
Mexikos mächtigster Drogenboss tot – Terrorwelle im Land
Das mexikanische Militär hat einen der mächtigsten Drogenbosse der Welt erschossen. Die Operation löste eine brutale Terrorwelle im Land aus, die weite Teile des Landes lahmlegt. Das hochgerüstete Drogenkartell von „El Mencho“ will das Land offenbar in den Bürgerkrieg stürzen.
Mexiko befindet sich seit Sonntag im Ausnahmezustand. Das mexikanische Militär eliminierte in einer Operation – offenbar unterstützt durch US-Geheimdienstinformationen – den Drogenboss Nemesio Rubén Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“. Schon während der Operation wurde das Militär durch Raketenwerfer und Drohnen unter Beschuss genommen. Die Truppen erwiderten das Feuer. Vier Kartellmitglieder starben sofort am Tatort, drei weitere – darunter „El Mencho“ selbst – wurden schwer verletzt und starben während des Lufttransports nach Mexiko-Stadt.
Das Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG) wurde von „El Mencho“ vor mehr als einem Jahrzehnt gegründet und gilt als eines der gewalttätigsten und bestorganisierten Drogenkartelle der Welt. Der ehemalige Polizist kontrollierte große Teile des Drogenhandels in die USA; der mexikanische Staat kann sein Gewaltmonopol gegen das Kartell kaum durchsetzen. Die USA hatten 15 Millionen Dollar Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Das Kartell ist berüchtigt für paramilitärische Strukturen sowie den Einsatz von Drohnen und gepanzerten Fahrzeugen.
Hier gibt es eine Verbindung zum Ukraine-Krieg: Immer wieder wurde berichtet, dass viele NATO-Waffen über den Schwarzmarkt bei Drogenmafias landen – und nicht nur Waffen, sondern auch schweres Kriegsmaterial. Die Kartelle kommen demnach an militärische Hardware, die eigentlich für die Ukraine bestimmt war – TKP hat berichtet.
Lateinamerikanische Söldner, die in der Ukraine kämpfen und Verbindungen zu den Kartellen haben, werden dort direkt im Drohnenkrieg und mit anderem neuartigem Kriegsgerät ausgebildet und geben ihr Wissen später an die Kartelle zu Hause weiter.
So führte der Tod von „El Mencho“ zu einer koordinierten Terrorkampagne des CJNG. In zahlreichen Städten – vor allem in Guadalajara, Zapopan, Tlajomulco, Puerto Vallarta, Ciudad Guzmán, Autlán und weiteren Orten – wurden „Narco-Blockaden“ errichtet: Autos, Busse und Lkw angezündet, Straßen blockiert, Schusswechsel gemeldet. Rauchwolken stiegen über Guadalajara auf; die Millionenmetropole verwandelte sich binnen Stunden in eine Geisterstadt. Flughäfen in Guadalajara und Puerto Vallarta mussten Flüge streichen, Touristen wurden aufgefordert, in ihren Hotels zu bleiben („shelter in place“). Es kursierten Videos von Überfällen auf Flughäfen und Krankenhäuser.
Der Krieg zwischen Mitgliedern des „Jalisco New Generation“-Kartells (CJNG) und mexikanischen Sicherheitskräften sowie Nationalgarde eskaliert, die schweren Kämpfe in den Straßen von Jalisco und Veracruz dauern an nach dem Tod des Kartellchefs „El Mencho“: pic.twitter.com/ZWAPPi1UvV
— Zentrale Ermittlungsstelle (@ZentraleV) February 23, 2026
Die US-Botschaft warnte US-Bürger in Jalisco sowie in Teilen von Michoacán, Guerrero, Tamaulipas und Nuevo León eindringlich vor Ausgang. Auch in Colima, Nayarit und Guanajuato kam es zu Blockaden und Brandanschlägen. Schulen in mehreren Bundesstaaten blieben am Montag geschlossen. Die Lage hat sich noch nicht beruhigt; das Kartell versucht offenbar, einen Bürgerkrieg in Mexiko zu entfachen.
Der Schlag gegen das CJNG gilt als großer Erfolg der mexikanischen Regierung – zugleich wurde er in Kooperation mit den USA durchgeführt. Allerdings könnte die Aktion das Land massiv destabilisieren. Dies ist angesichts zunehmender Spannungen zwischen den USA und Mexiko höchst brisant. Die linke Präsidentin Claudia Sheinbaum gilt für die Trump-Administration als Gegnerin – offiziell wegen des „Drogenschmuggels“; diese Geschichte kennt man allerdings schon zu gut aus Venezuela.
🚨🚨🚨Puerto Vallarta -Jalisco-
El poder del narco debe impresionar a los turistas, así se ve el Puerto. pic.twitter.com/84gseeR2DU
— Eco_1_LVM (@Eco1_LVM) February 22, 2026
Nun hat Mexiko allerdings einen Schlag gegen die Drogenkartelle unternommen und wird von ihnen massiv angegriffen – großteils mit Waffen aus den USA. Trump-nahe Medien machen schon heute mehr Druck auf Sheinbaum: Sie habe das Land nicht unter Kontrolle, tatsächlich würden die Kartelle Mexiko kontrollieren. Seit Trumps Amtsantritt hat er regelmäßig US-Militäroperationen in Mexiko in den Raum gestellt. Wenn das die Absicht ist, könnte der nun aufkommende Terror einen willkommenen Grund dafür liefern.
Ich gehe jede Wette ein, dass dieses Kartell engste Verbindungen zu us-anischen Geheimdiensten hat.
Möglich dass der Schlag gegen dieses Kartell mit Unterstützung der USA erfolgte, aber ganz sicher nicht aus Sympathie der mexikanischen Regierung gegenüber oder im ehrlichen Kampf gegen Drogen.
Drogen sind für die us-Geheimdienste und -Politik unentbehrlich.
Gerne könnten die Gringos ins Visier nehmen – dann hat Seine Trumpigkeit ein Riesenproblem direkt an der Grenze und weniger Aufmerksamkeit für den Iran, wo böse Mullahs Öl den Chinesen für Yuans verkaufen. Am besten, die Sicarios erweitern die Aktionen auf Texas, New Mexiko und Kalifornien – und der Trumpigste darf den Bürgerkrieg daheim führen.