Ohne digitale ID streicht Japan künftig Krankenversicherung

31. Oktober 2022von 2,2 Minuten Lesezeit

Der japanischen Bevölkerung droht die Aberkennung der Krankenversicherung, sollten sie sich nicht der neuen digitalen ID fügen. Es gibt Widerstand im Land. 

Weltweit nimmt der Druck, Alltag und das Leben flächendeckend zu digitalisieren immer mehr zu. Die Strategien der Staaten unterscheiden sich allerdings. Die einen versuchen es mit Anreizen, die anderen drohen. Doch zunehmend werden immer mehr Register gezogen, um die Bevölkerung in jene Richtung zu drängen, die erwünscht ist. Ein aktuelles Beispiel ist Japan.

Versicherung oder Privatsphäre

Laut der Nachrichtenagentur AP könnten jene Menschen, die die japanische digitale ID ablehnen, in den nächsten Jahren die staatliche Krankenversicherung verlieren. Jedoch soll es in der japanischen Bevölkerung große Hemmungen geben, sich für eine zentrale digitale ID anzumelden. „Reclaim the Net“ berichtet:

„Die japanische Gesellschaft scheint technologisch versiert genug zu sein, um die Risiken und Schäden einiger Arten von Technologie zu verstehen, was bedeutet, dass dieses ansonsten hochtechnisierte Land es bis heute vorzieht, Geschäfte persönlich abzuwickeln, Bargeld, Stempelsiegel und Papierdokumente in Verwaltungsverfahren zu verwenden – mit anderen Worten, in all den Bereichen, die wirklich wichtig sind.“

Schon 2016 führte Japan ein Sozialversicherungssystem mit dem Namen „My Number“ ein. Doch diese setzte sich kaum durch. Dennoch verschärfen die Behörden jetzt das Programm: Sie wollen My Number-Karten (inkl. Mikrochip) an alle ausgeben. Diese Karten sollen auch als Lichtbildausweis dienen, da sie Fotos ihrer Träger enthalten werden. Zu den Informationen und Diensten, mit denen die Karten verknüpft sind, gehören Führerschein und die öffentliche Krankenversicherung.

Widerstand

Die aktuellen japanischen Gesundheitskarten laufen Ende 2024 aus. Diese benötigen noch keine Fotos, die neuen Karten allerdings schon. Japaner, die keine neue Karte beantragen, laufen deshalb Gefahr, ihre Krankenversicherung zu verlieren. Eine offene Drohung.

„Es muss schon etwas Drastisches passieren, damit die Menschen solche Veränderungen akzeptieren, so wie es eine verheerende Niederlage im Zweiten Weltkrieg brauchte, damit Japan sich in eine Wirtschaftsmacht verwandelte“, sagte Hidenori Watanave, Professor an der Universität von Tokio zu AP.

Eine Online-Petition gegen die neue Karte sammelte innerhalb weniger Tage 100.000 Unterschriften. Dort fordert man die Beibehaltung der derzeitigen Karte. „Wenn dies von einer vertrauenswürdigen Führung käme und die Wirtschaft florieren würde, würden wir vielleicht darüber nachdenken, aber nicht jetzt“, so Saeko Fujimori, die in der Musikindustrie tätig ist. Die Japaner sind also teilweise nicht bereit, den digitalisierten Überwachungskapitalismus zu akzeptieren.

Bild BittercupSakyo tanaka shrineCC BY-SA 4.0

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13 Kommentare

  1. G. Kanten 19. November 2022 at 13:52Antworten

    Ohne Japan benötigt es künftig keine Krankenversicherung. Das wär doch was. Drohungen ist das einzige Mittel was sie haben.

  2. Maximilian 7. November 2022 at 6:19Antworten

    Wow, das ist ja voll geil! Ein Ausstieg aus der staatlichen Zwangsversicherung!! Davon können KMUs in Österreich nur träumen! Auf Wiedersehen SVS! Ein Ende des Albtraums! Kann ich nur befürworten, und hoffe, dass das auch in Österreich kommt. Vielleicht ziehe ich dann wieder her haha

  3. Peter Pan 1. November 2022 at 15:09Antworten

    Nennt sich in Deutschland „elektronische Gesundheitskarte“ und wird uns von dem Verbrecherregime seit 2003 aufgezwungen.

  4. Bergbauer 31. Oktober 2022 at 23:37Antworten

    Als Landwirt kann man ab 2023 in Österreich (und vermutlich in der gesamten Europäischen Union) EU-Förderungen nur mehr mit Handy-Signatur beantragen. Also sind wir gar nicht mehr so weit von Japan entfernt…

  5. Stunning Greenhorn 31. Oktober 2022 at 22:01Antworten

    Ich habe den Eindruck, dass die Globalisten eine Art „föderalen Ansatz“ gewählt haben, Man versucht an verschiedenen Orten der Welt verschiedene Dinge und beobachtet, wie gut man voran kommt. Wer nicht mit weitsichtigen Zeitgenossen gut vernetzt ist und täglich die Schlagzeilen durchsieht, verliert schnell den Überblick über das weltweit koordinierte Geschehen. In Italien versucht man die Illusion der Entlastung (siehe hierzu auch Bidermans Diagramm des Zwangs). Häring schreibt, dass Kanada „Known Traveller“ vorantreiben will und in Japan soll offenbar die digitale ID über das Sozial- und Gesundheitswesen eingeführt werden. Jüngere lassen sich vom Klimawandel ablenken, ältere vom Krieg in der Ukraine. Ich denke, wir sollten uns nicht den Verstand vernebeln lassen; die Globalisten haben keineswegs aufgegeben, sondern vorgeglüht. Man darf gespannt sein, welche Rolle Österreich in den kommenden Monaten erhält und ob das vorhandene politische Personal als geeignet befunden oder noch ausgetauscht wird.

    • Jürgen R. 19. November 2022 at 21:21Antworten

      Sie haben es sehr gut erkannt. Die Marionetten des WEF setzten in diversen Ländern unterschiedliche Vorgaben um, siehe auch die anfängliche Null-Covid-Strategie Jacinda Arderns. Bei Japan kommt hinzu, daß dort sehr viele sehr alte Menschen leben. Möglicherweise möchte man das ändern.

  6. Dr. No 31. Oktober 2022 at 20:20Antworten

    Das Problem ist nicht die digitale ID für sich, sondern was Regierungen damit machen wollen, d.h. das Problem ist die Ideologie die die Regierung treibt und nicht die Karte mit dem Mikochip. Die Lösung ist nicht die Karte allein abzulehnen sondern auch die Regierung und ihre Ideologie zu entledigen und dafür zu sorgen dass sowas nie wieder vorkommt.

  7. Mine 31. Oktober 2022 at 18:59Antworten

    Ich brauche eh keine Krankenversicherung. Sollte mir mal was passieren, dann bezahle ichs halt. Ich bin nie krank, nichts Ernstes. Ich bezahl für all die anderen. Längst hätte ich dafür einen Bonus verdient!

    • Bergbauer 31. Oktober 2022 at 23:42Antworten

      Leider wirst auch du wie wir alle älter und irgendwann wirst du eine Krankenversicherung brauchen.

      • Maximilian 7. November 2022 at 6:28

        Die „Versicherungen“ arbeiten zusammen mit Regierung und „Ärzten“ um die Preise nach oben zu treiben, sodass der Normalbürger eine Versicherung bezahlen MUSS, damit Behandlungen überhaupt finanzierbar sind. Nur wegen der „Versicherungen“ besteht ein künstlich hohes Preisniveau, und sind Behandlungen und Arzneimittel etc. so teuer. Mein letzter Arztbesuch war vor ca. 6 Jahren bei einem Hautarzt wegen eines Nagelpilzes. Euro 260 für 15 Minuten Gespräch und kurzer Blick auf den Fuss. Das ist doch total gestört so ein Preis. Damals war ich noch zwangsversichert, aber die SVA hat original GAR NICHTS davon bezahlt. Ich war nämlich so blöd, dass ich gleich einen Termin haben wollte, und nicht 2 Monate auf einen Termin warten wollte. Insgesamt hat mir das verschriebene Medikament zwar geholfen (Juhu), aber Euro 260 für 15 Minuten Gespräch (trotz Versicherung!) ist trotzdem total irre.

    • Petra 1. November 2022 at 9:20Antworten

      Ganz meine Meinung!
      Vor allem bezahlt die Krankenversicherung ohnehin nur „Standardbehandlungen“, die nur sehr selten was nützen und die die Gesundheit nich wirklich verbessern.. Behandlungen, die eine Heilung von gesundheitlichen Problemen ermöglichen, müssen selbst bezahlt werden.
      Mit unseren Krankenversicherungsbeiträgen füttern wir nur das „System“ an. Die Möglichkeiten, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen und dabei nicht zwangsweise einen erheblichen Teil des Einkommens an die Krankenversicherung abdrücken zu müssen, sind leider mehr als begrenzt (außerhalb der „Schattenwirtschaft).

  8. Jens Tiefschneider 31. Oktober 2022 at 15:32Antworten

    „…so wie es eine verheerende Niederlage im Zweiten Weltkrieg brauchte, damit Japan sich in eine Wirtschaftsmacht verwandelte“

    Zyniker.

  9. Jan 31. Oktober 2022 at 13:11Antworten

    Die Macht des WEFs und seiner Verbündeten endet dort, wo wir ihm keine geben. Eine digitale Verwaltung muss nicht von Kill Bill kommen, dass SAP es nicht hinbekommt, ist eine andere Sache. Digitale Strukturen sind allerdings blackoutgefährdet und wir jagen lebenswichtige Infos und Pornos durch die gleichen Kabel.

    Wir können Nationalratsabgeordnete, die das dringende Bedürfnis verspüren, nach der Wahl Klaus Schwabs Befehle umzusetzen (Impfrendi?), mit 15 oder 30 Jahren Haft belegen. Wir können uns von finanziellen Erpressungen mit bilateralen Verträgen und erhöhter heimischer Produktion unabhängig machen.

    Dazu müssten wir das Schulsystem ändern und statt Moral und Glaubenssätzen (Du hast nicht Innen*PInnenDrInnen gesagt!) Mathe und Sprachen bevorzugen. Dazu müssten wir Geld, anstelle es Kill Bill zu schenken, in Pädagogen und Sozialarbeiter investieren.

    Vielleicht finden wir dann Manager, die anstelle Beidl-Pics zu sammeln oder Grundrechte ohne jede Evidenz einzuschränken, das Land voranbringen können, wie vormals Franz Stephan oder Erzherzog Johann.

    Und schließlich könnten wir uns den Befehlen einer nie gewählten, offen kriminellen EU-Präsidentin (laut Darstellung des gewählten EU-Abgeordneten Cristian Terhes) solange entziehen, bis diese ihrer gerechten Strafe zugeführt wurde. Einen Euro, der im Jahr 20% verliert, brauchen wir auch nicht.

    Stattdessen könnten wir mit unseren Nachbarländern enge, freundschaftliche Kooperationen schließen.

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