31. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 21:00 Uhr)

30. März 2026von 22,5 Minuten Lesezeit

Was sagen uns die ersten 30 Tage darüber, was im Nahen Osten passiert, und was passierte in der Nacht zum 30. März 2026 und an diesem Tag in Zusammenhang mit dem Angriffskrieg gegen den Iran. Und zum Abschluss eine Zusammenfassung des heutigen Tages.

Seit über 30 Tagen wütet jetzt der zerstörerische Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran. Zerstörerisch nicht nur gegen den Iran und die Golf-Anrainer-Staaten, welche den Angriff erleichterten durch Überflugrechte und Militärbasen, sondern für die ganze Weltwirtschaft. Und nach der Drohung der Türkei an die Kurden, sich rauszuhalten, sieht man, wie die Kreise immer weiter werden, ein typisches Szenario, aus dem sich ein Weltkrieg entwickelt.

Die Fronten sind inzwischen deutlich geworden. Auf der einen Seite die alten Kolonialmächte und die sinkende imperiale Macht USA, welche verzweifelt versuchen, den Aufstieg neuer Mächte zu verhindern. Und auf der anderen Seite der Globale Süden, repräsentiert durch die Mehrzahl der Länder, die sich in BRICS zusammen geschlossen haben, geführt durch Russland, China und inzwischen dem Iran, das durch den Krieg zusätzliches Gewicht erhalten hat.

Die Front, an der geschossen und gebombt wird, ist noch ziemlich verstreut. Im Donbas und der Ukraine, inzwischen im Irak, im südlichen Libanon, im Iran und in den Golfdiktaturen, welche Basis für den Angriffskrieg gegen den Iran darstellen. Nicht zu vergessen im Jemen, der sich der Koalition der den Iran verteidigenden Bewegungen angeschlossen hat. Aber offensichtlich scharren viele mehr mit den Hufen, auf Seite des Irans Vergeltung zu üben, gestern erst wieder meldeten sich 23 Millionen Paschtunen in Pakistan.

Nachdem Selenskyj seine Drohnenspezialisten in den Nahen Osten geschickt hat, und dafür Geld für die Produktion von Waffen im Kampf gegen Russland erhält, und die USA sowohl in der Ukraine die Hauptrolle spielten, als auch unter Anfeuerung Israels im Nahen Osten den Krieg gegen den Iran begann, Deutschlands Bundeskanzler sinngemäß von „unserer Drecksarbeit“ sprach, die getan werden müsse, sollte sich niemand mehr fragen müssen, was das für ein komischer Krieg gegen den Iran ist. Ganz sicher hat er nichts mit „der Bombe“ oder „wir bringen Demokratie und Freiheit“ zu tun.

07 Uhr 30

Was in der Nacht geschah

Jeder erwartet für heute Ölpreise, die wieder deutliche über 100 US-Dollar pro Barrel steigen, denn am Wochenende war die Eskalation wieder um eine Stufe angestiegen. In der letzten Nacht hat sich der Irankrieg zwischen Israel, den USA und dem Iran weiter zugespitzt, mit neuen Angriffen auf Energieinfrastruktur, Drohnen-Einsätzen von iranisch unterstützten Milizen und diplomatischen Signalen.

Gegen 23 Uhr am 29. März 2026 kam es in Teheran und der Provinz Albors zu großflächigen Stromausfällen, nachdem israelische Streitkräfte Energieanlagen in der iranischen Hauptstadt angegriffen hatten. Das iranische Energieministerium bestätigte die Unterbrechungen, während die israelische Armee die Treffer auf Ziele in Teheran meldete. Die Angreifer scheinen tatsächlich den Iran zu provozieren, Israel Stromnetz auszuschalten, was einfacher ist, da es von wenigen großen Kraftwerken gespeist wird. Schon vor dem 12-Tage-Krieg hatte es in israelischen Medien Warnungen davor gegeben, dass evt. sogar die Hisbollah die Stromversorgung ausschalten könnte.

In der Nacht fing die israelische Armee zwei Drohnen des Jemens ab (im Westen „vom Iran unterstützten Huthis“),  Sirenen heulten in Eilat. Die schon 2016 von Vertretern der Regionen gewählten Regierung der Nationalen Einheit unter Führung der AnsarAllah (Huthi) kündigten weitere Angriffe auf Israel an, „solange die Aggressionen andauern“.

Am frühen Morgen wurde ein UN-Blauhelmsoldat der UNIFIL im Südlibanon durch ein Geschoss getötet und ein weiterer lebensgefährlich verletzt. Das steht in Verbindung mit dem Versuch Israels, den Süden des Libanons zu besetzen, und wie führende Politiker Israels sagen „den Fluss Litani zur neuen Grenze Israels zu machen“.

Kaum hatten die Flugzeuge der Angreifer Irans Stromversorgung bombardiert, berichtete Kuwaits Elektrizitätsministerium gegen 3 Uhr am Morgen von einem Toten (einem indischen Arbeiter) und erheblichen Schäden durch einen iranischen Vergeltungs-Angriff auf eine Energie- und Wasserentsalzungsanlage.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich in einem aktuellen Interview zur Möglichkeit, dass amerikanische Truppen die iranische Öl-Insel Kharg (das wichtigste Öl-Terminal im Persischen Golf) einnehmen könnten. Er sprach von „vielen Optionen“ und einem möglichen „recht schnellen Deal“ mit Iran, betonte aber gleichzeitig angebliche Verhandlungen, um Ölpreise und Börsen zu beruhigen.

Parallel dazu meldete die israelische Armee weitere Luftschläge auf „militärische Infrastruktur“ in Teheran (einschließlich einer Universität und angeblichen Raketenproduktionsanlagen), während Iran mit Gegenangriffen auf US- und israelische Ziele als Vergeltung ankündigte.

Die Lage bleibt hochdynamisch: Trotz Beruhigungsversuchen von Trump reagierte die Börsen in Asien mit deutlichen Verlusten auf die Eskalation und mit weiter steigenden Ölpreisen. Pakistan kündigte an, bald Gespräche zwischen USA und Iran auszurichten, doch direkte Verhandlungen wurden bisher nicht bestätigt.

Soweit die Kurznachrichten über Ereignisse der Nacht und des frühen Morgens.

08 Uhr 00:

Israelischer Luftangriff tötet mindestens drei Menschen in Gaza

Bei einem israelischen Luftangriff südöstlich von Gaza-Stadt sind mindestens drei Palästinenser getötet und viele verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Wafa. Medizinische Quellen berichteten, dass der Angriff in der Nähe der Al-Shafi-Moschee im Stadtteil Zeitoun südlich von Gaza-Stadt stattfand. Die Zahl der Todesopfer durch Israels Krieg gegen Gaza ist seit dem 7. Oktober 2023 auf 72.278 gestiegen, 172.013 Menschen wurden verletzt, hieß es in dem Bericht.

Israel meldet mehrere Raketensalven aus dem Iran innerhalb einer Stunde

Israel gab an, eine aus dem Iran in Richtung des Südens des Landes abgefeuerte Rakete abgefangen zu haben, da innerhalb kurzer Zeit mehrere Angriffe gemeldet wurden. Israelische Medien und Behördenvertreter gaben an, dass innerhalb von etwa einer Stunde mehrere Raketensalven abgefeuert wurden, was in den betroffenen Gebieten Alarm auslöste. In der gesamten Negev-Region, darunter in Dimona und Arad, heulten Sirenen auf, als die Behörden nach der Ortung Warnungen herausgaben. Das israelische Militär teilte mit, dass die Luftabwehr auf die Bedrohungen reagiert habe, und es gab keine unmittelbaren Berichte über Opfer.

Iran schießt fünf israelische Hermes-Drohnen ab.

Das IRGC gab bekannt, dass gestern fünf Hermes-Drohnen von den Basij der IRGC-Landstreitkräfte und Einheimischen aus Hormozgan an der Südküste des Landes zerstört wurden. Laut Tasnim beläuft sich die Zahl der zerstörten feindlichen Drohnen einschließlich dieser fünf Flugzeuge auf fast 140; und die Zahl der getroffenen und zerstörten hochmodernen Kampfflugzeuge der F-Generation des Feindes erreicht ebenfalls zweistellige Werte.

08 Uhr 30:

Us-Vizepräsident JD Vance strebt einen raschen Ausstieg aus dem Iran-Krieg an. Wie sich dies auf Israel auswirkt, scheint ihm egal zu sein.

Vance, der sich darauf konzentriert, den Iran-Krieg schnell zu beenden, um seine politische Zukunft zu sichern, schenkt Israel und anderen Verbündeten der USA kaum Beachtung und stellt innenpolitische Imagepflege sowie die Unterstützung der MAGA-Bewegung über regionale strategische Interessen. – Haaretz

Israel möchte US-Militärbasen im Land

Israel plant, die Vereinigten Staaten dazu einzuladen, nach Beendigung des aktuellen Krieges einige ihrer regionalen Stützpunkte nach Israel zu verlegen und weitere Stützpunkte im Land zu errichten, wie Channel 12 unter Berufung auf ungenannte Sicherheitsquellen berichtet.

Das israelische Sicherheitsestablishment sieht darin eine Gelegenheit, die „Landkarte“ der US-Militärpräsenz in Westasien „neu zu gestalten“, heißt es in dem Bericht, wobei darauf hingewiesen wird, dass US-Streitkräfte bereits in der Region präsent sind und sich die Sicherheitslage im Wandel befindet.

09 Uhr 00:

Trump erklärte direkt, dass er iranisches Öl wolle, — FT

Er verglich dies mit der Situation in Venezuela, wo die USA beabsichtigen, die Ölindustrie nach Maduros Machtübernahme „auf unbestimmte Zeit“ zu kontrollieren. „Um ehrlich zu sein, würde ich am liebsten Öl aus dem Iran beziehen, aber einige Dummköpfe in den USA fragen: ‚Warum tust du das?‘ Aber das sind Dummköpfe“, sagte der amerikanische Präsident. – Ein solcher Schritt würde die Eroberung der Insel Kharg bedeuten, über die der Großteil des iranischen Öls transportiert wird.

Aufnahmen von iranischen Luftabwehrsystemen, die zwei Aufklärungs- und Angriffsdrohnen vom Typ MQ-9 Reaper der US-Luftwaffe in der Nähe der Stadt Shiraz in der Provinz Fars und östlich der Straße von Hormus abschießen. Die Ausschaltung dieser Drohnen erleichtert dem Iran die Durchführung von Operationen erheblich und schützt die Raketenabschussrampen.

10 Uhr 00:

Iranischer Abgeordneter fordert Austritt aus Atomwaffensperrvertrag

Alaeddin Boroujerdi, hochrangiges Mitglied des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, sagt, es sei an der Zeit, dass der Iran aus dem Atomwaffensperrvertrag austritt. „Wir streben keine Atombombe an. Aber wir werden uns nicht an die Spielregeln halten, während sie kommen und uns bombardieren und der Generaldirektor der Behörde uns mit dem Einsatz einer Atombombe droht.“

Er fordert zudem, IAEO-Chef Grossi dauerhaft mit Sanktionen zu belegen, wirft ihm vor, als Agent des zionistischen Regimes und Amerikas zu agieren, und sagt, die Inspektionen der Behörde dienten als Deckmantel für Spionage. „Kurz gesagt: Die Zeit für den Austritt aus dem NVV ist gekommen.“

10 Uhr 30:

In Pakistan haben hochrangige Verhandlungen zur Deeskalation des Krieges im Iran begonnen – CNN

An dem zweitägigen Treffen in Islamabad nehmen die Außenminister Ägyptens, der Türkei, Saudi-Arabiens und Pakistans teil. Es wird über die Möglichkeit gesprochen, die Spannungen abzubauen und einen diplomatischen Prozess in Gang zu setzen. Pakistan ist aufgrund seiner Kontakte sowohl zu den USA als auch zum Iran ein wichtiger Vermittler, berichtet CNN. Islamabad hatte zuvor einen von den USA ausgearbeiteten 15-Punkte-Friedensplan an Teheran übergeben.

11 Uhr 30:

Rabbiner gegen zionistische Medienpropaganda über den Iran

Die Iraner hegen keinen Hass gegen Juden, sagt der bekannte orthodoxe Rabbiner Elhanan Beck. Er betont, dass derzeit etwa 35.000 Juden im Iran leben und sie dort „ein goldenes Leben führen“. Selbst mitten im Krieg zwischen den USA und Israel habe der Iran die Juden nicht in Konzentrationslager gesteckt – er schütze sie wie normale Bürger, betont er. Sie haben Zugang zu Schulen und Bildungseinrichtungen, und es gibt im Iran ein jüdisches Krankenhaus, das vollständig von der Regierung finanziert wird, stellt der Rabbiner klar. Da die Mainstream-Medien jedoch unter zionistischem Einfluss stehen, bemerkt er, sieht man diese Wahrheit in den Nachrichten nicht. „Sie sagen einfach, die Iraner seien Antisemiten, sie seien Nazis … Warum sind die Menschen so blind?“

Syrische Armee: Drohnenangriffe auf Stützpunkte nahe der irakischen Grenze; Reaktion wird geprüft

Die syrische Armee teilte am Montag mit, dass Drohnenangriffe mehrere ihrer Stützpunkte nahe der irakischen Grenze getroffen hätten. Die meisten Drohnen seien abgeschossen worden, und man prüfe derzeit mögliche Reaktionsoptionen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana.

12 Uhr 00:

In den sozialen Medien kursierende Aufnahmen zeigen die Auswirkungen eines Raketeneinschlags in Haifa im besetzten Palästina.

Israelische Medien berichteten, die Rakete habe die Ölraffinerien in Haifa getroffen, und fügten hinzu, dies sei das Ergebnis einer gemeinsamen Operation des Iran und des libanesischen Widerstands gewesen; in Haifa und Umgebung seien fünf Einschlagstellen registriert worden.

Der Iran bezeichnet die Forderungen der USA nach Gesprächen als „überzogen“

Der Iran habe über Mittelsmänner Botschaften erhalten, die auf die Verhandlungsbereitschaft der Vereinigten Staaten hindeuten, habe die US-Vorschläge jedoch als „unrealistisch, unlogisch und überzogen“ eingestuft, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, am Montag. Baghaeis Pressekonferenz fand einen Tag nach dem Treffen der Außenminister Pakistans, Ägyptens, Saudi-Arabiens und der Türkei in Islamabad statt, bei dem erste Gespräche vor allem über Vorschläge zur Wiederöffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geführt wurden. „Unsere Position ist klar. Wir sind militärischen Angriffen ausgesetzt. Daher konzentrieren sich all unsere Anstrengungen und Kräfte auf unsere Verteidigung“, sagte Baghaei.

Netanjahu kündigt an, dass Israel weitere libanesische Gebiete besetzen und die „Pufferzone“ ausweiten werde

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat erklärt, das Militär werde weitere Gebiete im Süden des Libanons besetzen und die sogenannte „Pufferzone“ ausweiten. In einer Videoerklärung am Sonntag sagte Netanjahu, der Schritt solle „die Invasionsgefahr [durch die Hisbollah] endgültig vereiteln“ und den Beschuss mit Panzerabwehrraketen aus dem Norden Israels fernhalten.

„Wir sind entschlossen, die Lage im Norden grundlegend zu ändern“, sagte er während eines Besuchs beim Nordkommando und fügte hinzu, dass Israel mit „Stärke, Entschlossenheit und Verantwortung“ handeln werde, um die Sicherheit wiederherzustellen.

Netanjahu sagte außerdem, Israel strebe an, „das Gesicht des Nahen Ostens zu verändern“, und verwies dabei auf Angriffe in Syrien, Gaza und im Libanon sowie auf den andauernden Krieg an der Seite der Vereinigten Staaten gegen den Iran.

14 Uhr 00:

Israelischer Angriff auf einen Kontrollpunkt der libanesischen Armee auf der Straße zwischen Qlayleh und Tyros

Der Angriff führte zum Tod eines Soldaten, während mehrere weitere verletzt wurden. Vor zwei Tagen trauerte die libanesische Armee zudem um zwei Soldaten, die bei einem israelischen Angriff auf die südliche Stadt Deir al-Zahrani den Tod fanden. Seit der Eskalation der israelischen Aggression am 2. März wurden bei israelischen Angriffen mindestens sechs libanesische Soldaten getötet.

Israel könnte es bereuen, nie gelernt zu haben, mit dem Iran als Nachbarn zu leben – Journalist

Der preisgekrönte Journalist Richard Sanders bezeichnet die aktuelle Lage im Nahen Osten als „bizarre historische Anomalie“. Acht Millionen Israelis, die einer halben Milliarde Arabern – und fast 100 Millionen Iranern – „Bedingungen diktieren“, sei eine Konstellation, die „unmöglich von Dauer sein kann“, sagt er. Wenn die unvermeidliche Abrechnung kommt, „könnten die Israelis und diejenigen, die ihnen so lange nachgegeben haben, sehr wohl bereuen, dass sie nie gelernt haben, als Nachbarn statt als Herrscher zu leben“.

Raketenangriff auf Militärstützpunkt in Bagdad

In der Nacht abgefeuerte Raketen trafen einen irakischen Militärstützpunkt innerhalb des Flughafengeländes von Bagdad, auf dem sich auch ein Unterstützungszentrum für die US-Botschaft befindet, teilte das irakische Verteidigungsministerium am Montag mit. Der Stützpunkt liegt in der Nähe eines diplomatischen und logistischen Zentrums der USA auf dem Flughafengelände, das seit Beginn des Krieges im Nahen Osten am 28. Februar wiederholt angegriffen wurde.

Donald Trump droht, sich das Öl im Iran zu „holen“

In einem Gespräch mit der Financial Times am Sonntag deutete Trump zudem an, die USA könnten den iranischen Exporthafen auf der Insel Kharg besetzen. „Um ehrlich zu sein, würde ich am liebsten das Öl im Iran an sich nehmen, aber einige dumme Leute in den USA sagen: ‚Warum tust du das?‘ Aber das sind dumme Leute“, sagte er der Zeitung. Er verglich den Vorschlag mit Venezuela, wo die USA Präsident Nicolas Maduro entführten und darauf abzielten, die Kontrolle über die Ölindustrie „auf unbestimmte Zeit“ zu übernehmen.

15 Uhr 00

Lehrstück in „teile und herrsche“ oder Nebel des Krieges?

Nachdem die angreifende Koalition, anzunehmen Israel insbesondere, Wasseraufbereitungsanlagen im Iran angegriffen hat, fielen kurz darauf Raketen auf die Entsalzungsanlagen in Kuwait. Jeder nickte mit dem Kopf und meinte „aha ein schneller Vergeltungsangriff“. Allerdings hatte es keine Warnung vorab gegeben, wie eigentlich vom Iran gewohnt.

Nun dementiert die militärische Führung des Landes ganz offiziell, die Anlage in Kuwait bombardiert zu haben, und beschuldigt Israel das getan zu haben. Die Meldung ist authentisch und wurde heute (30. März 2026) um ca. 10:47 GMT gepostet. Es handelt sich um eine echte Stellungnahme der iranischen Militärführung. Wenn sie den Tatsachen entspricht, wäre es ein Schulbeispiel von „teile und herrsche“. D.h. „Bombardiere zuerst deinen Feind, dann deinen Freund und warte, dass sie sich gegenseitig bekämpfen“. Ist das Dementi eine bewusste Irreführung im Nebel des Krieges, entlarvt es die assymetrische Kriegführung in den Medien.

15 Uhr 30:

Meldungen in Israelischen Medien:

Hürden im Iran zwingen Israel zur Verdreifachung der Waffenproduktion, während auch die USA unter Druck stehen

  • Amos Harel

Trump droht mit der Zerstörung der iranischen Energie- und Wasserinfrastruktur, sollten die Gespräche scheitern

  • Haaretz

Der Status quo ist zusammengebrochen – und die Golfstaaten suchen nach einer neuen Strategie

Wirtschaftsabkommen mit Teheran und enge Beziehungen zu den USA halfen den Golfstaaten nicht, deren Schwachstelle – die Energieinfrastruktur – während des Krieges schwere Schläge erlitt. Doch es fällt schwer, an ihre Bemühungen zu glauben, eine regionale Abschreckungskoalition gegen den Iran aufzubauen, sowohl auf militärischer als auch auf diplomatischer Ebene

Ein britischer Tourist, der die Vereinigten Arabischen Emirate besuchte, wurde vor zwei Wochen verhaftet, weil er iranische Raketen über dem Himmel von Dubai fotografiert hatte. Die Polizei lud einen beliebten Content-Ersteller in den VAE vor, nachdem er zwei Drohnen fotografiert hatte, die in der Nähe des Hotels explodierten, in dem er wohnte. Die Ermittler warfen ihm die „Verbreitung illegaler Inhalte“ vor. In Katar hat die Polizei rund 300 Personen verhaftet, weil sie „Material, das die nationale Sicherheit gefährdet“ in den sozialen Medien gepostet hatten.

„Unmenschlich und erniedrigend“: Große europäische Staaten drängen Netanjahu, Gesetzentwurf zur Todesstrafe vor Knesset-Abstimmung zurückzuziehen

Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien warnten vor dessen „de facto diskriminierendem Charakter“, da der Gesetzentwurf heftige Kritik hervorgerufen hat, weil er möglicherweise vorsieht, dass Palästinenser hingerichtet werden könnten, während Juden für ähnliche terroristische Straftaten nur Haftstrafen erhalten würden – dies vor einer entscheidenden Abstimmung in der Knesset am Montag.

Die Bemühungen zur Beendigung des Krieges im Iran schmieden eine neue regionale Allianz

Auf einer Konferenz zur „Deeskalation“ des Iran-Krieges bauen vier regionale Mächte eine neue militärisch-strategische Partnerschaft zur gegenseitigen Verteidigung auf. Israel träumt schon lange von einer solchen „arabischen NATO“, doch die meisten dieser Länder sind der Ansicht, dass Israel einen Krieg ausgelöst hat, der Zerstörung vor ihre Haustür gebracht hat.

16 Uhr 00

Nach der Bombardierung von 20 höheren Bildungseinrichtungen behauptet Israel, Universitäten seien legitime Angriffsziele, weil darin Forschung auch für Rüstungszwecke betrieben werden. Das bedeutet, dass alle israelischen Universitäten, die Verbindungen zur IDF haben, sowie alle Lieferanten und Programmierer, z.B. von Künstlicher Intelligenz, mit der die Bombenziele ausgesucht werden, nunmehr auch legitime Ziele in Israel für den Iran sind. 

18 Uhr 45

ie Entwicklungen der letzten Stunden konzentrierten sich vor allem auf „diplomatische“ Drohungen, Luftabwehrmaßnahmen und Nachberichte zu jüngsten Raketen- und Drohnenangriffen. US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen iranische Energieinfrastruktur erneut bekräftigt. Vor wenigen Minuten warnte er, die USA würden bei ausbleibendem Deal „komplett zerstören“ („completely obliterating“), insbesondere iranische Kraftwerke, Ölquellen, die Kharg-Insel und möglicherweise Entsalzungsanlagen. Er sprach von „großen Fortschritten“ in Verhandlungen mit einem „neuen, vernünftigeren Regime“ im Iran und betonte, er bevorzuge es, iranisches Öl zu „nehmen“. Diese Aussagen kamen nur Stunden nach ähnlichen Warnungen und führten zu starken Schwankungen am Ölmarkt: Der Brent-Preis stieg kurzzeitig auf 116 Dollar pro Barrel, bevor er leicht zurückging – immer noch über 50 Prozent höher als vor Kriegsbeginn.

Die NATO hat eine angebliche iranische ballistische Rakete abgefangen, die in türkischen Luftraum eingedrungen sein soll. Dies geschah vor etwa einer Stunde und war bereits der vierte Vorfall dieser Art seit Kriegsbeginn. Iranische Stellen bestritten, die Türkei gezielt angegriffen zu haben. Die Rakete wurde von NATO-Einheiten im Mittelmeer neutralisiert. Entweder waren es erfolgreiche Luftabwehrmaßnahmen der NATO, welche das Navigationssystem erfolgreiche manipulierte, FalseFlag oder tatsächlich irregeleitete iranische Rakete. Die Wahrheit wird man erst Jahre nach dem Krieg erfahren.

Im Iran selbst gab es Berichte über einen US-israelischen Luftangriff auf ein Waisenhaus westlich von Teheran. Dabei sollen nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars mindestens zwei Menschen getötet worden sein. Dies wurde in den letzten Stunden in Live-Tickern aktualisiert. Gleichzeitig meldete der Iran den Tod des Revolutionsgardisten-Kommandeurs Alireza Tangsiri (bereits früher bestätigt, aber in heutigen Berichten erneut thematisiert). Mit jeder neuen Generation von Kommandeuren wird man auf immer größere Bereitschaft treffen, bisherige Rote Linien zu übertreten. Ob das gewollt ist?

In Israel wurde der Raketenangriff auf die Ölraffinerie in Haifa (Bazan/Oil Refineries) weiter thematisiert. Der Treffer (durch iranische Raketen und/oder Hisbollah-Raketen aus dem Libanon) ereignete sich zwar etwas früher am Tag, doch die Feuerwehr bestätigte erst kürzlich: „Der Vorfall ist vollständig unter Kontrolle. Es gibt keine Verletzten, keine Gefahr durch gefährliche Stoffe und keine Bedrohung für die Bevölkerung.“ (Zitat Feuerwehrkommandeur Eitan Rifa). Hisbollah beanspruchte einen separaten Angriff auf einen israelischen Marinestützpunkt in Haifa. Keine Opfer in der Raffinerie.

Im Libanon und in den Golfstaaten kam es zu weiteren Zwischenfällen: Ein libanesischer Soldat wurde bei einem israelischen Angriff auf einen Armeeposten getötet, mehrere weitere verletzt. Offensichtlich empfand die IDF die libanesische Armee als nutzlos, nachdem sich sich geweigert hatte, einen Bürgerkrieg gegen die Hisbollah zu führen. Zudem wurden zwei UN-Blauhelme bei einer Explosion in Südlibanon getötet (Nachberichte zu Vorfällen der letzten Stunden). Die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Saudi-Arabien meldeten in den vergangenen Stunden die Abfangung zahlreicher iranischer Drohnen und Raketen (UAE: 27 Drohnen und 11 ballistische Raketen).

21 Uhr 00:

Hier noch nachgereicht wie das israelische Medium Haaretz den Tag im Abend-Newsletter zusammenfasst:

Im Zuge der gemeinsamen Angriffe des Irans und der Hisbollah auf Israel am Montag traf eine iranische Streumunition den Ölraffineriekomplex Bazan in Haifa im Norden Israels, wie Quellen gegenüber Haaretz berichteten; dies war der zweite Treffer auf die Anlage während des aktuellen Krieges. Als Präsident Trump von der New York Post um eine Stellungnahme zu dem Angriff gebeten wurde, sagte er: „Das werdet ihr in Kürze sehen.“

■ US-Präsident Trump erklärte in einem Social-Media-Beitrag, dass die Gespräche mit dem von ihm als „VERNÜNFTIGER“ bezeichneten iranischen Regime Fortschritte gemacht hätten, warnte jedoch, dass, falls nicht bald ein Waffenstillstand erzielt und die Straße von Hormus nicht unverzüglich geöffnet werde, „wir unseren schönen ‚Aufenthalt‘ im Iran damit beenden werden, dass wir die Energie- und Meerwasserentsalzungsinfrastruktur des Landes in die Luft jagen und vollständig zerstören“. Das iranische Außenministerium erklärte, man könne der Diplomatie mit den USA „nicht trauen“, und bekräftigte, dass Schiffe, die nicht mit den USA oder Israel in Verbindung stehen, die Meerenge passieren dürfen.

■ Laut vom Wall Street Journal zitierten Beamten erwägt der US-Präsident einen militärischen Überfall, um fast 1.000 Pfund angereichertes Uran aus dem Iran zu entwenden, hat sich jedoch aufgrund der Risiken für US-Truppen noch nicht entschieden, ob er dies durchführen wird. Trump erklärte gegenüber der Financial Times zudem, er wolle „das Öl im Iran an sich nehmen“ – ein Schritt, der wahrscheinlich die Einnahme der Insel Kharg erfordern würde – und bezeichnete Kritiker in den USA als „dumm“.

■ Der Iran bestätigte am Montag den Tod seines Marinechefs, nachdem Israel letzte Woche bekannt gegeben hatte, den Kommandeur der Marine der IRGC ermordet zu haben. Israel erklärte unterdessen, seine Luftwaffe habe Infrastruktur des iranischen Regimes in ganz Teheran angegriffen und über 80 Bomben auf rund 40 Waffenproduktions- und Forschungsstandorte abgeworfen.

Israelischer Soldat im Südlibanon von der Hisbollah getötet, Zahl der Todesopfer steigt auf sechs

Die IDF teilte mit, dass Sgt. Liran Ben Zion am Sonntag durch Panzerabwehrfeuer der Hisbollah im Südlibanon getötet wurde; er ist der sechste IDF-Soldat, der seit Beginn des Iran-Kriegs im Konflikt mit der Hisbollah ums Leben gekommen ist. Ein weiterer Soldat wurde bei demselben Angriff schwer verletzt, während mehrere andere bei separaten Vorfällen verletzt wurden, darunter ein Drohnenabsturz und ein Einsatzunfall.

■ Nachdem die Weltgesundheitsorganisation mitteilte, dass am Samstag bei fünf israelischen Angriffen im Südlibanon neun Sanitäter getötet wurden – womit sich die Gesamtzahl der im März getöteten medizinischen Mitarbeiter auf 51 erhöht –, erklärte die IDF am Montag, sie habe eine Zelle von Hisbollah-Kämpfern angegriffen, „die als Sanitäter verkleidet waren und in der Nähe eines Krankenwagens operierten“. Unterdessen berichteten libanesische Medien, dass am Montag im Südlibanon vier Krankenwagen und eine Schule angegriffen wurden.

J.D. Vance, den Trump anstelle seiner üblichen Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff mit der Leitung der heiklen Verhandlungen mit dem Iran betraut hat, will den Iran hinter sich lassen, und es ist ihm eigentlich egal, wo das Israel zurücklässt. Und das gilt umso mehr, als die meisten Amerikaner diesen Krieg ebenfalls beenden wollen; auch ihnen ist es eigentlich egal, welchen Preis Saudi-Arabien, Katar oder die Türkei dafür zahlen werden. Und wenn Vance die Gelegenheit hat, Israel im Regen stehen zu lassen, wäre das für ihn ein Bonus, schreibt Nettanel Slyomovics

Herzog verurteilt Gewalt durch Siedler im Westjordanland, geht aber nicht so weit, sie als „Terror“ zu bezeichnen

Ein 22-jähriger Palästinenser wurde in der Nacht zum Montag im südlichen Westjordanland erschossen, und seine Leiche wird laut Gesundheitsministerium von der IDF festgehalten. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, dass israelische Streitkräfte Rettungskräfte daran hinderten, ihn zu erreichen und medizinisch zu versorgen, bis er starb. Die IDF hat noch keine Stellungnahme abgegeben. Unterdessen berichteten palästinensische Medien, dass Siedler in den frühen Morgenstunden in Dörfern nahe Bethlehem und Hebron Fahrzeuge in Brand setzten und Graffiti sprühten.

■ Präsident Isaac Herzog verurteilte das, was er als „Welle der Gewalt durch extremistische Elemente“ im Westjordanland bezeichnete, verzichtete jedoch darauf, das Phänomen als „Terror“ zu bezeichnen. Laut Herzog beeinträchtigt die Gewalt Israels Bemühungen im Kampf gegen „palästinensische Terrorbedrohungen“. Unterdessen sandte die Gruppe „Kommandeure für Israels Sicherheit“ – der rund 600 ehemalige Sicherheitsbeamte angehören, darunter ein ehemaliger Mossad-Chef – einen Brief an den Chef der IDF und den Leiter des Zentralkommandos, um vor zunehmendem „jüdischem Terrorismus“ zu warnen.


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11 Kommentare

  1. Hello 30. März 2026 um 20:27 Uhr - Antworten

    „Die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Saudi-Arabien meldeten in den vergangenen Stunden die Abfangung zahlreicher iranischer Drohnen und Raketen (UAE: 27 Drohnen und 11 ballistische Raketen).“

    Ich kenne mich nicht wirklich aus. Hat man uns nicht erzählt, dass der Iran so ziemlich alles, was es an US-Abfangmechanismen in den Golfstaaten gab, zerstört hätte? 11 ballistische Raketen abzufangen, halte ich für viel. Oder ist das falsch? Und wieviele haben ihr Ziel erreicht? Keine? Oder gibt es da keine Angaben, auch nicht von iranischer Seite her?

    Seit mindestens zwei Jahren gehen der Ukraine die Soldaten aus. Den USA gehen die Waffen aus. Israel (oder zumindest Tel Aviv) sieht beinahe aus wie der Gaza-Streifen und der Armee fehlen 20.000 Soldaten, der Iron Dome ist zerstört. Der Iran hat so ziemlich alles, was es an US-Waffen und Abwehrsystemen gibt, zerstört. Aber der Krieg geht weiter.

    Auf der anderen Seite behauptet Donald schon seit Tagen, dass es im Iran keine Ziele mehr gibt. Der „Times of Israel“ zufolge geht das israelische Militär davon aus, schon bis jetzt an die 90 Prozent der Schlüsselanlagen der iranischen Waffenindustrie angegriffen zu haben. Das israelische Militär will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion „in wenigen Tagen“ weitgehend zerstört haben. (Finanznachrichten). Und Moskau ist ohnehin schon seit Beginn der Militär-Sonderopertion in der Ukraine alles ausgegangen, was für einen Krieg notwendig ist. Aber der Krieg geht weiter. Und die EU versuchen alles, damit Russland einen Nato-Staat angreift.

    • ibido 30. März 2026 um 21:32 Uhr - Antworten

      Ja, stimmt. Irritierend.

  2. Biggy 30. März 2026 um 15:21 Uhr - Antworten

    Wenn ich es richtig erfasst habe, dann tritt ja im Rahmen der NWO eine Aufteilung der Welt in „Regionen“ an die Stelle der Nationalstaaten. Die Agenda 2030 wird weltweit umgesetzt. Weiss man denn, wie diese Karte dann aussehen wird – und welche Rolle/ Funktion die einzelnen Regionen dann repräsentieren werden?

    Angesichts des Transfers von Vermögenswerten in den letzten Jahren von West nach Ost, dem Aufbau einer alternativen Finanzstruktur im Osten (durch die Sanktionen erzwungen), BRICS, WEF in China, … stelle ich mir die Frage, ob neben dem (wirtschaftlichen) Niedergang Europas für die USA nicht ein ähnlicher Weg vorgesehen ist.
    Ob nicht auch dieser Krieg vielleicht etwas anderes ist als das, was man sieht ….

    • Jan 30. März 2026 um 21:34 Uhr - Antworten

      Man weiß nie, wo Analyse, Prophetie und Planung ineinander greifen. Auch „follow the money“ und „Cui bono“ könnten nur Mittel zum Zweck aufzeigen und keinen Endpunkt.

      In Asien gibts 4 Mrd Menschen in Europa plus USA keine ganze. Da reicht Grundschule für die Prognose aus.

      Die Großräume sind so gedacht, dass sie ein effizientes Zentrum bilden und „Peripherie“. Von einer Gleichheit der Lebensverhältnisse liest man nichts. Wo wird da wohl das Zentrum sein und wo Österreich?

  3. Jakob 30. März 2026 um 14:50 Uhr - Antworten

    Träum weiter Blondy-Donny.
    Du und deine Unterwürflinge werden dies noch bitter bereuen.

  4. Jan 30. März 2026 um 12:54 Uhr - Antworten

    Der Iran exportiert aktuell etwa 1 Million Barrel pro Tag (bpd) Öl durch die Straße von Hormus nach China.

    Über die saudische Ost-West-Pipeline zum Roten Meer bei Yanbu fließen mittlerweile 7 Millionen bpd, wovon etwa 2 Millionen bpd für den saudischen Inlandverbrauch benötigt werden. Somit stehen rund 5 Millionen bpd für den Export zur Verfügung.

    Der Irak soll angeblich noch bis zu 3 Millionen bpd exportieren. Etwa 1,5 Millionen bpd können über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline zum türkischen Mittelmeerhafen geliefert werden. Möglicherweise ist die Straße von Hormus nicht komplett gesperrt, sodass auch Exporte über den Persischen Golf möglich sind.

    Katar erfüllt weiterhin seine LNG-Verträge mit rund 77 Millionen Tonnen pro Jahr und exportiert zudem etwa 0,8 Millionen bpd Öl durch die Straße von Hormus.

    Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) produzieren bis zu 4 Millionen bpd. Über die Habshan-Fujairah-Pipeline mit einer Kapazität von etwa 1,8 Millionen bpd wird Öl zum Hafen Fujairah am Golf von Oman transportiert, der außerhalb der Straße von Hormus liegt. Auch LNG-Exporte (ebenfalls rund 77 Millionen Tonnen pro Jahr) nutzen diese Route. Offenbar gelangen dennoch etwa 1,7 Millionen bpd Öl weiterhin durch die Straße von Hormus.

    Kuwait exportiert ebenfalls noch etwa 2,5 Millionen bpd Öl durch die Meerenge.

    Zu Kriegsbeginn hatten private Rückversicherer ihre Policen für die Region zurückgezogen. Inzwischen sind offenbar Saudi-Arabien, die VAE, Kuwait und Katar mit staatlichen Garantien eingesprungen. Grundsätzlich könnten auch Exportkreditagenturen wie die Export-Import-Bank der USA, die deutsche Euler Hermes, die britische UK Export Finance oder die Weltbank einspringen, jedoch ist dies aktuell nicht öffentlich bekannt.

    Das bedeutet, dass trotz der Spannungen aus dem Nahen Osten offenbar noch immer etwa 16 Millionen bpd von zuvor rund 25 Millionen bpd auf die Weltmärkte gelangen.

  5. audiatur et altera pars 30. März 2026 um 11:28 Uhr - Antworten

    Die wie immer grob fahrlässige „WKIII“-Geschichte, mit denen die meisten „Alternativen“ spielen, hinkt schon im zweiten Absatz. Der zu kaschieren versucht, wie ein I namens Indien sich aus dem „russischen“ „globalen Süden“ namens BRICS davonschlich.
    Und der „Süden“ im nahen Osten ist in zwei bitter verfeindete Parteien gespalten. Deren Befetzen bis aufs Märtyrer-Blut nicht nur kraft Stammeskultur vielleicht noch lange auf sein 1648 warten wird.
    Deshalb mal was Gutes über den US-Papst: Seine Predigt am Sonntag war eine direkte Replik auf die beiden Gotteskrieger Vance & Hegseth und die „Ostergrüße“ des erstgenannten Scheinheiligen bei der letzten Killerkabinettsitzung. Das gilt trotz „Unzuständigkeit“ mit Abstrichen wohl auch für Orban, Putin und Mr. Sänk You aus der Provinz, der wohl weiter mit dem bösbuberlnden Fellnerclown auf die Schwächsten eindreschen wird, während man den immerzu gleichen Auslösern der Flüchtlingsströme in den Hintern kriecht. Siehe CPAC, eine Huldigungsverein des nackten Tabus der Knechtschaft unter dem Mäntelchen der „Souveränität“. Eigentlich wäre ja der Meidlinger Gebrauchtwagenhändler deren international herzeigbareres „echtes“ Role-Model: Glattes Haar, geschmeidige Stimme und mit dem Armen präventiv rudernd wie seinerzeit im Beichtstuhl.

  6. OMS 30. März 2026 um 9:49 Uhr - Antworten

    N. und T. gehen mir mit ihrer zerstörerischen Politik und Missachten jeglichen Rechts schon so auf den Geist, dass diese ruhig das Schicksal Chamenei´s raschest ereilen sollte. Der Blitz soll sie beim WC-Gang treffen! Die Welt wäre danach wohl eine bessere!

    • Hello 30. März 2026 um 11:30 Uhr - Antworten

      Das (allein) würde nichts verändern. Das sehen wir gerade beim Iran. Da hat der demokratische Wertewesten Spitzenpolitiker und -Wissenschaftler „neutralisiert“, damit etwas Neues und Gutes im Sinne „unserer Demokratie“ für die Bevölkerung und natürlich uns entstehen könne. Unverständlicher Weise hat das die Bevölkerung anders gesehen (Ironie) und nicht mitgemacht.

  7. Hello 30. März 2026 um 8:19 Uhr - Antworten

    Zum Ukrainekrieg: anti spiegel

    In den letzten Tagen sind ukrainische Drohnen bei Angriffen auf die russische Region St. Petersburg unbestritten über die baltischen Staaten und auch Finnland geflogen. Offensichtlich haben die NATO-Staaten ganz offiziell ihren Luftraum für Angriffe auf Russland geöffnet, was eine offene Kriegsbeteiligung darstellt.

    Es geht darum, Russland zum Abgeben des ersten Schusses zu provozieren, was dann unweigerlich zum Krieg Russlands mit den meisten EU-Staaten führen wird, während die USA sich da wohl raushalten wollen. Ob die Entscheidungsträger in den europäischen Hauptstädten bewusst sind, welche Folgen das haben wird?

  8. Hello 30. März 2026 um 8:10 Uhr - Antworten

    Heute kam im Morgenjournal, Trump hätte gesagt, der Regierungxwechsel im Iran hätte bereits stattgefunden. Nach Aussage von Röper (anti-spiegel) hat nach Aussschaltung der früheren Führungxschicht tatsächlich eine jüngere Generazion das Sagen, was aber die Berater von Trump offenbar noch nicht bemerkt hätten. Vielleicht haben es Trump und seine Berater jetzt bemerkt. Dieser Wechsel ist sicher nicht im Sinne von Trump, aber das muss er der Öffentlichkeit ja nicht sagen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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