Affenpocken: WHO plant Notstand in Afrika

7. August 2024von 3,2 Minuten Lesezeit

Die WHO erwägt, aufgrund der „neuen Mutante“ der Affenpocken in Afrika die Ausrufung eines „internationalen Gesundheitsnotstandes“. Tedros will die Pandemie-Maschinerie starten. Politisch könnte dies im Sinne der USA genutzt werden.  

Die Affenpocken (Mpox) sind wieder da. Zumindest in Afrika. Aktuell laufen in der WHO „Beratungen“, da man bereits damit rechnet, einen „internationalen Gesundheitsnotstand“ auszurufen. So sind die Wörter von WHO-General Tedros am Sonntag zu interpretieren. Schon Tage zuvor machten westliche Medien Stimmung. Andere vermuten einen politischen Hintergrund: In Kenia, das wichtigste Land für die USA in Ostafrika, könnte ein anti-westlicher Umsturz bevorstehen. Die Inszenierung einer Pandemie würde helfen.

Plötzlich Panik

Vor rund zehn Tagen hat Kenia die erste Infektion mit Affenpocken bestätigt. Dabei soll es sich um einen Reisenden handeln, der von Uganda nach Ruanda reisen wollte. In einigen Regionen Afrikas ist das Virus endemisch. Das hindert die WHO aber nicht daran, wieder einmal ein Virus jagen zu wollen. WHO-Chef Tedros schrieb: „Lokale Regierungen und Partner verstärken die Maßnahmen zur Unterbrechung der Krankheitsübertragung. Aber es werden mehr Mittel und Unterstützung für eine umfassende Reaktion benötigt.“

Noch panischer ist das Magazin Bloomberg. Dort heißt es am Montag:

Die Länder Zentralafrikas bemühen sich, einen multinationalen Ausbruch eines mutierten Mpox-Stammes einzudämmen, der seit Januar allein in der Demokratischen Republik Kongo fast 500 Menschen getötet hat.

Es wird vermutet, dass das sich schnell ausbreitende Virus im Jahr 2024 mehr als 12 300 Menschen in der Demokratischen Republik Kongo infiziert hat, wo es vor weniger als einem Jahr erstmals gemeldet wurde. Jüngste Fälle in der Elfenbeinküste, Kenia und mindestens drei weiteren afrikanischen Ländern haben die Sorge vor einer explosiven Ansteckung aufkommen lassen, die über neu gebaute Straßen und Autobahnen, die abgelegene Bergbaugebiete mit Städten und Lagern verbinden, in denen Hunderttausende konfliktvertierte Kongolesen leben, übertragen wird.

Über diese neue Mutante hat TKP bereits im April berichtet. Die neue Panik beruht auf einer „Forschung“ westlicher Wissenschaftler, die schon im April zügige „Maßnahmen zur Eindämmung“ verlangt hatten. Die WHO gab sich damals noch ruhig – jetzt hat aber die höchste Ebene übernommen.

Nicht nur in Kenia ist die politische Lage instabil, auch in der Kongo-Region brodelt es. Kenias Premierminister Ruto gilt aber als besonders enger „Verbündeter“ der USA. Das Volk hat er maximal noch teilweise hinter sich. Bei jüngsten Protesten wurden mindestens 50 Demonstranten durch Regimekräfte getötet. Die Demonstranten fordern, dass sich Kenia den Anordnungen des IWF, der Weltbank, Großbritannien und den USA widersetzt. Die Forderung, dass Ruto zurücktreten solle, ist nicht verstummt. Ein Ausnahmezustand käme gerade recht. Auch die „Wissenschaft“ ist bereits aufgesprungen – etwa hier im Science Magazin. „Impfluencer“ fordern bereits Spritzen für Afrika – anders als damals bei Covid-19, sagen sie.

Im Science-Artikel wird auch Tedros zitiert:

„Dieses Virus kann und muss durch verstärkte Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit eingedämmt werden, einschließlich Überwachung, Einbeziehung der Bevölkerung, Behandlung und gezielter Einsatz von Impfstoffen für Personen mit höherem Infektionsrisiko. Angesichts des sich ausweitenden Ausbruchs ist eine weitere Aufstockung der in den betroffenen Ländern laufenden Mpox-Maßnahmen dringend erforderlich“, heißt es in seiner Erklärung.

Ein internationaler Gesundheitsnotstand ist die strengste Einstufung für einen Krankheitsausbruch der WHO. Eine solche Erklärung wurde für COVID-19 während des frühen Ausbruchs der Pandemie im Jahr 2020 abgegeben.

Bild „550d Monkey“ by @Doug88888 is licensed under CC BY-NC-SA 2.0.


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4 Kommentare

  1. Sabine Schoenfelder 8. August 2024 um 16:54 Uhr - Antworten

    Affenpocken werden durch Schmierinfektion übertragen, d.h. engen Körperkontakt.
    Hier eine Pandemie auszurufen, ist absoluter Unsinn. Ginge es w i r k l i c h um Gesundheit, schickte man Krankenschwestern in die Dörfer, nutzte die Medien zur Beruhigung und Aufklärung, w e n n es ein erhöhtes Auftreten GÄBE ‼️
    Der PANDEMIEBEGRIFF wurde so lange passend ausformuliert, daß er jeder Zeit als politisches Druckmittel mißbraucht, zur persönlichen Bereicherung genutzt und zum exzessiven Machtausbau utilisiert werden kann. 🤮

  2. Dorothea 8. August 2024 um 10:55 Uhr - Antworten

    Alleine die Umbenennung von „monkeypox“ auf „mpox“, um Rassismus und Stigmatisierung entgegen zu wirken, ist Heuchelei. Heisst es abgekürzt nicht dasselbe?
    Die angeblichen Viren wurden erstmals 1958 bei Laboraffen festgestellt. Das erinnert irgendwie an Wuhan und Corona. Die beste Gesundheitsvorsorge wäre, wenn diesen ganzen Laborpfuschern endlich der Stecker gezogen würde.

  3. Jan 7. August 2024 um 19:55 Uhr - Antworten

    Wie praktisch!

    Wenn Nehammer vor der Wahl schnell „Affenpocken“ ruft, könnte er ewig regieren. Der Mainstream nimmt sicher gern nochmals 8 Spritzen – sicher ist sicher!

    Und Justizia hat das Land längst verlassen.

  4. Jurgen 7. August 2024 um 19:24 Uhr - Antworten

    Geht der Affe bocken, wird er dann zum Baer?

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