Trump-Putin-Treffen, aber Ukraine-Versorgung gesichert

7. August 2025von 2,2 Minuten Lesezeit

Während sich ein Treffen zwischen Trump und Putin abzeichnet, läuft die ukrainisch-westliche Kriegsmaschine weiter wie geschmiert: Vier Staaten kaufen US-Kriegsmaterial für die Ukraine im Wert von einer Milliarde Dollar.

Trumps „NATO-Deal“ wird Realität. Der Plan ist simpel: Europäische NATO-Staaten kaufen Kriegsmaterial von den USA für die Ukraine. Damit werden amerikanische Waffen nicht mehr auf Kredit an die Ukraine geliefert (wobei letztlich auch die offenen Kosten von der EU übernommen werden müssen), sondern direkt bezahlt – und zwar von einzelnen Staaten. Den Anfang machen Dänemark, Schweden, Norwegen und die Niederlande.

Es begann die Niederlande. Sie kauften militärische Ausrüstung im Wert von 500 Millionen Euro, wie der niederländische Verteidigungsminister Ruben Brekelmans Anfang der Woche bekanntgab. Auch Kopenhagen – Dänemark gilt als besonders engagierter Unterstützer der Ukraine – hat dieselbe Summe zugesagt. Schweden und Norwegen sollen ebenfalls jeweils 500 Millionen US-Dollar versprochen haben. „Die Ukraine kämpft nicht nur für ihre eigene Sicherheit, sondern auch für unsere“, zitiert Reuters den schwedischen Verteidigungsminister Pål Jonson.

Laut Wall Street Journal ist dies nur der erste von mehreren Waffenverkäufen der USA an europäische Staaten, die in diesem Sommer durchgeführt werden. Trumps „NATO-Deal“ umfasst ursprünglich einen Plan im Gesamtwert von 10 Milliarden Dollar. Nicht alle europäischen Länder sind jedoch dabei. Einige, darunter Frankreich und Spanien, wollen sich nicht am Programm beteiligen.

Selenskyj freut sich trotzdem: „Wir haben bereits Zusagen aus den Niederlanden, Schweden, Norwegen und Dänemark – über eine Milliarde Dollar für amerikanische Waffen, die die Ukraine erhalten wird“, schrieb er auf X. „Vielen Dank! Diese Zusammenarbeit mit den NATO-Ländern wird fortgesetzt.“

Der Nachschub für die ukrainische Kriegsmaschine dürfte somit zumindest für die nächsten Monate gesichert sein. Trumps Ultimatum läuft eigentlich am morgigen Freitag aus, doch die Lage hat sich bereits wieder völlig geändert. Nun steht ein Treffen zwischen Trump und Putin im Raum. Einmal mehr zeigt sich: Der US-amerikanische Präsident sollte nicht an seinen Worten, sondern an seinen Taten gemessen werden. Denn was er gestern gesagt hat, hat heute oft keinerlei Bedeutung mehr.

Ob es nun tatsächlich zu einem Treffen der beiden Staatschefs kommt, wird sich zeigen. Putins Kriegsziel der „Demilitarisierung“ der Ukraine bleibt jedoch in weiter Ferne. Die EU wird das ukrainische Militär weiterhin unterstützen, solange es irgendwie möglich ist.


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5 Kommentare

  1. Daisy 8. August 2025 um 7:34 Uhr - Antworten

    Witkoff ist kein Falke. Daher versteht er sich wesentlich besser mit Putin und weiß längst, was zu einem Frieden erforderlich ist. Doch steht Trump auch unter dem Druck des Deep States. Die US-amerikan. Wirtschaft springt nicht an. Man braucht dringend Erfolge.
    Dass Trump versucht, Waffen zu verkaufen, ist an sich in dieser Lage nachvollziehbar. Die Hauptverantwortung haben jene Länder, die ihre Waffen der Ukraine schenken und neue aus US kaufen. Dennoch ist dieses Geschäft sehr amoralisch, denn es verlängert den Krieg und verleiht der abnormalen Koksnase Oberwasser. Diese hat jetzt schon wieder krakeelt, er möchte beim Treffen dabei sein. Putin möchte ihn aber nicht sehen. Seine Illegitimität ist ein seit Monaten ungelöstes Problem. Zudem gibt der Narr in nichts nach, weil er ja die USA und die NATO hinter sich hat.

    Putin Außenamtssprecher sagte, man habe ein „annehmbares Angebot“ erhalten. Das war von Trump/Witkoff.
    Aus dem Vermietertagebuch – Rubrik Live:
    ABC News: Weißes Haus weist Behauptungen zurück, dass Trump und Putin sich treffen. Wie das? Wussten sie bloß nicht, wo und wann?
    Kiew Post: Ohne Selenski kein Treffen.
    Trump trifft sich nur mit Putin, wenn auch Selenski Putin treffen darf?
    Alles, was S. unterschreibt, sei nicht valide, meint Putin. Er möchte S. erst nach Wahlen treffen.
    Washington Post: ein Beamter der Trump Administration sagt, ZUERST muss sich Putin mit Selenski treffen. Politico bestätigt das.

    ???
    Wurde Trump von den Kriegstreibern zurückgeblasen? Graham hat sich wieder durchgesetzt?

    • Daisy 8. August 2025 um 7:52 Uhr - Antworten

      Selenskistein klingt wie ein Klingone, grauslich. Brrr, ich muss das grad hören. Er sagt: Die U. ist Teil von Europa. Deswegen müsse auch die EU bei dem Gespräch dabei sein. Klar, denn die EU will ja, dass Russland kapituliert…

      Das Angebot Witkoffs:
      USA boten Russland die faktische Anerkennung der besetzten ukrainischen Gebiete an.

      Die EU würde das boykottieren. Aber kann sich Trump nicht durchsetzen? Die Selenski-Marionette gehôrt umgehend abgesägt.

    • Daisy 8. August 2025 um 10:37 Uhr - Antworten

      OK, es dürfte so sein, dass Schnorrlenski versucht, das Treffen mit Putin zu sabotieren. Aber Trump bleibt cool und lässt ihn anrennen.

      „Krieg gegen Europa“, warnt Selenskyj und fordert mehr Einfluss für die EU. Währenddessen verhandelt Trump direkt mit Putin – ein Vorabtreffen mit Selenskyj sei „nicht nötig“, so der US-Präsident. Exxpress

      Es ist kein Krieg gegen Europa. Das hätte er wohl gern, der kleine Kläffer. Link folgt…

  2. rudifluegl 8. August 2025 um 3:12 Uhr - Antworten

    Die jeweiligen Typen, die die Käufe unterzeichnen sollten vorsorglich auf ihr jetziges und zukünftiges Vermögen abgeklopft werden. Inclusive der Verwandschaft und sonstigen sich in der Nähe befindlichen!
    Den Vorgang könnte man als Spahnpannespannen bezeichnen.
    Oder als Mennsdorfsches Hühnereier spechteln durch den Sallat Rauch.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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