31 Tote und 149 Verletzte bei jüngsten israelischen Angriffen gegen den Libanon

2. März 2026von 2,6 Minuten Lesezeit

Laut libanesischen Behörden forderten die israelischen Luftangriffe auf Beirut, den Südlibanon und das Bekaa-Tal 31 Todesopfer und 149 Verletzte unter der Zivilbevölkerung, wobei mit einem Anstieg der Opferzahlen zu rechnen ist. Israel fordert Evakuierung von 53 Dörfern im Süden und im Bekaa-Tal.

Die libanesischen Behörden meldeten am Montag einen starken Anstieg der Zahl der zivilen Todesopfer und Verletzten, nachdem israelische Luftangriffe mehrere Gebiete im ganzen Land getroffen hatten. In einer Erklärung des Notfallzentrums des Gesundheitsministeriums sagten Beamte, dass bei der jüngsten Aggression Dutzende Menschen getötet und eine beträchtliche Anzahl von Zivilisten verletzt worden seien. „Nach vorläufigen Angaben wurden 31 Menschen getötet und 149 Zivilisten durch Luftangriffe des feindlichen Israels verletzt“, heißt es in dem Dokument.

Die Zahlen wurden als vorläufig bezeichnet, was darauf hindeutet, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte, da die Such- und Rettungsmaßnahmen fortgesetzt werden und die Krankenhäuser ihre Untersuchungen abschließen. Die Behörden haben zwar noch keine vollständige geografische Aufschlüsselung veröffentlicht, aber Berichten zufolge galten die Angriffe mehreren wichtigen Gebieten in Beirut, im Süden und in der Bekaa-Ebene.

Fortgeesetzte israelische Luftoffensive

Trotz des Waffenstillstandes bombardiert Israel unvermindert den Süden des Libanon, Teile des Bekaa Tals und  den Süden von Beirut. Dazu wird Glyphosat im Süden des Libanon und Syrien auf Felder gesprüht, offenbar um diese Landesteile unbewohnbar zu machen.

Nun greifen israelische Kampfflugzeuge die südlichen Vororte von Beirut an, sowie Gebiete in der Nähe des internationalen Flughafens von Beirut. Auch der Südlibanon wurde neuerlich schwer bombardiert, wobei Wohngebiete unter intensivem Artilleriefeuer getroffen wurden, während weitere Drohungen gegen Gemeinden im Bekaa-Tal ausgesprochen wurden. 53 Ortschaften sollten evkuiert werden, das heißt es sollen offenbar wieder ganze Landstriche dem Erdboden gleich gemacht werden.

Es wurde auch berichtet, dass israelische Flugzeuge in geringer Höhe über Teilen des nördlichen und westlichen Bekaa flogen.

Die Eskalation erfolgt vor dem Hintergrund erhöhter regionaler Spannungen nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar, während dessen das iranische Staatsfernsehen den Märtyrertod von Ali Khamenei bestätigte und eine 40-tägige nationale Trauerzeit ausrief.

Als Reaktion darauf und nach monatelangen Verstößen Israels gegen den zuvor erklärten Waffenstillstand kündigte die Islamische Widerstandsbewegung im Libanon Raketen- und Drohnenangriffe auf eine israelische Luftabwehrstellung südlich von Haifa an.

Eine israelische Sicherheitsquelle teilte dem saudischen Nachrichtensender Al-Hadath mit, dass es „keine Immunität für Politiker oder Militärs der Hezbollah und auch nicht für ihre Anhänger geben wird“.

Die Quelle fügt hinzu, dass die neue Offensive der israelischen Streitkräfte gegen die libanesische Organisation „umfassend sein wird und möglicherweise eine [Boden-]Invasion beinhalten könnte“.


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