
BRICS ohne gemeinsamen Kurs gegen Trump-Zölle
Bei einem Treffen der BRICS-Außenminister konnte sich der Staatenbund nicht auf eine gemeinsame Erklärung einigen. Die Erweiterung hat ihren Preis.
Die BRICS-Gruppe tut sich zunehmend schwer, mit einer Stimme zu sprechen. Die Außenminister konnten sich am Dienstag nicht auf ein gemeinsames Kommuniqué einigen. Der schnell wachsende Staatenbund ist mit internen Differenzen konfrontiert. Statt einer gemeinsamen Erklärung, veröffentlichte nur das Vorsitzland Brasilien ein Positionspapier.
Darin wird der neue Handelsprotektionismus verurteilt. So erklärt Brasilien weiter, dass die Außenminister der Gruppe bei ihrem Treffen in Rio de Janeiro „ernste Besorgnis über die Aussicht auf eine zersplitterte Weltwirtschaft und die Schwächung des Multilateralismus“ geäußert hätten. Explizit genannt wurden die Vereinigten Staaten nicht.
Im Juli kommen die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten in Rio zusammen. Dass nun eine gemeinsame Erklärung gescheitert ist, sei unerwartet gekommen, sagt eine Quelle aus dem diplomatischen Umfeld der Nachrichtenagentur Reuters. Nun hat man noch etwa zwei Monate Zeit, um die Differenzen bis zum Gipfel auszubügeln.
- Mayer, Peter F.(Autor)
Mittlerweile gehören neben den Gründern Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika auch Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Äthiopien, Indonesien und der Iran zur BRICS-Gruppe. Dutzende Länder haben sich um eine Aufnahme beworben. Die neue Handelspolitik der USA bringt für die Länder unterschiedliche Herausforderungen.
„Die Minister äußerten sich ernsthaft besorgt über die Zunahme ungerechtfertigter einseitiger protektionistischer Maßnahmen, die mit den WTO-Regeln unvereinbar sind, einschließlich der wahllosen Erhöhung gegenseitiger Zölle und nichttarifärer Maßnahmen“, hieß es in der Erklärung.
Das brasilianische Statement soll einen breiten Konsens unter den 11 Ländern widerspiegeln, doch China soll auf einen härteren Ton gegenüber den USA gedrängt haben. Ägypten und Äthiopien weigerten sich wiederum, einige der Formulierungen zu akzeptieren, in denen eine Reform der Vereinten Nationen, einschließlich des Sicherheitsrats, verlangt wird. Dies wird seit Jahren von Brasilien, Indien und Südafrika gefordert.
„Es gab einen Konsens zwischen allen Ländern, der in der Erklärung zum Ausdruck kommt“, sagte der brasilianische Minister für Außenbeziehungen, Mauro Vieira.
Vieira versucht damit aber auch diplomatisch zu kalmieren. Denn die Abschlusserklärung war eine „Erklärung des Vorsitzes“, und die bleibt hinter einer die hinter einer gemeinsamen Erklärung zurück. Damit drücken sich auch neue Herausforderungen für die BRICS-Gruppe aus, die seit 2024 auf 11 Länder angewachsen ist. Ägypten und Äthiopien sollen sich etwa gegen Südafrika als bevorzugten BRICS-Kandidaten für einen reformierten Sicherheitsrat ausgesprochen haben.
„Die Erweiterung hat ihren Preis. Natürlich müssen wir mehr arbeiten, um einen Konsens zu erreichen. Aber gleichzeitig hat eine erweiterte Gruppe mehr Macht, mehr Ressourcen und mehr Raum für Zusammenarbeit. „Das Wichtigste für die BRICS ist es, dafür zu sorgen, dass das multilaterale Handelssystem nicht völlig auseinanderfällt“, analysiert der Diplomat.
Hallo,
,,konnte sich der Staatenbund nicht … tut sich zunehmend schwer … mit internen Differenzen konfrontiert … Statt einer gemeinsamen Erklärung, veröffentlichte nur … Dass nun eine gemeinsame Erklärung gescheitert ist, sei unerwartet gekommen, sagt eine Quelle aus dem diplomatischen Umfeld der Nachrichtenagentur Reuters.“
Oh je gescheitert !!!
Morgen zerfallen die BRICS !
konnte nicht … tut sich schwer … konfrontiert … nur … gescheitert wie originell, die übliche Umrahmung
Na und wenn ,,eine Quelle“ von Reuters das sagt! :-)))
,,Dass nun eine gemeinsame Erklärung gescheitert ist, sei unerwartet gekommen“
Hä?!
Darin wird impliziert, dass eine gemeinsame Erklärung hätte erwartet werden können und nicht nur das, sondern dass eine gemeinsame Erklärung mit so hoher Wahrscheinlichkeit hätte erwartet werden können, dass es ,,unerwartet“ sei, dass es keine gab.
Aber Moment mal! Wie kommt man zu dieser Erwartung?!
Die BRICS-Staaten sind bekanntlich sehr unterschiedlich. Insofern wäre es ja sogar sachlich richtig, von ,,Differenzen“ zu reden, aber in Verbindung mit der Umrahmung bekommt es eine Schlagseite.
Jedenfalls sind die BRICS-Staaten unterschiedlich; von BIP über Außenhandelsvolumen bis zu Außenhandelsbilanzen und auch, wie viel oder wenig sie in diesen einen Staat in Nordamerika exportieren. Außerdem haben die BRICS-Staaten nicht (wie die EU) eine Gemeinschaftswährung, sondern die haben alle ihre eigenen Währungen.
Also sind zu dieser Sachfrage dementsprechend unterschiedliche Positionen zu erwarten.
Wie kommt man dann zum Gegenteil, nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gemeinsame Erklärung zu erwarten?! Höhere Logik?! :-)))
Zumal:
,,Statt einer gemeinsamen Erklärung, veröffentlichte nur das Vorsitzland Brasilien ein Positionspapier.“
Äh … ja … statt einer gemeinsamen Erklärung ein Positionspapier (des Vorsitzlandes).
Das ist eine diplomatische Nuance, die man als solche diskutieren kann, beim Tee oder so, wo man nix besseres zu tun hat. :-)))
Aber konnte nicht … tut sich schwer … konfrontiert … nur … gescheitert
Ja ja ich weiß doch, dass sich gewisse globale Wessis ein Scheitern der BRICS wünschen und dass diese liberalen Hirne das Wort Kooperation nicht verarbeiten können, falsches Dateiformat für die Konkurrenz-Betriebssysteme …
Das weiß ich schon lange, wo ist jetzt die aktuelle Nachricht?
Statt einer gemeinsamen Erklärung ein Positionspapier, eine diplomatische Nuance .
BREAKING NEWS !!!!!! :-)))
China ist ein stark WEF-verbandeltes Land und dient daher dem Wokeismus..
Sanya Po Floridie ist russischstämmiger Trump-Wähler in Florida – so wunderte mich nicht besonders, als er kürzlich argumentierte, dass China gegenüber Russland während des Kriegs bestenfalls neutral ist. Einige Banken tragen sogar „Sanktionen“ mit. China mache, was es China passt – und Russland solle es analog tun. Und selbst wenn es den USA gegen China helfen würde.
Dass es zuletzt im Sommer 2024 in China ein „Sommer-WEF“ gab, ist mir tatsächlich sehr negativ aufgefallen. Falls jemand entlastende Argumente dafür hat – her damit!
Hallo9,
,,im Sommer 2024 in China ein „Sommer-WEF“ gab, ist mir tatsächlich sehr negativ aufgefallen. Falls jemand entlastende Argumente dafür hat – her damit!“
Haha! Was immer ein „Sommer-WEF“ sein soll, falls jemand BElastende Argumente dafür hat – her damit!
Was ist denn an einem „Sommer-WEF“, was immer das sein soll, so belastend?!
Rein rhetorische Frage.
Wenn die Regierung die Macht hat, können sich Netzwerke tummeln, wie sie wollen. D.h. irgendein „Sommer-WEF“ belastend zu finden, das ist die Art zu denken, wenn man gewohnt ist, dass die Regierung Marionetten sind.
Die BRICS-Länder brauchen keine Erklärungen, sondern möglichst freien Handel untereinander, von dem Trumps Zollkriege abprallen. Es gibt bereits Stimmen, Trump würde versuchen, für den Zugang zum US-Markt Handelsschranken gegen China zu fordern. Wenn Indien&Co darauf nicht reinfallen, hat es mehr Wert als Erklärungen.