
Die Unabhängigkeitserklärung der Sanktionierten
Um den Iran deutet sich ein Show-Down an, der die Welt endgültig verändern könnte. Die Sanktionierten der Welt bieten dem westlichen Kolonialismus die Stirn. Ein Artikel in 21stCenturyWire zeigt auf, wie groß die Veränderungen sind, in der wir leben. Eine hochinteressante Analyse, welche optimistisch wirkt, weil sie das schlimmste Szenario auslässt.
Zusammenfassung für Eilige: Die langjährigen US-Sanktionen haben Länder um den Iran unbeabsichtigt vereint, was zu einer multipolaren Verschiebung führe und eine neue Sicherheitsarchitektur in den südlichen Gewässern etabliert, die regionale Eigenständigkeit über hegemoniale Kontrolle priorisiert, erklärt der Autor.
Der Autor Freddie Ponton schreibt, dass Donald Trump zehn Tage (manche sprechen von 15 Tagen) Zeit habe, um über einen möglichen Angriff auf den Iran zu entscheiden. So habe die Botschaft des Weißen Hauses am 19. Februar gelautet, als die USS Abraham Lincoln und die Gerald R. Ford mit F-35- und F-22-Kampfjets, die sich auf den Flugdecks für mögliche Angriffe bereit machten, Kurs auf den Persischen Golf nahmen. Das Ultimatum sollte dem Autor zufolge den Iran zur Kapitulation zwingen. Stattdessen führte es zu etwas, womit Washington nie gerechnet hatte: Eine russische Fregatte legte in Bandar Abbas an. Gemeinsame Marineübungen begannen im Golf von Oman, während die iranischen Revolutionsgarden die Straße von Hormus für Militärmanöver sperrten, die verdächtig nach Kriegsvorbereitung aussahen.
Am selben Morgen, an dem Trumps Frist für Schlagzeilen sorgte, so der Artikel weiter, lief der russische Hubschrauberträger Cruiser in Bandar Abbas ein – seine Matrosen mischten sich unter ihre iranischen Kollegen an einem Pier, der noch nie zuvor einen NATO-Gegner empfangen hatte. Dreihundert Meilen entfernt patrouillierten chinesische Zerstörer im Arabischen Meer, während iranische Schnellboote in koordinierter Provokation in der Straße von Hormus an amerikanischen Kriegsschiffen vorbeirasten. Zum ersten Mal seit 1945 kontrollierten die Vereinigten Staaten nicht mehr die Bedingungen des Einsatzes in der wichtigsten Wasserstraße der Welt, meinte Ponton.
Was westlichen Beobachtern als regionale Krise erschien, sei rückblickend die Auftaktphase einer grundlegenden Umstrukturierung, angeführt von der Umsetzung einer „multipolaren Weltordnung im Ozean“. Dieser Begriff, der bis vor Kurzem auf die theoretischen Äußerungen russischer Strategen und die Planungsdokumente der Neuen Seidenstraße beschränkt gewesen sei, würde in den Gewässern des Indischen Ozeans, der Arktis und des Südchinesischen Meeres durch eine Interessenkonvergenz geschmiedet, die drei geografisch getrennte, aber durch einen gemeinsamen Gegner vereinte Mächte verband.
Um zu verstehen, was 2026 im Golf geschah, müsse man die bequeme Illusion aufgeben, es ginge lediglich um iranische Atomambitionen. Es sei um die grundlegende Umstrukturierung der Sicherheitsproduktion, der Sicherheitsverantwortlichen und derjenigen, die die Regeln der wichtigsten Welthandelsrouten festlegen gegangen. Und vor allem darum, wie Washington durch sieben Jahrzehnte politischer Fehlkalkulationen genau jene Koalition der Sanktionierten aufgebaut habe, die nun die US-Vormachtstellung infrage stellt.
Die Unterschätzung: Wie Washington seinen eigenen Nachfolger schuf
Die Konvergenz im Februar 2026 sei kein Zufall gewesen, meint Ponton. Sie sei der vorhersehbare Höhepunkt amerikanischer strategischer Kurzsichtigkeit. Zwei Jahrzehnte lang habe Washington mit Annahmen operiert, die sich als katastrophal falsch erwiesen. Das Sanktionsregime, das von 2010 bis 2025 mit zunehmender Härte verhängt wurde, sollte die Beziehungen zwischen Russland und Iran zerstören, um Teheran in eine so große wirtschaftliche Notlage zu bringen, dass es seine regionalen Ambitionen und seine Partnerschaften mit Moskau aufgeben würde. Stattdessen bewirkten die Sanktionen das Gegenteil – der Druck führte zu Solidarität statt Unterwerfung.
Der eigentliche Moment der Konvergenz habe sich nicht in einem Krisenstab ereignet, sondern mitten in einer Bankenkrise. Als Washington 2024 maximale Sanktionen verhängte und die Vermögenswerte ausgewählter Personen und Organisationen einfror, hatten Moskau und Peking bereits die nötige Infrastruktur zur Umgehung dieser Sanktionen aufgebaut. Tauschgeschäfte, auf Yuan lautende Energieverträge und SWIFT-Umgehungsmechanismen, die Russland jahrelang erprobt hatte, waren bereits etabliert. Die Koalition sei nicht durch diplomatische Depeschen standen. Sie seien aus der gemeinsamen Erfahrung geschmiedet, mit ansehen zu müssen, wie dieselbe Waffe – der finanzielle Ausschluss – gegen alle drei eingesetzt wurde.
Die US-Geheimdienste schätzten 2024 ein, dass der Iran sich der „maximalen Isolation“ näherte, und waren bis Dezember 2025 überzeugt, dass die Kampagne „Maximaler Druck 2.0“ seine wirtschaftlichen Lebensadern abgeschnitten und ihn entweder einem Regimewechsel oder einer Kapitulation ausgeliefert hatte, erklärt der Artikel. Die Einschätzung sei in ihren Beobachtungen nicht falsch gewesen, wohl aber in der Erfolgstheorie. Washington ging davon aus, dass wirtschaftlicher Druck zu politischer Kooperation führen würde. Dabei sei verkannt worden, dass Zwang ohne Ausweg nicht zur Kapitulation, sondern zur nationalen Einheit führt und dass Russland und China, selbst Ziele westlicher Sanktionen, sowohl die Motivation als auch die Mittel besaßen, die iranische Isolation in eine trilaterale Annäherung umzuwandeln.
Das zehntägige Ultimatum sei nicht der erste Schachzug – es war das Eingeständnis. Nachdem die Proteste im Januar den von Washington und Tel Aviv angestrebten Regimewechsel nicht herbeiführen konnten, habe die Macht einfach den Besitzer gewechselt. Die Frist im Februar gab zu, was die Straße nicht hatte erreichen können: Die Islamische Republik hatte den weichen Putsch überstanden, nun musste sie sich dem harten stellen. Die russische Fregatte in Bandar Abbas sei kein diplomatischer Schachzug, sondern lediglich die Mauer, die Teheran errichtete, nachdem die Zugbrücke der ausländischen Subversion heruntergelassen und zurückgeschlagen worden war, beschreibt der Autor die Situation. Dann führt er aus:
„Während die USS Abraham Lincoln und die USS Theodore Roosevelt wie erschöpfte Preisboxer zwischen den Arenen hin und her pendelten, bauten Russland und China die Architektur einer alternativen Ordnung auf, darunter Hafenabkommen, Militärübungen, Technologietransfers und Energieinvestitionen, die den Iran in ein Netzwerk von Beziehungen einbanden, das dem westlichen Druck unempfindlich war. Das Ergebnis war eine strategische Überraschung, die eigentlich nicht hätte überraschen sollen. Bis 2026 hatte der Iran seine engste Großmachtallianz seit 1979 erreicht – nicht trotz, sondern gerade wegen des westlichen Drucks.“
Vom Importierten zum Eigenen: Die iranische Revolution im maritimen Denken
Für Teheran markierten die Übungen im Februar 2026 den Höhepunkt eines 70-jährigen Kampfes um die Rückgewinnung der Souveränität – nicht nur der politischen, sondern auch der maritimen, meint der Autor und führt aus, dass die die iranische Erzählung dieser Konfrontation im ursprünglichen Trauma von 1953 wurzelt, als CIA und MI6 Premierminister Mohammad Mossadegh wegen der Verstaatlichung des iranischen Öls stürzten. Aus iranischer Sicht habe dieser Putsch die Vorlage für westliche Interventionen geschaffen, bei denen wirtschaftliche Interessen als Sicherheitsbedenken getarnt und die Souveränität dem Fluss von Kohlenwasserstoffen geopfert wird. Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt von der Revolution von 1979, der 444-tägigen Geiselkrise, dem Iran-Irak-Krieg und der Sanktionskampagne „Maximaler Druck“. Diese Ereignisse bestärkten Iran lediglich in seinem Verständnis der westlich geprägten Sicherheitsordnung und ihrer Zielsetzung, iranische Interessen der amerikanischen und israelischen Hegemonie unterzuordnen.
„Im Laufe der Jahre lernte Teheran, seine geografische Lage optimal zu nutzen. Die Straße von Hormus, durch die 20 % des weltweiten Öltransports verlaufen, ist nicht länger nur eine Handelsroute, sondern ein unschätzbares geopolitisches Druckmittel. Im Januar 2024 seilten sich iranische Kommandos wie in einem Piratenfilm von Hubschraubern auf die ‚St. Nikolas‚ (ehemals ‚Suez Rajan‚) ab – nur dass es sich hier um Staatskunst handelte. Die 19 Besatzungsmitglieder wurden zu Geiseln der Geopolitik; das Schiff wurde in iranische Gewässer umgeleitet, nicht etwa aus Diebstahl, sondern um zu demonstrieren, dass Teheran die Logik der Sanktionen umkehren und wirtschaftlichen Druck zu seinem Vorteil nutzen kann.
Dies ist die Doktrin der „einheimischen Sicherheit“, ein Paradigmenwechsel, der im iranischen Strategiediskurs mit ungewöhnlicher Klarheit formuliert wird. Wie die Analyse der Islam Times feststellte: ‚Die bloße physische Präsenz von Flotten außerhalb der Region ist nicht mehr entscheidend; stattdessen spielen einheimische Fähigkeiten, strategische Vernetzung und regionale Bündnisse die Hauptrolle.‘ Dies war keine militärische Einschätzung, sondern eine Unabhängigkeitserklärung.
Während die alte Ordnung auf ‚Flotten außerhalb der Region‘ setzte, um sichere Durchfahrten zu gewährleisten, betont die neue Architektur ‚einheimische Kapazitäten und den gemeinsamen Willen der Küstenakteure‘. Die Botschaft ist bewusst formuliert und an die Region gerichtet. Heute muss diese Sicherheit von den Ländern der Region und für die Länder der Region gewährleistet werden.
Das gemeinsame Manöver mit Russland im Februar 2026, das zeitgleich mit Übungen der Revolutionsgarden in Hormus stattfindet, präsentiert, was iranische Planer als ‚vielschichtige Sicherheitsarchitektur‘ bezeichnen – eine Architektur, die zunächst auf einheimischen Fähigkeiten (Schwarmboote, Raketen, Minen) basiert und dann auf ‚regionale Synergien‘ ausgeweitet wird. Das Marine-Manöver ist kein isoliertes militärisches Ereignis, sondern muss als Sicherheitsinstrument einer umfassenderen Annäherung betrachtet werden, die Russlands Investitionen in Irans Öl- und Gasindustrie, den Korridor Rascht-Astara und die Fertigstellung der Kernkraftwerkskapazitäten einschließt. Der Subtext ist unmissverständlich und für jeden erkennbar. Iran sucht nicht länger Sicherheit im Westen. Es ist damit beschäftigt, Sicherheit gemeinsam mit dem Osten aufzubauen.“
Die drei Szenarien: Wie jede Macht die Seefahrt interpretiert
Der Autor erklärt dann, dass die drei Mächte Russland, China und Iran eine Allianz, aber kein formelles Bündnis darstellen. Auch wenn einige Analysten sie als Zweckbündnis bezeichnen. Sie sei unbestreitbar beständiger und schwerer zu durchbrechen als ein traditionelles Militärbündnis, da jede Macht die maritime Ordnung durch ein eigenes strategisches Drehbuch interpretiere.
Russlands Strategie
Russland verfolge eine langfristige Strategie zur Wiederherstellung seiner Großmachtstellung und nehme dafür das Risiko einer direkten Konfrontation in Kauf, um den 1991 verlorenen Status zurückzuerlangen. Die Seefahrtsdoktrin von 2022 und Putins darauf folgende Marinestrategie für 2050 offenbarten das langfristige Ziel, Russlands Status als führende globale Seemacht vollständig wiederherzustellen. Dabei gehe es nicht nur um Prestige, sondern vielmehr um die Schaffung einer Alternative zur von den USA geführten Sicherheitsarchitektur. Die Doktrin stufe den Indischen Ozean und den „südlichen Vektor“ als wichtigste maritime Handlungsfelder ein und erkenne explizit die NATO-Dominanz im Atlantik an, während gleichzeitig versucht werde, den russischen Einfluss dort auszuweiten, wo westliche Macht weniger stark konzentriert ist.
Die russische Strategie könne als „dreieckig“ beschrieben werden. Arktis-Dominanz im Norden, Zugang zum Mittelmeer durch Syrien im Westen und Partnerschaften im Indischen Ozean mit Iran und China im Süden. Die Nördliche Seeroute, die als „unbestrittene russische Wasserstraße“ konzipiert sei, biete die wirtschaftliche und strategische Tiefe, um Operationen in wärmeren Gewässern zu unterstützen. Bis 2026 hatte Russland seine Arktisstützpunkte aus der Zeit des Kalten Krieges modernisiert, eisgängige Kriegsschiffe in Dienst gestellt und sich als Torwächter zwischen Atlantik und Pazifik positioniert.
Chinas Strategie
China halte sich bedeckt – es lege sich nie vollständig fest, wahre stets die Ambivalenz und nutze die Marinekooperation eher als wirtschaftliche Absicherung denn als militärische Doktrin. Peking habe aus Russlands Frontalkonfrontation mit dem Westen und Irans Isolation gelernt. Chinas Strategie sei der „Minilateralismus„, der Flexibilität und es priorisiere themenbezogene Sicherheitskooperation. So würden die starren Verpflichtungen traditioneller Bündnisse vermieden, während gleichzeitig viele ähnliche Effekte erzielt werden. Die Neue Seidenstraße (BRI) bilde die wirtschaftliche Architektur, während die Marineübungen den Sicherheitsrahmen schaffen.
Diese Logik sei verwurzelt im „Malakka-Dilemma“, einer strategischen Verwundbarkeit der Volksrepublik China aufgrund ihrer starken Abhängigkeit von der Straße von Malakka, einem kritischen maritimen Engpass zwischen Indischem Ozean und Südchinesischem Meer. Die BRI mildert dies durch Hafeninvestitionen (Gwadar, Hambantota, Kyaukpyu), den Wirtschaftskorridor China-Pakistan und den Militärstützpunkt in Dschibuti. Die Übungen im maritimen Sicherheitsgürtel eröffnen jedoch eine neue Dimension, indem sie demonstrieren, dass China, Russland und Iran zur Sicherung von Seewegen außerhalb der US-Kontrolle kooperieren können, stellte der Autor fest.
Im Gegensatz zu Russland wahre China eine sorgfältige Ambivalenz. Es beteilige sich an den Hormuz-Übungen und importiere gleichzeitig weiterhin Öl aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es stelle die US-Dominanz in Frage, ohne sie explizit stürzen zu wollen. Diese Absicherung sei möglich, da Chinas Macht primär wirtschaftlicher Natur ist; anders ausgedrückt: Die Volksrepublik China benötige keine Schließung von Hormuz, um von der Instabilität zu profitieren, die der multipolare Wettbewerb erzeugt.
Irans Strategie
Der Iran habe diesen Luxus nicht; angesichts existenzieller Bedrohungen durch Israel und die USA gehe das Land das höchste Risiko ein und instrumentalisiere die Geografie, da es ein konventionelles Wettrüsten nicht gewinnen könne.
Die Islamische Republik gehe von den drei Optionen das höchste Risiko ein, da sie am meisten zu verlieren hat. Ihr Ziel ist eine eigene Sicherheitszone, in der die regionalen Mächte die regionalen Gewässer kontrollieren, frei von den Flotten anderer Länder, die seit 1945 die Bedingungen diktiert haben.
Israel: Der unbeabsichtigte Architekt der Multipolarität
Schafften die Sanktionen Washingtons die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Koalition der sanktionierten Staaten, so lieferte Israels Militärstrategie die sicherheitspolitische Rechtfertigung, stellt Freddie Ponton fest. Der Krieg im Juni 2025 markiere einen Paradigmenwechsel, der genau jene Allianz beschleunigte, die er zu verhindern suchte. Israels „Operation Rising Lion“, die während einer IAEA-Abstimmung über Irans Nichterfüllung der Abkommen eingeleitet wurde, sollte den iranischen Willen durch ein entschlossenes militärisches Vorgehen brechen. Stattdessen bestätigte sie die iranische Erzählung von westlicher Aggression und trieb Teheran in eine beschleunigte Annäherung an Russland und China.
General Hossein Salami habe gerade gefrühstückt, als die Rakete einschlug. Der Chef der Revolutionsgarden, der sein ganzes Berufsleben lang erklärt hatte, dass Israel es niemals wagen würde, iranisches Territorium anzugreifen, sei in seinem Hauptquartier von einer Waffe getötet worden, deren unbemerkter Einsatz eigentlich unmöglich hätte sein sollen. Die Botschaft sei nicht nur militärischer, sondern auch ontologischer Natur gewesen. Die iranische Führung habe anerkennen müssen, dass es im Iran keinen Ort gab, den der Mossad nicht erreichen konnte, kein Refugium, das der amerikanische Geheimdienst nicht infiltrieren konnte.
„Bei den israelischen Angriffen wurden mindestens 20 hochrangige iranische Kommandeure getötet, darunter der Generalstabschef Mohammad Bagheri. Sechs Atomwissenschaftler wurden ermordet, darunter Fereydoun Abbasi-Davani, der ehemalige Leiter der iranischen Atomenergieorganisation. Mossad-Agenten hatten Präzisionswaffen eingeschmuggelt und in der Nähe von Teheran einen geheimen Drohnenstützpunkt errichtet, von dem aus sie Angriffe starteten, bei denen iranische Generäle durch Sabotageakte innerhalb von Minuten getötet wurden. Die Doktrin des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu war eindeutig: ‚Der Iran hat den Strangulierungsring um Israel finanziert und bewaffnet und stand hinter den Plänen zu seiner Zerstörung … Israel wird zurückschlagen, wo immer es nötig ist.‘ Im Dezember 2025 besuchte er Trumps Anwesen Mar-a-Lago, um über eine mögliche zweite Angriffsrunde zu sprechen. Netanjahu, der vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen – die Verbrechen gegen die Menschlichkeit bzw. Völkermord gleichkommen – gesucht wird, hat sich natürlich nie die Mühe gemacht, die eigentliche Ursache für Irans Frustration gegenüber Israel anzugehen. Die Angriffe bewirkten jedoch das Gegenteil ihrer beabsichtigten Wirkung. Sie verdeutlichten drei Realitäten, die iranische Strategen schon lange vermutet hatten:
Die einseitige Abschreckung war gescheitert. Irans konventionelle Streitkräfte konnten das israelische Vordringen nicht verhindern. Die USA würden Israels Abenteuerlust nicht eindämmen – amerikanische Geheimdienste und Koordination ermöglichten die Angriffe. Nur ein Bündnis der Supermächte konnte Sicherheitsgarantien bieten – Russlands Präsenz und Chinas wirtschaftliche Interessen schufen eine Abschreckung, die Irans eigene Streitkräfte nicht leisten konnten.
Die Ironie ist eklatant: Israels Strategie der ‚Rasenmähen‘, die Irans nukleare Fähigkeiten und regionale Expansion verhindern sollte, schuf die multipolare Architektur, die es am meisten fürchtete. Indem die USA demonstrierten, dass sie Iran nicht schützen, sondern Angriffe auf das Land ermöglichen würden und dass UN und IAEA gegen iranische Interessen instrumentalisiert werden könnten, machten die geplanten Angriffe von 2025 die Doktrin der ‚eigenen Sicherheit‘ nicht nur attraktiv, sondern existenziell.“
Die Strategie der strategischen Engpässe: Geografie als Macht
Was diese drei Perspektiven vereine, sei die gemeinsame Erkenntnis, dass in der multipolaren Ära die Kontrolle über strategische Gebiete wertvoller ist als die gesamte Marinekapazität. Die US-Marine ist nach wie vor die mächtigste der Welt, gemessen an allen konventionellen Kriterien. Doch sie könne nicht überall gleichzeitig sein, sagt der Autor. Deshalb koordinieren Russland, China und Iran ihre Aktivitäten, um sicherzustellen, dass sie gleichzeitig überall präsent sein muss.
Die rechtliche Unklarheit sei die Waffe. Wenn iranische Revolutionsgarden einen Tanker in Hormus entern, blockieren sie ihn technisch gesehen nicht – sie „inspizieren“ ihn oder „reagieren auf einen Notruf“. Die Schifffahrtswege der Straße von Hormus verlaufen vollständig innerhalb iranischer und omanischer Hoheitsgewässer und schaffen so einen sogenannten „Rechtsstrudel“. Der Iran könne zwanzig Prozent der weltweiten Ölversorgung bedrohen, ohne einen Schuss abzugeben, und nutze dabei ein UN-Übereinkommen, an dessen Ausarbeitung die USA mitgewirkt haben, das aber gegen einen koordinierten Gegner nicht durchsetzbar sei.
Die Iraner hätten diese Strategie durch „Rechtskriegsführung in der Grauzone“ und die Ausnutzung der rechtlichen Unklarheiten des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (UNCLOS) perfektioniert, meint der Autor, um die maritime Ordnung anzufechten, ohne eindeutig gegen internationales Recht zu verstoßen. Der Iran könne mit einer Schließung drohen, ohne die Straße tatsächlich zu schließen; er könne Tanker belästigen, ohne eine formelle Blockade zu verhängen, und er kann die globalen Energiemärkte durchaus beeinflussen, ohne die Reaktion nach Artikel 5 auszulösen, die ein Angriff auf einen NATO-Verbündeten provozieren würde.
Der Tankerkrieg der 1980er-Jahre liefere das historische Beispiel. Die Operation Praying Mantis zeige, dass Störungen an strategischen Engpässen unweigerlich zu einer Intervention von Supermächten führen, wenn die globalen Ölströme bedroht sind. Der Unterschied heute sei, dass der Iran nicht alleine stehe. Russische Kriegsschiffe und chinesische Wirtschaftsinteressen bedeuten, dass jede US-Intervention das Risiko einer umfassenderen Konfrontation birgt.
Die neue Sicherheitsarchitektur: Was kommt nach der Hegemonie?
Die „Neue Sicherheitsarchitektur in südlichen Gewässern“ sei kein formelles Bündnis. Es handelt sich um eine Zweckkoordinierung, in der eine Koalition der sanktionierten Staaten – allgemein als CRINK bekannt – durch ihre gemeinsame Feindschaft gegen die US-Hegemonie und die anhaltenden Sanktionen vereint ist. Und die Architektur ruhe auf drei Säulen:
„Erstens: Eigenständige Sicherheit. Die Ablehnung des US-Marineschutzes zugunsten regionaler Partnerschaften. Dies ist der iranische Beitrag. Das Argument lautet, dass ‚die bloße physische Präsenz von Flotten außerhalb der Region nicht mehr ausschlaggebend ist‘ und dass ‚eigene Fähigkeiten, strategische Vernetzung und regionale Bündnisse die Hauptrolle spielen‘.
Zweitens: Multidimensionale Konvergenz: Die Integration militärischer, wirtschaftlicher und technologischer Zusammenarbeit. Die Beziehungen zwischen Russland und Iran veranschaulichen dies. Marineübungen sind der sicherheitspolitische Arm einer umfassenderen Kooperation in den Bereichen Energie, Transitkorridore und Nukleartechnologie. Die Botschaft lautet: Sicherheit ist untrennbar mit Wirtschaft verbunden, und die neue Ordnung wird auf Handelsrouten beruhen, die keinen amerikanischen Schutz benötigen.
Drittens: institutionelle Alternativen – die Nutzung der BRICS-Staaten, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der Eurasischen Wirtschaftsunion zur Schaffung einer parallelen Struktur internationaler Beziehungen. Irans Mitgliedschaft in diesen Organisationen zeigt, dass die multipolare Ordnung nicht bloß ein bilaterales Phänomen (Russland-Iran, China-Iran) ist, sondern eine systemische Alternative zu den von den USA geführten Institutionen darstellt, die die Weltordnung seit 1945 prägen.
Dieser Wandel ist transformativ. Die multipolare maritime Ordnung ersetzt nicht eine Hegemonialmacht durch eine andere. Sie ersetzt ausländische Kontrolle durch regionale Verantwortung. Der Indische Ozean hört auf, ein von amerikanischen Flugzeugträgern im ständigen Rotationsmodus überwachter See zu sein. Das Südchinesische Meer verlässt den Einflussbereich der Siebten Flotte. Die Straße von Hormus wird wieder das, was sie immer war: eine Wasserstraße, die von den Anrainerstaaten verwaltet wird, nicht von Admirälen mit Hauptquartier in Norfolk. Die vom Westen beschworene „Risikoprämie“ ist nicht der Preis der Multipolarität. Sie ist der Preis für Washingtons Weigerung, anzuerkennen, dass die Ozeane nie sein Hoheitsgebiet waren. Die Vereinigten Staaten können die Souveränität anerkennen und akzeptieren, dass Seefahrerstaaten die Kontrolle über ihre eigenen Gewässer haben, oder sie können sich in der Jagd nach vermeintlichen Zielen in Meeren verausgaben, die ihnen längst entglitten sind. Die Vision der BRICS+-Staaten ist keine Fragmentierung – sie ist schlicht Pluralismus, der eine gemeinsame Verantwortung einschließt. Der Globale Süden fragt nicht länger um Erlaubnis, in seinen eigenen Gewässern zu schwimmen.“
Das Ende der unipolaren Weltordnung
Die Golfkrise von 2026 sei kein Einzelfall. Sie war die Umsetzung eines theoretischen Wandels, der sich seit der Finanzkrise von 2008 abgezeichnet hatte. Diese habe die Schwächen der von den USA angeführten Globalisierung offengelegt, und der Aufstieg Chinas stelle die wirtschaftlichen Grundlagen der US-Hegemonie infrage. Was sich in den Gewässern vor der iranischen Küste ereignete, sei die maritime Dimension eines umfassenderen Wandels, der letztlich das Ende der unipolaren Weltordnung einläuten könnte, verspricht quasi der Autor. Die Vereinigten Staaten mögen auf See nicht besiegt werden, aber sie würden wahrscheinlich von Mächten ausmanövriert, die gelernt haben, Geografie, Wirtschaft und Koordination zu nutzen, um amerikanische Vorteile zu neutralisieren.
Die „multipolare Weltordnung im Ozean“ sei keine Zukunftsvision. Sie sei die gegenwärtige Realität: Russische Kriegsschiffe legen in iranischen Häfen an, während chinesische Zerstörer das Arabische Meer patrouillieren, und amerikanische Flugzeugträger kreisen, um einen Konflikt zu verhindern, den ihre bloße Anwesenheit mitprovoziert.
Die neue Sicherheitsarchitektur in den südlichen Gewässern sei nicht darauf ausgelegt, die US-Marine zu bekämpfen. Sie sei darauf ausgelegt, die US-Marine irrelevant zu machen – Schritt für Schritt, mit jeder Übung, jedem Hafenbesuch, jeder „einheimischen“ Sicherheitsvereinbarung. Die Übungen im Februar 2026 seien keine Kriegserklärung, sondern eine Erklärung der Bedeutungslosigkeit. Und Washington hat das noch nicht verstanden.
Neben vielen anderen Erklärungsansätzen des Phänomens Krieg und der Gewalt jenseits der sogenannten Tagespolitik, die offenbar primär der Ablenkung und Verwirrung dient, kamen mir beim Lesen dieses Beitrags und der Kommentare unter anderem die Gedanken und Ergebnisse von Claudia von Werlhof in den Sinn. (Jahrgang 1943, deutsche Soziologin und Politologin. Sie ist eine deutsche Soziologin und Politologin, Jahrgang 1943 und hatte u.a. die erste Professur für Frauenforschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck (kein „Gender” 😉).
Sie bezeichnet „die Moderne“ grundsätzlich als „alchemistisches Kriegssystem“.
Damit beschreibt sie eine organisatorische und ideologisch verankerte Kriegsform, die darauf abzielt, die Natur Schritt für Schritt in etwas vermeintlich „Höheres“ zu verwandeln bzw. zu „transformieren“, eben im Sinne der alten Alchemie, die versuchte, Rohmetalle in Gold zu verwandeln. Dabei ist „Krieg“ nicht nur militärisch gemeint, sondern umfasst jede Form technischer Eingriffe, die das Gefüge von Ökosystemen und Gesellschaft zerstören und zugleich neu erschaffen (vgl. https://zeitgeist-online.de/vaeter-des-nichts):
„Die Vorstellung, dass nicht die Mutter, sondern der Vater Ursprung des Lebens und aller Dinge sei (meine Anm.: nach Heraklit), entwickelte sich im Zusammenhang mit dem Krieg. Dieser entstand als Folge „katastrophaler Migrationen“ aufgrund großer Klimakatastrophen in Nordasien vor Tausenden von Jahren. Krieg wurde ursprünglich als Mittel erfunden, um andere zu berauben, zu erobern und zu unterwerfen, sobald die eigene Existenz nicht mehr gesichert war. Krieger schufen schließlich den Staat, eine ebenso gewalttätige neue Form der dauerhaften sozialen Organisation nach der Eroberung.
Erst vor 6.000 Jahren begann der Krieg als wichtigste Erfindung des frühen Patriarchats, die Welt zu zerstören. Am deutlichsten ist dies seit der Eisenzeit, dem Zweiten Jahrtausend vor Christus, zu beobachten (Dieckvoss 2002). Krieg ist bis heute die wichtigste Erfindung des Patriarchats.“
Mehr dazu u.a. unter: https://www.manova.news/artikel/das-nichts-ist-nahe-2
Danach ist Herrschaft historisch gesehen, ein junges Phänomen, während Herrschaftslosigkeit über den überwiegenden Teil der Menschheitsgeschichte hinweg den Normalzustand darstellte. Staaten, Königtümer, Imperien und Kirchenhierarchien sind demnach äußerst junge Erscheinungen. Der Homo sapiens existiert wohl seit etwa 300.000 Jahren. Mehr als 95% dieser Zeit lebten Menschen ohne Staat(en), über 99% ohne Bürokratie, ohne Heere und ohne formalisierte Herrschaftsinstitutionen.
Vor rund 6.000 Jahren ist mit dem Etablieren erster Staaten wie in Sumer (Mesopotamien), Ägypten oder dem Industal, eine maßgebliche Zäsur zu verzeichnen. In dieser Phase entstanden Steuererfassung, Schrift als Verwaltungsinstrument, Gewaltapparate, Zwangsarbeit und Eigentumstitel, die durch ein Gewaltmonopol abgesichert wurden. Erst hier begann historisch die systematische Fremdbestimmung. Davor existierten keine zentralen Herrschaftsstrukturen, keine dauerhaften Klassen und keine institutionalisierten Zwangsordnungen. Erst hier begann historisch die systematische Fremdbestimmung.
Auch nach dieser Zäsur gab es jedoch weiterhin lange Phasen und Regionen mit weitgehend herrschaftsfreier Organisation. Beispiele dafür finden sich im europäischen Früh- und Hochmittelalter, etwa in Form von Dorfrechten, Allmenden und Gewohnheitsrecht. Die Durchsetzung war lokal, zentralstaatliche Kontrolle schwach oder nicht vorhanden und Selbstorganisation die Regel.
Ein besonders klares Beispiel dafür ist das mittelalterliche Island (ca. 930–1262). Es hatte keinen König und keinen Staat, ein Recht ohne Exekutive, private Schiedsgerichte und freiwillige Gefolgschaft. Dies ist eines der klarsten historischen Beispiele für eine funktionierende Ordnung ohne Staat. Auch keltische Gesellschaften kamen ohne zentralen Staat aus. Die Kelten organisierten Recht über Gewohnheiten sowie über Schiedsrichter statt Herrscher.
Der Staat ist demnach keine natürliche Folge menschlichen Zusammenlebens, sondern eine historische Innovation. Er entstand häufig unter Bedingungen von Krieg, Knappheit, religiöser Legitimation oder offenem Zwang und wurde nicht selten gegen den Widerstand der betroffenen Bevölkerung durchgesetzt.
Wie bereits erwähnt, lebten Menschen über mehr als 95% ihrer Existenz ohne Staat, ohne Könige und ohne zentrale Fremdbestimmung. Daher ist Herrschaft historisch gesehen, eine relativ junge Erscheinung, während Kooperation offenbar evolutionär sehr alt ist. Das allein zeigt, dass Menschen grundsätzlich dazu fähig sind, (soziale) Ordnung ohne institutionalisierte Fremdbestimmung hervorzubringen und ohne Herrschaft zu leben.
Der Staat ist also ein maßgeblicher Teil des Herrschafts-„Konzepts“. Herrschaftslosigkeit (Anarchie) war der Normalzustand. Die Menschheit hat erst „gelernt“, beherrscht zu werden; zusammenleben konnte sie bereits vorher. Diese Ordnung war vielleicht nie perfekt, konfliktfrei oder idyllisch, doch sie stellte über den größten Teil der Geschichte hinweg den offenbar stabilen Normalzustand menschlicher Organisation dar.
Die letzten immerhin ca. 6000 Jahre sollte allerdings gezeigt haben, dass das Konzept von Macht bzw. Herrschaft oder Regierung von lediglich sehr wenigen Menschen über sehr viele Menschen nicht artgerecht, sondern existenzbedrohend ist. Letztlich führen fast alle Beobachtungen und Analysen der Folgen des Herrschens von Menschen über Menschen dazu, dass wir nicht nur die Herrscher, Regierungen etc., sondern bereits dieses „Konzept“, das von vielen weiterhin als erforderlich angesehen wird – wohl auch, weil wir noch nichts anderes erlebt haben – endlich hinter uns lassen, wenigstens zunächst gedanklich. Denn nur in dieser Reihenfolge wird es möglich. 😉
Die „herrschaftslose“ Gesellschaft ist ein Mythos. Es ist vielmehr so, dass die „Art“ des selbsternannten Sapiens, sich auch informell als Gruppe organisiert – Gruppenbildung funktioniert allerdings immer hierarchisch. Kann man schon an kleinen Kindern beobachten …
Es gab wohl Gemeinschaftsorganisationen, die ihren Mitgliedern ein gewisses Maß an Freiheit zugestanden. Dies allerdings zu dem Preis, dass, wenn man nicht in der Lage war den Unterhalt für sich und die Seinen (!) sicherzustellen und sich niemand fand, der half, weil auch er damit beschäftigt war den seinen sicherzustellen, dann „war man eben weg“ – weg vom Fenster und vom Angesicht der Erde.
Eine Umstellung hin zu einer Gesellschaftsorganisation, die weitgehend auf Druckmittel zur Rechtsdurchsetzung verzichten kann, wäre ein Turn gegen den die derzeit betriebene Deindustrialisierung sich wie ein Sommerspaziergang ausnimmt.
Die Zeiten größter Stabilität im Zusammenleben hatte Sapiens meist dann, wenn ein gewisses Gleichgewicht von Macht vorhanden war oder zumindest angestrebt würde …
Übrigens im folgendem Artikel fasst Frau Prof. Werlhof strukturell sehr stringent und klar die Thesen ihres Lebenswerkes zusammen, welche dadurch eine sehr brauchbare Diskussionsgrundlage darstellen:
https://www.manova.news/artikel/das-tote-kapital
Da core.
Die Prämisse von Andreas Sch., wonach eine „Umstellung hin zu einer Gesellschaftsorganisation, die weitgehend auf Druckmittel zur Rechtsdurchsetzung verzichten kann”, erfolgen müsse, ist nicht nachvollziehbar. Denn Rechtsdurchsetzung kann auch vertraglich auf „Augenhöhe” erfolgen.
Im Übrigen ist eine Befassung mit den Erwägungen und Thesen von Frau Prof. Werlhof in der Tat zu empfehlen. Daraus dürften sich einige grundlegende Klärungen und Umkehrungen der unbelegten Mythosbehauptung ergeben. Mehr als einen Impuls, das Konzept der Herrschaft infrage zu stellen, scheint hier allerdings deplatziert.
Der Anarchismus soll auch in Katalonien gut funktioniert haben. Bevor dieses Modell zu erfolgreich werden konnte (zum Wohle der Menschen), musste es von Franco mit ausländischer Unterstützung vernichtet werden.
Ungeschnittene-Liveticker: „… 22. Feb. 04:08 … Die Arabische Liga verurteilt den US-Botschafter in Israel scharf dafür, dass er gesagt hat, Israel solle den gesamten Nahen Osten übernehmen. …“
Was konkret möchte diese Liga zur Verteidigung unternehmen? Es kann nicht sein, dass Iran, China und Russland die ganze Arbeit machen.
Der Botschafter wurde übrigens nicht sofort abgesetzt – gleich sieht man, welch degenerierter dekadenter Wahlbetrüger ein gewisser Donald T. ist, der im Wahlkampf das Ausbleiben militärischer Abenteuer versprochen hat. Gleichwohl sieht man die Komplizenschaft der Dems, die gerade erst die Chance hätten, der Soldateska die Finanzierung zu entziehen – stattdessen wurde das Kriegsministerium verschont und nur dem Polizei-Ministerium Kohle entzogen.
Amerika wird von Israel regiert – primär durch Erpressung, aber die sitzen ja im Deep State. Das wird immer offenkundiger. Dass Trump aber ein Wahlbetrüger ist, ist wieder Ihre Alles oder Nichts Betrachtung. Trump hat die meisten Wahlversprechen schon erfüllt. Hier erwägt man immer nach Prozenten, was ist das bessere. Trump und die Republikaner sind besser als die „Demokraten“.
Isr. wird immer größenwahnsinniger. Ging es ihm fruher nur um sein Bestehen + Land- und Wasserraub im Umfekd, möchte es nun das angeblich gottgewollte Großisrael errichten. Und eabei das System Gaza anwenden? Also entweder Umsiedlung nach EUropa oder Beseitigung? Der j. Gott will das so. Ich glaub, ich spinn.
Die Arab. Liga soll endlich zusammenhalten. Was ist mit der Türkei? Der Sultan tanzt halt auch lieber auf allen Hochzeiten, als sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was ist mit der Arab. NATO?
Was denn, keine Gendersterne mehr in den Wischen des Weißen Hauses? Was habe ich davon, wenn im Krieg Hormuz blockiert wird, der Ölpreis auf 700 USD pro Barrel steigt und die Wirtschaft Westeuropas pulverisiert wird?
Für die jedwede Gospoderie in sämtlichsten Fällen ist allergrundsätzlichst wie vollgänzlichst alles unterhalb Umherkreuchendes selbst im allerbesten Fall schlichteste Nutzmasse – nichts mehr und schon gar nichts weniger.
Merke:
Die Interessen eines Multimilliardärs sind niemals die des Gemeingering Niederkeitlichen, selbst ja nachgerade dann wenn es der Anschein verlockendst gebietet irgend etwas anderes auch bloß gelinde zu mutmaßen…
Herrschaft ist immer k-r-i-m-i-n-e-l-l.
Herrschaft ist einfach.
Nichtung ist Güte.
Der Vorteil, welchen sich der Geringe zu erheischen wähnet, nähret immer dessen Untergang.
Die Firma dankt und wütet fürderhin…
Eine russische Fregatte legte in Bandar Abbas an. +lächel+
Russland ist nicht in der Lage, dem Iran zu helfen. Es hat ja nach vier Jahren noch immer den Donbass nicht „befreien“ können. Die sind zu beschäftigt. Auch China wird es nicht ernsthaft wagen, sich militärisch einzumischen. Das ist Säbelrasseln. Was die beiden aber tun, sie stärken dem Iran den Rücken, bei den Verhandlungen nicht nachzugeben und damit schaden sie dem Iran, denn das mach den Ami richtig sauer.
Ja, natürlich halten die jetzt zusammen. Auch Pakistan hat ja zuletzt schon gedroht, Isr. mit A-Bomben anzugreifen. Ich bin mir aber sicher, dass die Amis nichts Unüberlegtes unternehmen. Auf einen langen Krieg lassen sie sich nicht ein. Entweder sie packeln mit dem Iran wie beim letzten Mal und führen einen Scheinangriff zur Gesichtswahrung durch oder es kommt vielleicht eine hinterfotzige Geheimdienstaktion. Es gelingt ihnen, den Ober-Mullah herauszuholen. Das wäre am elegantesten und das könnte auch die MAGA-Bewegung noch akzeptieren….
Wichtig ist natürlich jetzt der Schwanzvergleich. Und die Amis haben eindeutig den längsten…lol, soviele Geschützer haben sie aufgefahren, ui ;-)
Ich denke Russland ist sehr wohl in der Lage dem Iran auch zu helfen, nicht nur mit dem Säbel zu rasseln.
Der Krieg in der Ukraine ist absichtlich so angelegt. Nicht von Anfang an, aber ab den gescheiterten Friedensverhandlungen in Istanbul. Er ist ein Abnutzungskrieg, bei dem die NATO ihre Waffenarsenale leert… und die EU ihre Kassen. P. dachte sich wohl, wenn der Westen unbedingt diesen Krieg will, dann eben auf diese Weise.
Zum letzten Absatz: auf die Länge kommt es nicht immer an ;-) und an der Potenz der Amis hab ich so meine Zweifel. Wir werden es sehen.
Ach? Putin macht das absichtlich, dass es immer mehr Txte gibt, und wartet, dass D „kriegstüchtig“ wird … bis 2030? Dieser Krieg hat schon Mio von Txten verursacht! Wie edel von ihm. Die Russen, deren Angehörige dort ihr Leben lassen müssen, sehen das sicher auch so, Wir lassen uns Zeit, damit der Westen keine Waffen mehr hat….hihi. Da fragt sich nur, warum Russland dann den Donbass (diese sauren Trauben) auf dem Verhandlungsweg haben möchte, wenn er ihn eh so auch haben könnte. Russland ist blockiert, es kann nicht helfen.
Ich bin sicher, dass Russland und China auch für eine Verhandlungslösung sind. Es sind nur alles Drohungen, um bei der Verhandlung mehr zu erreichen.
Wie schon oft gesagt, bin ich prinzipiell der Meinung, der Ami soll daheim in seiner Hemisphäre bleiben. Das sehen viele Amerikaner auch so, vor allem Trumpwähler.
@Daisy
Eins schließt das andere nicht aus.
Sie können von Daisy nicht erwarten, intellektuell anspruchsvolle Texte wie den Clausewitz gelesen zu haben. Für solche Geister gibt es die Tagesschau in einfacher Sprache.
Wenn der männliche Politstammtisch von Staaten so redet, als würde die herrschende Elite diesen zur Gänze ausfüllen und das Volk in seiner Vielfalt und Widersprüchlichkeit keinerlei Rolle spielen, dann haben wir wieder den alten Machismus in der „Politik“. Die theokratische Diktatur mit ihren gewaltbereiten Prügel- und Niederschießmilizen ist und bleibt eine Verbrecherbande religiöser Fanatiker. Wäre es nicht endlich angebracht, die vielen Krieg der Männer um Geld, Macht, Ansehen und so weiter kritisch zu hinterfragen und diesem patriachalen, herrschaftsorientierten Politikverständnis die Gefolgschaft aufzukündigen und echte Demokratie von Unten, die über niemanden herrschen will, anzustreben? Mit solchen Artikeln spielt tkp nur seinen Kritiker/Feinden in die Hände …
In ihrem fanatischen Hass auf die iranische Regierung bemerken Sie nicht, dass Sie genau die Wahnsinnigen des Westens beschreiben.
Es sind die Männer (inzwischen ein paar Frauen) des Westens die Kriege um Geld, Macht und Ansehen führen.
Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert, dass solche offenkundigen Selbstverständlichkeiten derartige „Gedankenwülste“ verursachen. Der Journalist des 21stCenturyWire sagt zwar wenig Falsches, erscheint mir aber dennoch mehr wie ein Dunning-Kruger-Patient.
Es ist eine ganz einfache Gleichung: wer „Sanktionen“ ausspricht, Kriege anzettelt etc. und Andere dazu zwingen will, sich auf bestimmte Weise zu verhalten, der hat entweder die Mittel der Gewalt, oder ist in der Mehrheit. Wenn eine Minderheit versucht die Welt zu beherrschen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Rest der Welt einer solchen Herrschaft (erfolgreich) widerspricht. Die wachsende Zusammenarbeit dieses Restes ist eine stets logische Folge und nichts, wofür man seherische Fähigkeiten braucht.
Der intellektuelle Level des Westens ist erschreckend und auch ausserordentlich beschämend.
ignorance is bliss
Zitat: „wie Washington durch sieben Jahrzehnte politischer Fehlkalkulationen …“
Dieser Satz ist falsch. Er unterstellt, dass diese Politik exclusiv nur durch die USA erfolgen konnte und dass die USA auch einen anderen Weg hätten wählen können.
Die USA sind durch eine Laune der Geschichte und der Plattentektonik zur führenden kapitalistischen Macht geworden. Der Kapitalismus kann nicht anders agieren, als es die USA taten. Ein kooperativer Ansatz, der auf Gleichberechtigung basiert, ist ihm fremd und unmöglich.
angeblich basiert der welt ordnungstrieb, der mangel an einem unentdeckten land zwischen der ost
und der westküste der usa, wo bis ca 1900 die harten jungs koloniseren konnten.
also und dann noch aus wirtschaftlichen gründen “ wir produziern mehr als wir consumieren
können, da nehmen wir uns die phillipinen als tor zu china“.
philip pilkington schreibt, dass der kapitalismuns sich reduzieren wird, wenn der liberalismus, dessen
teil er ist, bald kollabiert.
eine oligarchie wo das großkapital auch die präsidenten einsetzen kann, macht die ihr genehme politik.
„ Der Iran könne mit einer Schließung drohen, ohne die Straße tatsächlich zu schließen; er könne Tanker belästigen, ohne eine formelle Blockade zu verhängen, und er kann die globalen Energiemärkte durchaus beeinflussen, ohne die Reaktion nach Artikel 5 auszulösen, die ein Angriff auf einen NATO-Verbündeten provozieren würde.“
Kriegsverbrecher sind zu allem fähig, da es keine Steigerung der Straftat(en) gibt …
Es kann sein, dass die Iraner legal die „Straße“ sperren aber irgendwer das illegal aussehen lassen könnte und …
Nicht „die Iraner“, sondern die iranische Regierung, die eine theokratische Diktatur ist. Das Volk will mit großer Mehrheit keinen Krieg und sich nicht an den Kriegen der großen (kapitalistischen) Räuberbanden beteiligen! Die Zeche für den Krieg zahlt wie immer das breite Volk während die Kriegsgewinnler sich mit ihrer Kriegsbeute längst in Sicherheit gebracht haben.
Für das iranische Volk ist dieser Konflikt gegen die USA ein Befreiungskrieg.
was ist die meinung aller schreibenden hier :
wolltet ihr unter den sanktionen leben?
Aha. Und wenn der US-Botschafter im Interview mit Tucker Carlson erzählt, das Zionistenstan solle ganz Nahost erobern, da ein Herr:Frau:GottendePerson JHW es vor 4000 Jahren versprochen haben soll – welcher Art Diktatur sind die USA und das Zionistenstan genau?