
Wahltheater: Totalschaden Bildungspolitik
TKP-Kolumne „Wahltheater“ anlässlich der Nationalratswahl in Österreich. Heute: Wie die von der UNESCO vermittelten Inhalte – namentlich das sog. „Sozial-Emotionale Lernen“ (sic) – unsere Kinder in den Schulen indoktrinieren und was man dagegen tun könnte.
Etwas ist faul im Staate Österreich, allerdings nicht „nur“ in der Alpenrepublik. Seit Mitte der 1990er Jahre macht das „Konzept“ (sic) des „Sozial-Emotionalen Lernens“ (orig. Social-Emotional Learning, oder SEL). Dieses ist spätestens seit 2017 durch eine Vielzahl von Aktivitäten seitens des Bildungsministeriums fest in the Pflichtschulen des Landes verankert, wie etwa Hannelore Reicher und Marlies Matischek-Jauk in ihrem Aufsatz „Sozial-emotionales Lernen in der Schule Konzepte – Potenziale – Evidenzbasierung“ (2017) festhalten.
Was ist „Sozial-Emotionalen Lernen“?
Gemäß Eigendefinition des Collaborative for Academic, Social, and Emotional Learning (CASEL) ist SEL in etwa das Folgende (meine Übersetzung, Hervorhebungen und [Kommentare]):
Soziales und emotionales Lernen (SEL) ist ein integraler Bestandteil der Bildung und der menschlichen Entwicklung [eine Behauptung]. SEL ist der Prozess, durch den alle jungen Menschen und Erwachsenen das Wissen, die Fähigkeiten und die Einstellungen erwerben und anwenden, um eine gesunde Identität zu entwickeln, mit Emotionen umzugehen und persönliche und kollektive Ziele zu erreichen, Empathie für andere zu empfinden und zu zeigen, unterstützende Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten und verantwortungsvolle und fürsorgliche Entscheidungen zu treffen. [also alles und nichts zugleich]
SEL fördert Bildungsgerechtigkeit [orig. equity, d.h. das alle das gleiche Ergebnis haben] und Exzellenz [eine contradictio in terminis] durch authentische Partnerschaften zwischen Schule, Familie und Gemeinschaft, um Lernumgebungen und -erfahrungen zu schaffen, die sich durch vertrauensvolle und kooperative Beziehungen, einen strengen und sinnvollen Lehrplan und Unterricht sowie eine kontinuierliche Bewertung auszeichnen. SEL kann [hier die Relativierung der eingangs aufgestellten Behauptung] dazu beitragen, verschiedene Formen der Ungleichheit zu bekämpfen und junge Menschen und Erwachsene zu befähigen, gemeinsam florierende Schulen zu schaffen und zu sicheren, gesunden und gerechten Gemeinschaften beizutragen.
Jenseits aller Wohlfühlprosa halten wir fest, dass SEL immerzu auf „ganzheitliche“ Aspekte abzielt, die „schon immer“ Teil der conditio humana gewesen sind. So wird dies zumindest behauptet, doch entblößen sich CASEL und dessen Jünger sogleich, denn SEL gibt es „erst“ seit 1994.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Lucifer, New Age und die Vereinten Nationen
Es begab sich in dem New Age/Theosophie-inspirierten Fetzer Institute, da SEL ebenda aus der Taufe gehoben wurde. Großen Anteil an den Inhalten hatten u.a. Alice A. Bailey’s Education in the New Age (1954) – über die Sie z.B. hier auf der Website des sog. Lucis Trust „mehr“ lesen können. Als „Fun Fact“ sei erwähnt, dass der „Lucis Trust“ ursprünglich (1922) als „Lucifer Publishing Company“ begründet wurde, u.a. die Schriften der Okkultistin Helena Blavatsky (1831-91) verbreitete (die wiederum u.a. auch Alice Bailey beeinflusste). Der Lucis Trust ist übrigens ein beratender Partner der Vereinten Nationen dessen Postanschrift übrigens mit dem UN-Hauptquartier geteilt wird.
An diesem Punkt angelangt dürfte es kaum verwundern, dass SEL auch massiv vonseiten des Weltwirtschaftsforums vorangetrieben wird, wie dies etwa dieser „Industry Report“ aus dem Jahr 2016 nahelegt. Ebenda heißt es in Kapitel 25 u.a. wie folgt:
Organisationen auf nationaler, bundesstaatlicher und lokaler Ebene spielen eine entscheidende Rolle bei der Festlegung einer politischen Agenda zur Förderung von SEL und SEL-bezogenen Bildungstechnologien [sic]. Diese Organisationen reichen von Bildungsministerien und staatlichen Gesetzgebern bis hin zu lokalen Schulbezirken und NGOs…
Da SEL gesellschaftliche Vorteile verspricht und ein Mittel ist, um den Anforderungen der sich wandelnden Wirtschaft gerecht zu werden, sollten die politischen Entscheidungsträger SEL ganz oben auf ihre Agenda setzen, seinen Nutzen messen, Standards und Rechenschaftspflicht in Bezug auf SEL festlegen und die Integration von SEL in die Bildungssysteme unterstützen…
Pädagogen müssen mit anderen Interessengruppen zusammenarbeiten, um SEL-Programme zu entwickeln oder zu erproben, einschließlich solcher, die E-Technologien einbeziehen. Sie müssen eng mit den Eltern zusammenarbeiten, um SEL sowohl in der Schule als auch zu Hause zu integrieren, damit die Kinder Zugang zu kohärentem und Umfassendem SEL [orig. Comprehensive SEL, siehe unten] haben…
Um sicherzustellen, dass ihre Kinder eine qualitativ hochwertige Bildung erhalten, die sowohl SEL als auch eine akademische Vorbereitung beinhaltet, müssen Eltern als Fürsprecher auftreten und Pädagogen und Organisationen auffordern, SEL zu fördern und Bemühungen zu unterstützen, schulische und häusliche Programme zu integrieren, um soziale und emotionale Fähigkeiten ganzheitlich zu entwickeln.
Auch aus dieser Unterlage geht eindeutig hervor, dass SEL auf nicht weniger abzielt, als die Grenzen zwischen „Schule“ und „Privatsphäre“ zu vermischen. Dies wird zudem durch die Erwähnung der „Umfassendem SEL“ (orig. Comprehensive SEL]) klar, denn darunter versteht man gemeinhin die massive Zunahme an Berichterstattungsaufgaben – diese umfassen mind. eine extraakademische Kategorie, oft aber mehr – des Lehrpersonals, das zunehmend in den Vordergrund rückt.
Wenn Sie sich nun fragen, wohin diese Datenmengen fließen – das Weltwirtschaftsforum und seine Partner, darunter UNO/UNESCO, Weltbank und Int. Währungsfond, aber auch „private“ Stiftungen wie die Bill & Melinda Gates Foundation, die Chan-Zuckerberg Initiative und die Templeton Foundation sind mit von der Partie.
Wahlkampf als „Eiertanz“
Wiewohl alle Parteien kaum Inhalte betreffend die Bildungspolitik benennen, so findet sich lediglich in dem Wahlprogramm der FPÖ der folgende Absatz:
In den Schulen müsste sichergestellt werden, dass alle Kinder von Beginn an die gleichen Startchancen haben, wofür es auch das differenzierte Bildungsangebot brauche. „Linke verstehen oft nicht, dass Chancengleichheit nicht gleich Ergebnisgleichheit [equity] ist. Es muss eine solide Basis in der Schule gelegt werden, in deren Zentrum unsere deutsche Sprache, lesen und rechnen stehen – und das auch mit Büchern und Heften, anstatt sich immer neueren technischen Entwicklungen einfach auszuliefern. In unserer ‚Festung der Freiheit‘ ist die Schule auch kein Ort für ideologische Experimente, wir wollen sie daher vor Dragqueen-Lesungen, sexueller Verwirrung der Kinder und Co. schützen“, führte Kickl weiter aus. Die ab 16 beginnende politische Mitbestimmung will die FPÖ ausweiten, indem mit einer Volksinitiative Gesetze von den Bürgern selbst auf den Weg gebracht und umgesetzt werden können und einzelne Minister oder die gesamte Bundesregierung auf direktdemokratischen Weg abgewählt werden kann.
Ich habe auszugsweise auch die Programme der beiden anderen größeren Mitbewerber gelesen (hier das der SPÖ, hier das der ÖVP), die sich in vielen inhaltsleeren Worten ergehen, konkrete Verweise oder gar Ziele vermissen lassen. Die ÖVP sucht mit Floskeln wie „Leistung“ und dergleichen zu punkten, bringt es aber nicht zustande, auf die von der FPÖ kritisierte Frühsexualisierung einzugehen, geschweige denn auf die Probleme mit ideologischen Experimenten wie SEL einzugehen. Von der SPÖ kommen überhaupt nur Verweise auf „mehr“ an vonseiten der öffentlichen Hand finanzierte Kinderbetreuungsplätze, die wiederum massiv zulasten der Familien gehen, von Aspekten betreffend deren Finanzierung ganz zu schweigen.
Apropos Frühsexualisierung: hierzu habe ich vor einiger Zeit zwei lange Beiträge verfasst, die Sie hier und hier finden. Deren Integration in die heimischen Kindergärten und Pflichtschulen folgt ebenso dem zuvor erwähnten Muster der Umsetzung via UNESCO.
Diese – problematischen (ahem) – Inhalte sind bereits seit 2015 durch einen Grundsatzerlass der Bildungsministerin a.D. Heinisch-Hosek (SPÖ) in Österreichs Bildungsstätten fest verankert.
Was also bleibt zu hoffen?
Lediglich eine Fraktion – die FPÖ – findet es offenbar wichtig, diese Dinge, wenn auch verklausuliert, anzusprechen.
Die FPÖ war es auch, die während ihrer Regierungsbeteiligung 2017-18 keinerlei Ambition verspürte, diese Sache anzupacken. Dass die übrigen Regierungsparteien dies ebensowenig taten, ist lediglich einnige Worte wert.
Inhaltslos und zaghaft sind die Programme von ÖVP, SPÖ und Grünen in dieser Hinsicht allemal, wenn auch deren bedingungsloses Folgen der UNO/UNESCO-„Inhalte“ kaum Hoffnung verspricht.
Ob die FPÖ im Falle einer Regierungsbeteiligung zumindest die gröbsten Wahnsinnigkeiten zurücknimmt – wie etwa den Rahmenerlass Sexualpädagogik – bleibt zumindest zu hoffen.
Wünschenswert wäre auch eine breite Diskussion der Inhalte (sic) des Sozial-Emotionalen Lernens, über das man sich z.B. hier in einem Gespräch, das ich mit dem Kontrafunk geführt habe, informieren kann.
Viel Hoffnung auf einen Wandel besteht jedoch so oder so nicht.
Das Wahltheater wird wohl in die nächste Runde der Wählervera****** münden.
Frau Heinisch-Hosek erklärt in ihrem Portraitvideo, dass ihr die Alleinerziehenden in Österreich, die immer mehr in Armut geraten, besonders am Herzen liegen. Also unterzieht man die Kinder dieser armen Frauen bereits im Kindergarten wenigstens einer Frühsexualisierung. Sonst haben diese armen Frauen nämlich ķeine Sorgen, die oft für 1600€ von morgens bis abends schuften und rackern.
So kann nur jemand denken, der selbst wahrscheinlich nicht einmal ein Kind hat, Nationalratsabgeordnete ist und als Sonderschuloberlehrerin Nebeneinkünfte bis 4000€ bezieht. Für den zukünftigen Steuerzahler gilt, den ganzen Tag an Sex zu denken, dadurch hat er vielleicht sonst keine Bedürfnisse und das kostet nichts.
Das Ansinnen von SEL ließt sich hier so, als ob es sich um eine Sekte handelte, alá Scientologen, damit ihnen nur ja keiner auskommt, eben das Gegenteil von Individualität als Endergebnis steht, nämlich ein UNISONO Modell.
Empathie und Verantwortung… Das Böse Medium berichtete gestern und heute über eine Grüne in Zürich, die als Schießübungen-Zielscheibe ein Bild von… Jesus und Maria verwendet und damit im Internet prahlt. Die ergrünten Schweizer Medien versuchen, den Skandal zu verschweigen oder zu relativieren. Ganz überraschend kann es aber nicht kommen – die Frau ist bereits früher durch COVID-Ungeimpfte-Hetze in der Glotze aufgefallen.
Möchte auch TKP über die Geschichte schreiben? Weisen österreichische Grüne ähnliche „Empathie“ auf?
In den Textbeispielen vom Artikel erkenne ich diese geleckte „Business-Sprache“ wieder, die ich schon vor 20 Jahren ständig hören musste, als ich noch in der Unternehmensberatung gearbeitet habe. Diese Sprache klingt so seriös, ist aber voller Übertreibungen und Lügen. Anders gesagt, total verlogen, weil sie trickreich die Nachteile umschifft und die Vorteile geblümt darstellt, aber mit einem angeblich wissenschaftlich seriösen Inhalt. Gleichzeitig verschleiert diese Sprache die wahren Absichten! Mit diesem Geschwätz machen große Unternehmen mächtig Kohle und die NGOs üben damit Druck auf die Gesellschaft aus! Und nur darum geht es!
Die gleiche Sprache sehen wir auch beim WEF und der Pharmaindustrie. Und inzwischen auch in der Bildung. Passt alles in diese „LockStep“ und Great Reset-Agenda des Establishments.