burkhardts Arbeit zu interessieren schienen. Noch weniger nahmen die Einladung nach Reutlingen an,  sich selbst ein Bild von den Gewebeproben zu machen. Die zu diesem Zeitpunkt noch in Schweden arbeitende Pathologin Dr. Ute Krüger tat dies – zwar zunächst mit Skepsis aber auch aufgrund wissenschaftlicher Neugier. Ihre Skepsis legte sich bald, als sie die Proben selbst untersuchen konnte. Nach dem überraschenden Tod von Arne Burkhardt am 30.5.2023 sah sich Dr. Krüger in der Pflicht, die Arbeit des Reutlinger Institutes in Buchform zu dokumentieren –  ein Projekt, das sie, zusammen mit Walter Lang, sowie den Co-Autoren Michael Mörz und Helmut Luck im Sommer 2024 erfolgreich zum Abschluss brachte.

Mittlerweile ist das Buch „Geimpft – gestorben“ in dritter Auflage erschienen. Die ersten beiden Editionen waren binnen weniger Wochen vergriffen, was für einen histopathologischen Atlas mehr denn außergewöhnlich sein dürfte und einmal mehr die Bedeutsamkeit der Arbeit unterstreicht, die Prof. Arne Burkhardt an seinem Reutlinger Institut geleistet hat.

Diese Bedeutsamkeit der Arbeit Arne Burkhardts zu würdigen, war auch Ziel der „Veranstaltung für Wissenschafts- und Kulturaustausch“, die am 23.11.24 in Metzingen stattfand, wo Burkhardt bereits vor 2 Jahren seine Ergebnisse im Rahmen eines öffentlichen Vortrags präsentierte. Das Interesse war groß: Die Festkelter war bis auf den letzten Platz besetzt, die Warteliste entsprechend lang.

Auch das hätte man sich vor ein paar Jahren so wahrscheinlich nicht träumen lassen – dass nicht nur Ärzte sondern auch medizinische Laien ihren kostbaren Samstag Nachmittag damit zubringen wollten, sich mit histopathologischen Fragen zu befassen.

Die Reihe der Referenten eröffnete Prof. Walter Lang, der die Wichtigkeit der Erkenntnisse von Burkhardts Arbeit unterstrich – auch wenn diese nach wie vor von vielen offiziellen Stellen und Fachverlagen ignoriert werde. Diese Institutionen folgten einer neuen Ethik, die keinen hippokratischen Eid (mehr) brauche, so Lang. Im weiteren Verlauf seines Vortrags fasste Lang noch einmal die zentralen histopathologischen Befunde zusammen.

Dr. Norbert Schwarz, der den beiden Pathologen während ihrer Arbeit am Mikroskop assistiert hatte, gab in seinem Vortrag einen Überblick über mögliche Schäden durch die „Impfungen“, die z.T. weit über das hinausgehen, was histopathologisch festgestellt werden kann – sei es die Schwächung des Immunsystems (VAIDS) , die Prionenbildung  etc.

Vor den beiden Fachvorträgen rückte Daniela Beck den Menschen Arne Burkhardt

in den Mittelpunkt. Durch ihr Engagement für den Kinderschutz während der Coronazeit auf sie aufmerksam geworden, wandte sich Burkhardt an Frau Beck, um ihr seine Untersuchung zur Schädlichkeit von Masken – insbesondere bei Minderjährigen – zukommen zu lassen. Als er ihr die Studie persönlich vorbeibrachte, bat Beck ihn kurzerhand auf einen Kaffee herein, was angesichts der rigiden Maßnahmen, die damals deutschlandweit galten, nicht ohne Risiko war: praktizierte Gastfreundschaft und ein normaler zwischenmenschlicher Umgang ohne Abstandsgebot und Maskenpflicht galten in weiten Teilen der Gesellschaft als verpönt.

Aus dem einen Besuch wurden bald mehrere und der im Digitalen und Social Media nicht ganz so beheimatete Arne Burkhardt erhielt so Zugang zu den lokalen Netzwerken von Kinderschutzinitiativen und anderen kritisch denkenden Menschen im Reutlinger Raum. Überregional wurde so die Vernetzung mit dem Coronaausschuss und der MWGFD möglich. Es waren ebenfalls jene Netzwerke, über die Burkhardt die Bitte erreichte, er möge sich doch die Gewebeproben einer mutmaßlich an der „Impfung“ verstorbenen Frau einmal anschauen. Burkhardt kam der Bitte nach, erkannte die Bedeutsamkeit dessen, was er da sah und gründete, zusammen mit Rechtsanwalt Elmar Becker, das Reutlinger pathologische Institut. Der Rest ist Geschichte.

Dass am Beginn dieser Geschichte nicht nur wissenschaftlicher Forschergeist, sondern auch das Pflegen einer Kultur der Gastfreundschaft und des Miteinanders stand, dürfte den Wenigsten in dieser Form bewusst gewesen sein. Insofern wird auch verständlich, weshalb die Veranstalter nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Kultur an diesem Nachmittag viel (musikalischen) Raum gaben.

In seinem Schlussvortrag weitete Prof. Paul Cullen die Perspektive erneut, indem er dazu anregte, die Erkenntnisse, die man in Hinblick auf die Coronazeit gewinnen konnte, sozusagen als Brille zu nehmen, um damit das (geo-)politische Geschehen zu betrachten. Corona habe lediglich offen gelegt, was ohnehin schon lange im Argen gelegen habe. Wer z.B. die politische Manipulation der wissenschaftliche Debatte rund um das Thema Corona erkannt habe, käme nicht umhin, ähnliche Muster bei anderen Themen zu erkennen, sei es nun das Klima, der Krieg in der Ukraine etc.

Betreffs einer etwaigen Aufarbeitung der Coronazeit äußerte Cullen sich skeptisch. Diese sei eher nicht zu erwarten. Die Eliten wollten sie nicht und der überwiegende Teil der Bevölkerung ebenfalls nicht – obwohl zum Beispiel in einer Forsa-Umfrage jeder fünfte angegeben hatte, die „Impfung“ nicht gut vertragen zu haben.  Von daher habe sich die Gesellschaft mehrheitlich sehr zügig in der neuen Normalität eingerichtet.

Corona habe den Zustand einer Gesellschaft freigelegt, in dem das nackte Überleben wichtiger werde als das richtige Leben, so Cullen.

Dies sei nur die folgerichtige Entwicklung einer Gesellschaft, die den Transzendenzbezug verloren habe. Der Westen befinde sich, um es mit Emmanuel Todd zu sagen, tatsächlich im Niedergang. Insgesamt steuere die Welt aber auf eine Zeitenwende zu. Das Überschlagen der Ereignisse, dass sich allerorts beobachten ließe, sei ein Zeichen dafür, dass der Kipppunkt bald erreicht sei und eine neue Zeit beginnen könne. In der neuen Zeit werde das Falsche keinen Bestand mehr haben. Stattdessen gelte es, den Wert echter Gespräche, echter Freund- und Gemeinschaften, echter Nahrung und echter Wertträger wieder neu zu erkennen und schätzen zu lernen.

Ein Arne Burkhardt hätte sich in einer solchen Welt sicherlich sehr zu Hause gefühlt.

Bild Reinhard Lasar

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider.

Ulrich Jarzina ist ein historisch sehr beschlagener TKP-Leser.


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8 Kommentare

  1. FrischerWind 7. Januar 2025 um 15:37 Uhr - Antworten

    Danke an den Autor für die Nachlese und vor allem die Organisatoren, die eine hervorragende Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Nicht zu kurz kam an diesem Tag, neben den hochkarätigen Referaten, auch die menschliche Seite von Prof. Arne Burkhardt die vielfach gewürdigt wurde.
    Alles ist im übrigen auf YouTube unter „FrischerWind“ nachzusehen.

  2. ibido 18. Dezember 2024 um 22:09 Uhr - Antworten

    Danke!! Arne Burkhardt!
    Danke für Mut und gelebte Ethik. Danke, dass Sie Ihrer inneren Stimme und dem inneren Auftrag gefolgt sind. Ein wahrer Forschergeist!

    Alles war gut vorbereitet und für alles war vorgesorgt. Angst und Abhängigkeit sollten zu den gewünschten Aussagen der Forscher, Ärzte und Behörden führen.
    An alles war gedacht (Event 201). Alles? Fast alles.
    Die nicht mehr vom System abhängigen Rentner und Pensionisten, die den hippokratischen Eid und die Wahrheitsfindung ernst nehmen, hatte man vergessen. Die konnte man nicht so leicht ängstigen mit (finanzieller) Existenzvernichtung. Und auch die selbständig Tätigen nicht, die ohnehin schon vorher nicht systemkonform therapierten.

    Trotzdem Hut ab, denn die soziale Vernichtung / Isolierung durch Rufmord wurde umso mehr betrieben.

  3. THReinhardt 16. Dezember 2024 um 9:01 Uhr - Antworten

    Ich hätte Otto Prokop und Mark Benecke gesagt.

  4. triple-delta 15. Dezember 2024 um 18:18 Uhr - Antworten

    Vielen scheint die Dimension dieses mRNA-Verbrechens noch gar nicht bewusst zu sein, gegen das der Massenmord der Nazis fast wie Kreisliganiveau aussieht, obwohl diese die Ersten waren, die Massenmord industriell durchführten.

  5. Jan 15. Dezember 2024 um 15:50 Uhr - Antworten

    Es ist der Verdienst von Arne Burkhardt, die von Suharit Bhakdi theoretisch vorhergesagten Abläufe nachzuweisen. Diese Prozesse müssten theoretisch in jedem Gespritzen vorgegangen sein.

    Es wäre notwendig, diese Schädigungen über den Einzelfall hinaus in der Breite zu untersuchen und Screenings durchzuführen. Auch um frühzeitig vorbeugend eingreifen zu können.

    Das aber will der Wähler nicht! Obwohl die RKI-Files zeigen, wie sehr getäuscht wurde, sind die Verantwortlichen weiter an der Macht und werden auch ständig wieder gewählt! Die Institutionen mit Garantenstellung verweigern sich den Tatsachen und schielen auf die Befehlskette.

    Es gibt also nur die Möglichkeit zu warten, bis jene, die unbedingt geschädigt werden wollen und damit den Rest der Bevölkerung in Geiselhaft nehmen, so häufig geboostert wurden, dass sie nicht mehr zur Wahlurne schreiten können.

    Übrigens sind Körperverletzungen wegen ungenügender Aufklärung Ende 2024 verjährt. Das finden die Gespritzten auch völlig richtig!

    Das Grundproblem ist freilich, dass man die Genveränderung nicht rückgängig machen kann und daher viele die Augen verschließen.

    • Daisy 15. Dezember 2024 um 19:59 Uhr - Antworten

      „Es gibt also nur die Möglichkeit zu warten, bis jene, die unbedingt geschädigt werden wollen und damit den Rest der Bevölkerung in Geiselhaft nehmen, so häufig geboostert wurden, dass sie nicht mehr zur Wahlurne schreiten können.“
      Die Briefwähler werden eh immer mehr..

  6. Sabine Schoenfelder 15. Dezember 2024 um 15:05 Uhr - Antworten

    Vielen Dank an den Autor. Arne Burkhardt war ein Mensch mit einer großen Seele.
    Ein Pathologe, der seine wichtige Arbeit im originärsten Sinne für DIE LEBENDEN vollbrachte.
    Er handelte nach herzlichem Ermessen u n d fundiertem naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, – nur seinem ärztlichen Eid verpflichtet.
    Das wertete eine kriminelle Pharmabranche als PROVOKATION. Seine Untersuchungen gefährdeten die mühevollen Investitionen in eine verlogene Impfkampagne, eine inszenierte PLANDEMIE.
    Unbeirrt legte der mutige Pathologe die verheerenden Folgen dieser Impfplörre dar.
    Sein „plötzlicher Tod“ läßt uns stutzen. 👉 Plötzlich und unerwartet.
    Seine Würde, sein Engagement für die Wahrheit, sein Mut sind unantastbar.
    Unsterblich.
    S e i n e Größe verdeutlicht und skizziert den bösen Antípoden, die Hinterhältigkeit und kriminelle Energien seiner Gegner.
    Abgerechnet wird zum Schluß, abseits alles Materiellen, Ihr Narren.

  7. Pfeiffer C 15. Dezember 2024 um 14:57 Uhr - Antworten

    An dieser Stelle: @ Prof. Arne Burkhardt posthum und RA Elmar Becker allen erdenklichen Respekt! Denn:

    „Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein“ sagte schon Herr Tucholsky

    P.S.:
    „Betreffs einer etwaigen Aufarbeitung der Coronazeit äußerte Prof. Paul Cullen sich skeptisch“. – Patrick Radden Keefe erkämpfte z.B. durch sein Buch „Empire of Pain“ über die OxyContincausa – im Mittelpunkt der skrupellose Sackler-Clan – den Durchbruch zur Wahrheit.

    Nicht zuletzt durch die aktuelle 500seitige US-Corona-Causa-Veröffentlichung unter dem dämonisierten Trump wird auch in Europa Bewegung in den bislang global größten Paharma-Polit-Medienskandal kommen!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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