
Hybrider Krieg um russisches Erdgas für Europa
Die Entscheidung der Kiewer Regierung, den Transit von russischem Gas nach Europa nicht über den 1. Januar hinaus zu verlängern, wird sich für das Land rächen. Stromdefizite und Einnahmeverluste werden Folge der Einstellung des russischen Gastransits für die Ukraine sein.
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat – wie TKP berichtete – gewarnt, dass sein Land die Stromexporte in die Ukraine einstellen würde, wenn Kiew die Lieferung von russischem Gas nach Europa einstellt. Sollte Fico seine Drohung wahr machen, wird die Ukraine wahrscheinlich mit weiteren Stromausfällen konfrontiert sein.
Die Ukraine ist stark auf Stromimporte aus Polen, Ungarn, der Slowakei und Rumänien in Höhe von etwa 1,7 bis 2,1 Gigawatt (GW) angewiesen. Allein die Slowakei exportierte zwischen Januar und November 2,4 Millionen Megawattstunden Strom in die Ukraine, was einer Steigerung von 152 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Es ist unklar, ob Polen, Ungarn und Rumänien den Verlust ausgleichen könnten, wenn die Slowakei ihre Stromexporte in die Ukraine einstellt.
Zu erwarten sind erhöhte Nachfrage und Engpässe. So warnte die Internationale Energieagentur im September, dass die Spitzennachfrage in der Ukraine in diesem Winter 18,5 GW erreichen könnte, bei einem geschätzten Versorgungsdefizit von 6 GW.
Zusätzliche Auswirkungen der Einstellung des Gastransits
Zunächst gibt es einen Verlust von Transitgebühren. Die Ukraine wird voraussichtlich jährlich 0,8 bis 1 Milliarde US-Dollar an Transitgebühren für russisches Gas verlieren.
Kritischer ist aber wahrscheinlich der Ausfall dess „virtuellen Rücktransitsystems“. Der Transit von russischem Gas durch die Ukraine ermöglichte nämlich das „virtuelle Rücktransitsystem“, bei dem Gas aus Kiew von europäischen Händlern gekauft wurde. Trotz des seit 2022 gesunkenen Verbrauchs wurde dieses System weiterhin genutzt.
Aus technischen Gründen werden Pipeline-Modifikationen erforderlich. Die Einstellung des Transits von russischem Gas wird die Ukraine dazu zwingen, ihr Pipelinesystem zu modifizieren und anders zu betreiben.
Ein Druckabfall in den Hauptgasleitungen würde den Transport von in den Regionen Poltawa und Charkow gefördertem Gas in westliche Regionen behindern, vermuten Analysten. Umgekehrt wird die Lieferung von Gas aus unterirdischen Speichern im Westen in zentrale und östliche Regionen schwieriger werden, warnen sie.
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Die Bandera-Typen:innen glauben vermutlich, dass die bei Bedarf beliebig viel Kohle aus dem Westen bekommen. Melnyk pöbelt wieder mal die Michels an und die Kohle fließt.
Es sind die USA, die für den ganzen Hickhack in Europa und dem Misstrauen verantwortlich sind! Wir hatten ein reaktiv friedliches Europa die letzten 80 Jahre, bis die USA überall Zwietracht gesät haben! Balkankrieg, Ukrainekrieg, Energiekrieg, Wirtschaftskrieg, Migrationskrieg wegen Ölkrieg, Finanzkrieg und Informationskrieg!
Das sollte reichen um zu verstehen, warum wir uns in Europa alle gegenseitig Schaden zufügen wollen. Warum schmeißen wir stattdessen nicht den Verantwortlichen raus?
Wenn wir nicht wüssten, dass es vollkommen unmöglich ist, könnte man auf die Idee kommen, dass es darum geht, soviel Schaden wie möglich zu erzeugen.
Stromausfälle sorgen für vermeidbare Tote und für Degrowths.