EU-Bürokraten und Politiker erhalten 7. Gehaltserhöhung seit 2022

24. März 2025von 1,9 Minuten Lesezeit

Ab April erhalten rund 66.000 Mitarbeiter der europäischen Institutionen ihre siebte Gehaltserhöhung in nur drei Jahren.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wird die größte Erhöhung ihres Monatsgehalts auf 34.800 Euro verzeichnen, was einem Anstieg von 2.700 Euro entspricht, wie die deutsche Zeitung Bild am 24. März berichtete.

Das niedrigste Grundgehalt für Mitarbeiter der EU-Institutionen wird von 3.361 EUR zu Beginn des Jahres 2024 auf 3.645 EUR steigen. In der höchsten Gehaltsstufe wird es von 23.262 EUR auf 25.229 EUR steigen.

Die Gehälter der Kommissare werden um 2.200 EUR auf rund 28.400 EUR pro Monat steigen. Dazu kommen natürlich noch Diäten, Zuschüsse und allerlei Sonderzahlungen.

Während EU-Beamte in der Regel jährliche Gehaltsanpassungen erhalten, die an die Inflation gekoppelt sind, hat die jüngste hohe Inflation am 1. Juli zu häufigeren und deutlicheren Lohnerhöhungen geführt.

Ironischerweise lehnt die Europäische Kommission eine automatische Lohnindexierung in Mitgliedstaaten wie Belgien ab, da dies ihrer Meinung nach die Arbeitskosten erhöht und die Lohn-Preis-Spirale antreibt.

Die EU hat eine Moderationsklausel aufgenommen, die die Gehaltserhöhung zunächst auf 2 Prozent begrenzt, der Rest wird neun Monate später durchgeeführt.

Die Gehälter der EU-Beamten basierten auf dem Gemeinsamen Index, der die Entwicklung der Lebenshaltungskosten für EU-Bedienstete in Belgien und Luxemburg abbildet.

Er basiert auf den Ausgabenmustern der in diesen beiden Ländern tätigen Beschäftigten. Zur Berechnung wurde die Inflation in Belgien anhand des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) und in Luxemburg anhand des Verbraucherpreisindex (VPI) gemäß den offiziellen EU-Vorschriften gemessen.

Die Inflation stieg 2022 aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Reaktionen auf die Corona Maßnahmen sprunghaft an und erreichte in der EU 11,5 Prozent und im Euroraum 10,6 Prozent.

Danach ging sie stark zurück. Im Februar 2025 lag die Inflation in der EU bei 2,7 und im Euroraum bei 2,3.

Einige EU-Beamte erhalten auch eine Abfindung. Als Charles Michel im September letzten Jahres als Präsident des Europäischen Rates zurücktrat, erhielt er eine „Übergangsentschädigung“ von rund 260.000 Euro, was zu weit verbreiteter Kritik führte.


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10 Kommentare

  1. Jurgen 25. März 2025 um 12:09 Uhr - Antworten

    Daran erkennt man genau, wie hoch die Kaufkraftentwertung des Euro wirklich ist! Inflation ist nur die eine Komponente, der Maßstab aber ist echtes Geld, wie Gold und Silber. Wenn bei denen der Derivate-Papier-Deckel wegfliegt, wird es eklatant sichtbar werden, wie unterbewertet sie noch sind.

  2. palman 25. März 2025 um 2:34 Uhr - Antworten

    . . . und wie es der „Große Soziologe“ Franz OPPENHEIMER (unabhängig von Mir) vor gut „100“ Jahren in seinem Werk „Der Staat“ in einer Kapitel-Überschrift „e r k a n n t“ hat :
    „BEAMTE – die KRONE der SCHÖPFUNG“ !!??!! – und da gibt es doch den schönen Spruch:
    „Von der WIEGE bis zur BAHRE – Formulare – Formulare“ !!??!! ;-)))

  3. Sabine Schoenfelder 24. März 2025 um 19:10 Uhr - Antworten

    „EU-Bürokraten und Politiker erhalten 7. Gehaltserhöhung seit 2022“.- Leute, das habt IHR VÖLLIG FALSCH VERSTANDEN ‼️😳😖
    Das ist keine Gehaltserhöhung, das sind Zustimmungsgebühren, Be- und Gesinnungsgelder, Wahlanregungen, ein „Bestechli“ und SCHMERZENSGELD, damit man das ganze Jahr über dieses, traurige, korrupte EU-Theater e r t r ä g t ! Das zählt bereits zu den Kriegsinvestitionen….und nach jedem Geldfluß gibt es kostenlose SPRACHÜBUNGEN mit Uschi….👉 und jetzt liebe EU-linge und Bürokraten noch einmal laut und d e u t l i c h : JA, JA, JA, JA….

  4. Pfeiffer C 24. März 2025 um 18:11 Uhr - Antworten

    „Genug ist nicht genug“ singt der praktizierende Aufrechte (weil Lumpenpazifist) Konstantin Wecker, hier:

    Und am Wort ist der fraktionslosen EU-Parlamentarier Martin Sonneborn:

    Einer Untersuchung von Le Monde zufolge war und ist mindestens ein Viertel der 720 EU-Abgeordneten in Affären, Skandale und Korruption verwickelt.

    Es ist derselbe Eindruck, den Beobachter der gegen vonderLeyen anhängigen Verfahren zur SMS-Affäre haben, die im Nachgang des Nachrichtenaustauschs zwischen vonderLeyen und dem CEO von Pfizer (unseriös) entstanden ist, jenem weltbekannten Hersteller von Potenzmittel, Impfstoff und natürlich (tärääää!) Pavlovic, Pardon: Paxlovid.

    Dies gilt vor allem für die angebliche „Korruptionsjägerin“ Laura Kövesi und ihre vor wenigen Jahren neugegründete Europäische Staatsanwaltschaft. Die Behörde, die dem EU-Justizkommissar untersteht, der der EU-Kommissionspräsidentin untersteht, erklärte sich Mitte 2022 kurzerhand selbst für zuständig und setzte dann alles daran, den Fall vonderLeyen/Pfizer (beide unseriös) in seiner Gänze an sich zu ziehen – allerdings nur, um fortan nie wieder etwas von sich hören zu lassen.

    Auf Anfragen (auch auf unsere) antwortet die Behörde nicht, die Möglichkeit einer Untätigkeitsbeschwerde (oder Erwirkung einer Verzögerungsrüge) ist (unseres Wissens) nicht gegeben.

    Dass es tatsächlich über zweieinhalb Jahre dauern soll, die inhaltlich überschaubare und zeitlich konkretisierte SMS-Kommunikation einer Beamtin zu beschaffen und auszuwerten – das, mit Verlaub, glauben wir dieser Behörde einfach nicht.

    Sie kommt nicht voran, weil sie es nicht kann oder es nicht will – in einem Fall wohlgemerkt, der den größten Beschaffungsvertrag in der Geschichte der EU und deren allerhöchste Bedienstete betrifft.

    Im Jahr 2013 konstatierte der (damals noch punktuell lesbare) Spiegel unter der Überschrift „Aufgeblähte EU-Kommission: Europas Regierungschefs wollen Lissabon-Vertrag aushebeln“, besagte Chefs hätten sich im EU-Rat „klammheimlich auf einen Beschluss verständigt, der den Steuerzahlern finanziell wie inhaltlich kaum zu vermitteln“ sei, nämlich der in Art. 17, Abs. 5 vertraglich festgeschriebenen Kommissionsverkleinerung nicht nachzukommen, was uns bis zum heutigen Tag opulente 27 statt der eigentlich vorgesehenen 18 Kommissare einbringt. Das sind neun zu viel. (Als erste würden wir vonderLeyen streichen. Smiley).

    Zum monatlichen Kommissars-Grundgehalt von rund 28.000 Euro kommt ein siebenköpfiges Kabinett, Sekretärinnen, Fahrer, eine Limousine, Reisekosten, Unterbringungskosten sowie die einschlägigen Verpflegungs-, Umzugs-, Haushalts-, Erziehungs-, Auslands- und Pauschalpauschalen. Dazu die Kilometerpauschale selbst sowie zwei ihr zusätzlich zugeordnete Pauschalbeträge („Pauschalbeträge zur Kilometerpauschale“). Tagegelder, Übergangsgelder und Versorgungsbezüge nach Ablauf der Dienstzeit nicht zu vergessen. Ein einziger EU-Kommissar kostet Sie geschätzte 2 Mio. Euro im Jahr, mindestens.

    Soweit also die Worte von Martin Sonneborn

    https://martinsonneborn.de/1000-jahre-knast/#more-3420

    By the way: Ich möchte in Brüssel vor dem EU-Kommissionsgebäude nicht einmal tot übern` Zaun hängen :-)

  5. Glass Steagall Act 24. März 2025 um 16:42 Uhr - Antworten

    So ist eben die Denkweise der selbsternannten Herrscher, die eigentlich Diener (übersetzt Minister) sein sollten! Sich selbst vergessen sie nie, aber das Volk soll stattdessen verzichten, zahlen oder leiden. Diese Denkweise verstärkt sich Jahr für Jahr, je näher wir dem Totalitarismus kommen. Die Diener wollen herrschen, reich werden und Karriere machen, um noch mehr von allem zu bekommen. Hinzu kommt noch der krankhafte Drang, das Volk mit Freude zu quälen … ob mit Krieg, Klima oder hunderttausend unsinnigen Regeln oder Verordnungen!

  6. local.man 24. März 2025 um 13:51 Uhr - Antworten

    Machtpyramiden-System

    Irgendwann muss doch mal jeder die Haltungsform begreifen in der er steckt.

    Jede Hoffnung auf Besserung wird nur von „Unten“ kommen.. Wer was anderes glaubt, der ist verloren.
    Und das wird kein maximal geplündeter Erwerbsarbeitslose zurechtbiegen.. Wenn dann im Verbund alle.. Aber dann müsste man ja echt mal was machen..
    Nein?
    Dann wird die Herrschaft der Verbrecher weitergehen und zwar gnadenlos.. Schaut ruhig zu und meckert ein wenig. Am Ende werden wir alle leiden und das völlig umsonst. Das was gemacht wird ist ein Systemproblem und kann aus sich selbst heraus keinen Wandel erzeugen.

    Das die Handlanger hier bei Laune gehalten werden, sollte doch keinen überraschen oder?
    Niederhaltung gibt es für die Masse.. Die Herrschenden verteilen um, bezahlen ihre Wächter und vor allem geht es um die Niederhaltung vom Rest. Freiheit bedeutet ja nicht den Regeln der Herrschenden folgen zu müssen.. Wo kommen wir denn da hin, wenn diese ihre Macht an uns abtreten?

    • 1150 24. März 2025 um 15:04 Uhr - Antworten

      in paris tagte 1793 der wohlfahrtsausschuss, wäre in brüssel et.al. wieder an der zeit

  7. Anna 24. März 2025 um 12:53 Uhr - Antworten

    Ö X I T !!!!!

    • OMS 24. März 2025 um 14:00 Uhr - Antworten

      Bin da voll bei ihnen werte Anna! Keiner braucht diesen Wasserkopf in Brüssel!

  8. Daisy 24. März 2025 um 12:52 Uhr - Antworten

    Naja, Demokratie gibts nicht… überall reGIERen Ungewählte. Wahlergebnisse werden annulliert bzw. ignoriert. Klar bedienen sich die Marionetten daher schamlos. Dabei sind gewiss auch die Bestechungsgelder in Brüssel nicht ohne! Wir Österreicher haben ja auch die aufblähteste Regierung aller Zeiten, die die kleinen Pensionisten für die Spenden an die Ukraine und die NATO zur Kasse bitten. Wer hat Stocker gewählt? Keiner. Wer hat NATO-Beate gewählt? 9%. Wer hat Blobfish gewählt? 20%. Eigentlich sollte Blobb Ganzla werden, denn er hat die Mehrheit in der Loser-Ampel…

    Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert…

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