700 Milliarden für Ukraine nach Deutschland-Wahl

18. Februar 2025von 2,9 Minuten Lesezeit

Nach der Deutschland-Wahl plant man in der EU ein Kriegs- und Ukraine-Paket von historischem Ausmaß. Dank Annalena Baerbock wurde diese Information nun doch noch vor der Wahl öffentlich. 

Es ist wieder einmal Annalena Baerbock und ihrem lockeren Mundwerk zu verdanken, dass die Öffentlichkeit umfassender informiert wird. In einem Interview mit Bloomberg enthüllt sie die nächsten Schritte der EU in der Ukraine-Frage. Und diese werden teuer, allerdings wird noch die Deutschland-Wahl abgewartet.

Die EU wird nun das Ukraine-Desaster alleine zahlen müssen. Offenbar ist das den Entscheidungsträgern bereits klar, denn aufgeben wird man die Konfrontation mit Russland nicht. Im Wirtschaftsmagazin Bloomberg heißt es (Hervorhebungen TKP):

 „Europäische Regierungsvertreter arbeiten an einem neuen, umfangreichen Paket zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben und zur Unterstützung Kiews, während Präsident Donald Trump auf ein schnelles Ende des Krieges in der Ukraine drängt. Die Ausgabenpläne werden erst nach der deutschen Wahl am 23. Februar bekannt gegeben, um Kontroversen vor der Abstimmung zu vermeiden, so über die Pläne informierte Regierungsvertreter.“

Offiziell. Denn dann kommt Baerbock und sie gab am Rande der Münchner Konferenz den Journalisten einen Einblick, worüber man da spricht, nämlich um 700 Milliarden Euro – gestemmt von der EU. Also selbstverständlich auch von neutralen Österreich. Baerbock:

„Wir werden ein großes Paket auf den Weg bringen, das es in dieser Dimension noch nie gegeben hat. Ähnlich wie beim Euro oder der Coronakrise gibt es jetzt ein Finanzpaket für die Sicherheit in Europa. Das wird in naher Zukunft kommen.“

Ein solcher Schritt ist wohl nur durch eine gemeinsame „Schuldenunion“ umsetzbar. Eigentlich ist dies rechtlich nicht umsetzbar, aber womöglich muss das „Recht dann der Politik“ folgen. Widerspenstige Nationalstaaten wie Ungarn oder die Slowakei sind für diese Pläne allerdings ein Problem. Gemeinsame Schulden wären der nächste Schritt zur Entmachtung der Nationalstaaten. Auch würde man das Schicksal der EU noch enger mit dem Schicksal der Ukraine verzahnen, wenngleich es nicht sicher ist, ob die gesamten 700 Milliarden nur der Ukraine zur Verfügung stehen sollen.

Zwar geht es hier sicher auch um die Frage nach dem Wiederaufbau (Die USA stellen sich vor, dass die EU diesen finanziert und vor allem US-Firmen beauftragt), allerdings wohl auch um die Aufrüstung – sowohl der Ukraine als auch der gesamten EU. Der massive Mangel an Rüstungsmaterial in Europa bedeutet aber wohl auch, dass auch dafür vor allem auf US-Produktion zurückgegriffen werden dürfte.

Glaubt man Baerbocks Worten, steht nach der Deutschland-Wahl das vermutlich größte Aufrüstungsprojekt der EU in ihrer Geschichte bevor. Die Außenministerin:

:Als Europäer werden wir mehr Verantwortung für unsere eigene Sicherheit tragen. Denn angesichts der existenziellen Bedrohung braucht es einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung, um unseren Frieden und Wohlstand zu sichern. Bei Corona haben wir gesehen, zu was Europa fähig ist. Es braucht erneut Investitionen, die der historischen Wegmarke, vor der wir stehen, angemessen sind. Nicht mehr – aber sicher nicht weniger.“

Ebenfalls brisant: Kaum ein Medium berichtet über den Sager Baerbocks. Nur die Berliner Zeitung und das österreichische Boulevardblatt Oe24 thematisierten den Sager. Für die meisten Medien wohl maximal ein Thema für nach der Wahl.

Bild „President of Ukraine Zelensky met with German FM Annalena Baerbock in Kyiv“ by President of Ukraine is licensed under CC BY 4.0.

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13 Kommentare

  1. Andreas I. 19. Februar 2025 um 10:44 Uhr - Antworten

    Hallo,
    mal abgesehen davon dass sie ,,Europa“ sagt, aber die EU meint, Annalena Baerbock 2025:

    ,,Bei Corona haben wir gesehen, zu was Europa fähig ist.“

    Oh ja!

    Und cui bono, wem nutzte es?
    Den Aktionären einiger in USA ansässigen Pharmakonzerne.

    2008 nutzte es den Aktionären der Banken und Auslöser war eine Kreditblase von Immobilienkrediten in USA.
    Dementsprechend dürfte der Artikel richtig liegen, dass es diesmal die Aktionäre der Rüstungskonzerne sind.
    BlackRock, Vanguard, Soros, Gates, Bezos, Rockefellers … verfügen über solche Unsummen von Buchgeld, dass sie gleichzeitig Pharmaaktien, Bankaktien, Rüstungsaktien und vielleicht auch noch Mehlwurmaktien, Saatgutaktien … besitzen können. Und selbstverständlich auch noch die privaten Medien besitzen können, über korrumpierte Politiker den ÖRR beeinflussen können …
    Es ist also finanziell gesehen völlig egal, welche angebliche Bedrohung behauptet wird, das Buchgeld fließt immer zu den Aktionären im angloamerikanischen Raum. (und ja, bei Aktienkonzernen gibt es immer auch kleinere Aktionäre von überall)
    Das ist es, wozu die EU fähig ist. Und Annalena hat es mal wieder ausgesprochen, ohne es zu merken.

  2. Jan 18. Februar 2025 um 23:15 Uhr - Antworten

    Für die Verwalter der 700 Mrd winkt zwar ein gutes Geschäft, man munkelt, die Kinder der strafrechtlich völlig immunen Uschi Leyen und die ehemalige Firma von Mr. Balckrock.

    Volkswirtschaftlich gesehen, nimmt man einen Kredit auf, um das zu bekommen, was man vorher hatte. Sein letztes Monatsgehalt einfach anzuzünden, hätte einen vergleichbaren Effekt. Das bedeutet, die EU-Bürger werden dies mit sinkendem Lebensstandard zahlen.

    Der homo economicus würde sich daraufhin von der EU abwenden, die seine Sicherheit und seinen Wohlstand und sein Recht schon gar nicht garantieren kann. Nicht so aber der homo Germanicus!

    Im Irrenhaus weiß man nie, was als nächstes kommt, das ist das Schöne!

  3. Jurgen 18. Februar 2025 um 17:32 Uhr - Antworten

    Hoffentlich wird bald die Nichtwählergruppe zur stärksten Fraktion! Nur noch die Nichtwähler sind für Frieden und Abrüstung!

  4. cwsuisse 18. Februar 2025 um 14:45 Uhr - Antworten

    Auch 700 Milliarden werden den Untergang der Ukraine nicht aufhalten können, weil keine Waffen für dieses Geld derzeit lieferbar sind. Aber Russland wird dadurch gezwungen seinen Feldzug zur Eroberung auf die Hauptstadt Kiev auszudehnen. Ein Wahnsinn der woken Linkssozialisten!

    • Toilettentieftaucher 18. Februar 2025 um 20:19 Uhr - Antworten

      Ich würde sie eher Kriegsverbrecher und Feinde der Menschheit nennen. Links/Rechts-Gelaber dient nur der Spaltung.

  5. Varus 18. Februar 2025 um 12:50 Uhr - Antworten

    Ich hoffe, Ungarn und die Slowakei werden die Spinnerei per Veto stoppen. In Österreich hätte eine FPÖ-Regierung dabei helfen können – leider erwies sich die ÖVP als zu korrupt.

  6. Glass Steagall Act 18. Februar 2025 um 12:27 Uhr - Antworten

    Gestern schrieb ich noch als Kommentar folgendes:
    ———-
    Nein, wir Bürger wollen NICHT für den Wiederaufbau der Ukraine zahlen! Wir haben damit nichts zu tun!

    Nein, wir Bürger wollen KEINE 5% des BIP für diesen Militär-Quatsch bezahlen! Auch keine 2% mehr! Unser einziger Feind sitzt in Brüssel und heißt Europäische Kommission! Und dafür brauchen wir kein Militär!

    Nein, wir Bürger wollen auch KEINE Militärausrüstung aus den USA kaufen! Die brauchen wir überhaupt nicht, weil wir auch keine Kriege wollen! Das gilt auch für Truppen! Kein Interesse welche in die Ukraine zu schicken!
    ———-

    Und schon wird klar, dass von allem was der europäische Bürger nicht will, genau das Gegenteil erfolgen soll, weil die Investoren von Black Rock und co. in jeder Hinsicht Gewinn mit der Ukraine machen wollen und der Bürger soll zahlen und die Politik soll den Bürger ausliefern!
    Die Politik verrät mal wieder die Interessen der Bürger! Aber die Baerbock hat nur ausgeplappert, was wir schon länger wussten, Dank alternativer Medien.

    Der eigentliche Angriff auf den Bürger ist aber noch nicht deutlich heraus gearbeitet worden. Nämlich dass mit der absurden finanziellen Ukrainehilfe, auch eine Art Solidaritätszuschlag kommen wird! Und dieser heißt in Deutschland „Lastenausgleichsgesetz 2024“! Um nur einen Vorgeschmack darauf zu geben, bedeutet dieses Gesetz, wenn dem Staat die Kohle ausgeht, muss der Bürger in einer „Notsituation“ sein Erspartes abgeben und Immobilienbesitzer, also Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser mit einem Lastenausgleich belegen! Also sogenannte Zwangshypotheken aufnehmen, die der Staat den Eigentümern einfach ins Grundbuch schreiben wird! Das gab es schon einmal 1952 und ist wieder geplant!

    Seit Monaten arbeiten schon Finanzexperten mit Vermögenden, um mit legalen Tricks ihre Immobilien vor dem geplanten Angriff der Politik zu schützen! Wer übrigens keine Zwangshypotheken aufnehmen kann, kann nach dem neuen Gesetz auch enteignet werden! Aus diesem Grund baut die EU auch das Vermögensregister auf! Sie wollen wissen, was man dem Bürger abnehmen kann! Merz hat es schon vor ein paar Monaten angedeutet! Und wer nicht zahlen kann, dem winkt der Spruch vom WEF, „Du wirst nichts besitzen, aber glücklich sein“. Alles läuft derzeit in diese Richtung. Jeder sollte gewarnt sein!

    Das steckt in Wahrheit hinter dem Ukraine-Deal. Die Investoren der großen amerikanischen Vermögensverwalter werden absahnen ohne Ende! Und unsere Politik wird ihnen genau das ermöglichen! Deswegen müssen auch in Deutschland und Österreich die Parteien an die Macht, die das den Investoren ermöglichen!

  7. therMOnukular 18. Februar 2025 um 11:37 Uhr - Antworten

    Irre und brandgefährlich.

    Wo sind die Männer in den weißen Kitteln und bringen dieser Frau ihren Mantel (den mit den langen Ärmeln)?
    Als ob die EU noch nicht genug am Sand wäre, wollen die uns jetzt vollends in den Untergang treiben.

    Uschi, Kallas und Annalena (und da gibt es noch viel mehr, nicht nur das Wrack-Zimmermann) – und in meinen Ohren klingelt der Feministen-Sprech „Frauen führen keine Kriege“……
    Ich kann über diese Welt nur noch kotzen.

    • 1150 18. Februar 2025 um 12:55 Uhr - Antworten

      @therMOnuclear,
      die spende ist ja nicht auf ihrem mist gewachsen, die imbezile hat nur ihre klappe nicht halten können.
      wie sagt der volksmund doch: von kindern und narren, kann man die wahrheit erfahren……

      • therMOnukular 18. Februar 2025 um 13:50 Uhr

        Dann denken Sie Ihren Gedanken doch mal zu Ende:

        das Narren-Kind hat sich verplappert, weil es sich schon soooo darauf freut und auf Nadeln sitzt….!!!!!
        (nur deswegen sitzt sie auch auf diesem Posten – und der bringt nunmal ebendiese Verantwortung mit sich, die sie gefälligst auch zu tragen hat, wenn sie denn eines Tages auf der Anklagebank Platz nimmt)

      • Varus 18. Februar 2025 um 15:33 Uhr

        So oft liest man, dass einige Regierungen die EUdSSR (sog. „EU“) diverse Dysotopien auf diesem Weg umsetzen lassen – um sie dann als „gottgegeben“ (aus Brüssel kommend) zu präsentieren. Wer weiß, wie stark die Ampel hinter den Kulissen auf den Unfug drängte?

      • Jurgen 18. Februar 2025 um 17:35 Uhr

        @therMOnukular – da besteht ein gravierender Denkfehler – denn es gibt kein Strafrecht im Handelsrecht, also ist deswegen auch niemals eine Anklage möglich!

    • Andreas I. 19. Februar 2025 um 10:50 Uhr - Antworten

      An therMOnukular Hallo,
      bei Ursula kam zufällig eine schwere Lungenentzündung vor dem Termin auf der Anklagebank und zufällig verlief es danach irgendwie im Sande.

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