Deutschland verteuert Strom weiter mit höheren E-Auto Subventionen

17. Januar 2026von 2,3 Minuten Lesezeit

Die deutsche Regierung bereitet die Wiedereinführung hoher Subventionen für Elektrofahrzeuge (EVs) vor. Geplant ist eine Erhöhung der Subventionen von bis zu 6.000 Euro für Käufer von Elektroautos. Damit werden Steuerzahler und Stromkunden weiter belastet

Wie die Bild gestern berichtete, wird Bundesumweltminister Carsten Schneider von der SPD das Programm am 19. Januar der Öffentlichkeit vorstellen. Die Subvention beläuft sich auf 1.500 bis 6.000 Euro pro Auto und wird rückwirkend für alle gewährt, die nach dem 1. Januar 2026 ein Auto gekauft haben und die Förderkriterien erfüllen.

Die finanzielle Unterstützung wird an private Haushalte – nicht an Unternehmen – gezahlt, die in ein neu hergestelltes vollelektrisches Auto investieren. Sogenannte Plug-in-Hybridfahrzeuge, die einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor und einer Batterie kombinieren, werden ebenfalls subventioniert, jedoch in geringerem Umfang.

Insgesamt stellt die Bundesregierung 3 Milliarden Euro für das Programm bereit.

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„Das ist genug Geld für rund 800.000 Autos in den nächsten drei bis vier Jahren”, sagte Schneider gegenüber deutschen Medien und fügte hinzu, dass er das Programm als „Impuls für die Elektromobilität in Deutschland sowie für unsere heimische Automobilindustrie, die großartige Elektroautos produziert”, betrachte.

Steuerzahler subventionieren also E-Autos für 800.000 Käufer, oder etwa 1 Prozent der deutschen Bevölkerung. Vorausgesetzt natürlich, dass die Stückzahl trotz hoher Subventionen verkauft werden kann. Was angesichts der allgemeinen Abkehr von den E-Autos jedoch nicht sicher ist.

Eine Vergrößerung der Flotte von E-Autos wirkt sich aber auch auf den Strombedarf aus, und das noch dazu zur ungünstigsten Zeit, denn der zusätzliche Strom muss erst erzeugt und zu den Autos gebracht werden. Netzausbau und Ausbau der Erzeuger werden zu weiteren Preiserhöhungen führen.

Deutschland ist ohnehin nur mehr ganz selten in der Lage den eigenen Strombedarf zu decken, wie diese Grafik von Agora für die Zeit vom 11.1. bis 17.1 2026 zeigt:

Die rote Linie, die den Stromverbrauch anzeigt liegt mittlerweile bereits permanent über der Erzeugung. Der blaue Teil ist teurer und umweltschädlicher Strom aus Windparks, gelb der im Winter logischerweise mickrige Anteil aus Solaranlagen.

Der Experte Rainer Zitelmann bezeichnete die Pläne in einem Beitrag auf X als verrückt: „Irre. Irre. Irre. Bis zu 800.000 E-Autos sollen mit bis zu 6000 Euro pro Auto mit Steuermitteln gefördert werden. Merz-Regierung setzt die Linie von Merkel&Habeck fort. Wenn E-Autos doch überlegen sind, wie wir täglich hören, warum braucht es das dann?“


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5 Kommentare

  1. PeKaSa 17. Januar 2026 um 19:10 Uhr - Antworten

    Vielleicht muss der deutschen Autoindustrie über den Berg geholfen werden, bis wieder auf Verbrenner umggestellt ist…

  2. 1150 17. Januar 2026 um 10:12 Uhr - Antworten

    ff merz(cdu) beklagte diese woche in halle/sachsen vor der industrie und handelskammer die abschaltung der atomkraftwerke durch die cdu unter merkel und der ampel …..
    ich fass es nicht, freiluftpsychiatrie oder was?

    • 1150 17. Januar 2026 um 12:49 Uhr - Antworten

      nachtrag,
      ff meinte auch, die °°deutschen°° wären zu faul, würden zuviel feiern und sind zu oft im krankenstand …

  3. Jan 17. Januar 2026 um 8:48 Uhr - Antworten

    Die Idee ist, dass sich Energiepreise auf einem höheren Niveau stabilisieren können. Dazu gibt es eine Reihe von Machbarkeitsstudien und die Bundesregierung lässt sich entsprechend beraten. Damit das eintritt, muss angeschoben werden. Es gäbe keine Alternative, heisst es.

    Die OPEC+ hat über viele Jahre versucht, den Ölpreis zu erhöhen, um US-Fracking und alternative Energie zu fördern. Das hat immer zu verringerter Nachfrage und BIP-Rückgang geführt. Offenbar ist es nicht möglich, den Energieanteil an Waren und Dienstleistungen von zB 5% auf 20% zu erhöhen. Dazu kommt, dass man diesen Anteil nicht wirklich kennt.

    Wenn wir Energie sparen müssen, würden für Kurzstrecken kleine Gefährte reichen, die wenig Masse bewegen. Diese müssten allerdings deutlich billiger verkauft werden, man fürchtet um den Motor Automobilindustrie. Es geht vorne und hinten nicht zusammen!

  4. Daisy 17. Januar 2026 um 6:32 Uhr - Antworten

    Ich würde ein E-Auto nicht mal geschenkt haben wollen.
    Ich muss oft weite Strecken zurûcklegen und zudem geht mir diese totale Überwachung und der schrille Alarm bei jedem Sch… auf den Geist. E-Autos kann man am Gebrauchtwagenmarkt nicht mehr weiterverkaufen und die Batterien sind bekanntlich explosiv. Hinzu kommen die horrenden Strompreise. Schland hat entweder die dümmste Regierung weltweit oder die oikophobste (mit dem größten Hass auf die eigene Bevölkerung, weil sie das Land sukzessive zerstört)…oder beides…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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