Die USA ziehen den Flugzeugträger USS Harry S. Truman (CVN 75) aus dem Roten Meer ab. Der Flugzeugträger befindet sich nun in der Nähe des Suezkanals. Dies alles geschieht inmitten von Gerüchten über zwei abgeschossene Kampfjets und Probleme bei Kampfeinsätzen vor der Küste des Jemen.
Die türkische Agentur Anadolu berichtete über den Rückzug der US Marine angesichts laufender Angriffe der Huthis auf ihre Großkampfschiffe. Am Sonntag gaben die Huthis bekannt, dass sie einen von ihnen so bezeichneten US-britischen Angriff auf den Jemen vereitelt hätten, und behaupteten, einen US-amerikanischen F-18-Kampfjet nach einem Angriff auf die USS Harry S. Truman und begleitende Zerstörer abgeschossen zu haben.
Auch Militärmagazine hatten schon vorher berichtet, dass während einer Reihe von verschärften Zusammenstößen zwischen der jemenitischen Ansurullah-Koalition und US-amerikanischen, britischen und israelischen Streitkräften ein F-18F Super Hornet-Kampfflugzeug der US-Marine abgeschossen worden sein soll. Die Streitkräfte der Ansurullah-Koalition übernahmen die Verantwortung für den Abschuss des Kampfflugzeugs, wobei Militärsprecher Yahya Saree erklärte: „Der Flugzeugträger USS Harry S. Truman und mehrere seiner begleitenden Zerstörer wurden ins Visier genommen, als der aggressive Angriff auf den Jemen letzte Nacht begann.“ Diese Operation „wurde mit acht Marschflugkörpern und 17 Drohnen durchgeführt und führte zum Abschuss eines F-18-Kampfjets, während die Zerstörer versuchten, die jemenitischen Drohnen und Raketen abzufangen.“

Das US-Zentralkommando gab dagegen an, dass der Kreuzer USS Gettysburg die F-18 irrtümlicherweise abgeschossen habe, als sie vom Deck des Flugzeugträgers USS Harry S. Truman startete. Die Ansurullah-Koalition befindet sich seit über einem Jahr in andauernden Feindseligkeiten mit den Streitkräften der Vereinigten Staaten und mehreren ihrer westlichen Verbündeten, wobei US-Beamte in der Vergangenheit große Verwunderung über ihre militärischen Fähigkeiten geäußert haben.
Widersprüchliche Behauptungen der beiden gegnerischen Seiten haben zu erheblichen Spekulationen über die Umstände des Abschusses der F-18 geführt. In der Vergangenheit war es für die Vereinigten Staaten und andere Länder mit bedeutenden Kampfflugzeugindustrien keineswegs ungewöhnlich, Verluste ihrer Flugzeuge im Kampf aus Reputationsgründen auf Beschuss durch eigene Truppen oder auf Fehlfunktionen zurückzuführen.
Sollten die Behauptungen der jemenitischen Seite bezüglich eines Abschusses zutreffen, wäre es daher keineswegs überraschend, wenn die US-Marine versuchen würde, den Erfolg ihres Gegners herunterzuspielen und die daraus resultierenden Folgen für die Öffentlichkeitsarbeit zu begrenzen, indem sie behauptet, es handele sich um einen Treffer durch Eigenbeschuss.
Die Tatsache, dass die Ansurullah-Koalition über eine vernachlässigbare Kampfflotte verfügt und es höchst unwahrscheinlich wäre, dass sie ihre Kampfflugzeuge so nahe an einem amerikanischen Flugzeugträger einsetzen würde, wirft die Frage auf, ob die F-18F möglicherweise mit einem feindlichen Flugzeug verwechselt wurde. Die Tatsache, dass die Ansurullah-Koalition in der Vergangenheit fortgeschrittene Fähigkeiten im Bereich der Luftabwehr unter Beweis gestellt hat, darunter der Abschuss von über zehn MQ-9 Reaper-Drohnen während der Feindseligkeiten mit US-Streitkräften, deutet darauf hin, dass ihre Behauptung, eine F-18 abgeschossen zu haben, glaubwürdig sein könnte. Die Koalition hat in der Vergangenheit bereits bestätigte Abschüsse ähnlich fortschrittlicher Kampfflugzeuge erzielt, darunter F-15SA-Flugzeuge der Royal Saudi Air Force.
Bild: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class August Clawson, Public domain, via Wikimedia Commons
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12 Kommentare
Hallo,
so lange man nicht weiß, ob die F-18 in der Nähe des Flugzeugträgers (laut Karte 600 km von den jemenitischen Küste entfernt) oder in der Nähe der jemenitischen Küste abgeschossen wurde …
Was man weiß, das ist, dass die Raketen und Drohnen der Houtis auf 600 km Schiffe angreifen können.
Die durchschnittliche Reichweite von Kampfflugzeugen ist 2000 km, also max. 1000 km hin und zurück, wenn nur eine gerade Linie geflogen wird. Und das bedeutet, wenn ein Flugzeugträger auf einer Distanz von 1000 km gehalten werden kann, beginnt er nutzlos zu werden. Denn es gibt Zusatztanks, aber dann kann das Kampfflugzeug weniger Waffen tragen, ist also weniger effektiv.
Die Houtis haben auch mehrere Raketen auf Israel abgefeuert, wovon mindestens eine nicht abgefangen wurde und in Tel Aviv einschlug. Es ist also m.E. wahrscheinlich, dass der Flugzeugträger (und der begleitende Zerstörer o.ä.) in der Nähe des Suezkanals als Luftabwehr für Israel fungieren. Ein paar Flugzeuge dürften ja noch übrig sein. :-)
Es gibt Raketen für Flugzeuge, die kann man 300km vor dem Ziel schon abfeuern. Die von Israel vor der iranischen Grenze abgefeuerten hatten aber nichts gebracht.
Hallo,
das stimmt und je größer die Reichweite einer Rakete ist, um so größer und schwerer ist die Rakete, um so weniger davon kann ein Flugzeug tragen. Damit können einzelne wichtige Ziele angegriffen werden und das kann u.U. auch effektiv sein, nur eben nicht so effektiv, als wenn ein Flugzeug sozusagen bei gleicher ,,Nutzlast“ mehr Sprengstoff tragen kann. Also der Flugzeugträger kann auch aus größerer Entfernung schon noch was bewirken, nur eben weniger effektiv, er ist insgesamt weniger wirksam. Das wollte ich damit sagen.
Interessant ist, dass die F35 dort nicht eingesetzt wird. Deren Verluste wären deutlich höher.
Würde höchste Zeit, dem selbsternannten Hegemon endlich einmal in den Bug anstatt immer davor zu zielen wie der Zauderer vom Kreml.
@ Antermoya: Unsere Zukunft hängt davon ab, dass der „Zauderer vom Kreml“ weiterhin rational und bedacht auf die Eskalationen der NATO reagiert und immer unter seinen Möglichkeiten zur Reaktion sorgfältig die passende aussucht.
Wenn aber Präsident Gandhijskij durch Zurückhaltung den Westen immer mehr zum Eskalieren ermutigt, ist das Endergebnis keineswegs besser. Zumindest am Dnepr müsste er viel heftiger reagieren.
Hallo,
warum sollte der russische Präsident Russland schaden?!
Da traue ich mir durchaus eine Wette zu: die Behauptung der US-Navy ist totaler BS, das waren die Huthis, die können so was.
Es gab schon vor einigen Monaten ein Interview mit einem US-Kapitän, der vom Einsatz gegen die Huthis erzählte. Alleine das Eingeständnis, seit WK2 nicht mehr so intensive, lange und bedrohliche Kampfhandlungen überstehen zu müssen, spricht Bände. Es ist jedenfalls nicht so, dass die Huthis halt eine Drohne schicken und die US-Navy schießt sie routinemäßig ab, wie MSM es gerne darstellt. Die schwitzen dort an Board und haben die Hosen eher voll, weil sich solche Angriffe teilweise über Stunden ziehen und von permanenter und ernsthafter Bedrohung gekennzeichnet sind. Bisherige PR-Manöver der US-Navy lassen stark vermuten, dass ihre Schiffe auch getroffen und zumindest beschädigt werden.
Zudem ist es mittlerweile zur allgemeinen Wahrheit geworden, dass die Huthis ausgesprochen erfindungsreich darin sind, alte Militärgüter neu zu verwenden. Es würde mich daher nicht wundern, wenn diese F-18 mit Bodenluft-Raketen aus den 50ern abgeschossen wurde, für die die Huthis einfach eine neue Zielsuch-Vorrichtung entwickelt haben. D.h. sie haben aus der Luftabwehr der Sovjets, die sie gegen die U2 entwickelt hatten (also besonders große Reichweite und Betriebshöhe!), ein System gemacht, das immer noch dieselbe Reichweite besitzt und zusätzlich auch moderne Ziele identifizieren & anvisieren kann. Und das ebenfalls aus Mitteln täglicher Gebrauchselektronik.
Dumm sind sie jedenfalls ganz und gar nicht.
bin gespannt, ob nächstes jahr im roten meer endlich ein künstliches, in den usa hergestelltes riff, in den seekarten eingezeichnet und als touristische attraktion ausgewiesen wird
Stimmt, Militär-Stahl haben diese Lumpenpazifisten-Korallen am liebsten…..dürfte allerdings dauern, bis die Krebse davor alles Biologische darin beseitigt haben.
… den gespritzten Sondermüll?
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