
USA an Iran: Unterwerfen oder Sterben!
Die Verhandlungsvorschläge der USA wurden bekannt, und sie fordern die bedingungslose Kapitulation des Irans, entgegen Völkerrecht und Menschenrechten. Was nichts Anderes bedeutet, als dass der Angriffs-Krieg bereits beschlossen wurde.
Die USA haben dem Iran ein Dokument übergeben, das keine Verhandlung darstellt. Es ist eine Kapitulationsanordnung. Das Wall Street Journal erhielt die amerikanischen Forderungen, die heute in Genf präsentiert wurden: Zerstörung von Fordow, Natanz und Isfahan. Herausgabe jedes Gramms angereicherten Urans an die Vereinigten Staaten. Dauerhafte Nullanreicherung, ohne Auslaufklauseln, ohne Ablaufdatum. Entgegenkommen für den Rest der Existenz eines Staates Iran. Im Gegenzug: Minimale Sanktionserleichterungen zunächst, weitere nur bei dauerhafter Einhaltung aller Bedingungen.
Der iranische Gegenvorschlag, persönlich von Khamenei gebilligt, zeigt kaum Veränderungen gegenüber der vorherigen Runde: Eine drei- bis fünfjährige Aussetzung der Anreicherung, verstärkte IAEA-Aufsicht, Bereitschaft zur Reduzierung der Urananreicherungen. Doch keinerlei Flexibilität bei der einen Forderung, die Washington als unverhandelbar bezeichnet: dauerhafte Nullanreicherung auf iranischem Boden.
Die Kluft zwischen diesen beiden Positionen ist keine Verhandlungslücke. Sie ist der Unterschied zwischen Souveränität und Kapitulation. Und keine Regierung in der Geschichte der Nukleardiplomatie hat jemals freiwillig ihr eigenes Programm abgebaut, ihr eigenes spaltbares Material an ihren Gegner, ja an einen erklärten Feind, der mit Vernichtung droht, abgetreten und unbefristete Beschränkungen akzeptiert, während dieser Gegner 500 Flugzeuge vor seiner Haustür stationiert hatte.
Diese Forderungen der USA sind darauf ausgelegt, abgelehnt zu werden. Ein Vorschlag, der von einem souveränen Staat verlangt, drei seiner eigenen Anlagen physisch zu zerstören und sein angereichertes Uran an das Land zu übergeben, das mit Atombomben droht, ist keine Diplomatie. Es ist Papierkram, den man erledigt, bevor er irrelevant wird.
Barak Ravid bestätigte, dass die heutigen Gespräche sowohl indirekt als auch direkt geführt wurden, unterbrochen von Konsultationen. Diese Unterbrechung ist aufschlussreich. Wenn beide Seiten nach der ersten Sitzung konsultieren müssen, bedeutet das, dass die Positionen weiter auseinanderliegen als erwartet. Araghchis „gute Aussichten“ von gestern sind bereits mit der Realität dessen kollidiert, was Washington vorgelegt hat.
Man muss dies nun dem gegenüberstellen, was außerhalb des Verhandlungsraums geschieht.
Die Forderungen lauten: Zerstörung von Fordow. Die F-22 in Ovda sind genau dafür da, Fordow zu zerstören. Die Forderungen lauten: Demontage von Natanz. Die B-2 in Whiteman tragen die GBU-57-Raketen, die Natanz erreichen. Die Forderungen lauten: Eliminierung von Isfahan. Die Tomahawk-Marschflugkörper zweier Flugzeugträgergruppen sind für Isfahan programmiert. Jede Forderung in diesem Dokument hat ein militärisches Äquivalent, das sich bereits im Einsatzgebiet befindet. Die Verhandlungsposition ist eine Liste von Zielen in diplomatischer Form.
Der Iran wird aufgefordert, freiwillig das zu tun, wozu die Vereinigten Staaten bereit sind, Gewalt anzuwenden. Das Dokument ist keine Alternative zum Angriff. Das Dokument ist der Angriff selbst, in juristisches Fachchinesisch übersetzt und ein letztes Mal präsentiert, bevor die Übersetzung überflüssig wird.
Genf ist nicht der Ort, an dem diese Angelegenheit gelöst wird. Genf ist der Ort, an dem Geschichte geschrieben wird. Die Vereinigten Staaten boten Bedingungen an. Der Iran lehnte die Kernforderung ab. Die diplomatische Grundlage für den Militärschlag wurde in einem Hotelkonferenzraum geschaffen, während draußen 500 Flugzeuge warteten.
Heute ging in Genf der Vorhang auf. Doch die eigentliche Show fand nie im Gebäude statt. Sie spielt sich auf dem Rollfeld in Ovda, auf den Flugdecks der Ford und Lincoln, in den Bombenschächten der B-2-Bomber in Missouri und auf der Korallenpiste in Diego Garcia ab, wo der Betankungskorridor beginnt.
Genf ist die Pause. Für den nächsten Akt braucht es keinen Verhandlungstisch. (In Anlehnung an einen x-Beitrag von https://x.com/shanaka86/status/2027019071620108586
Bewertung
Die angebliche MAGA-Bewegung der USA entblößen sich als Exekutoren der aggressiven Eroberungspolitik Israels. Das wird sie zerreißen. Und damit wird nicht nur das Welturteil über Israel eindeutig ausfallen, sondern auch das über die USA. Beide graben sich mit ihrer Politik der Angriffskriege, Eroberungen, Erpressungen letztlich das eigene Grab. Je mehr sie die Welt bedrohen, desto stärker wird sie zusammenrücken, und irgendwann zurückschlagen. Vielleicht wird dieser Krieg gegen den Iran der Beginn dieses Prozesses.
So wie die Monroe-Doktrin für den amerikanischen Kontinent deklamiert wurde, ist eine XI-PU-Kham-Doktrin für alles, was östlich von Europa gilt eine Option.
Ob das, was in diesem Artikel beschrieben wird, der mögliche Auslöser ist, wird sich erweisen.
Aber der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht.
Ein militärisches Versagen der Amerikaner und Israelis in der aktuellen Situation wird auch ein Auslöser sein für eine dramatische, nicht mehr aufhaltbare Neupositionierung des Westens.
It’s All Over Now, Baby Blue
Kümmere dich um dein eigenes Drecksloch, Amerika! Es wird sich zeigen, wie tief der Sumpf ist, in dem ihr steckt.