Scharfe Kritik aus Ungarn an EU-Kriegspolitik

22. April 2024von 2,4 Minuten Lesezeit

In der EU tagt gerade der Außenministerrat. Wie nicht anders zu erwarten steht wieder die Ukraine am Programm. Harsche Kritik kommt wieder aus Ungarn, man bewege sich weiter Richtung Weltkrieg III.

Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán hat eine neue Warnung vor den zunehmenden Spannungen in Europa ausgesprochen. Er sagte, dass Weltkriege am Anfang nie als Weltkriege bezeichnet werden, und verwies darauf, dass der Erste und der Zweite Weltkrieg durch eine Reihe kleinerer Konflikte ausgelöst wurden.

„Brüssel spielt mit dem Feuer. Was es tut, ist ein Akt der Versuchung. Weltkriege werden nie von Anfang an als Weltkriege bezeichnet. Der Dritte Balkankrieg, der Molotow-Ribbentrop-Pakt, die Teilung Polens und das Ende war ein doppelter Weltkrieg“, warnte er auf Facebook.

Der ungarische Ausenminister Péter Szijjártó stellte fest, dass Brüssel auf die zunehmend kritische Situation in der Ukraine mit „weltkriegsähnlichen Vorbereitungen“ reagiert, obwohl sich die Strategie der Waffenlieferungen in den letzten Jahren als totaler Fehlschlag erwiesen hat.

Während einer Pause des EU-Außenministerrats kritisierte Minister Szijjártó die „verzweifelte Räumung“ von Rüstungsgütern, die auf dem Treffen diskutiert wurde, und betonte die Notwendigkeit, Waffenlieferungen durch Diplomatie zu ersetzen, um weitere Opfer und Zerstörungen zu vermeiden. Minister Szijjártó betonte die Bereitschaft Ungarns, über jeden Friedensplan zu diskutieren und betonte, dass Friedenskonferenzen nur dann erfolgreich sein können, wenn alle am Krieg beteiligten Parteien anwesend sind.

Er kritisierte die Fortsetzung der Sanktionen gegen Russland und wies darauf hin, dass diese gescheitert seien und Europa im Vergleich zu Russland unverhältnismäßig großen Schaden angerichtet hätten.

Péter Szijjártó berichtete weiter, dass die „Hexenjagd“ gegen ungarische Unternehmen in der Ukraine nicht aufhöre, und verwies auf die laufenden Probleme mit OTP und nun die Drohung, die Lizenzen für Richter’s Medikamente in der Ukraine zu widerrufen.

Bei einer Pressekonferenz in Luxemburg stellte er fest, dass die ukrainischen Behörden trotz der Beilegung des OTP-Falles nun versuchen, die Lizenzen für vierzehn von Richter verkaufte Arzneimittel zu entziehen. Er betonte, dass diese Maßnahmen unbegründet seien und sich nicht auf Verstöße gegen die Vorschriften stützten.

Szijjártó kritisierte diese Schritte als Fortsetzung diskriminierender Praktiken gegen ungarische Unternehmen und betonte, dass die Pharmaindustrie nicht unter Sanktionen stehe und die Tätigkeit dieser Unternehmen in Russland gegen keinerlei Gesetze verstoße. Er forderte ein Treffen in Budapest, um sicherzustellen, dass solche diskriminierenden Maßnahmen nicht wiederholt werden.


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Ein Kommentar

  1. Georg Uttenthaler 22. April 2024 um 22:59 Uhr - Antworten

    Die EU will Milliarden im militärisch-industriellen Komplex versenken. Der Schwenk in Richtung Kriegswirtschaft ist ein Skandal“ und hat mit dem EU- Ursprungs- Gedanken schon lange nichts mehr zu tun. Daher gibt es keinen Grund mehr für die EU-Staaten in der EU zu bleiben. Es ist an der Zeit aus der EU auszutreten, denn diese ist untragbar geworden. EFTA oder EWG mit einigen Änderungen lassen grüßen!!!

    Weder die „Mad Dogs“ der NATO noch die „Kettenhunde“ der EU sind jemals mittels demokratischen Volksentscheidungen dazu legitimiert worden, durch ihre unvernünftige Agitation, Ukrainer und Russen und in letzter Konequenz unsere Töchter und Söhne auf den Schlachtfeldern zu opfern. Die Völker und die Menschen wollen in absoluter Mehrheit Frieden und in Frieden leben. Es benötigt jetzt und zwar sofort unser aller Widerstand. Die Schweiz hat das verstanden und holt sich nur einige Zuckerl von der EU.

    Die EU war schon seit ihrer Gründung der Inbegriff für das Kollektivieren von Europäischem Unsinn. Mittlerweile aber führt uns die EU drastisch vor Augen, dass sie vielmehr für das Zelebrieren von Europäischem Unrecht steht und wir Bürger gehen dabei zu Grunde.
    Daher: RAUS!!! Wie H.Kickl sagt: „Wir machen da nicht mit!!!“

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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