
Die Ukraine wollte den Krieg mit Russland
Der Autor Thomas Mayer sprach mit Dieter Staudt. Dieser war bis 2022 Unternehmer in der Ukraine und ist aktiver Christ. Er berichtet von den Plänen dess ukrainischen Militärs zur Eroberung der Donbass-Republiken Anfang des Jahres 2022.
„Das ukrainische Militär plante einen Angriff zur Eroberung der Donbass-Volksrepubliken am 6. März 2022 und wollte die russischen Bewohner des Donbass vertreiben oder auch eliminieren”, berichtet Dieter Staudt. Der Unternehmer wohnte von 2011 bis Mitte 2022 in der Ostukraine. Er hat von diesen Angriffsplänen direkt von ukrainischen Soldaten erfahren. Nach Staudt musste Russland auf diese Bedrohung reagieren und so kam es zum russischen Kriegseintritt ab dem 24. Februar 2022. “Die Ukraine wollte einen Krieg mit Russland und war kein unschuldiges Opfer”, ist das Fazit von Staudt. Das steht im Widerspruch zur Opfer-Erzählung, mit der die Finanzierung und Bewaffnung der ukrainischen Armee durch die NATO-Staaten begründet wird.
Herr Staudt, wie ist Ihre Beziehung zur Ukraine?
Dieter Staudt: Ich habe ab Juni 2011 in der Ukraine gelebt, zuerst bis Herbst 2013 zeitweise, danach bis Mitte August 2022 dauerhaft. Ich bin mit einer Ukrainerin verheiratet und baute in der Region Sumy im Nordosten der Ukraine eine Gartenbau-Landwirtschaft auf. Wir hatten bis zu sechs Mitarbeiter. Ich spreche Russisch, so dass ich gut in Kontakt mit der ukrainischen Bevölkerung kam.
Ich habe die gesamte Entwicklung mitbekommen, die zum ukrainischen Bürgerkrieg im Donbass ab 2014 und zum Krieg mit Russland ab 2022 geführt hat. Ende April 2014, unter dem Übergangspräsidenten Oleksandr Turtschinow, den ich persönlich kenne, begann der ukrainische Bürgerkrieg im Donbass. Die ukrainische Armee schoss auf Ukrainer russischer Ethnie, auf Bewohner der autonomen ukrainischen Gebiete Luhansk und Donezk. Diese beiden autonomen Republiken sind am 11. Mai 2014 durch Volksabstimmungen souverän und von der Ukraine unabhängig geworden.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)

Dieter Staudt war bis 2022 Unternehmer in der Ukraine und ist aktiver Christ. (Bildrechte Dieter Staudt)
Diesen Unabhängigkeits-Referenden in 2014 ging ja voraus, dass die russische Sprache als Staatssprache verboten wurde. Dreissig Prozent der Ukrainer haben Russisch als Muttersprache. Die Maidan-Regierung in Kiew zeigte den russischen Ukrainern im Osten des Landes deutlich, dass man sie nicht will. Also spalteten sich die ostukrainischen Regionen ab. Ähnliches würde geschehen, wenn in Belgien das Flämische oder Französische verboten würde. Ich habe das Sprachenverbot in der Ukraine als Kriegsursache in einem extra Artikel beschrieben. (https://tkp.at/2024/06/29/das-sprachenverbotsgesetz-in-der-ukraine-war-eine-kriegsursache/)
Herr Staudt, was haben Sie in Sumy von diesem Bürgerkrieg im angrenzenden Donbass mitbekommen?
Dieter Staudt: Ich habe den Bürgerkrieg erfahren durch eine Art Mobilmachung. Es gab Panzersperren auf der Straße nach Romny im Westen des Sumy Gebietes, wenn ich nach Kiew oder auch weiter Richtung Westeuropa alleine oder in Begleitung meiner Ehefrau fuhr. Einmal, von Deutschland kommend, wurde ich von einem ukrainischen Panzer und seiner Besatzung gestoppt und nach Geld gefragt, um den Panzer betanken zu können. Da die Soldaten nach meiner Einschätzung betrunken waren, ging es ihnen wohl eher um den “menschlichen Sprit”. Ich hatte zwar keine Furcht, verließ aber schnell die Örtlichkeit, um eine Distanz zu den Militärs herzustellen.
Bei regelmäßigen Telefonaten mit Freunden in den Gebieten Luhansk und Donezk wurden wir über die Schwere der Bombardements informiert. Durch freundschaftliche Kontakte zu ukrainischen Bewohnern der Krim weiß ich, dass diese Leute es begrüßen, zur Russischen Föderation zu gehören!
Nach dem Maidan-Putsch plante Kiew, die russische Sprache zu verbieten, das war ein Affront gegen die russischen sprechenden Ukrainer. Nachdem sich die Krim am 14. März 2014 durch einen Volksentscheid von der Ukraine abgespalten hatte, wollte die ukrainische Regierung eine ähnliche Entwicklung im Donbass verhindern. Mitte April 2014 schickte der ukrainische Interimspräsident Oleksandr Turtschinow Militär in den Donbass, in der Absicht, seinem an die sogenannten Separatisten gestellten Ultimatum Nachdruck zu verschaffen. Ende April 2014 schoss die ukrainische Armee auf ukrainische Bürger russischer Ethnie und begann den Bürgerkrieg. Zur Abspaltung der Donbass-Republiken kam es trotzdem.
Mir sind die Gründe, die zu dieser Auseinandersetzung geführt haben, bekannt. Einer davon waren die in der Ostukraine liegenden Bodenschätze in Höhe von 12 Billionen Dollar, nach denen die USA, Großbritannien und die EU Begehrlichkeiten entwickelten. Das ist einer der Gründe, warum die Ukraine im Bürgerkrieg gegen die Donbass-Republiken ab 2014 vom Westen unterstützt wurde. Von den Bodenschätzen in der Südostukraine habe ich 2013 erstmals gehört.
Um was für Bodenschätze handelt es sich? Wo kommt die Zahl 12 Billionen her?
Dieter Staudt: Es handelt sich um seltene Erden wie Lithium, Öl, Gas, Ölschiefer und Schiefergas, dessen Abbau in der Ukraine staatlich erlaubt ist. Die Zahl erscheint an vielen Stellen im Internet, dazu gibt es Berichte über Fracking-Pläne der britisch-niederländischen Shell sowie Probebohrungen auf den Jusovsk-Gasfeldern im Osten des Landes, in Charkow, Lugansk, Donezk, bis ins Asowsche Meer. Die Vertragsteilnehmer waren die Kiewer Regierung, die US-Firmen ExxonMobil und Chevron sowie der britisch-niederländische Shell-Konzern und das ukrainische Unternehmen Nadra Jusovsk. Anwesend war auch der damalige Präsident Viktor Janukowitsch, Abschlussort war Davos in der Schweiz, die Größe des Abbau-Gebietes bestand aus 7.886 km2, die Gewinnmarche für Shell war mit 50% geplant.
Was haben Sie zu den Gründen des Kriegseintrittes von Russland im Februar 2022 erlebt?
Dieter Staudt: Ich hatte ab Spätsommer 2021 Kontakte zu ukrainischen Militärangehörigen, die im Donbass stationiert waren oder deren Stationierung kurz bevorstand. Über diese habe ich erfahren, dass der ukrainische Staat die russischen Bewohner des Donbass vertreiben oder auch eliminieren wollte. Die Kontakte kamen zustande, weil ich im Sommer 2021 die Verzollung meines Autos plante, um es verkaufen zu können. Durch eine Änderung der ukrainischen Zoll-Gesetzgebung war ich im Herbst 2021 genötigt, Kontakte zu ukrainischen Soldaten mit Dienst im Donbass aufzunehmen.
Das verstehe ich nicht. Was hat die Ausfuhr und Verzollung eines Autos mit ukrainischen Soldaten im Donbass zu tun?
Dieter Staudt: Um mit einem Auto mit ausländischem Kennzeichen in der Ukraine fahren zu können, musste dieses Kfz an der ukrainischen Grenze registriert werden, sowie bei einer ukrainischen Versicherung versichert sein. In der Regel erledigte ich dies bei meinen Reisen nach Deutschland oder bei meinen Besuchen in der Westukraine an den dortigen Grenzübergangsstellen. Fuhren wir nicht nach Deutschland, so gab es ein bestimmtes Prozedere, um die erneute Registrierung zu bekommen: Ausreise aus der Ukraine, Fahrt bis zur ukrainischen Flagge auf der anderen Seite des Grenzübergangs und zurück in die Ukraine. 2020 fuhren wir nicht mit unserem Auto nach Deutschland, sondern ich fuhr wegen der Corona-Situation alleine mit dem Bus. Nach meiner Rückkehr im Frühsommer 2020 erledigten wir die Kfz-Registrierung einmalig an einem Grenzübergang Richtung Russland unweit der Gebietshauptstadt Sumy. Als ich 2021 wegen der geplanten Einfuhrverzollung meines Autos, das ich verkaufen wollte, mit der Zollbehörde in Sumy Kontakt aufnahm, verweigerte uns der Zoll die Verzollung mit der Begründung “Kontakt zum Aggressor Russland durch Ausreise nach dort”! Selbstverständlich hätte ich durch Korruption, also die Zahlung eines vereinbarten Geldbetrags an einen Mitarbeiter des Zolls, diese Umstände ändern können. Normalerweise machen Mitarbeiter des Zolls Vorschläge dazu. Doch wie meine Ehefrau etwas später durch unseren Zollbroker erfuhr, verzichtete man auf diese Variante der schnellen Problembewältigung, weil ich Deutscher war und man mich als nicht korrumpierbar vermutete. Kurze Zeit später erfuhren wir, dass es ein neues Gesetz der Werchowna Rada geben soll, weil man anscheinend nicht auf die Zolleinnahmen verzichten wollte. Neben mir haben auch viele Ukrainer und andere Ausländer diese Version der Registrierung genutzt. Das Gesetz lautete wie folgt: Die Verzollung kann über einen Militär-Mitarbeiter der Donbass Armee auf dessen Name vollzogen werden, bis hin zur Registrierung des Autos und Kennzeichenvergabe. Die Bezahlung des Soldaten betrug 200 US Dollar. 50% der von mir zu zahlenden Zollsumme gingen auf das Konto des Zolls, weitere 50% auf ein Sonderkonto “Danke an die Politiker, die dieses Gesetz ermöglicht haben!”
Mit wie vielen Soldaten hatten Sie Kontakt?
Dieter Staudt: Alle Kontakte kamen durch die Initiative meiner Ehefrau zustande, ich war nicht bei allen Gesprächen zugegen. Meine Frau hatte sehr viele Kontakte zu Soldaten, die den Handel ablehnten, weil dieser sie gehindert hätte, ein zweites Auto, also ein eigenes, anzumelden. Wir kamen dann mit fünf Soldaten in längere Gespräche, in persönlichen Treffen und am Telefon. Alle fünf sprachen mit uns über die Absichten der ukrainischen Regierung, die beiden Separatisten-Gebiete Luhansk und Donezk mit militärischer Gewalt in den ukrainischen Staatsverband zurückzuholen.
Durch die Gespräche mit diesen Militärangehörigen erfuhr ich mehrfach, dass die ukrainischen Truppen im Donbass sukzessive verstärkt wurden mit dem Plan, die beiden Volksrepubliken mit Gewalt zu erobern und die Bewohner russischer Ethnie zu vertreiben oder zu eliminieren und die beiden Gebiete in den ukrainischen Staatsverband zurückzuführen! Als Termin für den Generalangriff wurde mir der 6. März 2022 genannt. Diesem Angriff kamen die Russen mit ihrem Einmarsch am 24. Februar 2022 zuvor, auch um einen möglichen Völkermord an den Ukrainern russischer Ethnie zu verhindern.
Wie haben Sie das von den Soldaten herausbekommen? Wenn es solche Angriffspläne gab, dann waren diese doch sicherlich geheim?
Dieter Staudt: Natürlich baut man mit einem Menschen, in dessen Name das eigene Auto registriert werden soll, eine persönliche Beziehung auf, in der miteinander über alles Mögliche gesprochen wird. Diese Leute waren sehr gesprächig und wussten einiges durch Informationen ihrer Vorgesetzten und durch interne Unterhaltungen. Der fünfte, also der letzte Soldat, über den die Verzollung bis hin zur Registrierung vollzogen wurde, wohnte in der gleichen Stadt wie wir und war dazu ein persönlicher Bekannter meiner Frau. Die vier Soldaten zuvor mussten zu zeitig in den Donbass einrücken. Mit dem Fünften klappte es dann und wir trafen ihn zuletzt am 17. und 18. Februar 2022 bei der Kfz-Zulassung der Stadt Romny. Am 19. Februar ist er mit seinem Bataillon in den Donbass abgerückt! Ich weiß nicht, ob er noch lebt.
Anfang Januar 2022 verstärkte die ukrainische Armee den Granaten-Beschuss der Gebiete Lugansk und Donezk um ein Vielfaches, wie man in den Berichten der OSCE nachlesen kann. Die OSCE war als Beobachter vor Ort. Am 21. Februar 2022 anerkannte die Russische Föderation die Volksrepubliken Luhansk und Donezk, wurde gleichzeitig Schutzmacht und griff am 24. Februar in den bestehenden Konflikt ein, um die geplante Vertreibung sowie einen möglichen Völkermord an Ukrainern russischer Ethnie zu verhindern. Dass Russland eine friedliche Ukraine überfallen hat, ist eine vom Westen gestreute Lüge!
Das sagt auch die russische Regierung. Die Kriegsbeteiligung Russlands sei eine nach Art. 51 UN-Charta völkerrechtlich erlaubte Hilfe bei der Selbstverteidigung der Donbass-Regionen gegen den ukrainischen Angriff.
Dieter Staudt: Aufgrund meiner Gespräche mit den ukrainischen Militärs kann ich das bestätigen. Der Kriegseintritt Russlands war kein unmotivierter völkerrechtswidriger Angriffskrieg, wie von der NATO immer behauptet wird, sondern die einzige Möglichkeit, die Donbass-Republiken vor einem überwältigenden ukrainischen Angriff zu retten, der die russisch-ethnische Zivilbevölkerung vernichten oder vertreiben sollte. Russland hatte mit den Republiken ein Schutzabkommen abgeschlossen und war dazu verpflichtet einzugreifen. Das ist genauso wie in der NATO, wo einem angegriffenen Land von anderen NATO-Staaten geholfen werden soll.
Ich versichere aber ausdrücklich, dass ich kein besonderer Freund Putins oder Russlands bin. Denn von 2001 bis 2009 war ich Gründer und Direktor einer Firma in Sankt Petersburg, die mir mit Mafia-Methoden von Russen entwendet wurde, wodurch ich einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden erlitt! Keine gute Situation um freundschaftliche Gefühle zu entwickeln, dennoch bin ich ein wahrheitsliebender Mensch geblieben.
Danke für das Gespräch.
Bild: Militärfriedhof Lychakiv in Lemberg, Ukraine. Bildrechte: Markku Rainer Peltonen / Alamy Stock Foto
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Thomas Mayer ist Bürgerrechtler, Meditationslehrer und Autor. In seinem Buch „Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg – Um was es wirklich geht“ hat er die Hintergründe des Ukraine-Krieges umfassend dargestellt, auch die Mitschuld der Ukraine und der NATO. 600 Seiten, Euro 28,-, ISBN 978-3-89060-863-1. Infos zum Buch.
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Prof. Chruschtschowas Sicht kann auf den Februar 2022 (siehe unten) kann man scharfsinnig finden, ihre Gesamt-Sicht auf den Ukraine-Konflikt muss man dagegen in einigen Punkten kritisieren:
Zum einen ignoriert sie den vorangegangenen Maidan-Putsch und sieht erst in der darauf folgenden Krim-Besetzung die alles weitere auslösende Ur-Sünde Putins am Frieden – und unterschlägt dabei die Sünde ihres Uropas, der nicht nur Sowjet-Boss war, sondern diese Funktion in den 1950er Jahren dazu missbraucht hatte, die russische Krim gegen deren Willen der Ukraine zuzuschlagen – selber war er nämlich gebürtiger Ukrainer!
Hinter Unwissenheit kann gerade sie sich nicht verstecken; es geht um ihre eigene Familiengeschichte.
Zum anderen teilt sie den US-Sprech, feindliches Ausland auf den dortigen „Machthaber“ zu reduzieren:
Die USA lieben es „Machthaber“ auszutauschen – und jene kämpfen dann um ihren Machterhalt gegen die „Freiheit à la americaine“ (und, unausgesprochen, oftmals gegen die Interessen ihres eigenen Volkes)?
In Wirklichkeit wollen die USA nicht nur (und angeblich demokratisch motiviert?) Länder-Chefs schwächen (an denen es ja immer was Kritikwürdiges geben kann – was souveräne Länder aber intern regeln können und wollen) – es geht den USA vorrangig um die Schwächung oder Zerstörung des gesamten fremden Landes, das als Konkurrent für die US-Vormachtstellung betrachtet wird oder (bei kleineren Ländern) einfach zum jederzeit fügsam-pflegeleichten Vasallen-Staat umgebaut werden soll.
Erfolgreich angestoßener Stellvertreterkrieg: „Bis zum letzten Ukrainer“
Der langjährige US-Diplomat und ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister für internationale Sicherheitsfragen, Chas Freeman, äußerte sich am 22.03.2022 (also noch vor der Torpedierung des Istanbul-Friedensprozesses durch Boris Johnson) in einem Interview zur Kriegsstrategie des Westens.
Diese ziele offenbar darauf ab, „die Kämpfe zu verlängern, anstatt ihr Ende und einen Kompromiss zu beschleunigen“. Zwar werde dieses Vorgehen zu einer großen Zahl an Todesopfern führen; dennoch fragten sich einige im Westen offenbar insgeheim: „Was ist so schrecklich an einem langen Krieg?“ Schließlich sei das Ganze – de facto ein Stellvertreterkrieg gegen Russland – für den Westen „im Wesentlichen kostenfrei“. Man könne die Strategie der US-Regierung im Ukraine-Krieg auf den Punkt bringen, „bis zum letzten Ukrainer“ zu kämpfen.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=83910
Ob diejenigen Ukrainer, die eine fanatische West- bzw. US-Orientierung pflegen, sich bewusst sind, dass ihr größter, wichtigster und liebster Verbündeter sie nur betrachtet als preisgünstig verfügbare Schachfiguren, deren Aufopferung nicht verhindert, sondern nur zeitlich gestreckt werden soll?
Vermutlich sind sie sich dessen nicht bewusst – dichte Wolken an anti-russischer Hass-Propaganda (jahrelang geschürt auch durch Gelder von westlichen „NGOs“) vernebeln ihre Hirne.
Putin bzw. die Russen generell betrachten dagegen die Ukrainer immer noch als Brudervolk – nicht dieses wollen sie bekämpfen, sondern die für Russland bedrohliche Nato-Herrschaft über das Brudervolk.
Chruschtschowas Sicht, gleichermaßen kritikwürdige Machtinteressen (von Moskau wie Washington) würden sich auf dem Rücken von Kiew austoben, ist nicht ausgewogen, sondern sehr pro-amerikanisch, weil es die langfristig übergriffigen US-Machenschaften ausblendet – siehe unten, Video zur Pressekonferenz von STRATFOR / George Friedman, sowie:
https://www.telepolis.de/features/Die-Aufrechterhaltung-eines-starken-Keils-zwischen-Deutschland-und-Russland-7286781.html?seite=all
Dabei hat gerade ihr Uropa in der Kuba-Krise 1962 die Amis und ihre roten Linien vorgeführt – von wegen Kiews Machthaber bräuchten auf russische Sicherheitsinteressen keinerlei Rücksicht nehmen:
Kennedy wollte keine russischen Raketen auf Kuba dulden und verlangte deren Abzug.
Im Namen der US-Sicherheit unter Androhung eines atomaren Weltkrieges.
Souveränität und Unabhängigkeit Kubas von den USA spielten hierbei nicht im geringsten eine Rolle.
In einer Kriegssituation sind Fragen der Moral entbehrlich, da die Moral beliebig ist. Die Rechtsfrage ist interessant, aber unbeantwortet. Zumindest habe ich bislang kein unabhängiges und nachvollziehbares Gutachten zum Völkerrecht gelesen. Bedrückend ist das Ausmaß von fake-news und Propaganda in den deutschen Medien, die quasi ausschließlich aus Washington und Kiev stammen. Dank Elon Musk und DOGE wissen wir jetzt auch wieso: vom BBC bis zu deutschen Printmedien wurden alle durch die US AID geschmiert. Transatlantik Blättchen wie „Die Welt“ berichten ausschließlich Unsinn.
Bereits elf Monate alt war Selenskis Donbas-Rückeroberungs-Dekret 117 vom 24.03.2021, als Putin einmarschieren ließ. In dieser Zeit hatte das Papier aber keinen Staub angesammelt:
„Im ukrainischen Fernsehen wurde Anfang Februar [2022] die militärische Einnahme der Volksrepubliken angekündigt. Die Armee und ihre Militärtechnik wurden bereits an die Grenze zu den Volksrepubliken verlegt und es wurde gesagt: Unsere Armee hat 130.000 Soldaten, mit denen werden wir die 30.000 Mann der Volksmilizen im Donbass besiegen. Das ging in der Ukraine Anfang Februar ganz offen über den Sender! Im deutschen Fernsehen hört man davon nichts.“
https://www.manova.news/artikel/spenden-ist-nicht-so-einfach
Eine rein defensive Verteidigung des Status Quo sähe etwas anders aus …
„Warum die USA mehr Interesse an einer russischen Ukraine-Invasion haben als Putin“
…betitelte der STERN sechs Tage vor Putins Einmarsch ein Interview mit Nina Chruschtschowa, Professorin für Internationale Politik an der New School in New York und Urenkelin des sowjetischen Politikers Nikita Chruschtschow,
https://www.stern.de/politik/ausland/russland-expertin—die-usa-haben-groesseres-interesse-an-einer-russischen-invasion-als-putin–31632222.html
„Ich kann mich wahnsinnig täuschen. Aber wie ich Russland kenne, gibt es für Moskau keinen Grund, einen Krieg zu wollen. Für mich sieht es nach einer gezielten US-amerikanischen Kampagne aus. Die Entwicklungen der letzten Wochen erinnern in erschreckender Weise an das Vorspiel des Irak-Krieges.“
Sechs Tage später war klar: Mit ihrer Prognose zu Putins Passivität lag sie falsch. Aber die Überlegungen zur Motivation der US-Politiker, Putin in die Ecke und damit zum Angriff treiben zu wollen, waren dennoch richtig.
Den STERN-Artikel gibt es noch – er trägt jetzt aber die unverfänglichere Überschrift:
„An der Grenze stehen erboste Generäle. Da braucht nur einer die Nerven zu verlieren“
… und hat eine angepasste URL bekommen, zu der automatisch weitergeleitet wird:
https://www.stern.de/politik/ausland/urenkelin-des-sowjetischen-fuehrers-nikita-chruschtschow-glaubt—washington-will-putin-zu-einem-fehler-verleiten—31632222.html
Die nicht unbedingt Putin-freundliche Professorin
(„Ursprünglich war es Putin, der mit der Annektierung der Krim, den Konflikt ausgelöst hat. In der aktuellen Zuspitzung der Krise haben jedoch die USA den Tanz eröffnet.“)
… vertrat zur noch wenige Tage bevorstehenden Invasion eine zentrale Position, die immer noch im STERN-Artikel steht:
„Die USA lieben es, für Machtwechsel zu sorgen. Putin kann dieses Vorhaben naturgemäß nicht gefallen. Er will nicht ausgewechselt werden. Deswegen versucht er mit allen Mitteln, die USA von sich fernzuhalten.
Und die Amerikaner versuchen ihrerseits alles, um ihn zu einem Fehler zu verleiten. Sodass er tatsächlich in die Ukraine einmarschiert. Washington spekuliert darauf, dass in diesem Fall Putin sich so sehr im eigenen Land unbeliebt macht, dass die Russen ihn stürzen. Dieser Tango wird von Washington und Moskau im Duo getanzt. Die Leidtragende ist die Ukraine.“
Das pfiffen doch die Spatzen schon vor 20 Jahren von den Dächern, daß die USA alles, also jede Sauerei machen werden, um eine Kooperation des damals zumindest technologisch fortschrittlichen, aber von Rohstoffen abhängigen Europas mit dem an Rohstoffen reichen Rußland zu verhindern !!
Die europäischen und vor allem die deutschen Paladine (CDU-SPD-FDP-GRÜNE) wußten das auch, doch kuschten sie, um ihre Karriere nicht zu gefährden.
Die mit dreisten Lügen geführte Diffamierung der AfD ist Teil dieser Strategie. !!
Ein nicht von der NATO umzingeltes Rußland (wie eigentlich 1989 versprochen) hätte keinen Grund gehabt, in der Ukraine einzumaschieren, um sich zumindest dort die NATO von der Kehle zu halten,
Unsere Wirtschaft würde mit billigen russischen Rohstoffen blühen, hunderte Milliarden verpulverte Euro hätten in Bildung und Forschung eingesetzt werden können und Huunderttausende Ukrainer und Russen würden noch leben !!
Das alles ist so einfach zu durchschauen, aber 90% der Deutschen sind schon damit überfordert !!
STRATFOR: US-Hauptziel war es immer, Bündnis Deutschland + Russland zu verhindern
Wichtig ab Minute 10:20
„Er hat von diesen Angriffsplänen direkt von ukrainischen Soldaten erfahren. Nach Staudt musste Russland auf diese Bedrohung reagieren und so kam es zum russischen Kriegseintritt ab dem 24. Februar 2022.“
Schon am 06.04.2021 konnten es auch Leser der „Berliner Zeitung“ erfahren:
Seit Mitte Februar gibt es wieder verstärkt Kämpfe zwischen pro-russischen Einheiten und der Regierungsarmee in der Ostukraine. Für besondere Aufmerksamkeit sorgt das Dekret Nr. 117 vom 24. März 2021, mit dem Selenskyj die Entscheidung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine vom 11. März 2021 („Zur Strategie der Entbesetzung und Wiedereingliederung des vorübergehend besetzten Gebiets der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol“) umsetzen will. In dem Dekret wird die Vorbereitung von Maßnahmen angekündigt, um „die vorübergehende Besetzung“ der Krim und des Donbass zu beenden. Laut der staatlichen ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform erhielt die Regierung den Auftrag, einen entsprechenden „Aktionsplan“ zu entwickeln.
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ukraine-li.150872
24.03.2021 – das waren einerseits 10 Monate vor Putins „unprovozierter“ Invasion und andererseits zwei Monate nach dem Machtwechsel im Weißen Haus. Auch letzteres dürfte kein Zufall sein:
Biden und sein Team wollten endlich den Ukraine-Krieg, den Vorgänger Trump nicht wollte.
Selenski konnte ihn nur wollen, wenn er das Weiße Haus hinter sich hatte.
Vermutlich hat das Biden-Team am 20.01.2021 – und damit vor Selenski – schon „gewusst“, was jener zwei Monate später wollen (und dekretieren) wird …
Nach Ex-Senator Richard Black liegt die Entscheidung über den Kriegsverlauf – und auch über das mögliche Ende – alleine in den Händen Washingtons. „Es ist ein großes Footballspiel. Und wir wollen gewinnen“, so Black im Sommer 2022.
Die Schuld am Beginn des Krieges liegt laut Black (einem ehemaligen US-Marine) auch nicht bei Moskau.
Die militärisch-taktische Wissenschaft geht von einem Verhältnis von 3:1 zwischen den angreifenden Truppen und den Verteidigern aus – nur in diesem Fall hat der Angreifer eine Chance, auf dem Schlachtfeld zu gewinnen, erklärt der Republikaner.
Zu Beginn des Krieges verfügten Putins Streitkräfte jedoch nur über 160.000 Mann in diesem Gebiet, während die Ukraine 250.000 Mann für den ihrerseits klar angekündigten Angriff auf den Donbass konzentriert hatte. Wenn Putin seine Truppen nicht irgendwann auf 3 x 250.000 = 750.000 Mann aufstocken wollte, war er also gezwungen, den Donbass zu besetzen, bevor die Ukraine dies tut.
(Dann wechselt nämlich die Angreifer-Rollle zu den Ukrainern, die somit von 250.000 aufstocken müssten auf 3 x 160.000 = 480.000 Mann).
Blacks Conclusio:
Putin war zum Angriff gezwungen, um die Ukraine daran zu hindern, den Donbass anzugreifen.
https://exxpress.at/politik/us-politiker-es-ist-uns-egal-wie-viele-ukrainer-sterben-wir-wollen-gewinnen/
Russland zu einer Reaktion zu zwingen, um es dann als Aggressor anprangern zu können, ist eine US-Strategie, die der US-Professor Michael Hudson ausführlich beschrieb (und seinerseits anprangerte):
“Der einzige Weg, der US-Diplomaten übrig bleibt, um europäische [Gas-]Käufe zu blockieren, besteht darin, Russland zu einer militärischen Reaktion zu reizen und dann zu behaupten, dass diese Reaktion zu bestrafen Vorrang haben muss vor allen rein nationalen ökonomischen Interessen. Wie Victoria Nuland in einem Presse-Briefing des [amerikanischen] Außenministeriums erklärte: ‘Wenn Russland die Ukraine auf die eine oder andere Weise angreift, wird Nord Stream 2 nicht vorangehen.’ Das Problem ist es, einen passend offensiven Zwischenfall zu schaffen und dann Russland als Aggressor darzustellen.”
Vize-Außenministerin Victoria Nuland plauderte damals nicht zum ersten Mal aus dem Nähkästchen:
Sie hatte schon im Dezember 2013 (einige Monate VOR dem Maidan-Putsch) damit geprahlt, dass die USA 5 Milliarden Dollar ausgegeben hatten, um die Ukraine für EU und NATO fit zu machen.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=84394
Und 2024 hat sie im Interview freiwillig verdeutlicht, dass die Sabotage des zwischen Russen und Ukrainern quasi unterschriftsreif ausgehandelten Istanbul-Friedens durch den (bald danach zurückgetretenen) Briten-Premier Boris Johnson im April 2022 keineswegs dessen einsamer Alleingang war, sondern ganz auf der Linie des US-Interesses lag,
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/victoria-nuland-darum-liessen-die-usa-die-istanbul-verhandlungen-platzen-li.2252356
Wenn Teenager Opfer der Propagandamärchen der Kriegstreiber werden
https://philosophia-perennis.com/2025/02/05/wenn-teenager-opfer-der-propagandamaerchen-der-kriegstreiber-werden/
Die Propaganda in westlichen Ländern treibt nun schon naive Teenager in den vermeintlichen Heldentod, so wie diesen jungen Briten: „Er verbrachte nur wenige Minuten an der Front“ – britische Medien berichten über den Tod des 18-jährigen britischen Söldners James Wilton in der Ukraine.
James war 17, als er Großbritannien verließ, um gegen Russland zu kämpfen. Vor seiner Reise in die Ukraine hatte er keinerlei militärische Erfahrung. James wurde nur wenige Minuten nach Beginn seines ersten Einsatzes getötet.
Erster und letzter Einsatz
„Es war James‘ erster und letzter Einsatz. Wir mussten ein offenes Feld überqueren – keine Bäume, keine Deckung, nichts – um andere Soldaten zu versorgen. Er wurde von einer Drohne getötet“, sagte der amerikanische Freiwilligenkämpfer Jason.
Der Junge ist auf die Propagandamärchen, die freie Welt sei bedroht, hereingefallen und hat das mit dem Leben bezahlt.
So unser Tweet des Tages
Keiner unserer Politiker der Blockparteien CDU, SPD, GRÜNE & FDP haben ihr Mitleid geäußert für die Viele Russen die von der Hitler-Armee umgebracht wurden.
Auch hat keiner dieser Blockparteien nur das geringste Mitleid mit den Russischen Menschen im Donbas gezeigt, deren Sprache man verboten hat und sogar Tausende ermordet hatte.
Das genau zeigt wie UNWHLBAR solche VERKOMMENEN FIGUREN SIND, sie sollten eigentlich in Haft genommen werden !!
SO BLEIBT NUR DIE AfD, DIE EINZIEG FRIEDENSPARTEI !!
W. Putin: „Weder die heutigen noch die künftigen Deutschen dürfen für das, was unter Hitler geschah, benachteiligt werden“
https://opposition24.com/politik/w-putin-weder-die-heutigen-noch-die-kuenftigen-deutschen-duerfen-fuer-das-was-unter-hitler-geschah-benachteiligt-werden/#comment-29951
von Hans Egeler Putin hat gesprochen und es wird klar, warum eine Partei wie die AfD, die die Fortsetzung des Friedens mit Russland will, vom Linksfaschisten-Mob und seinen parlamentarischen und anderen Armen bedroht wird:
Das Geschäftsmodell der Altparteien gerät in Gefahr, wenn sie die „ewige deutsche Kriegsschuld“ nicht mehr zur Erzielung finanzieller Vorteile für sich und ihre Strippenzieher instrumentalisieren können. Würde der ständige „Nazi“-Vorwurf wegfallen, wären auch das „Nie wieder ist jetzt“ und ähnliche Latrinenparolen vom Tisch, hinter denen sogar Kanzlerdarsteller und ihre politische Armada herlaufen.
„Ich möchte noch einmal betonen, dass weder die heutigen noch die künftigen Generationen für das, was unter Hitler geschah, benachteiligt werden dürfen.“
Putins Feststellung hat Gewicht. Er ist Vertreter des haupt-leidtragenden Volkes unter deutscher Kriegswillkür
Wenn ein führender russischer Vertreter, dessen Volk mit 26 Millionen mehr Kriegstote als jedes andere zu beklagen hat, solche Feststellungen trifft, hat das mehr Gewicht als die gegenläufigen Statements von Steuergeld-bezahlten Berufsempörten in Deutschland und anderswo.
Besonders auffällig ist Putins Beurteilung angesichts aktueller Berliner Drohungen „den Krieg nach Russland zu tragen“, Taurus-Raketen gegen den Kreml zu richten und den Ukrainekrieg auf Dauer zu unterfüttern.
Offenbar kämpfen die Altparteien deshalb so verbissen gegen „Putin“, weil er günstige Wahrheiten für Deutsche ausspricht, die das etablierte Milliarden-Inkasso und das Unterdrückungsmodell von Meinung und Freiheit gefährden. …ALLES LESEN !!
Was ich nicht verstehe ist, daß nirgends die „Nato Übung“ „Defender2020“ erwähnt wird – im ersten Lockdown, als Unmengen Kriegsmaterial und Nato Soldaten an die Ostflanke Europas verlegt wurden. Panzer wurden auf Zügen auch durch das „neutrale“ Österreich transportiert.
Daß das alles nur eine sogenannt bezeichnete Übung gewesen sein sollte, konnte ich im Frühjahr 2020 schon nicht glauben.
Was dort passiert wäre, haben die Banderas rund um Sudscha in der Oblast Kursk gezeigt. Dennoch gibt es diese Woche Medienberichte, dass Trump der Bande für Lithium und Titan wieder Waffen liefert – diese Berichte müsste man vielleicht noch verifizieren. Wenn es stimmt, dann steckt Trump im Banderastan-Sumpf genauso tief wie Biden.
Varus
Dir Waffenlieferungen der USA wurden bereits vergangenes Wochenende wieder aufgenommen.
Trump steckt im Ukraine Sumpf noch viel tiefer drinnen als Biden.
Im Israel Sumpf zehnmal so tief wie Biden.
Israel liefert der Ukraine die von der Hamas und Hisbollah erbeuteten Waffen.
Trump: „Ich werde den Krieg in der Ukraine innerhalb 24 Stunden beenden“
Was für ein Lügner.
Ein psychisch schwer gestörter Mensch.
Der ist machtgeiler als Putin und Xi zusammen.