
Stromnetz in drei niederländischen Provinzen „voll“ – Betreiber warnt vor Blackouts
Das niederländische Stromnetz hat in drei zentralen Provinzen einen kritischen Wendepunkt erreicht. Der Netzbetreiber TenneT warnt, dass das Hochspannungsnetz dort nun mit voller Kapazität arbeitet und kaum noch neue Nutzer aufnehmen kann. Die Probleme werden von Netto-Null Politik der EU und der Länder maßgeblich verursacht.
Ohne rasches Eingreifen könnte bereits in diesem Sommer ein Stopp für neue Anschlüsse verhängt werden, was Wohnprojekte, kleine und mittlere Unternehmen und das allgemeine Wirtschaftswachstum gefährden würde, heißt es. Robert Kuik, Direktor für Netzplanung bei TenneT, bezeichnete dies als „dringende Warnung“ und betonte die Notwendigkeit, „gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen“ zu vermeiden.
Das Problem zeichnet sich allerdings schon seit einem Jahr ab und die Regierung tut offenbar mit dem weiteren Ausbau von solar- und Windenergie alles um es weiter zu verschärfen. Heuer kommt das dank Klimawandel kalte Wetter hinzu um den Stromverbrauch für die Heizung mit Wärmepumpen anzuheizen.
Vor einem Jahr berichtete TKP, dass die Niederländer in den nächsten Jahren ungefähr 200 Milliarden Euro investieren müssen, um das Stromnetz im Einklang mit dem „grünen“ Wandel am Laufen zu halten, so die Betreiber damals. Darüber hinaus werden die Stromkosten für die Verbraucher bis 2040 voraussichtlich auf das Zwei- bis Vierfache des Niveaus von 2025 steigen.
Die niederländischen Politiker ignorierten die Warnungen vor den Folgen ihrer Politik. Die scheidende Ministerin für Klima und „grünes” Wachstum, Sophie Hermans, räumte nun mögliche „erhebliche Folgen” für die betroffenen Regionen, insbesondere Utrecht, ein.
TenneT hob in seinem jüngsten Bericht die starke Belastung der Hochspannungskabel und Umspannwerke hervor. Es erklärte, dass die Überlastung „unsere Hochspannungskabel und Umspannwerke so stark belastet, dass die Wahrscheinlichkeit von großflächigen Ausfällen weiter zunimmt”.
Dies lässt die Gefahr von Stromausfällen befürchten, wenn die Nachfrage ungebremst steigt oder wenn Spitzen in der Erzeugung erneuerbarer Energien mit hohem Verbrauch zusammenfallen, da die Infrastruktur Schwierigkeiten hat, die bidirektionalen Ströme von Sonnenkollektoren, Windparks, Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen auszugleichen.
Die Krise ist auf das rasante Tempo der „Energiewende“ hin zu unzuverlässiger, dezentraler Energie zurückzuführen.
Der steigende Strombedarf, der durch die Elektrifizierung von Haushalten, Verkehr und Industrie angetrieben wird, kollidiert mit einer massiven Einführung dezentraler erneuerbarer Energien, insbesondere von Solar-PV auf Dächern und in landwirtschaftlichen Betrieben.
Das Stromnetz, das vor Jahrzehnten größtenteils für den einseitigen Stromfluss aus zentralen Kraftwerken konzipiert wurde, war nie für dieses Volumen an lokaler Erzeugung und variablen Lasten ausgelegt.
Ausbauprojekte verzögern sich aufgrund von Genehmigungen, Kosten und Engpässen in der Lieferkette erheblich, sodass die Verstärkungen weit hinterherhinken.
Der neue Bericht von TenneT unterstreicht die Dringlichkeit und stellt fest, dass das Hochspannungsnetz in diesen drei Provinzen seine Kapazitätsgrenze erreicht hat und dass entschiedene Maßnahmen erforderlich sind.
Er nennt vier wichtige Maßnahmen: Beschleunigung des Baus kritischer Infrastruktur, Intensivierung des aktuellen Maßnahmenpakets, Diskussion über die Akzeptanz höherer Betriebsrisiken zur Entlastung und Einbeziehung der Haushalte, um mit intelligentem Kapazitätsmanagement Spitzenlasten zu vermeiden.
Ohne zusätzliche Maßnahmen droht sogar neuen Häusern die Verweigerung des Netzanschlusses, was die nationale Wohnungsknappheit noch verschärfen würde, heißt es in dem Bericht.
Stromknappheit durch „Energiewende“ und Netto-Null Politik der EU
Rund 14.000 Unternehmen und Institutionen im ganzen Land stehen bereits vor langen Wartezeiten für Upgrades oder neue Anschlüsse, wobei das Problem in den zentralen Niederlanden am akutesten ist.
Die Diskussion wird in den Niederlanden schon länger geführt, wie auch im Juni 2025 berichtet. Die Niederlande haben im Vorjahr schon mit der Rationierung von Strom begonnen, um die Belastung des Stromnetzes zu verringern.
Es ist nun schon mehr als ein Jahrzehnt, dass versucht wird, die Energienutzung aggressiv auf Strom umzustellen. Die anderen Verteilnetze für Energie wie Erdgas, Erdölprodukte und sogar Kohle werden stillgelegt oder zumindest eingeschränkt. Stromnetze können die benötigte Energie nicht mehr in vollem Ausmaß transportieren.
Die EU arbeitet intensiv daran diesen technischen und wirtschaftlichen Irrsinn auf die Spitze zu treiben. Das EU-Parlament hat das Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 nun endgültig und verbindlich in Gesetzesform gegossen. Damit wird der radikale Klimakurs zementiert – trotz massiver wirtschaftlicher Warnungen und realer Zweifel an der Machbarkeit.
Kritiker sehen darin den nächsten Schritt in die Deindustrialisierung: Höhere Energiepreise, massive Abwanderung von Unternehmen, Verlust von Millionen Arbeitsplätzen und eine weitere Belastung der Bürger durch teure Umrüstungen und Steuern. Die EU setze auf Technologien, die noch nicht marktreif sind, während China und die USA ihre Industrie massiv ausbauen.
Der Beschluss komme zu einem Zeitpunkt, an dem die Energiewende wie in den Niederlanden zu sehen bereits an ihre Grenzen stößt – mit explodierenden Stromkosten, Abschaltungen von Erneuerbaren und sinkender Wettbewerbsfähigkeit. Statt Anpassung und Pragmatismus treibe man Europa weiter ins Verderben.
die Niederlande haben auch Gasknappheit wie die Daten der AGSI von heute zeigen:

Angesichts dieser Erfahrungen in den Niederlagen und der Gasmangellage in Deutschland stellt sich die Frage, ob es nur um Dummheit der handelten Politiker und völlige Ahnungslosigkeit über fundamentale Grundlagen von Technik und Naturwissenschaft handelt, oder um Absicht.
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Schwer zu sagen. Von der Auswirkung ja kein Unterschied. Vermutlich eine Kombination von Kult-Glaube mit ideologischer Verirrung, Ahnungslosigkeit, und Steuerung aus dem Hintergrund. „Europa ist zum Abschuss freigegeben“ war ja mal so ein Zitat. Dass das ganze System hat kann ja wirklich niemand mehr leugnen.
Das ist ja eben das Problem der EU, wenn Oligarchen in der EU schalten u. walten können wie sie wollen.
Diese katastrophale Entwicklung die zu immer mehr Knechtung der EU-Bürger führt wurde von Russland bei Zeiten erkannt, nämlich durch Herrn Putin persönlich.
Russische pro-westliche Oligarchen die die Politik in Russland schmieren und durchfilzen wollten, werden vom Kreml vorher freundlich vorgeladen unter einem 4-Augen-Gespräch mit Putin. Bei Ignorierung von Putin’s freundlichen Worte erfolgt die Deportierung in den Gulag und die Enteignung des Oligarchen.
Die Folge ist, dass Russlands Wirtschaft immer mehr erstarkt sowohl militärisch als auch auf allen anderen Gebieten der Wirtschaft. Vernichtungen von Agrarwirtschaft kennt Russland nicht. Bäuerliche Höfe werden gefördert. Die EU-Politik ist ganz klar zum Scheitern verurteilt.
Der dezentrale Ansatz wurde immer gelobt. Nützt dir nur nichts wenn der nicht durchgängig aufrechterhalten werden kann, sondern Nachts und im Winter dann doch wieder gestützt werden muss. Wenn man ehrlich wäre würde man sagen wer dezentral sein will, muss damit dann auch leben, dann wäre das ok.
Das Stromnetz wird jetzt dafür teuer ausgebaut, bringt im Prinzip nichts weils den Flatterstrom letztlich nicht besser macht, und in 20 Jahren wenn die Kernfusion kommt wirds auch noch wieder abgebaut, oder bleibt als Industrieruine stehen.