Das Überschwemmungsgleichnis

25. Dezember 2025von 6,4 Minuten Lesezeit

In den sozialen Medien geht derzeit in unterschiedlichen Sprachen ein Zitat von Michael Klonovsky viral, der Flüchtlinge in einem Überschwemmungsvergleich symbolisiert. Aber niemand fällt auf, dass der „Deutsche Denker“ ein grobes Missverständnis der Situation, oder Angst vor der Wahrheit demonstriert.

Das Klonovsky- Gleichnis (übersetzt aus englischer Version):

„Wenn das Haus Ihres Nachbarn durch eine Überschwemmung zerstört wird und Sie dem Betroffenen Obdach gewähren, sind Sie ein guter Mensch.

Wenn Sie ihn weiterhin eine Zeit lang beherbergen und verpflegen, sind Sie ein sehr großzügiger Mensch.

Wenn Ihr Nachbar, nachdem die Überschwemmung zurückgegangen ist, Ihr Haus nicht mehr verlassen will, sondern weiterhin auf Ihre Kosten leben möchte, und Sie dies dulden, dann sind Sie ein fast schon krankhaft selbstloser Mensch.

Wenn Sie ihn weiterhin beherbergen, selbst nachdem er sich in Ihr Leben einmischt, Ihre Bräuche missachtet oder verurteilt und von Ihnen verlangt, aus Rücksicht auf ihn langjährige Gewohnheiten aufzugeben, beispielsweise auf bestimmte Speisen zu verzichten, dann sind Sie wahrscheinlich etwas geisteskrank.

Wenn Sie darüber hinaus akzeptieren, dass er immer mehr Zimmer in Ihrem Haus für sich beansprucht und Sie aggressiv behandelt, weil Sie den falschen Gott anbeten, dann brauchen Sie dringend Hilfe.

Wenn Sie dennoch darauf bestehen, dass er bleiben darf, selbst nachdem er Ihre Tochter vergewaltigt, Waffen im Keller hortet und … Wenn Ihnen jemand Gewalt antut, bis hin zum Töten anderer, und Ihnen gesagt wird, Sie dürften ihm die gleichen Rechte aus Ihrem Mietvertrag nicht verweigern, dann sind Sie völlig verrückt und hoffnungslos verloren.

Und wenn Ihnen die Hausverwaltung im Namen des Bürgermeisters erklärt, Ihr ehemaliger Nachbar und neuer Mitmieter verhalte sich völlig angemessen, er habe genau dasselbe Recht auf Ihr Haus wie Sie und jeder andere, und Ihre heilige Pflicht bestehe nun darin, die Renovierung seines durch die Überschwemmung beschädigten Hauses zu bezahlen, dann leben Sie wahrscheinlich im besten Deutschland, das es je gab.“

Die Fehler des Gleichnisses

Klonovsky stellt die Fluchtgründe als „Überschwemmung“ dar. Aber was die Menschen vertreibt ist keine Naturkatastrophe, nein auch nicht der „Klimawandel“. Was diese Menschen vertreibt ist von Menschen verursacht, und von Menschen, welche diejenigen regieren, die ihnen nun ein Dach über dem Kopf geben. Es ist keine „Überschwemmung“, keine Naturkatastrophe, sondern es sind Gründe, welche hätten verhindert werden können, und zwar von jenen, die sich Politiker nennen und nun von den Gastgebern verlangen, gastfreundlich zu sein. Es ist das unfaire Wirtschaftssystem, das ausbeuterische Finanzsystem, und es ist der Regen von Bomben und Gewalt in den Regionen, aus denen die Menschen kommen.

Und noch etwas stimmt nicht an dem Gleichnis von Klonovsky. Es ist nicht der Nachbar, der Unterschlupf sucht, sondern es ist ein Wildfremder, der von denjenigen ganz bewusst ins Land geholt wird, welche die Politik des „Gastgebers“ bestimmen. Es ist der Politiker, der die Regeln des Gastgebers bestimmt, welcher verhindert, dass der „Nachbar“ auf kriminelle Machenschaften überprüft wird. Es ist der Politiker, der eine Vermischung von kriminellen Elementen mit echt Notleidenden zulässt. Es ist der Politiker, der seine Politik dadurch rechtfertigt, indem er „moderate Rebellen“ als Verfolgte darstellt.

Warum der Unterschied wichtig ist

Was Klonovsky macht, ist Populismus. Er analysiert ein Problem nicht vollkommen falsch, identifiziert aber die falschen Schuldigen, was vermutlich ungefährlicher ist, als den wahren Schuldigen zu benennen. Er beschreibt den Schutzsuchenden und den Obdachgebenden als die Akteure eines großen Fehlers. In Wahrheit bleiben die wahren Schuldigen im Hintergrund. Allenfalls könnte man die Schuld des Obdachgebers darin sehen, zugelassen zu haben, dass sich die Politik, welche das Leben der beiden angeblich Schuldigen bestimmt, in die Richtung entwickelt hat, welche die Zustände verursachten. Aber damit würde man angesichts der Perfektion der Indoktrination und Propaganda das schwächste Glied der Schuld treffen.

Problembeseitigung

Was Klonovsky implizit behauptet ist, dass das Problem gelöst wäre, wenn der unerwünschte Gast aus dem Haus getrieben wäre, dann schneidet er nur kurz und schamvoll im letzten Absatz das grundsätzlich Problem an, nämlich die politischen Grundlagen. Aber das Hauptproblem seiner Allegorie ist, dass er den Anschein erweckt, Flüchtlinge und Gastgeber seien selbstbestimmte Akteure. In Wahrheit sind es Marionetten, welche durch Entscheidungen und Aktionen von jenen zu ihrem Verhalten gebracht werden, die der „deutsche Denker“ nur am Ende ganz kurz einmal hat aus dem Schatten treten lassen, statt sie in den Mittelpunkt einer Allegorie zu stellen.

Das alternative Gleichnis

„In einem Land mit hart arbeitenden Untertanen, dessen Kontinent Westland genannt wurde, ging es den Herrschern gut, aber sie wollten mehr. Es zog sie in die Ferne, und so wanderten sie, gemeinsam mit den übermütigen Herrschern der Nachbarländer in weit entfernte Länder. Zunächst ging es nur darum gegen Glasperlen Gold einzutauschen und zu verhindern, dass in der Ferne Konkurrenz für das eigene Land entstand. Aber immer wenn sich dort Widerstand regte, die Glasperlen zu akzeptieren, sorgten sie dafür, dass die dortigen Herrscher jene waren, mit denen man die guten Geschäfte machen konnte.

Das wurde aber im Laufe der Zeit immer schwieriger, und immer häufiger wurden die fernen Länder ungastlich, wollten die Glasperlen einfach nicht mehr akzeptieren, weshalb dann immer härtere Maßnahmen ergriffen wurden, damit die Herrscher für sich und ihre Untertanen weiter das Gold bekamen. Da kamen die Herrscher in Westland auf eine tolle Idee. Sie erklärten ihren Untertanen, dass sie den fremden Völkern unbedingt die Religion des Globalismus bringen müssten, weil nur so diese Völker vor dem Fegefeuer gerettet werden könnten. Und so nickten die Untertanen, nicht ahnend, was kommen würde.

Mit Feuer und Schwert brachten dann die Herrscher von Westland die Religion des Globalismus in die fernen Länder. Indem sie fremde Länder gegeneinander hetzten ging zunächst alles ganz gut ohne den Einsatz eigenen Goldes. Aber als Nebeneffekt entstanden Völkerwanderungen, die schon bald auch an den Grenzen der eigenen Länder standen. Und da kamen die Herrscher von Westland auf eine neue tolle Idee. Sie erklärten den eigenen Völkern: „Wir brauchen fähige Arbeitskräfte, um unseren Wohlstand zu erhalten, also lassen wir sie herein“. Und so hießen die Untertanen der Länder die Neuankömmlinge willkommen und teilten mit ihnen, was die Herrscher ihnen übrig ließen.

Aber schon bald wurden die Untertanen unruhig, denn unter den Neuankömmlingen waren Menschen, die nicht arbeiteten, sondern mordeten. Aber auch darauf hatten die Herrscher eine gute Idee: „Da seht ihr, wie wichtig es ist, dass wir Bomben auf diese Länder abwerfen, weil, das sind alles Terroristen, und wir müssen nur ein paar Mordverbotszonen bei uns einrichten und ein paar neue Gesetze erlassen, damit wir euch und sie besser kontrollieren können, dann wird das schon wieder besser werden.“

Aber tatsächlich wurde die Situation nur noch schlimmer. Und die Herrschenden fragten sich, wie sie das Problem wieder loswurden. Sie konnten ja keinen 180°-Schwenk machen, das hätte sie entlarvt. Also ließen sie ein paar Untertanen über die Neuankömmlinge schimpfen und fluchen, bis die ganze Gesellschaft so weit war, dass sie sagen konnten: „Wenn ihr das unbedingt wollt, werden wir sie wieder zurückschicken“. Und so war geschickt eine Herrschaftskrise verhindert worden, und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie heute noch.“

Bild: Syrische Flüchtlinge auf dem Weg in die Türkei (künstlerisch verändert)

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Migrations-Heuchler

Schulbeispiel: Syrienpolitik und Fachkräftemangel

9 Kommentare

  1. Jan 27. Dezember 2025 um 6:03 Uhr - Antworten

    Es gehört aber auch erwähnt, dass ausschließlich Parteien gewählt werden, die ihren Wählern schaden.

    Es gibt so ein wenig einen Wettbewerb, wer gewinnt: Die Partei, die sagt, wir werden Euch schaden und die Wähler, die sagen, Euch wird nichts einfallen, was uns abhalten könnte, Euch zu wählen!

    Es besteht ein Unterschied, zwischen Menschen die nicht genug Eiweiß zur Hirnentwicklung erhalten und auf verseuchten Müllkippen arbeiten müssen und indiskutable Schulen haben und Menschen, die alle Chancen haben und dennoch Kriegstreiber wählen.

    Irgendwo haben Menschen auch Verantwortung für das, was mit ihnen passiert. Wenn wir alle als Opfer bezeichnen, entmündigen wir sie.

    Allerdings zeigen die aktuellen Geschehnisse eine Begrenzung des demokratisch-rechtsstaatlichen Prinzips: Die Mehrheit zwingt der Minderheit ihre völlig irrationale und lebensfeindliche Entscheidung auf, der Schutz des Individuums gilt nicht mehr – sei es in der Frage giftiger Spritzen oder bei der Zwangsrekrutierung junger Männer in der Ukraine.

  2. audiatur et altera pars 26. Dezember 2025 um 12:45 Uhr - Antworten

    Es sind nicht (nur bzw in erster Linie) „die Politiker“. „Die Politiker“ waren und sind Getriebene der Medienmaschine. Seit der Notrufnummer 911 befeuerten sämtliche führenden Köpfe der Medienmaschine sämtliche Ressourcenkriege um das liebe Öl. Dies ist nicht zuletzt auch ein wesentlicher (Hinter-/Förder-)Grund „der Guten“ für das dämliche Klimagedöns. Und wer etwas genauer hinschaut, der bemerkt, dass 99,999% der leidlichen Quassler in den Chefredaktionen, die heute teils den Identitären das Wort reden, bei diesen Kriegen alle ganz vorne dabei waren. Corona war die erste Ausnahme, bei der einige (wenige, wenngleich führende Köpfe der UR-„Cancel Culture“) ausscherten, weil sie wohl bemerkten, welche Geister sie da eigentlich gerufen haben. Man mag sich heute pro forma bei Servus rinkslechts in die Haare kriegen. Sie waren und sind aber alle Teil ein- und derselben eingeimpften Medien-Logik: It’s the Rolex, stupid, isn’t it?!
    Noch irregängiger als die Roll-Exen sind mE allerdings eigentliche 911-Aufklärer der ersten Stunde, die um des ewigen Ego-Radaus Willen heute mit den Identitären quasi gemeinsame Sache machen. Das ist so ziemlich das Dümmste, was man machen kann. In meinen Augen besteht zwischen einem Martin Sellner und einem Pierre Vogel kein allzu großer Unterschied und beide vereint eine seit Anbeginn extrem überdurchschnittliche Präsenz in dieser Propagandamaschine. Guckstdu nach Nahost und siehst sie auch, heute völlig unverschämt offiziell eingeladen sogar ins weiße Haus und in Zusammenarbeit mit unseren Innenministerien? Die Heuchelei kennt seit jeher keinerlei Grenzen im Hause Bel-Ami. Der Salonlinke Sohnemann „Augst€in“ (eigentlich einer der mutigeren der höheren Etage) sprach unlängst von „Nihilismus“. Ich musste herzlich lachen.

    • rudifluegl 26. Dezember 2025 um 16:28 Uhr - Antworten

      Ich möchte wirklich mal wissen, warum Kommentare von mir so oft unterdrückt werden?

      • Dr. Peter F. Mayer 27. Dezember 2025 um 22:27 Uhr

        Sie geben immer wieder Texte ein zweites Mal ein, wenn sie nicht gleich erscheinen.

        Und das wird vom Spamschutz als Spam erkannt.

        Und den Spamschutz brauchen wir leider unbedingt. Auf den Algorithmus haben wir leider keinen Einfluss.

  3. Pfeiffer C 26. Dezember 2025 um 11:15 Uhr - Antworten

    Überschwemmungsmetapher? Falsch – Der durchgesetzte EU-Überschwemmungsplan („Make Europe Little again“ wäre passender), made by Soros – vor dem Hintergrund der global permanenten desaströsen Auswirkungen des US-Militärisch-Industriellen Komplexes:

    Am 29. September 2015 veröffentlichte der Spekulanten-US-Milliardär einen Artikel, in dem jeder genau nachlesen kann, wie Soros sich die Zukunft in Sachen Migration bzw. Flüchtlingskrise vorstellt. Fakt ist auch, dass die Ansichten der politischen Eliten deckungsgleich mit den Vorstellungen Soros sind und sie sie Stück für Stück wie geplant umsetzen.

    Hier Auszüge aus George Soros Sechs-Punkte-Plan von 2015:

    Die EU muss mindestens eine Million Asylbewerber pro Jahr in der nahen Zukunft akzeptieren. Dafür müssen die Lasten fair verteilt werden, ein Prinzip, dass die Mehrheit der EU-Staaten bei ihrem Treffen am 23. September beschlossen hat. Die Finanzierung ist kritisch. Die EU sollte 15 000 Euro für jeden Asylbewerber bereitstellen und ihm damit die Unterbringung , die Gesundheitsvorsorge und die Ausbildung in den ersten zwei Jahren finanzieren. Damit wird die Aufnahme von Asylbewerbern auch für die Mitgliedsstaaten anziehender. Diese Gelder können eingesammelt werden, in dem langfristige Bonds angeboten werden, die die hohe Kreditwürdigkeit nutzen und gleichzeitig einen fiskalischen Anreiz für die Europäische Wirtschaft bieten. Flüchtlinge da unterzubringen, wo sie hinwollen und wo sie erwünscht sind ist eine notwendige Bedingung für den Erfolg.

    Die EU muss die Führung in der weltweiten Anstrengung übernehmen, Jordanien, Libanon und die Türkei finanziell zu unterstützen, damit die vier Millionen Flüchtlinge dort versorgt werden können. Pro Jahr kostet das 5000 Euro pro Flüchtling, insgesamt eine Summe von 20 Milliarden. Die Türkei erhält bisher erst
    eine Milliarde.
    Die EU sollte spezielle Wirtschaftszonen mit bevorzugtem Handelsstatus in diesen Regionen einrichten- einschließlich Tunesien und Marokko, um das Investment anzukurbeln und Jobs für Flüchtlinge und Einheimische zu schaffen.

    Fakten:

    Libanon 6.11.2015:
    Die Europäische Union finanziert den größten Teil der Hilfsmaßnahmen in der Region. In den vergangenen Jahren flossen 4,2 Milliarden Euro. Unter dem Eindruck der Flüchtlingsströme stockten die EU-Staaten sein Budget zusätzlich noch einmal auf: 200 Millionen Euro kann er in diesem Jahr zusätzlich verteilen, im kommenden Jahr werden es weitere 300 Millionen Euro sein.

    Türkei-Deal März 2016:
    Türkei verbessert Grenzschutz. Dafür stellt die EU bis 2018 sechs Milliarden Euro zur Verbesserung der Lebensumstände der Flüchtlinge in der Türkei bereit.

    usw.

  4. rudifluegl 26. Dezember 2025 um 6:23 Uhr - Antworten

    „Wenn das Haus Ihres Nachbarn durch……..
    OIje, oje herjemine.. da wird`s hiesig, da hätte ich all zu viel zu schreiben, da ich teils beruflich mit heimsuchenden heimgesuchten zu tun hatte….! Und ich ein Kind von Häuslbauern in Siedlungen bin, die sogar Studenten aus den arabischen Raum ins Haus nahmen und ich einiges von denen lernte.
    So ganz grob einmal.. die, die hier überhaupt ein Haus haben, haben sich dieses oft hart erarbeitet, gegen einstige feudale Unterdrückung, mittels Zusammenschluss gegen schlechteste Arbeitsbedingungen, gegen bürokratische Vorschreibungen und dem überleben von unsinnigsten Militärdiensten, mittels einstiger Solidarität und gegenseitiger Hilfe auch beim Hausbau, mittels großen Mühen um Kindern etwas weiter zu geben usw.!
    Dennoch mit dem Glück es hier zu schaffen und nicht in fernen Ländern um zu kommen, falls man es nicht in der Ferne auch schafft.
    Dies unterscheidet in der zwingenden Motivation und falschen Utopien im Kopf, die jetzigen und früheren heimsuchenden und schaffenden nicht all zu sehr. Wahrscheinlich ist das System der Schlepper von den früheren Auswanderungsorganisationen und der Umstand dass es jüngeren mit etwas Geld im Hintergrund mit diesen „Reisehelfern“ leichter fiel/fällt nicht gar so unterschiedlich.
    Ich höre gerade dazu passend im Dorf UNI TV, zufällig über die einstige Kartoffelfäule in Irland, wo ich auch schon über „Absichtliches“ von Engländern gelesen habe, welches zu einer „Reisewelle“ geführt hat.
    Das ewige Gerede von der Mentalität z.B. war bei „geladenen“ Arbeitern aus Anatolien dazumals so viel oder wenig angebracht wie bei heutigen Leuten aus Fernost. Anatolier hatte ich als 20jähriger als Freunde.
    Allerdings kommen jetzt grausame Erfahrungen durch Krieg und Terror, erlebt von kleinauf und doch, je nach Gebiet (ob städtisch/ländlich) Rückständigkeit wie bei hiesigen vor 30 Jahren, hinzu.
    Probleme die nicht durch Ablehnung, Xoenophobie (_ Man lese die 500 Seiten Erhard Oeser „die Wurzeln der Xenophobie“_ dem engen Kollegen und Schüler von Konrad Lorenz_) beseitigt werden.
    Man bekommt starke Hinweise, dass es nicht/selten um Hautfarben, vorgebliche völlig anderer Lebensstile ging.
    Hauptgründe waren Kriege und damit verbundener Propaganda und sonstigen falschen oder übertriebenen Erzählungen. Auch mit dem Hintergrund Menschen bezüglich Renditen durch Raub oder Arbeit als Sklaven zu halten oder zu ermorden und immer gut da zu stehen. Oder ganz einfach um von wesentlichen ab zu lenken. Die Gründe um Menschen gegeneinander auf zu hetzen sind in „modernen Zeiten“ allerdings exponentiell angestiegen. Wie verwunderlich???
    Mit Beispielen Oesers, auch mit Zeiten vor Christus, dass es auch ganz anders ging! Und komme diesen erfahrenen Verhaltensforscher keiner mit dem „schon“ fremdelnden Kind!
    Wichtig ist mir auch wiederum, da schon oft in Kommentaren geschrieben, dass die Gelder, die Menschen fürs überleben erhalten (- für die Western Union- bleibt bei halbwegs integrierten mit Klein- Familie, mit legalen Arbeiten/Einkommen, kaum etwas über), so etwas wie Subventionen für die kleinräumige hiesige Wirtschaft bedeuten.
    Und komme mir keiner mit dem „ewigen Lied“ (jetzt zu Weihnachten kann auch das andere gesungen werden), dass die fremden mit Geld zugeschüttet werden.
    Der wahre Skandal ist im hiesigem Paragraphen Dschungel zu finden, da nur die zu Sozialhilfe kommen, die gut beraten werden und die sich nicht schämen. Die Gründe warum vor allem Frauen vor adäquaten Geldern ferngehalten werden. Alleinerzieherinnen mit mehr als 2 Kindern oder Großfamilien sind Spezialfälle, für die sich hiesige aus gegensätzlichsten Gründen nicht erwärmen können.
    (Vorsicht jetzt kommt Zynismus um ab zu kürzen!)
    Die Gelder, die durch überhöhten Resourcenverbrauch aus nicht hiesigen Gegenden und durch „Know How“ Weitergabe wiederum an nicht hiesige Gebiete, lukriert werden, führen zu Kinder“gebrauch“ der schlimmsten Arten, in nicht hiesigen Gebieten durch hiesige, die damit hiesige Werte verbreiten!
    Vor 30 Jahren ging ich schon im kriminalpolitischen Arbeitskreis mit der Befürchtung hausieren, dass der hiesige Umgang mit fremden Menschen ähnliches gebieren wird wie in den USA in den 20ern!
    Eine Zeit langen haben die sogar aus ihren Fehlern gelernt.
    Hiesige allerdings, schauten sich da bisher nicht viel ab!
    Über Kolonien, Imperialismus -ismen die sich auch auf dortige stützten, im Westen ausgebildete Machthaber, dortige Sklavenjäger und halter usw. usw. zu schreiben erspare ich mir.
    Frohe Festtage!!!

  5. McAviti 25. Dezember 2025 um 18:53 Uhr - Antworten

    Beide Metaphern haben ihre Schwächen, aber die neue ist um nichts ungefährlicher als die alte.
    Dass der Kolonialismus Europas auch noch 100 oder 200 Jahren später als Wurzel und Entschuldigung für heutige gesellschaftliche Verwerfungen genannt wird, ist Apologetismus, um den Souverän (unter anderem uns selbst) aus der Verantwortung zu nehmen.
    Weder haben die Menschen in Afrika oder im Nahen Osten nicht die Möglichkeit, ihr gesellschaftliches Leben in den Griff zu bekommen, noch hätten wir hier nicht die Möglichkeit, diejenigen abzuwählen, die seit Jahrzehnten gegen die eigene Bevölkerung agitieren und agieren …

    • Jochen Mitschka 26. Dezember 2025 um 7:59 Uhr - Antworten

      „Weder haben die Menschen in Afrika oder im Nahen Osten nicht die Möglichkeit, ihr gesellschaftliches Leben in den Griff zu bekommen“

      Widerspruch, sie hatten die Möglichkeit in der Mehrheit tatsächlich nicht. Die Kolonialmächte hatten auch nach dem offiziellen Ende der Kolonialzeit alles unternommen, um zu verhindern, dass sich in den ehemaligen Kolonien selbstbewusste und eigenständische Gesellschaften entwickeln. Sie ermordeten, führten Kriege, erpressten, korrumpierten, um gefügige Eliten an der Macht zu erhalten. Insofern hatten diese jungen Länder noch nie eine wirkliche Chance sich eigenständig zu entwickeln.

      Außerdem: Wenn man sich außerdem die Situation in der EU anschaut, wo haben dann die europäischen Völker ihre Chancen genutzt „ihr gesellschaftliche Leben in den Griff“, das heißt aus dem Griff einer autokratischen Elite, zu bekommen?

  6. triple-delta 25. Dezember 2025 um 16:08 Uhr - Antworten

    Jeder Beitrag, der sich gegen die Schicksalhaftigkeit bzw. Gottgegebenheit der historischen Entwicklungen stemmt, ist zu begrüßen. Leider vermeidet der Autor, seinen Lesern die volle Wahrheit einzuschenken. Was hier mit „unfairem Wirtschaftssystem“ synonymisiert wird, ist ganz einfach der Kapitalismus. Rosa Luxemburg hat es mal auf den Punkt gebracht: Sozialismus oder Barbarei.
    Inzwischen wissen wir, dass Barbarei nur Faschismus sein kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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