Aufschrei aus der Literatur: Offener Brief an Organisatoren und Jury des Bachmann-Preises

18. Februar 2022von 6.4 Minuten Lesezeit

Kulturinstitutionen bilden seit Corona oft eine Art „Staats-Avantgarde“. Sie zeigen sich noch strenger als der Staat, der oft einige Wochen später dann die tieferen Einschränkungen übernimmt. Der Ingeborg-Bachmann-Preis sieht sich offenbar in dieser Rolle. Er wird am 26. Juni vergeben, doch teilnehmen dürfen nur „Vollimmunisierte mit aktuellem Test“. Obwohl die Corona-Panik selbst von der Politik aktuell abgebaut wird, plant die Kulturinstitution die Impffreie konsequent auszusperren. Ein junger Schriftsteller richtet einen offenen Brief an Österreichs Literaturgesellschaft.

Von Waldo Holz*

Bis zum 21. Februar können noch Text für den Ingeborg-Bachmann-Preis eingereicht werden. Am 26. Juni soll er dann im Rahmen der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt vergeben werden. An der Veranstaltung dürfen jedoch nur „Vollimmunisierte mit aktuellem Test“ teilnehmen.

Das veranlasste den Autor und Wissenschaftler Jan David Zimmermann zu einem offenen Brief an die Organisatoren des Bachmannpreises, an die Jury, aber auch an die literarischen Institutionen und an alle Schreibende. Er produziere nämlich „grundsätzlich keine vollimmunisierten Texte“. Wortstark schildert Zimmermann in seinem Brief den aktuellen Zustand von Kunst, Kultur und der Politik im Allgemeinen. Gerade die Sprache werde aktuell von den Autoritäten übel missbraucht.

Der ganze Brief von Jan David Zimmermann:

 

„Um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten, können nur Vollimmunisierte mit aktuellem Test daran teilnehmen.“ [1]

Liebe Organisator*innen des Bachmannpreises,

Liebe Jury,

Liebe literarische Institutionen,

Liebe Schreibende,

 

ursprünglich wollte ich dieses Jahr einen Text einreichen, um bei der Veranstaltung in Klagenfurt teilzunehmen.

Ich bin jedoch 1. kein reibungsloser Autor und produziere 2. grundsätzlich KEINE vollimmunisierten Texte. Daher werden Sie dieses Jahr und wohl auch in Zukunft auf mich als lesender Teilnehmer verzichten müssen.

Zudem kann ich grundsätzlich nicht nachvollziehen, was der Impfstatus eines Menschen mit der Qualität literarischer Texte zu tun hat. Und ich denke, dass Sie mir das auch nicht erklären können.

In meinen Augen ist es eine wichtige Aufgabe von Kunst und Literatur, gesellschaftliche Regeln, Normalität und Etabliertes zu hinterfragen sowie Macht und Politik zu sezieren, zu analysieren und zu kritisieren.

Die Literatur und öffentliche Personen aus dem Literaturbetrieb hätten in den letzten zwei Jahren insbesondere die Aufgabe gehabt, die massive sprachliche Eskalation zu thematisieren, die vonseiten der Politik, vonseiten etablierter Medien forciert und schließlich von Teilen der Bevölkerung unkritisch übernommen wurde.

Wenn die Sprache der Öffentlichkeit zu einer Sprache des Autoritären, zu einer Sprache der Ausgrenzung, zu einer Sprache des Hasses wird, dann muss die Literatur einschreiten und darauf aufmerksam machen.

Insbesondere dann, wenn sich eben jene Literaturszene weitgehend darauf beruft, gegen Diskriminierung, Hate-Speech und Hass im Netz aufzutreten, ist es ihre Aufgabe, Theorie und Praxis im entscheidenden Moment einer Krise zu verbinden und auf das Entschiedenste gegen solche Entwicklungen zu intervenieren. Dies ist nicht geschehen.

Im Gegenteil: Ein primitives und verkürztes Sündenbock-Denken, -Sprechen und -Schreiben wurde ungebremst von schweigenden Intellektuellen und sich einigelnden Schreibenden zugelassen oder gar vorangetrieben; oftmals im selbstgerechten Glauben, die Guten zu sein, die das Richtige tun.

Ein Denken und Sprechen, das sich gegen „die Ungeimpften“ (Was für ein Begriff!) und gegen alle, die Kritik an Politik, Impfkampagnen und einem sich ausbreitenden biopolitisch-digitalen Verordnungsstaat äußerten, gerichtet hat. Ein Denken, Sprechen, Schreiben und Handeln, das die Begriffe Vernunft, Logik und Solidarität semantisch umdeutete. Alles im Sinne einer neuen Normalität, die eine neue Realität einleitete. Eine Realität der Umkehrung, des Populismus und des Autoritarismus.

Nach der sprachlich-diskursiven Ausgrenzung kommt die räumliche und schließlich auch die juristische, also die durch die „Staatsräson“ abgesegnete Ausgrenzung. All dies ist passiert: Diffamierung von Ungeimpften in den Medien, 2G-Regelungen im öffentlichen Raum und schließlich die Impfpflicht.

Was danach kommt, ist wiederum ungewiss. Das Aufatmen und sich zurücknehmen? Das Schweigen? Oder eine weitere Eskalation?

So oder so: Viele dieser Eskalations-Schritte wurden in den letzten zwei Jahren von Kunstschaffenden und Schreibenden nicht nur mitgetragen, sondern teilweise auch angestachelt; in übelster Anfachung menschlicher Bauchgefühlglutnester, die offenbar ebenso bei den sogenannten Gebildeten schwelen und ganz leicht entzündlich scheinen. Viel leichter, als ich das je gedacht hätte.

Und ist es nicht das Bauchgefühl, dem so hemmungslos nachgegangen und das fälschlicherweise immer nur den Rechten attestiert wird, so ist es zumindest oft auch ein vorauseilender Regel-Konformismus, eine unhinterfragte Staatstreue und eine ideologische Verbohrtheit, die in die Anpassung führt.

Auch der Bachmannpreis hat sich – mit dem Proklamieren der 2G+-Regel bei seiner Veranstaltung – offenkundig gegenüber wirklicher Gesellschaftskritik und Reflexion längst vollimmunisiert und macht alles brav mit, was eine kafkaesk-schildbürgerhafte, quasitotalitäre Wurschtel-Regierung vorschreibt. Damit reiht sich der Bachmannpreis leider in das Verhalten eines Großteils unseres Kunst- und Kulturbetriebs ein.

Kunst und Kultur sind mittlerweile in weiten Teilen derart von den drängenden Fragen unserer Zeit entkoppelt, dass diesem Bereich das Schmoren im eigenen Saft oft gar nicht mehr auffällt. Sie schmoren ohne Bezugnahme auf die eigentlichen, auf die wirklichen Probleme, ohne Verständnis für die Sorgen der meisten anderen Menschen vor sich hin. Sie glauben vielfach an eine Realität, die in dieser Form überhaupt nicht existiert, die aber von regierungsnahen Haus- und Hofmedien herbeigeschrieben wird.

Ständig wird mit hohlen Phrasen und unter Zuhilfenahme dröger Worthülsen von Hate-Speech und Sprachsensibilität gesprochen; wenn die Diffamierungen jedoch von der „richtigen“ Seite kommen, so findet man die sprachlichen Entgleisungen legitim und in Ordnung und sieht überall Nazis und Rechtsextreme. Damit wird man den tatsächlichen Rechtsextremen nur weiter Futter geben und ihnen letztlich Menschen in die Arme treiben, weil Kunst und Kultur sich eben nicht für Menschen eingesetzt haben, die nun seit einiger Zeit wütend, enttäuscht, verzweifelt und perspektivenlos auf die Straßen gehen, um ihr Recht einzufordern.

Und ich bin mir sicher: Auf den Winter der Eskalation wird vermutlich ein Sommer des Vergessens folgen; angeblich sollen ja im März 2022 die meisten Corona-Maßnahmen fallen. Wird dies dann auch für die Teilnahme am Bachmannpreis gelten?

Langsam dürfen ja die ungeimpften Menschen wieder in die Öffentlichkeit, ins Kino, ins Museum, Bier im Restaurant trinken und die Melange im Kaffeehaus schlürfen. Die Öffentlichkeit wird wohl so tun, als wäre nichts gewesen, Medien werden vermutlich zurückrudern und auch viele der Schreibenden und Kunstschaffenden werden sagen, dass sie ja ohnehin gewusst haben, dass das alles ein Irrsinn war und dass sie ja eigentlich immer gegen Ausgrenzung und dergleichen gewesen sind.

Wenn der Wind sich dreht, drehen sich auch die Wendehälse.

Ich und viele andere Menschen, Betroffene, Beschimpfte, Diffamierte, Geängstigte, Gezwungene oder einfach nur Kritische werden diese Zeit jedoch niemals vergessen und diesem unerträglichen Schweigen jetzt und in Zukunft mit ihren Stimmen entschieden und gut hörbar entgegentreten.

Denn wie hat schon Ingeborg Bachmann in einer berühmten Ansprache gesagt:

„So kann es auch nicht die Aufgabe des Schriftstellers sein, den Schmerz zu leugnen, seine Spuren zu verwischen, über ihn hinwegzutäuschen. Er muß ihn – im Gegenteil – wahrhaben und noch einmal, damit wir sehen können, wahrmachen. Denn wir wollen alle sehend werden. Und jener geheime Schmerz macht uns erst für die Erfahrung empfindlich und insbesondere für die der Wahrheit.“ [2]

[1]https://bachmannpreis.orf.at/stories/3134900/, abgerufen am 17.02.2021.

[2] Ingeborg Bachmann, „Über die Kunst.“ Rede anlässlich der Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden 1959. Vgl. https://www.br.de/mediathek/podcast/artmix-galerie/die-wahrheit-ist-dem-menschen-zumutbar-ingeborg-bachmanns-beruehmte-dankesrede-zum-hoerspielpreis-der-kriegsblinden/1831302 , abgerufen am 09.02.2022 (Ab Minute 1:43).

Bild wikicommons

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22 Kommentare

  1. Christa 20. Februar 2022 at 17:00Antworten

    Genau, der Künstler, der nicht mitmacht, wird genauso ausgegrenzt, wie diejenigen, die sich der Spritze verweigern, so wird er zwangsläufig zum armen Künstler.

  2. Christa 20. Februar 2022 at 10:48Antworten

    Waren unsere Künstler jemals was anderes als Künstler des Staates, also der Herrschenden? Ein Künstler will Anerkennung, wenn er nicht anerkannt, gesehen, respektiert, geachtet wird, bringt ihn das um. Der arme Künstler, der von seiner Kunst nicht leben kann – Katastrophe! Soll ein Künstler freiwillig auf diese Anerkennung verzichten, indem er sich zu Nichtanerkannten, Ausgegrenzten, also den Ungeimpften gesellt? Der ‚anerkannte‘ Künstler lebt von der Elite, früher war es der Adel, jetzt ist es der Geldadel. Die Villa eines Pharmalobbyisten lässt sich künstlerisch anspruchsvoller gestalten, als eine Sozialwohnung im Hartz IV Milieu.

    • Stefan Ochsner 20. Februar 2022 at 13:11Antworten

      Darum wurden Künstler immer auch „Hungerleider“ genannt.

      In meiner Jugend wurde Künstlerisches Schaffen noch in „anspruchsvoll/authentisch“ und (abwertend) „kommerziell“ unterteilt.

      Insofern war klar das du dem „Genosse der Bosse“ nicht trauen kannst.

      Die Roten haben dann begonnen die Künstler für sich zu vereinnahmen und die haben sich vereinnahmen lassen.

      Wo ist der Herr Heller jetzt?

      Ground Control to major „André“
      SOS Mitmensch

      Was ist mit Solidarität und Umgang miteinander?

  3. Mo 19. Februar 2022 at 3:45Antworten

    Als Kultur-Branchler off duty kann ich mich der Kritik nur anschließen. Ich schäme mich nur noch für meine Kollegen, die in vorauseilendem Gehorsam so gerne noch schärfere Kontrollen und „Maßnahmen“ erfinden, als es die verrückt gewordene Politik schon verordnet.

    Jetzt sieht man wer wirklich Staatskünstler ist, und wer ergo tatsächlich das Recht hat die Freiheit der Kunst weiterhin für sich zu beanspruchen.

  4. Paulo H. Bruder 18. Februar 2022 at 18:48Antworten

    Die „Kulturinstitutionen“ sind doch völlig mit Sesselfurzern durchsetzt. Da sollte man sich wahrlich nicht wundern. (P)impfen als Selektionsmerkmal ein knappes Jahrhundert nach dem Ariernachweis.

  5. andi pi 18. Februar 2022 at 14:56Antworten

    es wird immer ungeheuerlicher. ingeborg bachmann würde sich wohl im grab umdrehen, wenn sie sähe, was für eine ins totalitäre abgleitende unterdrückung der freiheit der kunst in ihrem namen begangen wird. und 2023 wird dann nach religion oder hautfarbe selektiert? nein, danke, einen derartigen bachmann-wettbewerb werde ich mir gewiss nicht anschauen. es wird immer ungeheuerlicher. ingeborg bachmann würde sich wohl im grab umdrehen, wenn sie sähe, was für eine ins totalitäre abgleitende unterdrückung der freiheit der kunst in ihrem namen begangen wird. und 2023 wird dann nach religion oder hautfarbe selektiert? nein, danke, einen derartigen bachmann-wettbewerb werde ich mir gewiss nicht anschauen.

    • andi pi 18. Februar 2022 at 15:01Antworten

      sorry für’s „doppelte“ posting. hab beim eingeben (wohl aus lauter entsetzen heraus) anscheinend etwas falsch gemacht…

    • Bettina 18. Februar 2022 at 15:46Antworten

      sowas hab ich mir auch beim Beethoven gedacht..der ewig unangepasste wird 2020 nicht gefeiert, weil die Menschheit aussstirbt…und er rotiert weiter….

      der sehr geschätzte Herr Barenboim, ein toller Musiker, ausgewiesener Kenner und perfekter Interpret der Stücke Beethovens, hat auch irgendeinen Schwachsinn von sich gegeben von wegen „…..Zahlreiche Politiker, Kunstschaffende und Kirchenvertreter haben angesichts der Proteste gegen Corona-Maßnahmen zum Schutz der Demokratie aufgerufen. „Uns bereitet es große Sorgen, daß umherziehende Protestler*innen (zuweilen im Verbund mit bekannten Pandemie-Verharmlosern und rechtsgerichteten Netzwerken) eine angebliche „Corona-Diktatur“ herbeizureden versuchen“, heißt es in einer Erklärung der Berliner „Initiative Gethsemanekiez“………..

  6. Hanna Fleiss 18. Februar 2022 at 14:07Antworten

    Ich habe es mir seit längerem abgewöhnt, die Verleihung des Bachmann-Preises im Fernsehen anzusehen, weil ich festgestellt hatte, dass die dort vorgestellte Literatur im eigenen Saft schmort, abgehobenes Zeugs fabuliert (nichts gegen das Fabulieren!), das einen ernsthaft an Literatur Interessierten wegtreibt. Lieber Autor Zimmermann, es richtig, was Sie schreiben, aber es ist zu harmlos. Diesen selbstverliebten Säcken dort gehört eins richtig vor den Latz. Das Bachmann-Komitee ist sicher nicht allein für den Niedergang der deutschsprachigen Literatur verantwortlich, aber es trägt seinen Teil dazu bei. Wie gesagt, der Bachmann-Preis interessiert mich nicht mehr. Was aber nun die Geimpften und die Nichtgeimpften angeht, so darf man das als Beweis für die Harmlosigkeit und Weltfremdheit (mit dem Blick auf zu den „Prominenten“ und der Hoffnung, durch Bachmann selbst prominent zu werden) der dort besprochenen „Werke“ werten, Sie haben nichts verloren, wenn Sie dort nicht lesen. Es gibt bessere Wege, seine literarischen Erzeugnisse zu veröffentlichen.

    Das ist Österreich. Aber in Deutschland ist es auch nicht anders. Hier ist dieselbe Entwicklung zu bemerken: völlige Abkehr von der aktuellen Gegenwart, ein Duckmäusertum vor Obrigkeiten, die im Grunde keine sind, ein Dämmern und Schwelgen im Nebelhaften usw. Ich muss das nicht ausführen. Allerdings hat sich das Duckmäusertum durch Corona entschieden gesteigert. Das war zwar zu erwarten, aber in diesem Maße, wie es sich am Ende gezeigt hat, habe ich das nicht erwartet.

    Jetzt fehlt ja nur noch, dass das Bachmann-Komitee von den Einsendern erwartet, während des Schreibens
    ihrer literarischen „Schwergewichte“ eine FFP2-Maske aufzusetzen, es könnte ja sein, dass das Papier die Jury mit Corona infiziert. Wollen wir wetten, dass sie darauf auch noch kommen? Zuzutrauen ist es diesen Herrschaften. Gegen aufmüpfige Inhalte haben sie sich ja schon desinfiziert.

    • Fritz Madersbacher 18. Februar 2022 at 17:37Antworten

      @Hanna Fleiss
      18. Februar 2022 um 14:07 Uhr
      „Jetzt fehlt ja nur noch, dass das Bachmann-Komitee von den Einsendern erwartet, während des Schreibens
      ihrer literarischen „Schwergewichte“ eine FFP2-Maske aufzusetzen, es könnte ja sein, dass das Papier die Jury mit Corona infiziert“
      Im Vorjahr wurde auf den Einladungsplakaten noch leise – recht geschickte – Kritik geübt, mit Zitaten der Namensgeberin:
      „Man hütet sich, Fragen zu stellen bei soviel offenbarer Sinnlosigkeit“ und „Die Spezialisten, die Experten mehren sich. Die Denker bleiben aus“ (Ingeborg Bachmann)
      Sind die Geldgeber eingeschritten, haben die Zensoren zugeschlagen?

  7. Violanta Stromeyer 18. Februar 2022 at 13:49Antworten

    Ein Skandal. Mir bleiben die Worte weg.

  8. jo 18. Februar 2022 at 12:12Antworten

    Wenn der Wind sich dreht, drehen sich auch die Wendehälse.
    Meme hier https://i.imgflip.com/65p4iz.jpg

  9. Hollie 18. Februar 2022 at 12:03Antworten

    „Sprache des Autoritären“ Ist allerdings „Liebe Organisator*innen des Bachmannpreises“ mit dem Gendern auch schon. Hier ist der Autor doch recht reibungslos.
    Ansonsten danke, besonders für die lustige Einleitung.

    • pantau 18. Februar 2022 at 16:27Antworten

      Das Gendern ist ebenso wie die Maske ein Unterwürfigkeitssymbol unter Ideologie.

  10. Markus Schwarz-Greindl 18. Februar 2022 at 11:52Antworten

    Literarisch: Im Viereck, begrenzt von vier Autostraßen zu wohnen, ist nicht so gesund, wie von vier Bächen begrenzt zu werden.

    Es ist meine Wertschätzung von Ingeborg Bachmann.

  11. F.D. 18. Februar 2022 at 11:42Antworten
  12. Stefan Ochsner 18. Februar 2022 at 11:34Antworten

    Lang hat’s dauert.

    So Leids mir tut. Selbst dieser Brief wird für zu leicht befunden. Danke trotzdem.

    Wo bitte ist der Herr Heller und all diese Menschen die überparteilich agieren und in Opposition zur Politik gehen könnten?

    Wo ist SOS Mitmensch jetzt wenn es um die eigenen Familienangehörigen die Nachbarn die Arbeitskollegen geht?

    Schönwetterintellektuelle die sich von der Politik virzugsweise den Roten haben vereinnahmen lassen.

    Schande über Euch

    • Pfeiffer C. 18. Februar 2022 at 13:14Antworten

      Danke, schließe mich Ihrer Meinung vollinhaltlich an, ergänze: Wo bleiben Turrinis, Menasses und all die anderen feuilletonmutigen Schönwetter-Wetterer, die Gelegenheitsmoralisten, die uns so von oben herab deutungsfuchteln, worum es in einer freien, demokratischen Gesellschaft geht!

      Einer von WEF-Schwabs ‚young leaders‘ Zöglingen, Trudeau, zeigt – nur hier als kreatives Beispiel zitiert – in Kanada ja schon vor „was alles geht“:

      Wer mit dem Trucker-Protest in Verbindung steht muss damit rechnen, dass sein Bankkonto eingefroren wird.

      Banken werden damit zur Exekutivmacht, die Judikative wird ausgeschaltet. Die großen Banken waren gestern für alle Kunden online und auch teils telefonisch nicht mehr zugänglich. Unklar ist, ob wegen eines befürchteten Bankruns oder weil die Systeme umgestellt wurden, um der Regierung Zugriff auf die Konten zu ermöglichen – die Banken wollen nämlich nicht haftbar gemacht werden können.

      @Heller, Turrini, Menasse und all die anderen Braven ff:

      Die Reichskulturkammer (RKK) war eine Institution und ein Instrument einer Kulturpolitik zur Gleichschaltung aller Bereiche des Kulturlebens und zur Regelung der „sozialen und wirtschaftlichen Belange“ der Kulturschaffenden. Aufgrund des Reichskulturkammergesetz (RGBl. I, S. 661, verkündet am 22. September 1933[):

      Das Hauptziel der Reichskulturkammer war die staatliche Organisation und Überwachung bzw. Kontrolle der Kultur.

      2022 – Da capo alfine?…

    • Peter1 18. Februar 2022 at 14:23Antworten

      Die (Pseudo-und Möchtegern-) Intellektuellen, (Staats-) Künstler und Kabarettisten haben wohl grossteils ausgelassen, weil man es medial geschafft hatte, die Massnahmen-Kritiker konsequent in ein eher unwissenschaftlich-dümmlich-rechtes Eck von Verschwörungstheoretikern und Querulanten zu framen, die dem baldigen Tod zum Opfer fallen würden als Strafe für ihre Dummheit. Leider muss man zugeben, dass es auch solche Akteure tatsächlich gab und gibt..
      Wer will sich schon mit sowas identifizieren bzw. es in auch nur Schutz nehmen..ist doch peinlich..

      Wissenschaft, Modernität, Fortschritt, Solidarität, Schutz der Alten und Schwachen, Internationalität, Weltgesundheitsorganisation, Promis und Professoren für die Impfung, etc., etc. hört sich doch viel besser an…vor allem angesichts kollabierender Menschen im TV und Leichenbergen auf den Spitalsgängen…

      Sehr scharfsinnig waren sie wirklich nicht…

    • Peter1 18. Februar 2022 at 15:33Antworten

      Naja, Brille,Schal und Hut sind halt doch zuwenig , ebenso wie ein dunkler Anzug und Krawatte noch keinen (Krisen)manager machen…

  13. Gabriele 18. Februar 2022 at 11:31Antworten

    Ah ja, wenigstens einer….hier läuft es genau wie in den Bibliotheken – dort war und bin bisher ich allein offenbar der einzige „Aufschrei“ geblieben. Und viele sind offenbar nun ganz traurig darüber, dass 2 G aufgehoben wurde, das Kontrollieren war so schön…
    Privat hat mir ein Bibliotheksangestellter geschrieben, dass er die ganze Zeit verkühlt war, weil man ihn im kalten Windfang zur Kontrolle eingeteilt hatte…bei Widerspruch Kündigung. Einen einzigen offenen Brief einer Kundin an die Wiener Büchereien gab es (offiziell), die meinte, sie würde, wenn es so weitergeht, keine Bücherei mehr betreten!
    Offenbar hat diese Unterwürfigkeit in Österreich Tradition….was der Kaiser sagt, wird gemacht…seit jeher.
    Es ist ein Trauerspiel. Dabei hätten wohl genügend junge Literaten, die sowieso von ihrer Profession nicht leben können/müssen, Gelegenheit, den Mund aufzumachen.

    • andi pi 19. Februar 2022 at 0:35Antworten

      @gabriele: da ich persönlich viele kontakte zu menschen aus der kulturszene habe, kann ich aus erfahrung der letzten zeit sagen: es gibt da drei gruppen:
      – diejenigen, die wirklich blind dem regierungsnarrativ (oder gar der zero-covid-sekte) nachlaufen.
      – diejenigen, die sich kritisch äußern.
      – diejenigen, die sich im privaten gespräch kritisch äußern und sogar ganz privat auf die eine oder andere demo gehen, aber sich aus gewissen gründen nicht öffentlich zu äußern trauen.
      und ich habe das gefühl, dass gerade die letztere gruppe zahlenmäßig ein wenig unterschätzt wird. aber ich kann diese menschen auch verstehen. da geht es um förderungen, auftrittsmöglichkeiten, vergrämen von fans etc. – und gerade diejenigen, die von ihrer kunst finanziell gut leben können, tun sich dahingehend leichter als die große andere mehrheit. wobei ich es z.b. einer nina proll sehr hoch anrechne, dass sie sich in ihren äußerungen auch immer wieder mit dieser großen anderen mehrheit solidarisch zeigt. ich würde nur schätzen, dass es gerade unter kulturschaffenden sogar einen höheren anteil an bislang nicht genmanipulierend gespritzten gibt als so im durchschnitt der bevölkerung. das fällt nur deshalb nicht auf, weil auch leider überdurchschnittlich viele kulturschaffende bei der zerocovid-sekte dabei sind und nur die in den mainstream-medien vorkommen. aber das ist nicht die realität der kulturszene in ihrer gesamtheit. wie gesagt: ich bin da gut vernetzt und weiß da deshalb um so viele bis dato „ungeimpfte“ aus dem kulturbereich.

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