Den Krieg den wir bezahlen

15. Februar 2026von 8,4 Minuten Lesezeit

Als das Minsk2-Abkommen unterschrieben wurde, fand am nächsten Tag entgegen dem Geist des Friedensvertrages die Aufrüstung der Ukraine statt, mit dem Ziel die Provinzen, welche den Maidanputsch ablehnten, mit Gewalt zurück zu kämpfen. Damit begann die Bezahlung eines Krieges durch europäische Steuerzahler, statt durch Minsk2 den Konflikt zu beenden. Ohne die Finanzierung gäbe es keinen Krieg.

Schon im Februar 2015 war unverständlich, warum die Medien nicht darauf hinwiesen, dass vom ersten Tag des Vertrages durch den Westen systematisch auf das Gegenteil hin gearbeitet wurde. Auch als Merkel, Hollande, Poroschenko und später auch jener  Wolodymyr Selenskyj sinngemäß erklärten, dass Minsk2 eigentlich gar nicht als Friedensvertrag gemeint waren, sondern zur Vorbereitung der „Wiedereingliederung“ von Gebieten, die sich mit einer Sezession von der Ukraine abgetrennt hatten, floss das Geld weiter.

Der Ukraine-Krieg, die zu erwartende Kostenexplosion

Der Ukraine-Krieg entwickelte sich, erwartungsgemäß, zu einem Fass ohne Boden für die westlichen Unterstützer. Aber das war absehbar gewesen. Putin war 2014 noch nicht bereit für den großen Krieg. Aber die Weichen waren gestellt. Der Staat hatte die Kontrolle über die Rüstungsindustrie, die Forschungsprogramme waren nach dem sukzessiven Austreten der USA aus den Rüstungsvereinbarungen in Russland neu definiert worden, die Neuausstattung der Armee hatte gerade erst begonnen.

Russland war klar, dass es den Westen nur mit Hilfe von mehreren Bedingungen besiegen konnte.

  1. Rüstung ist staatliche Aufgabe

Es mussten die Kosten der Produktion für Massenmaterial des Krieges gesenkt werden, so dass die Kosten im Westen explodierten, während sie in Russland, trotz der wirtschaftlichen Unterlegenheit, getragen werden konnten. Das gelang. Während in Russland die Preise für Munition nicht anstiegen, explodierten sie förmlich in den westlichen Ländern. Artilleriegranaten kosten heute das drei- bis fünffache des Preises vor dem Krieg. Marktgesetze des Kapitalismus.

  1. Rüstungswissenschaft ist staatliche Aufgabe

Waffenentwicklungen mussten spektakuläre Ergebnisse bringen, indem die Verteidigung zu einem patriotischen Höhepunkt getrieben wurde, während bekannterweise im Westen in erster Linie die Kostenexplosionen spektakulär waren. Und niemand im Westen glaubt wirklich, sich zu verteidigen. Jeder wusste, es ging darum, „Russland in die Knie zu zwingen„. Und so gelang es im Westen zwar unglaublich viel Geld in die Rüstung zu pumpen, während in Russland eine Überraschung nach der anderen auftrat. Inzwischen haben nicht nur Russland, China, Indien, ja sogar der Iran, funktionierende Hyperschallraketen, während die US-Entwicklung hoffnungslos hinterherhinkt. Und auch wenn Donald Trump noch mal eben 500 Milliarden US-Dollar extra für Rüstung spendiert, wird das in dem Sumpf von Korruption und Profitgier versickern.

  1. Autonomie ist Patriotismus

Russland musste sich von westlichen Produkten abkoppeln. Das hatte der Kreml schon früh begonnen, aber es ist nicht einfach, wenn die eigene Bevölkerung bequem lieber im Ausland einkauft, als im Inland selbst zu entwickeln, Fehler zu machen und sich zu verbessern. Dazu kamen Putin die Sanktionen des Westens genau gelegen. Sie steigerten den Patriotismus und die Motivation im Land, und das zeigte Erfolge. Übrigens nicht nur in Russland werden nun Turbinen produziert, für die Siemens einst „Weltmeister“ war. Sondern inzwischen tritt sogar der Iran als Hersteller von Gasturbinen auf, und beliefert Entwicklungsländer und Russland zu einem Bruchteil der Kosten, welche Siemens-Turbinen kosten. D.h. die Sanktionen halfen dem Staat, die Bevölkerung hinter sich zu bringen, und Innovation und Motivation zu aktivieren. Und als dann auch noch Sanktionen gegen die „umstrittenen“ russischen Oligarchen verhängt wurden, welche eigentlich  Ziehkinder der westlichen Politik, der Zerschlagung der sowjetischen Wirtschaft waren, wandten sich sogar diese zunehmend ab von ihrer prowestlichen Sichtweise. Und so wurde Russland nebenbei vom Importeur von Getreide (in den frühen 2000er Jahre) zu einem der weltgrößten Exporteure und Russland kontrolliert heute mit ca. 20 Prozent einen bedeutenden Anteil des globalen Weizenhandels. Und russisches Getreide ist gefragter denn je, denn das Land vermeidet gentechnisch veränderte Sorten.

Es war der Plan B

Es gibt noch einige andere langfristige Entwicklungen, die schon lange Russland auf den unvermeidlichen Krieg vorbereiteten, der sich aus den von Politikern und Denkfabriken erkennbaren Äußerungen und den politischen Taten schließen ließ. Darüber gibt es mehrere Bücher, die beschrieben wie die USA vom Tschetschenienkrieg über Georgien ganz bewusst die Krise in die Ukraine und auf den Maidan getragen hatten. Und natürlich war das vom Kreml beobachtet worden.

Während Russland immer wieder versuchte, mit Handel und politischen Angeboten, die erwartete Krise doch noch umzudrehen, hatte man aber längst begonnen, den Plan B auszubauen. War er bis 2014 eher halbherzig verfolgt worden, wurde er dann mit voller Kraft gefördert. Umorientierung in den Osten, Vorbereitung auf den unvermeidlichen Krieg.

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2026

Und so sind wir heute bei der Münchner Sicherheitskonferenz, in welcher der ukrainische Präsident beklagt, dass der Westen nicht genügend Patriot-Raketen und Systeme in den USA kauft, damit sich das Land gegen die Angriffe Russlands wehren kann. Tatsächlich hat Russland bereits den Westen finanziell in die Knie gezwungen. Nicht nur, dass die Produktionskapazitäten in Russland dramatisch erweitert werden konnten, weil sie eben keinen kapitalistischen Zwängen unterlagen, sind die Produkte um ein Vielfaches billiger, als die teuren HighTech-Wunderwaffen des Westens, die dagegen eingesetzt werden.

Eine einzelne AIM-120 Luftabwehrrakete, die von einer noch nicht zerstörten F-16 über der Ukraine gegen eine russische Geran-2-Drohne eingesetzt wird, kostet 20- bis 35-mal so viel wie die Drohne, die sie abschießt. In der Praxis feuert eine F-16 oft zwei Raketen pro Ziel (Sicherheit), das Verhältnis wird noch schlechter. Wenn sogar Patriot-Raketen eingesetzt werden, um die Selenskyj gerade so in München bittet, dann beträgt das Verhältnis 60 bis 110:1 zu Ungunsten des Verteidigers. Im Fall des Einsatzes von Patriot-Raketen gegen ballistische Raketen ist das Verhältnis besser, ca. 2 bis 4:1, solange es nicht auf praktisch nicht abfangbare Waffen stößt.

Jede Nacht zwingt Russland die Ukraine, Munition im Wert von mehreren Millionen Dollar zu verschießen, die von westlichen Steuerzahlern bezahlt werden. Selenskyj hat kürzlich gesagt: Ein einziger großer Angriffstag koste ca. 80 Millionen Euro nur an Luftabwehrraketen.

Nun kann man sagen, dann müsste man nur Russland zwingen, mehr für Luftabwehr auszugeben, dann würde sich das ausgleichen. Das wäre tatsächlich richtig, wenn nicht westliche Waffen vollkommen überteuert wären, und daher solche Wunderwaffen wie ATACSM oder Storm Shadow in etwa die gleichen Kosten verursachten wie die Abwehr dagegen. Tatsächlich gelang der Ukraine bereits mit einem Schwarm von billigen FPV-Drohnen teure Luftabwehrsysteme Russlands auszuschalten. Das Problem ist aber, dass Russland viel mehr Angriffswaffen produziert und einsetzt und daher ständig einen höheren finanziellen Einsatz westlicher Steuerzahler erzwingt, und eigene Verluste dadurch reduziert, indem hier reine Kosten, keine Profite mitverbrannt werden.

Wie lange halten die europäischen Steuerzahler das aus?

Europäische, insbesondere deutsche und österreichische Steuerzahler scheinen ziemlich schmerzunempfindlich zu sein. Daher ist abzusehen, dass die Voraussagen, schon bei Antritt von Donald Trump als neuer Präsident der USA, trotz seiner Erklärungen, den Krieg sofort zu beenden, dass dieser Krieg bis 2027 dauern wird. Es sei denn die NATO eskaliert ihn zu einem Weltkrieg.

Irgendwann im Jahr 2027 wird er vermutlich mit einer Kapitulation der Ukraine enden. Diese wird dann in westlichen Hauptstädten als Sieg gefeiert werden, weil man Putin davon abgehalten habe, bis Berlin durchzumarschieren, weil man so unglaublich vorausschauend das Steuergeld in der Ukraine verbrannte. Aber dann wird der Krieg zu einer neuen Krise führen. Zehntausende von Soldaten, die Jahre nichts gemacht haben, als zu versuchen, Russen zu töten, haben keinen Job mehr. Der ukrainische Staat kann schon heute nicht mehr die Kosten für die zugesagten Zahlungen für alle toten Soldaten stemmen. Geschweige denn für die Invaliden und Veteranen ein wirklich sinnvolles und lebenswertes Umfeld zu schaffen.

Das Land muss für hunderte von Milliarden Euro wieder „repariert“ werden, aber ohne, dass große Flächen, unter denen sich die Bodenschätze des Landes verstecken, noch im Zugriff sind. Die Bewohnerzahl des Landes wird sich um 20-40% reduziert haben. Und Schulden sind entstanden, die niemals zurückgezahlt werden können. Die EU plant gerade, sich all das die Schultern zu stemmen. Das wird noch viele „Sondervermögen“ benötigen, indem die Ukraine in die EU aufgenommen wird. Das wird aber nur neue Probleme verursachen. Denn die Ukraine war und ist eines der korruptesten Wirtschaftssysteme nicht nur Europas, sondern der Welt.

Wenn sich also Brücken über Jahre nicht reparieren lassen, Schulen verfallen, und die Wissenschaft immer mehr abdriftet in das Gebiet der Marketingförderung für Konzerne, kein Geld für die Renten da ist, und Krankheit immer stärker die finanzielle Existenz bedroht, dann seien Sie versichert, dass die verbrannten hunderte von Milliarden Euro an der Front in der Ukraine gut angelegt waren, und die Aktionäre der Rüstungsindustrie ihnen dankbar sind.

Krieg als Problemlösung

Und auf der Münchner „Kriegskonferenz“ wird gerade besprochen, dass die politische Entscheidungen, durch welche die deutsche und europäische Autoindustrie innerhalb weniger Jahre in eine existentielle Krise gerieten, ja eigentlich genutzt werden könnten, um Panzer und anderes Kriegsgerät herzustellen. Das passt dann zur 15 Minuten Stadt, in der man ja keine Autos mehr braucht.

Schlussfolgerung

All dass war bekannt, all das war in Büchern, Artikeln und Reden geschrieben und vorausgesagt worden. Die große Gefahr die nun besteht ist, dass diese letzte Phase, in der die Massen Europas vielleicht beginnen zu erkennen, was ihre Führer taten, durch dieselben noch einmal groß eskaliert wird. „All in“ sozusagen.

Die schlechte Nachricht: Niemand weiß, was dann passieren wird. Die gute Nachricht: Das könnte die Möglichkeit zu einem echten Neustart sein, der schließlich schon einmal zu vielen Jahrzehnten ohne Krieg in Europa geführt hatte.

Bild: Screenshot eines Patriotsystems beim Betanken.

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17 Kommentare

  1. Sting2 16. Februar 2026 um 14:02 Uhr - Antworten

    Weidel: Schluss mit „Anfüttern“ von Ukraine-Krieg mit Geld und Waffen!

    Die AfD-Chefin Alice Weidel kritisiert Deutschland dafür, dass es keine Schritte zur Beilegung des Ukraine-Konflikts unternimmt.

    „Wir brauchen so schnell wie möglich Frieden.

    Wir müssen aufhören, diesen Krieg weiter anzufüttern mit einer absolut russlandfeindlichen Rhetorik, mit finanziellen Ressourcen und auch noch anderen Ressourcen wie Waffenlieferungen“, fordert Weidel.

    Man müsse das ukrainische „Regime“ an den Verhandlungstisch zwingen, wie es US-Präsident Donald Trump getan habe.

    „Das wäre auch die deutsche Aufgabe gewesen.“

    BRAVO FRAU WEIDEL; SO EINE KANZLERIN BRAUCHEN WIR !!

  2. hermine 16. Februar 2026 um 13:49 Uhr - Antworten

    vor lauter weinen kann ich kaum schreiben

  3. Dr. Rolf Lindner 16. Februar 2026 um 2:29 Uhr - Antworten

    Das Sprichwort „Geld regiert die Welt“ ist bekanntermaßen nicht aus der Luft gegriffen und hat sich seit alters her immer wieder bestätigt, weshalb ich die Umgestaltung der Steuererhebung in der Weise vorschlage, dass Sondersteuern abhängig von der Zustimmung zu Maßnahmen erhoben werden, die Sonderkosten verursachen. Wer für den Krieg der NATO gegen Russland votiert –> Sondersteuer, wer für die massenweise Einwanderung in die Sozialsystem votiert –> Sondersteuer, wer für Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung votiert –> Sondersteuer, wer für … Ein einfacher Fragebogen des Finanzamts, Unterschrift – mehr braucht es nicht. Flankieren würde ich das neue System mit der Regelung, dass zum Kriegsdienst nur diejenigen eingezogen werden, die selbst oder deren Eltern für Kriege votieren. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass so eine Steuererhebung wesentlich zur Lösung vieler Probleme in der Welt beitragen würde, während Apelle an die Vernunft das offenbar nicht tun. Ich habe jedenfalls keinen Bock, ständig und zwangsweise die Folgen der Dummheit der Masse meiner Mitbürger zu finanzieren. Es mag als Gegenargument aufgeführt werden, dass viele, die für gewisse Sondermaßnahmen votieren, gar keine Steuerzahler, sondern deren Nutznießer sind. Ich denke jedoch, dass noch genügend Sondersteuerzahlende*Innen übrig bleiben würden, die den Handaufhaltern auf die Sprünge helfen würden.

  4. BAG CORNELEAN ZEPHRODATEV 15. Februar 2026 um 15:54 Uhr - Antworten

    LAND 404 🏴‍☠️ POSITIONIERT SICH❗

    🚀 Das Schwarzfelsmerzel kündigt stärkste Armee Eur(OPA)s an –
    Medwedew (EX-Präsident & amtierender, stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrates der Russischen Föderation 🇷🇺 ) kontert gewohnt bissig 🐶 :

    👉 „Es ist das Jahr 2026, nicht 1933!“

    )))
    💡 Medwedew’s Zunge ist wie ein geschliffenes Schwert … 🙃

  5. Sting2 15. Februar 2026 um 13:17 Uhr - Antworten

    Brutale ukrainische Zwangs-wehr-verpflichtungen gehen weiter

    https://www.unser-mitteleuropa.com/190251#comment-284991

    Diese zeigen erneut die wachsende Spannung zwischen Zelenskyjs Regime und der im Land verbliebenen einfachen Menschen, während die Politeliten in ausländischen Luxushotels den Krieg aussitzen.

    Das Video zeigt einen Konflikt zwischen einem jungen Zivilisten und Armee-Rekrutierern.

    UNBEDINGT DAS VIDEO ANSCHAUEN, DAS SOLL EINE DEMOKRATIE SEIN !?!?

  6. Sting2 15. Februar 2026 um 13:10 Uhr - Antworten

    Es ist fünf nach zwölf, Herr Merz, machen Sie endlich Frieden mit Russland!

    Bitte Herr Putin zerstören Sie sofort diesen Mist !!

    Für Ukraine-Front . Drohnenfabrik in Bayern eröffnet: „Hat immense Bedeutung“

    https://www.focus.de/politik/ausland/drohnenfabrik-fuer-ukraine-front-in-bayern-eroeffnet-hat-immense-bedeutung_34c391cb-cf63-47df-9a73-854642bb32a6.html

    „10.000 Drohnen für die ukrainische Armee sollen hier ab sofort pro Jahr produziert werden.

    Doch das sei nicht alles, so Pistorius. „Nach oben gibt es keine Grenzen.“

    Achtung: Propagandavideo beim Focus, muss man sich nicht antun!!

    Die wichtigste Aussage (Text) habe ich dokumentiert.

  7. Sting2 15. Februar 2026 um 12:55 Uhr - Antworten

    Ukraine – Gründe weshalb Russland intervenieren MUSSTE

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2022/06/ukraine-grunde-weshalb-russland.html

    Zu Beginn der russischen Militäroperation wurden als Gründe genannt, dass die Ukraine entnazifiziert und entmilitarisiert werden solle, außerdem wurde als Grund angegeben, den Krieg im Donbass beenden zu wollen, den Kiew seit 2014 gegen die dortige Zivilbevölkerung führt, die Kiew dabei als seine eigenen Bürger bezeichnet.

    All das hat Russland sicherlich ernst gemeint, aber es war nicht der Grund, die Militäroperation ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt zu starten.

    Der Krieg im Donbass dauerte schon acht Jahre und der innenpolitische Druck auf die russische Regierung, den dortigen Menschen endlich zur Hilfe zu kommen, war schon lange groß.

    Die ukrainische Militärdoktrin

    Da gerne behauptet wird, dass es undenkbar sei, dass „die kleine“ Ukraine das große Russland angreifen wollte, muss ich einen kurzen Exkurs machen und auf die offizielle ukrainische Militärdoktrin eingehen.

    Nach dem Maidan hat Präsident Poroschenko 2015 die neue ukrainische Militärdoktrin in Kraft gesetzt, in der die Ukraine erstens Russland als ihren Hauptfeind definiert und zweitens eine Angleichung der ukrainischen Streitkräfte an NATO-Standards bis 2020 verkündet hat.

    Nachdem das umgesetzt war, hat der neue ukrainische Präsident Selensky am 24. März 2021 die „Strategie zur Deokkupation und Reintegration der Krim“ in Kraft gesetzt. ALLES LESEN !!

  8. Sting2 15. Februar 2026 um 12:45 Uhr - Antworten

    Herr Merz, reden Sie endlich mit Putin!

    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/herr-merz-reden-sie-endlich-mit-putin/#comment-355437

    Deutschland erlebt derzeit nicht nur eine Energie- und Wirtschaftskrise, sondern einen massiven strategischen Kontrollverlust.

    Besonders deutlich wird das Fehlverhalten europäischer „Spitzenpolitiker“ in deren Russlandpolitik – und im demonstrativen Ablehnen einer jeden Form von Dialog mit Russland.

    Friedrich Merz steht exemplarisch für diese Haltung. Gespräche mit Moskau gelten für ihn als tabu.

    Gleichzeitig reist er nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate, um dort Energie zu sichern.

    Diese Reisen sind kein Zeichen von Pragmatismus – sie sind ein Eingeständnis geopolitischen Scheiterns. Sie sind ein Armutszeugnis.

    Wenn schon die Amerikaner nicht mehr mit Ihnen reden wollen, Herr Merz, dann sollten Sie es sich mit den Russen nicht auch noch verscherzen. ALLES LESEN !!

    • hermine 16. Februar 2026 um 13:42 Uhr - Antworten

      fritz who?

  9. Sting2 15. Februar 2026 um 10:33 Uhr - Antworten

    Markus Frohnmaier: Wir verspielen Zukunft unserer Kinder für Ukraine!

    Der AfD-Politiker Markus Frohnmaier hat mit deutschen Politikern, die die Ukraine auf Kosten Deutschlands mit Geld vollpumpen, abgerechnet.

    Deutschland solle in den nächsten zehn Jahren den Wiederaufbau der Ukraine mit Summen begleichen, die jenseits jeder seriösen Planbarkeit liegen würden. Jeder Cent sei schuldenfinanziert.

    „Schulden sind die Steuern von morgen (…). Wir verspielen die Zukunft unserer Kinder für ein Land, das die Hand nach unserem Geld ausstreckt und uns zum Dank offenbar die eigene deutsche Infrastruktur sprengt“, so Frohnmaier.

    „Schäbig“ sei, dass die CDU so etwas zulasse. „Sie sind gewählt als deutscher Volksvertreter und nicht als Abgeordneter der ukrainischen Rada!“

    Ich füge hinzu: UND DAS SOLL EINE CHRISTLICHE PARTEI SEIN!?!?!?

    • hermine 16. Februar 2026 um 13:44 Uhr - Antworten

      wir schaffen das, siehe versailler vertrag reparationen. das deutsche volk ist zum dienen da.

  10. cwsuisse 15. Februar 2026 um 9:09 Uhr - Antworten

    Die Sanktionen des Westens, von den USA als permanente Sanktionen geplant, sind der Motor für die wissenschaftliche, industrielle und wirtschaftliche Entwicklung Russlands und des Irans. Während Deutschland de-industrialisiert wird dort aufgebaut. Die russische Landwirtschaft hat erhebliche Fortschritte seit 2014 gemacht und Russland ist global zu einem wichtigen Lebensmittelexporteur aufgestiegen.

  11. Jochen Mitschka 15. Februar 2026 um 8:52 Uhr - Antworten

    Neueste Info aus München:

    „Dieser Krieg wird nur dann enden, wenn Russland zumindest wirtschaftlich, möglicherweise auch militärisch, erschöpft ist.“

    Mit diesem Satz hat @_FriedrichMerz auf der @MunSecConf durchblicken lassen, welche strategische Grundlinie er verfolgt. Es geht um mehr als die Unterstützung der Ukraine.

    Nimmt man diesen Satz und seine Grundsatzrede in München, dann lassen sich drei Punkte erkennen:

    Strategische Schwächung Russlands
    Ein schnelles Ende des Krieges in der Ukraine ist erkennbar nicht die Priorität. Frieden wird an die Voraussetzung geknüpft, dass Russland strukturell geschwächt ist. Verhandlungen vor dieser „Erschöpfung“ erscheinen implizit als verfrüht. Der Krieg wird damit auch als Mittel zur dauerhaften Reduzierung russischer Macht in Europa verstanden.
    Nutzung des Ukrainekriegs zur Neuordnung der Machtverhältnisse
    Die Rede von der „Rückkehr aus dem Urlaub der Weltgeschichte“ (Merz) ist programmatisch. Der Krieg wird als historischer Einschnitt gelesen, um Europa geopolitisch neu zu positionieren: mehr militärische Fähigkeiten, stärkere Abschreckung, größere strategische Eigenständigkeit. Der Ukrainekrieg fungiert als Katalysator für den Aufstieg Europas als eigenständiger Machtakteur.
    Deutschland als führender Akteur dieses Prozesses
    Parallel dazu verspricht Merz, Deutschland zur stärksten konventionellen Militärmacht Europas zu machen. Das ist kein Randaspekt, sondern Teil derselben Logik: Deutschland soll die militärische Führungsrolle bei dieser Neuordnung übernehmen.

    Mit anderen Worten: Die Priorität von @_FriedrichMerz liegt nicht auf einem schnellen Kriegsende, sondern auf der strategischen Schwächung Russlands. Das war schon die Erwartung der NATO im Frühjahr 2022. Hinzu getreten ist jetzt die Verschiebung der Machtverhältnisse im Verhältnis USA und Europa – mit einem ambitionierten Deutschland im Zentrum.

    Dass die Erschöpfung der Ukraine vor der russischen droht, bleibt dabei ausgeklammert. (https://x.com/ArnoGottschalk/status/2022598892550824320)

    Kommentar: Mal sehn, wer schneller erschöpft ist. Der deutsche Steuerzahler, der auch noch Vasallenabgaben an die USA leisten muss, oder Russland mit China in der Hinterhand, das weiß, wenn Russland fallen würde, wäre China als nächstes Land dran.

    • 1150 15. Februar 2026 um 9:13 Uhr - Antworten

      @,
      ja, bin auch gespannt wie lange europa und allen voran die krauts noch durchhalten.
      mangel an allen enden, eine degenerierte bevölkerung ohne selbstachtung und die folgenlose reduktion derselben im öffentlichen raum durch architekten und zahnärzte ……
      russland wird sich hüten, sich probleme aufzuhalsen

      • Pusteblume 15. Februar 2026 um 9:27 Uhr

        „… degenerierte bevölkerung ohne selbstachtung und die folgenlose reduktion derselben im öffentlichen raum durch architekten und zahnärzte …… …“
        Weshalb werde die Bevölkerung durch (Ihrer Aussage zufolge) Architekten und Zahnärzte reduziert?

      • hermine 16. Februar 2026 um 13:47 Uhr

        sie wiederholen putins worte.

    • Pfeiffer C 15. Februar 2026 um 11:31 Uhr - Antworten

      Wirtschaftswunderwuzzis Merz „Traces of destruction“ – Merz gehörte folgenden Aufsichtsräten, Beiräten und Verwaltungsräten an:

      DBV-Winterthur Holding – Alba / Interseroh – Commerzbank (bis Ende 2009) – IVG Immobilien (bis Mai > 2010) – HSBC Trinkaus & Burkhardt (bis 2011) – Axa Konzern (bis Juni 2014) – BASF Antwerpen N. V. (bis > Juni 2014) – Borussia Dortmund (bis Juni 2014) – Deutsche Börse (bis Mai 2015) – Stadler Rail (bis April > > 2020) – Flughafen Köln/Bonn (2017 bis 2020) – WEPA Industrieholding (2009 bis 2021) – BlackRock Asset > Management Deutschland (Aufsichtsratsvorsitz von 2016 bis 2020)

      Und jetzt kommts – Merz sagt u.a. während der aktuellen Münchner Sicherheitskonferenz:

      „Deutschland allein wird in den nächsten Jahren mehrere Hundert Milliarden Euro investieren.“ In „glaubhafte Abschreckung“. Genauer: fünf Prozent des BIPs, wie (fast) alle Alliierten. Und dazu hat Deutschland sogar „seine Verfassung verändert“.

      Kleine volkswirtschaftliche Erinnerung, Herr BlackRock-Kanzler:

      „Jeder Euro in Bildung kommt zehnfach zurück. Jeder Euro in einen Panzer dagegen bleibt ein Euro, denn der Panzer steht im besten Fall herum, bis er rostet. Im schlechtesten wird er vorher zerschossen. Es gibt aus einer volkswirtschaftlichen Perspektive wenige Investitionen, die sich so schlecht rechnen wie die in Rüstungsgüter.“

      Ausgenommen natürlich, man trägt das Mannschaftsleiberl von RTX – Honeywell -Lockheed Martin – Safran – Northrop Grumman – General Dynamics – Rheinmetall – BAE Systems – Thales – L3Harris Technologies

      Aber Gott sei dank, Herr Merz, dreimal sei es gelobt, gepriesen und gepfiffen gelobten Sie ja nach dem 2. gelungenen Kanzlerversuch:

      Den Amtseid und das Gelöbnis:

      „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

      Und Ihr Eid wiegt ja mehr als die 313 Milliarden 23-erJahre Umsatz der oben genannten Rüstungskonzerne…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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