
Beginnt der Kollaps des Dollars?
Der US-Dollar befindet sich im freien Fall. Viele sagen es seit Jahren vorher, passiert es nun also wirklich? Bricht der Dollar zusammen?
Der US-Dollar ist in den letzten zwei Monaten um über zehn Prozent eingebrochen. Eine Entwertung, wie sie der „Greenback“, der weiterhin die globale Leitwährung ist, schon lange nicht gesehen hat. Dahinter steckt eine Flucht der Anleger aus den USA und aus ihrer Währung. Gold steigt, auch der Bitcoin gilt zunehmend als sicherer Hafen, während Donald Trump von Washington aus eine neue Handelspolitik durchsetzen will.
Wer etwas die Perspektive wechselt, kann aber schnell dagegenhalten: 2020 wurde der Dollar niedriger gehandelt hals heute. Bald darauf erholte er sich und es ging im blendend. Was ist also das Problem?
In Österreich spricht man viel über das Budgetdefizit und die Verschuldung des Staates. Im Vergleich zu den Schulden der USA ist das aber nichts. Alleine seit 2020 haben die USA 10 Billionen Dollar Schulden angehäuft. Die Verschuldung im Verhältnis zum BIP liegt jetzt bei 120 % (Österreich: 86 %). Das akute Problem der USA: In den nächsten 12 Monaten wird man etwa 9 Billionen Dollar an Schulden umschulden müssen, analysiert Graham Summers für Phoenix Capital Research:
„Dies ist eine Zeit, in der Sie wollen, dass Geld in die USA hineinfließt, nicht aus ihnen heraus. Wie werden die USA es schaffen, all diese Schulden zu tilgen, wenn ausländische Investoren aus dem USD und den auf USD lautenden Vermögenswerten fliehen?“
Das sei der Hintergrund zum jüngsten Höhenflug von Gold, das in den letzten zwei Monaten von rund 2.950 US-Dollar pro Unze auf bis über 3.400 Dollar gestiegen ist. Ein Rekordpreis. Noch nie war die Welt so gierig auf Gold wie heute.

Die Entwicklung des Dollars.
Der US-Aktienindex brach in dieser Zeit ein. Langfristig gesehen kann man es als kleinere Korrektur bewerten – wenn sich die Preise nun wieder stabilisieren. Aber was passiert mit den Aktien, sollte es in den USA zu einer Währungskrise kommen?
Der Finanzanalyst Summers glaubt nicht, dass sich die Börsen bereits erholt haben:
„Dies ist eine extrem gefährliche Situation. Die Wahrscheinlichkeit eines Börsencrashs ist jetzt höher als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der sogenannten Pandemie. Unser firmeneigener Crash-Trigger ist jetzt in Alarmbereitschaft. Dieser Auslöser wurde bereits vor dem Crash 1987, dem Tech-Crash und der großen Finanzkrise 2008 ausgelöst.“
Eine massive Entwertung des Dollars hätte weltweit massive Folgen, von Chaos auf den Finanzmärkten über unvorhersehbaren Kapitalfluss zu Inflation und würde wohl zur Schaffung eines neuen globalen Finanzsystems führen müssen. Allerdings sagen nicht alle Analysten einen solchen Kollaps voraus. Im Gegenteil: Der Dollar bleibe weiterhin durch die globalen Märkte gestützt, die Welt setze weiterhin starkes Vertrauen in die US-Wirtschaft.
Im „freien“ Fall befindet sich gar nichts. Das sind keine NÖtenbanker, sondern erfahrene Verwalter eines Finanzimperiums. Zwar auch oft mit Heereserfahrung wie unser glorreicher Karli Nehammer. Aber eben nicht nur.
Es ist möglich, dass wir nach einem Crash das Werkl nicht wieder angeschoben bekommen. Die Dumpfbacken springen dann kollektiv in die Donau, wer setzt dagegen? Kiste Bier!
Hallo,
bisher hatte USA ihre Krisen erfolgreich in die EU exportiert.
Immobilienkreditblase 2008, Privatisierungen in Griechenland (um 2010 rum?), Kapitalverwertungskrise 2020 (ohne angebliche Pandemie wären die Aktien und Dividenden der Pharmakonzerne nicht so toll gewesen), Flüssiggas aus USA statt Röhrengas aus Russland, 2 % vom BIP für Aufrüstung, Sondervermögen für den Krieg gegen Russland …
Jetzt stagniert die Wirtschaft in der EU, Österreichs Schuldenquote sieht noch vergleichsweise gut aus, aber andere EU-Staaten …
Angeblich, wenn diese Geschichtsschreibung stimmt, hatte das Römische Reich zum Unterhalt seiner damaligen Militärmaschinerie so viel aus den unterworfenen Gebieten herausgepresst, dass gegen Ende in diesen Gebieten die Wirtschaft zusammenbrach, so dass da nix mehr rauszupressen war.
Ich weiß nicht, warum mir das dazu einfällt. :-)
Während dessen in China … und ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt kommt Mr. President mit seinen Zöllen …
Da kann alles passieren, entweder China entscheidet sich für Schocktherapie und verkauft jetzt auch noch den Rest seiner USA-Staatsanleihen und Dollarbestände, oder China will 14 % seiner Exporte retten und kauft USA-Staatsanleihen und Dollar.
Und China ist da natürlich der entscheidende wirtschaftliche Brocken, aber man kann in der momentanen Situation davon ausgehen, dass die Rohstoffmächte Russland und Iran eher weniger Interesse daran haben, dass USA weiter Krieg führen kann.
Also ist m.E. zu erwarten, dass es vielleicht keinen dramatische Crash gibt, sondern Stirb Langsam XXV.
Wenn Hollywood nicht nur Propagandadreck drehen würde … :-)))
Wie alle anderen Währungen und Papiergeld, wird auch der US-Dollar sein Ende finden! Momentan sehen wir anhand von Gold, wie das Vertrauen in die von den Regierungen ausgegebenen Papiergeldern schwindet! Ja die Regierungen setzen sogar selbst ihr Vertrauen mehr auf Gold, als auf ihre eigenen Währungen! Nicht umsonst kaufen die Zentralbanken derzeit soviel Gold wie noch nie!
Deswegen wollen die Machteliten alles in eine digitale Währung umwandeln, weil sich dann der Bürger nicht mehr mit seinem Geld aus dem Staub machen kann, wenn das Vertrauen in eine Währung den Bach runter geht! Mit der digitalen Währung ist der Bürger zu allen Spielchen gezwungen, die ihm der Staat aufdrücken wird! Entwertung, Plünderung seines Kontos, Zwangsabgaben, Zahlungsstopp … alles kann der Staat direkt abbuchen, stoppen und bestimmen! Die meisten Bürger sind heute allerdings so naiv und glauben, dass alles was digital ist, ausschließlich zur Verbesserung ihrer Lebensqualität geschaffen wird! Die Bedrohung im Raum durch den WEF Spruch … „du wirst nichts besitzen“, wird immer deutlicher!
Vielleicht sollte man besser den DIGITALEN YUAN kaufen, denn seine INTERNATIONALISIERUNG könnte die Ursache der $ Abwertung sein. Man findet darüber extrem wenig news, aber man findet sie. China labert nicht, China macht.
https://government.economictimes.indiatimes.com/blog/end-of-dollar-era-chinas-digital-yuan-is-reshaping-global-trade-causing-financial-power-shift/119709662
Also sollte man jetzt Dollar kaufen, denn vom Markt verschwinden wird er ja nicht und erholen wird er sich ganz sicher!
Gestern habe ich einen Artikel gelesen, laut dem gewisses Genie auf schwachen Dollar setzen muss, wenn er von der US-Reindustrialisierung träumen will. Sonst bleiben US-Produkte nicht konkurrenzfähig. Das Ding wird also nicht verschwinden, aber steigender Kurs wäre demnach unerwünscht.
USD als Reservewährung wird dabei aufgegeben – wer will schon eine Reserve, die am Welt verliert? Es war aber eh auf Dauer nicht zu halten.