Ungarn-Wahlumfrage: Orban klar voran

30. Juni 2025von 2,2 Minuten Lesezeit

Viktor Orbans Fidesz-Partei wird die Wahlen 2026 in Ungarn erneut deutlich gewinnen, und eine komfortable Mehrheit im Parlament stellen, das ergibt eine aktuelle Umfrage.

Die Parlamentswahl in Ungarn 2026 wirft bereits ihre Schatten voraus. Ministerpräsident Viktor Orbán strebt an, seine absolute Mehrheit im Parlament zu halten. Als Regierungschef des kleinen Ungarns gilt er als entschiedener Gegner der mächtigen EU-Kommission. Eine aktuelle Sonntagsfrage des regierungsnahen Nézőpont-Instituts bescheinigt der Fidesz-Partei eine komfortable Mehrheit mit 44 Prozent, was ihrem Ergebnis bei der Europawahl entspricht. Damit würde Fidesz 108 von 199 Mandaten im ungarischen Parlament erzielen und ihre Mehrheit behaupten. Im Vergleich zur Wahl 2022 hätte die Partei jedoch knapp zehn Prozentpunkte eingebüßt.

Orbáns Herausforderer Péter Magyar, der von der EU unterstützt wird und die neue Tisza-Partei gegründet hat, erreicht laut der Umfrage 39 Prozent. In der letzten Umfrage des Instituts lag die liberale EU-Opposition bei 35 Prozent, bei der Europawahl waren es 29 Prozent. Magyar befindet sich also im Aufwind.

EU-nahe Umfragen sehen die Tisza-Partei teilweise bei über 50 Prozent. Dem widerspricht das regierungsnahe Nézőpont-Institut entschieden: „Wenngleich die Tisza-Partei suggerieren will, die nächsten Wahlen bereits gewonnen zu haben, zeigt unsere aktuelle Umfrage, dass dies nicht der Fall ist. Fidesz führt weiterhin deutlich“, zitiert die Budapester Zeitung den Leiter des Forschungsinstituts. Orbáns Partei werde die Wahl im nächsten Jahr gewinnen und das Parlament dominieren. „Institute, die den Linksliberalen nahestehen, berücksichtigen hingegen vor allem das Abstimmverhalten jener Wähler, die sich hinsichtlich ihrer Wunschpartei oder Wahlteilnahme bereits sicher sind. Damit wird ein erheblicher Teil der Wähler aus der Kalkulation ausgeschlossen“, heißt es vom Institut.

Neben Fidesz und Tisza würde aktuell nur die nationalistische Partei Mi Hazánk die Fünf-Prozent-Hürde überschreiten und ins Parlament einziehen. Linksliberale Parteien dürften hingegen allesamt an der Hürde scheitern, wobei der Satirepartei MKKP noch Chancen eingeräumt werden.

Die Wahlen finden voraussichtlich im April 2026 statt. Es handelt sich um die erste Umfrage seit März, die Orbán wieder in Führung sieht. Berechnungen linksliberaler Institute hatten teilweise ergeben, dass Orbáns Herausforderer bereits über zehn Prozentpunkte vor der Regierungspartei liegen. Kritiker Orbáns warnen, dass Budapest in eine „Diktatur“ abgleiten könnte, um eine Wahlniederlage zu verhindern.


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2 Kommentare

  1. Karsten Mitka 1. Juli 2025 um 18:25 Uhr - Antworten

    Wie dem auch sei, gewinnt Orban, macht Brüssel das Ergebnis ungültig, hat man ja inzwischen Übung drin.

  2. cwsuisse 1. Juli 2025 um 7:32 Uhr - Antworten

    Unsere deutschsprachigen Lügenmedien prognostizieren eine Niederlage Orbans in 2026.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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