Wie man Kirchen auf Impf-Kurs brachte

20. Februar 2025von 4,3 Minuten Lesezeit

Kirchen und Religionen stellten sich überzeugt hinter den Staat und seine Covid-Impfkampagne. Das geschah aber keinesfalls selbstverständlich, wie eine neue Recherche aus den USA zeigt. 

Impfen im Stephansdom: Für Covid-Kritiker in Österreich war dies wohl einer der unappetitlichsten Szenen der Impfkampagne. In den USA wurde nun bekannt, wie Kirchen und religiöse Autoritäten auf Linie gebracht wurden, um in der autoritären Kampagne miteinzustimmen.

Eine Recherche rund um die Organisation „Faiths4Vaccine“, übersetzt soviel wie „Religionen für Impfungen“ konnte zeigen, wie sich US-Behörden der Religion bedienten, um den Amerikanern die Impfung aufzuzwängen.

Hier ein Auszug aus dem am Donnerstag erschienen Artikel von America Out Loud:

Es war keine Überraschung, dass das Gesundheitsministerium im Frühjahr 2021 religiöse Führungspersönlichkeiten anzapfte, um die Akzeptanz der COVID-19-Impfstoffe zu fördern. Was uns jedoch überraschte, als wir für diesen Artikel tiefer gruben, war das Ausmaß, in dem religiöse Führer verfolgt wurden, um die COVID-19-Impfstoffe voranzutreiben, und die unangemessene – wenn nicht sogar verfassungswidrige – Art und Weise, in der Regierungsbeamte diese religiösen Führer dazu überredeten, die Impfungen voranzutreiben.

Mit 86 Gründungsmitgliedern war die Kategorie „Glaubensführer“ des COVID-19 Community Corps die zahlreichste. Zu diesen Gründungsmitgliedern gehörten sowohl einzelne Glaubensführer als auch Glaubensorganisationen aus einer Vielzahl von Religionen – darunter die Amerikanische Baptistenkirche, Catholic Charities USA, die Episkopalkirche, die National Association of Evangelicals, die Griechisch-Orthodoxe Erzdiözese von Amerika und die New Yorker Jüdische Agenda, um nur einige zu nennen.

Es überrascht nicht, dass viele religiöse Organisationen während der Pandemie Bundesgelder erhielten. So erhielt beispielsweise eine Organisation namens „American Baptist Churches in the USA“ Berichten zufolge 1,5 Millionen Dollar an COVID-19-Hilfsgeldern – in Form von zwei erlassbaren „Darlehen“, die sich über die Jahre 2020 und 2021 erstreckten.5 Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass das Land während eines Großteils des Jahres 2020 lahmgelegt war, so dass die Glaubensorganisationen, von denen einige auf Spenden ihrer Mitglieder angewiesen sind, um die laufenden Kosten zu decken, vor einem finanziellen Desaster standen.

Unserer Meinung nach waren es jedoch nicht finanzielle Anreize, die die religiösen Führer letztlich davon überzeugt haben, ihren Mitgliedern die COVID-19-Impfstoffe aufzudrängen. Vielmehr war es eine Strategie, die an die tief verwurzelten moralischen und religiösen Überzeugungen der religiösen Führer appellierte und sich schamlos auf religiöse Lehren und eine impfbefürwortende „theologische“ Auslegung stützte, um die Impfungen zu unterstützen.

Auf einem nationalen Gipfeltreffen für religiöse Führer im Mai 2021 hielt NIH-Direktor Francis Collins – genannt „Reverend-Doctor“ – eine Rede vor Hunderten von religiösen Führern im ganzen Land, in der er behauptete, dass die COVID-19-Impfstoffe buchstäblich Gottes „Antwort auf Gebete“ seien, und die religiösen Führer aufforderte zu glauben, dass die Impfung ein „Moment der Nächstenliebe“ sei. „In einer predigtähnlichen Ansprache, die auf diese Glaubensführer zugeschnitten war, ermahnte Collins sie, keine „Verschwörungstheorien“ über „mögliche Nebenwirkungen“ zu glauben – die laut Collins unwahr seien.

Hier unterschied sich die Strategie auch kaum von jener innerhalb der EU. Auch in Europa appellierte man auf „Nächstenliebe“ und „Solidarität“. Höhepunkt der Sager: „Jesus würde impfen gehen“. Sich die experimentelle Spritze setzen zu lassen, wurde zu einer christlichen Pflicht umgedeutet.

Die ausführliche Recherche der Amerikaner geht dann noch tiefer und verfolgt die Verquickungen zwischen Organisationen und der Biden-Administration. Etwa über Faiths4Vaccines – ein Gründungsmitglied des HHS COVID-19 Community Corps:

Auf seiner Website beschreibt sich Faiths4Vaccines als eine „religionsübergreifende Gruppe lokaler und nationaler religiöser Führungspersönlichkeiten“, die sich darum bemüht, „die Möglichkeiten für religiöse Institutionen, insbesondere Gotteshäuser, zu verbessern, die Regierung der Vereinigten Staaten in ihren Bemühungen um eine Erhöhung der Impfraten zu unterstützen“ und „das Zögern bei der Impfung“ zu bekämpfen.14 Das wichtigste gemeinsame Ziel von Faiths4Vaccines ist schockierend – es wird angestrebt, „das Vertrauen der Religionsgemeinschaften in den Impfstoff zu demonstrieren“.

Laut einer von Fachleuten begutachteten Studie, die den Einfluss von religiösen Organisationen auf die COVID-19-Impfung untersuchte, gehören Faiths4Vaccines über 1000 religiöse Führer in den USA an. Diese Studie ergab, dass Faiths4Vaccines „zweiwöchentliche Gesprächsrunden“ unter der Leitung von religiösen Führern abhielt, die ihre Gotteshäuser als Impfstellen nutzten, und im Rahmen dieser zweiwöchentlichen Gespräche regelmäßig mit dem Weißen Haus, einschließlich der COVID-19-Taskforce des Weißen Hauses, sowie mit dem CDC und dem HHS in Kontakt stand. Eine Nebeninitiative von Faiths4Vaccines – Youth4Vaccines – warb für den COVID-19-Impfstoff bei der amerikanischen Jugend und veranstaltete einen Runden Tisch, bei dem gezeigt wurde, wie gläubige Jugendliche in ihren Gemeinden bei der COVID-19-Impfung eine führende Rolle spielen.

Die Journalisten enthüllen intensiv entwickelte Strategien, Pläne und Taktiken, um via Kirchen die Impfungen voranzubringen. Immer in Kooperation mit Regierungsbehörden.

Bild „Kirche Tennenlohe Juni 2021 12“ by Kasa Fue is licensed under CC BY-SA 4.0.

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11 Kommentare

  1. Andreas N. 21. Februar 2025 um 14:17 Uhr - Antworten

    Da sich die Kirchen stets als Teil der Elite fühlen oder es sein wollen ist es eine Selbstverständlichkeit sich im Elitenmainstream zu suhlen. Jede Möglichkeit wird genutzt, C war eine davon.

    In meiner ehemaligen. Kirchengemeinde sind plötzliche Tode und Krebserkrankungen gar nicht mehr zu zählen. Sind aber viele ältere dabei, fällt daher niemanden nix auf. Alle die noch können impfen Grippe und jeden Mist weiter, weil es ja gratis ist und empfohlen wird.
    Hirntod, bei lebendigem Leib, denk ich mir.

  2. Andreas N. 21. Februar 2025 um 14:17 Uhr - Antworten

    Da sich die Kirchen stets als Teil der Elite fühlen oder es sein wollen ist es eine Selbstverständlichkeit sich im Elitenmainstream zu suhlen. Jede Möglichkeit wird genutzt, C war eine davon.

    In meiner ehemaligen. Kirchengemeinde sind plötzliche Tode und Krebserkrankungen gar nicht mehr zu zählen. Sind aber viele ältere dabei, fällt daher niemanden nix auf. Alle die noch können impfen Grippe und jeden Mist weiter, weil es ja gratis ist und empfohlen wird.
    Hirntod, bei lebendigem Leib, denk ich mir.

  3. Gabriele 21. Februar 2025 um 10:05 Uhr - Antworten

    Wie schon an anderer Stelle erwähnt, „wirken“ die Impfungen derzeit beim Papst ja ganz großartig. Natürlich ist er alt, aber das ist wohl kaum der Grund für so eine „multiple“ Lungenentzündung…
    Als wäre das nicht der beste Beweis dafür, dass die gesunden Spritzen keinen „leichten Verlauf“ garantieren. Natürlich sagt man bei ihm auch nicht, er hätte Covid, weil es dann genau darauf hinauslaufen würde. Mag er gesund werden, so gut es noch geht – aber klüger wird er bestimmt nicht.

    • Sabine Schoenfelder 21. Februar 2025 um 11:06 Uhr - Antworten

      Der gleiche „Jesus“, der sich angeblich hätte impfen lassen, holt nun seine Schäfchen direkt ab…..aber nur die „Opferschäfchen“. Die „Organisations-Schafe“ werden direkt nach unten geführt. In die Hölle.

  4. Dorothea 21. Februar 2025 um 8:34 Uhr - Antworten

    Die sogenannte Nächstenliebe mancher Gemeinde-Kirchenhelfer geht so weit, dass die Antwort auf Geschädigte oder Verstorbene nach der Impfung lautet: „Hätten die sich nicht impfen lassen!“
    Und dies aus dem Mund einer Gläubigen, die selbst geimpft ist und Ungeimpfte in der Nachbarschaft gemieden hatte.

  5. Pfeiffer C 20. Februar 2025 um 16:50 Uhr - Antworten

    Jomei, die Kirchen –

    Erinnerung an: Die Feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe vom 18. März 1938 ist ein Aufruf der katholischen Bischöfe Österreichs an alle Gläubigen, bei der Volksabstimmung am 10. April 1938 über den Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland mit Ja zu stimmen:

    Feierliche Erklärung!

    Aus innerster Überzeugung und mit freiem Willen erklären wir unterzeichneten Bischöfe der österreichischen Kirchenprovinz anlässlich der großen geschichtlichen Geschehnisse in Deutsch-Österreich:

    Wir erkennen freudig an, dass die nationalsozialistische Bewegung auf dem Gebiet des völkischen und wirtschaftlichen Aufbaues sowie der Sozial-Politik für das Deutsche Reich und Volk und namentlich für die ärmsten Schichten des Volkes Hervorragendes geleistet hat und leistet. Wir sind auch der Überzeugung, dass durch das Wirken der nationalsozialistischen Bewegung die Gefahr des alles zerstörenden gottlosen Bolschewismus abgewehrt wurde.

    Die Bischöfe begleiten dieses Wirken für die Zukunft mit ihren besten Segenswünschen und werden auch die Gläubigen in diesem Sinne ermahnen.

    Am Tage der Volksabstimmung ist es für uns Bischöfe selbstverständlich nationale Pflicht, uns als Deutsche zum Deutschen Reich zu bekennen, und wir erwarten auch von allen gläubigen Christen, dass sie wissen, was sie ihrem Volk schuldig sind.

    Wien, am 18. März 1938.

    Die Erklärung ist unterschrieben von Kardinal Theodor Innitzer, Fürsterzbischof Sigismund Waitz, den Bischöfen Adam Hefter, Ferdinand Stanislaus Pawlikowski, Johannes Maria Gföllner und Michael Memelauer.

    Die Erklärung wurde in allen Zeitungen des Deutschen Reiches veröffentlicht und am 27. März in allen Kirchen von den Kanzeln verkündet.

    Erinnerung an die A-EU-Volksabstimmung 1994:
    Ein Vorreiter im aktiven Zugehen auf Europa war die Bischofskonferenz auch dadurch, dass sie als erster europäischer Episkopat bereits 1997 ein eigenes Büro in Brüssel eröffnete. Es existiert nach wie vor und kooperiert eng mit der COMECE – dem Verbund der Bischofskonferenzen des EU-Raumes.

    Christen sollen den Auftrag und die Chance ernst nehmen, „auf dem Bauplatz Europa mit den Maßstäben des Evangeliums mittätig zu sein“. Dieses Wort der Bischöfe im Blick auf die Volksabstimmung 1994 über den Beitritt Österreichs zur EU steht programmatisch für die Zustimmung der Kirche in Österreich zum europäischen Intergrationsprozess als Friedensprojekt.

    P.S.: Friedensprojekt Europa? Die letzten 3 Jahre eine 3-stellige Kriegsklumpat-Milliardensumme für die Brüder & Schwestern (=Oligarchen-Vernichtungsprofiteure) in der Ukraine! Wofür? –

    Jomei, die Kirchen –

  6. local.man 20. Februar 2025 um 15:51 Uhr - Antworten

    Na da haben wir wieder eines der Kernprobleme unserer Leben.. Geld als Kontroll- und Machtmittel.
    Mag früher mal ganz ok gewesen sein, wird es mit immer mehr Fortschritt immer unwichtiger. Wenn Maschinen erstmal 90% alles erledigen und der Rest sich alles vom Rest aufteilen, mit welcher Rechtfertigung, will man dann noch so ein Mittelchen im System halten?
    Die Antwort haben wir ja schon Teilen gesehen.. CO2-Klima-Märchen zum Erhalt der Zustände, hinten dran der Ablasshandel und wie eh und je hat 1% und weniger alles und der Rest ist in der Abhängigkeit..

    Es ist egal wo ich hingehe immer und wirklich immer das gleiche Muster.
    Entweder machen die Menschen mit, weil sie übers Geld, als gedruckte Freiheit auf Kosten des Rests, profitieren und mehr vom Kuchen abbekommen. Oder die Menschen müssen mitmachen, weil sie über dieses Mittelchen in der totalen Knechtschaft gehalten werden und zwar immer so, dass sie nicht nein sagen können und stetig bedroht sind vor dem Niedergang. Egal wie fortschrittlich wir werden, die Menschen haben nicht mehr davon.
    Inflationsbereinigt, ist unser Lohn heute geringer als in den 90er Jahren.
    Das muss man sich mal geben.. Wir sind 10x produktiver geworden und der Fortschritt ist soweit dass tote Maschinen anfangen sich selbst zu regulieren und immer mehr zu machen durch Programmierung, also KI, aber die Leute patizipieren davon ökonomisch nicht gar nicht, sie machen mehr und haben weniger.

    Warum fällt eigentlich niemand der Riesenbeschiss hier auf und das es Vorsatz zur Kontrolle ist.

    Und dann haben wir die Wahl. In wenigen Tagen findet wieder das Theaterstück statt. Ich sehe wieder die Bildchen überall aufgehängt mit den Gesichtern und Lügensprüchlein drauf.
    Kernaussagen dieser aufgehängten Tafeln ist, es geht um dich, mehr für dich, wir sind für dich.
    Alleine seit 1990 lesen wir das und es wurde immer gegen uns gehandelt mit ganz viel Propaganda.
    Wer glaubt das es dieses mal anders wird, bitte melden.. 6 setzen.

    Ach herrlich, wie die Leute noch immer an genau das Konstrukt glauben, dass sogar anfängt ihnen die Todesspritze zu verpassen, den Strom abzustellen, Mörder und Vergewaltiger ins Land zu importieren, usw. wir wissen was los ist..

    Die eigentliche Frage die jeden ständig beschäftigen müsste ist, wie werden wir dieses (https://www.kla.tv/index.php?a=showstart&lpage=false) System los und wie bauen wir uns eines, dass uns befreit und zufrieden macht?

    • triple-delta 20. Februar 2025 um 16:29 Uhr - Antworten

      Einfach mal nach China fahren oder fliegen. Die wollen bis 2049 die Grundlagen für eine sozialistische Gesellschaft fertig haben. Wenn der Weg zu weit, dann einfach mal die Klassiker lesen.

  7. freeshakya 20. Februar 2025 um 15:45 Uhr - Antworten

    : „Jesus würde impfen gehen“ –

    eher hätte Jesus die Peitsche genommen und die Impfer aus der Kirche gejagt !!

  8. Jan 20. Februar 2025 um 15:38 Uhr - Antworten

    Da kommt der Verdacht auf, die Protagonisten seien nicht gefestigt im Glauben.

    „und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, der das Malzeichen hat“

    War der Impfpass das Malzeichen? In Österreich stand man kurz davor, die Supermärkte für Ungeimpfte zu sperren.

    • Christine 20. Februar 2025 um 17:03 Uhr - Antworten

      Ich konnte es mir nie vorstellen, was das bedeuten soll, aber je weiter wir mit dem digitalen Geld kommen (Mastercard/biometrisch), desto mehr kann ich es mir vorstellen, wie es eines Tage laufen könnte.

      Wir sind aber noch nicht noch weit, die zwei Zeugen sind noch nicht aufgetreten und auch der Mensch der Gesetzlosigkeit wurde noch nicht enthüllt.

      Dennoch ist es wichtig, dass wir uns nicht (durch Bequemlichkeit wird es schon seit Jahrzehnten Schritt für Schritt erreicht) unsere Freiheit wegnehmen lassen und ganz bewusst „nein“ sagen zu allerlei Verführungen, die doch nur unsere Abhängigkeit bewirken.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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