Republikaner enthüllt: Ukraine-Krieg um Bodenschätze

11. Juni 2024von 2,4 Minuten Lesezeit

Diesmal hat sich ein Republikaner verplappert: Im Ukraine-Krieg geht es um Rohstoffe, nicht um „westliche Werte“. Es geht um eine „Goldmine“ an wertvollen Mineralien im Wert von 10 Billionen Dollar.

Es ist alles andere als abgemacht, dass Donald Trump ein „Friedenspräsident“ wird und den NATO-Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen Russland beendet. Bewiesen hat das ein Unterstützer aus South Carolina, Lindsey Graham. In einem Interview sprach er ganz offen darüber, warum Russland nicht gewinnen dürfe – und nannte den gleichen Grund wie CDU-Mann Roderich Kiesewetter.

Krieg um Rohstoffe

Erinnern Sie sich noch? Kiesewetter, der „militärpolitische“ Experte des Bundestags, erklärte Ende 2023: „Wenn Europa die Energiewende vollziehen will, braucht sie eigene Lithiumvorkommen. Die größten Lithiumvorkommen in Europa liegen im Donezk-Luhansk-Gebiet.“ Deshalb muss sich die EU bis an den Donbass ausdehnen. Es ist EU/USA-Imperialismus, der im Ukraine-Krieg zum Ausdruck kommt. Lindsey Graham erklärte nun genau dasselbe.

Graham, seit über 20 Jahren Senator, hat viel zu sagen in der Partei und unterstützt Trump (das machte er im selben Interview klar), obwohl er ihm seit Jahren kritisch gegenübersteht. Graham erklärte in einem Interview mit CBS News Face the Nation warum sich Washington einen russischen Sieg im Krieg nicht leisten könne: Dies führe zum Verlust des direkten Zugangs zu Bodenschätzen im Donbass und in der Ukraine.

Es gehe um den Zugang zu „10 bis 12 Billionen Dollar an wertvollen Mineralien“, sagte Graham geradeheraus. Darum werde gekämpft. Ich will dieses Geld und diese Assets nicht zu Putin geben, damit er es mit China teilt.“ Die Ukraine sitze auf einer „Goldmine“ und diese sollte „gemeinsam“ mit dem Westen ausgebeutet werden: „Sie können das vermögendste Land in ganz Europa werden.“ Ob man Ähnliches in den USA auch einmal über Afghanistan oder den Irak gesagt hat?

Inmitten dieser imperialistischen Töne (Warum sollen die Rohstoffe der Ukraine ein Geschäft für die USA sein?) ist sich Graham nicht zu schade genug, den Spieß umzudrehen und Putin als „größenwahnsinnig“ darzustellen, der das „das russische Imperium mit Waffengewalt neu erschaffen“ wolle. Ukraine sei nur der Anfang. Erst kürzlich erklärte Putin wieder einmal, die NATO nicht angreifen zu wollen, da man im Kreml ja nicht „verrückt“ wäre.

Graham, ein Vertreter der Neokonservativen innerhalb der Republikaner, macht deutlich, dass ein möglicher friedlicher Kurs Trumps in Richtung Putin alles andere als einfach werden würde. Auch die Republikaner sind gewillt, die Ukraine zu erobern und in die eigene Einflusssphäre – für BlackRock und Co. – zu integrieren.

Das Video von Graham finden Sie hier. 

Bild „Protests Against War in Ukraine 106 – Ukrainian Flag and White House“ by Amaury Laporte is licensed under CC BY 2.0.

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16 Kommentare

  1. suedtiroler 12. Juni 2024 um 12:00 Uhr - Antworten

    In der Ukraine werden die westlichen Werte verteidigt.

    Wer sie nicht kennt, sie heißen Dollar, Euro und Pfund.

  2. Soulmaster 7 12. Juni 2024 um 9:40 Uhr - Antworten

    Macht keinen Sinn. Zehn Billionen, soviel hat der Westen bereits in den Krieg investiert, wenn nicht mehr – also, wenn man von der amerikanischen Definition von „Billion“ ausgeht. Da hier die Maßeinheit in Bezug zum Dollar gesetzt wird, gehe ich mal davon aus.

  3. Monika 12. Juni 2024 um 8:57 Uhr - Antworten

    spätestens als clinton es ablehnte , dass russland der nato beitreten kann, wusste putin, dass es gegen russland ging und nicht gemeinsam…….

  4. Taktgefühl 11. Juni 2024 um 21:44 Uhr - Antworten

    Die russische Regierung ist vom Westen schon 2003 zum Feind erklärt worden. Die Propaganda begann in dem Moment, als das Ziel, sich in russische Ölunternehmen einzukaufen, unerreichbar geworden war. Nach wie vor kann es ums Öl gehen. Ohne Öl fahren keine Panzer. Es kann auch ganz anders sein.

  5. Brando 11. Juni 2024 um 17:48 Uhr - Antworten

    Und nochmal zurück ins Jahr April 2019:
    Da wurde von der RAND Corporation ein Strategiepapier veröffentlich und ins Internet gestellt:
    „Overexceeding and unbalancing Russia“

    Dort steht alles drin worum es bei der Ausrichtung künftiger amerikanischer Außenpolitk gehen wird.
    Zerstörung Russlands und seiner politischen Führungsschicht.
    Die Russen werden es sicherlich gelesen und sich darauf vorbereitet haben.
    Mich wundert nur, dass in den alternativen Medien nicht öfters darauf hingewiesen wird.

    • Ulrich5411 11. Juni 2024 um 22:26 Uhr - Antworten

      nicht nur die Russen, denn US General protzte vor den Kameras – spätestens (!) 2025 sind WIR im Krieg mit China.

      der WerteWesten rutscht immer schneller Richtung Abgrund. Mit mehr als 800 Militärbasen trifft das „oberexceeding und unbalancing“ zu 100% auf die USA zu. Sowie England und viele weitere westliche Staaten.

      Leider leben auch die Leser von TKP mittendrin im selbst angerührten Dilemma. Der globale Süden und BRICS sind auf Kurs Zukunft.

      Wen interessiert es denn in China, wenn in Deutschland ein Sack Kartoffeln umfällt?

  6. Daisy 11. Juni 2024 um 13:26 Uhr - Antworten

    Ja-schon… aber die Ukraine hätten sie auch ohne Krieg gegen Russland haben können. Russland wurde dauernd provoziert. So geht es mMn um die russischen Bodenschätze. Damit hat sich der „Wertewesten“ allerdings verkalkuliert. Sie haben alles auf eine Karte gesetzt und verloren. Ich hätte ihnen das vorher schon sagen können. Das hat ja jeder kommen sehen. Natürlich hatte Putin sich darauf vorbereitet!

    • Saltysailor 11. Juni 2024 um 14:59 Uhr - Antworten

      Sehe ich auch so. Es geht dem Westen immer um Gold. Seit 500 Jahren sind Raub, Diebstahl und Betrug das bevorzugte Geschäftsmodell. Und jetzt, wo der Westen seit 2008 total pleite ist und keine Chance auf Sanierung mehr hat, muss ganz besonders viel Gold gestohlen werden. Wer hat welches?…

  7. Alles Irre 11. Juni 2024 um 12:53 Uhr - Antworten

    Das mag für viele weit hergeholt klingen, Trump oder auch „The chosen one“ wie er von Rabbis aus der Endzeitsekte Chabad Lubawitsch auch genannt wird, wird alles tun um deren Plan zu unterstützen. Edom gegen Ismael oder wie dieselben Rabbis sagen, der eiserne Besen des Islam soll durch Europa fegen, denn Edom soll vernichtet werden. Gog und Magog passt hier ebenfalls rein.
    Sie wollen die Apokalypse, denn nur dann kann Ihr Messias kommen (Bau des 3. Tempel, die roten Kühe zur Opferung, gezüchtet in Texas, sind bereits in Israel). Trump ist übrigens auch grosser Verfechter der Noahidischen Gesetze.

  8. My2Cent 11. Juni 2024 um 12:23 Uhr - Antworten

    „Ob man Ähnliches in den USA auch einmal über Afghanistan oder den Irak gesagt hat?“

    Niemals ;-)

    https://www.dw.com/de/afghanistan-der-billionenschatz-der-taliban/a-58897871

    „Afghanistan: Der Billionenschatz der Taliban“

    „In einem Bericht von 2010 schätzten US-Militärexperten und Geologen, dass Afghanistan – eines der ärmsten Länder der Welt – über Bodenschätze verfügen könnte, deren Wert sich auf beinahe 1.000.000.000.000 US-Dollar (das sind eine Billion Dollar oder rund 850 Milliarden Euro) summieren würden: Eisen, Kupfer, Kobalt, Lithium und Seltene Erden.“

  9. Andreas I. 11. Juni 2024 um 12:15 Uhr - Antworten

    Hallo,
    wenn es nur um die Bodenschätze geht, hätten sie das einfacher haben können. Nicht Russisch als Amtssprache verbieten, Rentenzahlungen einstellen usw., kurz gesagt nicht die russische Bevölkerung vergraulen, sondern umgekehrt. Ehrenwort-Kohl hatte doch vorgemacht, wie man ein Gebiet in die amerikanische Besatzungszone einverleibt und die Bevölkerung das auch noch feiert.
    Nämlich ein paar Taler Begrüßungsgeld, ein paar Versprechen von ,,blühenden Landschaften“, schön Arbeitslosengeld und Renten zahlen und schon lassen sich die Leute ihre gesamte Volkswirtschaft klauen – freiwillig.

    Aber USA will ja außerdem noch Russland schwächen und China ,,eindämmen“ …

  10. Ed Uscho 11. Juni 2024 um 12:09 Uhr - Antworten

    Dass es dem Westen nicht um Menschenrechte geht, ist doch ’ne Binse. Es geht um Schürfrechte. Es geht darum Russland zu zerschlagen, um die dort vorhandenen Ressourcen zur Plünderung durch BlackRock und Co. zu erobern. Und wenn die EU dabei untergeht, ist es den Amis scheißegal. Und die EU wird daran untergehen, schließlich rennt sie ja mit Hurrageschrei in Richtung Abgrund.
    Wie blöd kann man sein?

  11. Eispickel 11. Juni 2024 um 11:14 Uhr - Antworten

    Der Vollständigkeit halber sei aber erwähnt, dass auch Putin bekannt gewesen sein dürfte, dass im Donezk-Luhansk-Gebiet nicht nur unerhebliche Bodenschätze schlummern.

    Offen gestanden empfand ich seine Rede zu Beginn des Krieges ernüchternd, die Unabhängigkeitsbestrebungen der Separatisten waren ein Randthema.

    • Ed Uscho 11. Juni 2024 um 11:59 Uhr - Antworten

      Das glauben alle ÖRR-Patienten.

    • Andreas I. 11. Juni 2024 um 13:08 Uhr - Antworten

      An Eispickel Hallo,
      es wäre eine Null-Nummer, wegen Rohstoffen im Wert von etlichen Milliarden einen Krieg zu führen, der auch etliche Milliarden kostet. Das bringt ökonomisch nix.
      Es dürfte aber sehr wohl Kalkül sein, wenn man sowieso schon ,,unprovoziert“ Krieg führt, sich die Rohstoffe zu sichern, um langfristig die Kosten des Krieges wieder auszugleichen. Sonst würde Russland ökonomisch verlieren und das wollen die Russen sicherlich nicht.

      Was den russischen Präsidenten angeht, der hatte die Minsker Vereinbarungen unterzeichnet und wenn USA und Kiew die umgesetzt hätten, dann wäre der Donbass jetzt Teil der Ukraine, mit etwas Autonomie, aber Teil der Ukraine.
      Aber USA will außerdem noch Russland schwächen, eben durch diesen Krieg einschließlich Wirtschaftskrieg, nur klappt das irgendwie bislang nicht so richtig. Jetzt ist der Donbass russisches Territorium, mitsamt der Bodenschätze.
      Und China stört das wahrscheinlich nicht.

      • Taktgefühl 11. Juni 2024 um 21:52 Uhr

        Es wäre sicher billiger, die Ukraine die Rohstoffe selber abbauen und verkaufen zu lassen. Warum will man sich etwas mit Gewalt unter den Nagel reissen, was man legal und zum Großhandelspreis kaufen kann? Die Westfirmen wären die Gewinner, die würden den Abbau finanzieren und bekämen Rechte.
        Der Krieg kann auch einen anderen Grund haben.

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