Die USA haben der EU unverhohlen gedroht: Sollte Brüssel an seinen geplanten strengen Methan-Regeln für importiertes Gas festhalten, werden amerikanische LNG-Lieferungen einfach in andere Regionen umgelenkt. US-Energieminister Chris Wright warnte in einem Bloomberg-Interview, dass Europa ohne „bedeutende Reform“ der Vorschriften „ernsten Schmerz“ erleiden werde.
Nach den Sanktionen gegen Russland und der Zerstörung der Nord Stream-Pipelines durch die USA hat die EU ihren Gasbedarf in Rekordzeit auf amerikanisches Flüssiggas umgestellt. Die USA wurden zum mit Abstand größten externen Lieferanten. Was als „Diversifizierung“ und „Energiesicherheit“ verkauft wurde, entpuppte sich schnell als neue, teure Abhängigkeit. Rekordpreise für Gas und Strom belasteten die europäische Industrie, trieben Unternehmen ins Ausland und schwächten die Wettbewerbsfähigkeit massiv.
Nun zeigt sich die Kehrseite dieser Abhängigkeit. Die EU will ab 2027 strenge Vorschriften zur Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung von Methanemissionen bei importiertem Gas durchsetzen. US-Exporteure erklären, dass diese Regeln aufgrund der dezentralen Struktur der amerikanischen Gasförderung praktisch nicht umsetzbar sind. Die Unsicherheit über mögliche Strafen schreckt bereits langfristige Lieferverträge ab.
US-Energieminister Chris Wright machte in seinem Bloomberg-Interview unmissverständlich klar: Ohne Nachbesserung droht Europa „ernsthafter Schmerz“ – und die amerikanischen Exporte würden „woanders hinfließen“. Die USA schließen sich damit den Forderungen von Katar, Algerien und Nigeria an, die ebenfalls eine Abschwächung oder Verschiebung der EU-Regeln verlangen.
Energiepolitik als Waffe
Jahrelang wurde Russland vorgeworfen, Energie als Waffe einzusetzen. Jetzt drohen genau die USA, die Europa von russischem Pipeline-Gas „befreit“ haben, mit der Umleitung ihrer Lieferungen. Statt Pipeline-Gas kommt nun teures LNG per Schiff – die politische Erpressbarkeit bleibt jedoch dieselbe.
Hinter dem Konflikt steht der fundamentale Widerspruch der europäischen Klimapolitik. Der Green Deal und die absurden und wissenschaftsfeindlichen Emissionsziele verlangen immer strengere Standards – auch bei Importen. Gleichzeitig hat die Realität der letzten Jahre bewiesen, dass Europa ohne bezahlbare und zuverlässige Energiequellen industriell abstürzt. Viele europäische Energiekonzerne haben bereits ihre Investitionen in Solar- und Windenergie zurückgefahren und setzen wieder verstärkt auf Öl und Gas, weil diese profitabler sind.
EU-Energiekommissar Dan Jørgensen wehrt sich bisher gegen eine Abschwächung der Methan-Regeln. Doch die wirtschaftlichen Konsequenzen sind bereits spürbar. Die strengen Vorgaben könnten weniger dem Klima dienen als vielmehr bürokratische Hürden aufbauen und die Abhängigkeit von wenigen Lieferanten zementieren.
Geopolitische Realität statt grüner Ideologie
Der Vorfall macht einmal mehr deutlich, dass Energiefragen immer auch Machtfragen sind. Die USA nutzen ihre aktuelle Position als größter LNG-Exporteur, um Druck auf die EU auszuüben. Die einseitige Abhängigkeit von von kurzfristigen Verträgen, statt den jahrzehntelang laufenden Lieferverträgen mit Russland birgt immer Risiken.
Die bisherige Strategie – teure grüne Transformation bei gleichzeitiger strenger Regulierung von Importen – stößt zunehmend an ihre Grenzen und schadet vor allem der eigenen Bevölkerung und Industrie.
Die Warnung aus Washington ist ein weiteres Symptom für die gescheiterte Energiepolitik der EU. Die durch das Attentat auf Nord Stream und die Kriegspolitik der EU-Kommission und Regierungen wie in Deutschland und Frankreich motivierte Abkehr von russischem Gas zu neuer Abhängigkeit und neuen Erpressungsmöglichkeiten geführt.
Die Bürger in den Ländern zahlen den Preis – in Form höherer Energiekosten, industrieller Schwäche und geopolitischer Verwundbarkeit.
Ob Brüssel die Methan-Regeln reformiert oder weiter auf Kurs bleibt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Politik ändert weder etwas am Wetter noch am Klima. Sie ist von Rockefeller und dem Oligarchiat als Politik der Umverteilung von unten nach oben konzipiert und wird von der EU blindlings und übereifrig exekutiert. Die Energiebarone teilen der EU nun mit, dass sie zu weit gegangen sind und die Profite mit ihrem sinnlosen Übereifer schmälern.
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6 Kommentare
Dies wird nur möglich, weil die Energiemärkte von Käufermärkten in Verkäufermärkte umschwingen. Zuvor hätte man gesagt, wenn du mir nicht verkaufen willst, kaufe ich eben woanders. Das geht nicht mehr, weil eine relative Knappheit besteht.
Die Ursache dueser Knappheit ist vielfältig. Dazu gehört sicher eine Nachfrageerhöhung durch den asiatischen Tiger. Dazu kommen höhere Förderkosten wegen der Erschöpfung leicht förderbarer Ressourcen. So ist zB Öl aus Nahost einfacher und damit billiger förderbar als Öl aus Fracking oder aus Ölsanden oder aus dem Orinoco-Gürtel. Deshalb hat man deren Abbau nicht vorgezogen. Politische oder ideologische Verknappungen sind denkbar, aber eher nicht nachgewiesen. Bei der Hormus-Sperre sind sie ja offensichtlich. Grundsätzlich bemüht man sich seit Jahren, erhöhte Preise durchzusetzen, um Fracking aber auch Alternativstrom zu ermöglichen.
Die Folge ist ein Rückgang der deutschen Industrieproduktion um 24% seit 2017.
Der Wähler hält das für gute Politik und wenn man darüber reden will, brüllt er DU BIST SO EXTRÄM RRÄCHTSS.
Wie bestellt, so geliefert.
Putin hat mehrfach angeboten, durch den intakten Strang der NS Pipeline wieder Gas liefern zu können. Das ginge von Heute auf Morgen, sofortDie EU könnte das Angebot sofort annehmen. Stattdessen ruinieren sie lieber unseren Wohlstand.
Und das Volk hockt in Lethargie und Faulheit herum, statt diese Kapitalgauner endlich einlochen zu lassen. Sogar wählen sie sie bei Wahlen wieder, über 20 % für die CDU immer noch. Wie gehirnamputiert muss man sein. Die gehören alle verklagt wegen Volksverrat und Volksschädigung…mehrfach lebenslänglich oder nackert ab nach Sibirien.
Bald werden die EU Dummies auf Knien rutschend Putin um Gas bitten müssen. Aber zuerst kommt noch das Ende der Ölreserven – und das ziemlich bald. Da müssen sie vielleicht noch vorher bei ihm um Öl betteln. Aber wahrscheinlich sind sie selbst dafür zu blöd. Schließlich sind sie ja prinzipientreu – bis in den Untergang. Ihren eigenen könnte man vielleicht vorziehen….
Ich denke, dass die ideologischen Eurokraten eher die europäische Bevölkerung auf Knien rutschen lassen wird, bevor sie von ihrer idiotischen Ideologie abrücken wird! Deren feudalistische Denkweise heißt: Ich, ich, ich und vielleicht irgendwann einmal einen Krümel für die Bevölkerung, aber nur, wenn sie sich alle impfen lassen, noch mehr Steuern zahlen, ihr Auto abschaffen und sich digitalisieren und kontrollieren lassen! Die leiten jeden Druck von außen direkt auf die Bevölkerung ab und produzieren noch ihren eigenen dazu! Der europäische Bürger ist in ihren Augen nur geboren um zu dienen und beherrscht zu werden!
Die Abnabelung vom billigen Russengas und die Eingehung der Abhängigkeit vom teuren LNG der US – Kriegsverbrecher waren natürlich die Blödheit des Jahrhunderts. Aber man sollte nicht vom Einsatz als Waffe sprechen, denn die Ökoregeln der EU bedeuten bekanntlich den wirtschaftlichen und folgend den physischen Suizid und man kann von den Amerikanern nicht erwarten, dass dass sie zu ihrem Schaden nach Uschis Pfeife tanzen. Das machen dafür die Deutschen um so lieber.
Ach wie freue ich mich über die genialen, vorausschauenden Entscheidungen unserer Geistesgrössen uns endlich aus der jahrzehntelangen Abhängigkeit Russlands erlöst zu haben.
Jahrzehntelang haben uns diese vermaledeiten Russen mit Vertragstreue, Zuverlässigkeit und Qualität erpresst. Aber damit ist jetzt endlich Schluss.
Danke, vielen Dank.
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