Putins Ende?

11. Dezember 2024von 6,7 Minuten Lesezeit

Fragezeichen in Überschriften sind ein No-Go. Das lernt jeder Journalist im ersten Praktikum. Allenfalls bei Kommentaren darf man sich dieses Zeichen erlauben. Ich mache angesichts der aktuellen geopolitischen Turbulenzen ausnahmsweise davon Gebrauch.

Das Wochenende vom 6. bis 8. Dezember 2024 wird jedenfalls in puncto Staatsstreich in die Geschichtsbücher eingehen. Es gab gleich zwei davon. Am Freitag, den 6. Dezember um 15 Uhr unterbricht das rumänische Verfassungsgericht die Stichwahl zum Präsidenten, die für AuslandsrumänInnen in den Botschaften des Landes bereits begonnen hatte. Gleichzeitig annulliert das Gericht den ersten Wahlgang, in dem der rechtsnationale NATO-Kritiker Calin Georgescu den Sieg vor einer farblosen Liberalen davongetragen hatte. Umfragen hatten ergeben, dass Georgescu die besseren Karten in der Stichwahl für das höchste Amt im Staate hatte und gewinnen würde. Seine kompromisslose und laut vor sich hergetragene Gegnerschaft zur NATO und insbesondere zu den Waffenlieferungen an die Ukraine waren offensichtlich der Grund, warum das rumänische Verfassungsgericht, nach Zuruf des amtierenden Präsidenten Klaus Johannis, diesen Staatsstreich durchführte. Der deutsch-stämmige Johannis hatte den Richtern angebliche Geheimdienstinformationen vorgelegt, die beweisen sollen, dass die erste Runde der Präsidentenwahlen von russischer Seite beeinflusst worden war. TikTok und andere Kanäle wären vom Kreml unterwandert gewesen. Mit anderen Worten: es fehlte die NATO- und EU-Kontrolle über den politischen Diskurs in Rumänien. Also musste per Staatsstreich nachgebessert werden. Brüssel schwieg folgerichtig zur richterlichen Zerschlagung des Rechtsstaates und der demokratischen Grundlagen Rumäniens.

In den Morgenstunden des 8. Dezember erfolgt dann der Staatsstreich in Syrien, in diesem Fall bewaffnet. Kämpfer aus der Islamisten-Hochburg Idlib nahmen in wenigen Tagen das Land ein. Über einen Korridor zur Türkei waren sie jahrelang versorgt und aufgerüstet worden. Ihr Anführer mit dem Kampfnamen Abu Mohammed al-Dscholani baute seit 2012 die Al-Nusra-Front auf, die von der UNO, der USA und der EU als Terrororganisation gelistet war. Den Sturz von Langzeitpräsident Baschar al-Assad nahm die westliche Staatengemeinschaft zum Anlass, aus dem ehemals gesuchten Terroristen einen gefragten Rebellenführer zu machen. Seine bärtigen Mitkämpfer von der „Hayat Tahrir Al-Sham“ (HTS) genießen ab sofort hohes Ansehen in den europäischen Staatskanzleien – von Annalena Baerbock bis EU-Kommissarin Ursula von der Leyen. Die mit dem Abgang Assads für jeden sichtbar gewordene Schwächung Russlands trug zum abrupten Sinneswandel bei. CNN-Korrespondentin Jomana Karadsheh war in Damaskus unmittelbar zur Stelle, band sich ein Kopftuch um und bot dem HTS-Führer, auf den in den USA ein 10-Millionen-Kopfgeld ausgesetzt ist, eine Plattform zur Darstellung seiner neuen, für den Westen brauchbaren Identität. Tags darauf stießen israelische Truppen – erstmals seit 1974 – im Süden auf syrisches Staatsgebiet vor und US-Kampfflugzeuge intensivierten ihre Angriffe auf Ziele im Land.

Die beiden Staatsstreiche in Rumänien und Syrien führten dem Kreml in nur einem Wochenende vor Augen, wie schnell und effektiv westliche Dienste – seien es Verfassungsgerichte, Aufklärungsabteilungen oder Militärs – gegen russische Interessen in Stellung gebracht werden können. Parallel dazu brachte der russische Auslandssender RT einen Bericht über die Flucht von Assad nach Moskau. Bebildert war dieser mit einem Archivfoto, auf dem der geschasste Assad lächelnd neben dem russischen Präsidenten Wladimir Putin steht – ein fatales Signal. Es sollte wohl untermauern, dass die Redaktion von RT zumindest froh darüber ist, die Familie von Assad in Sicherheit zu wissen.

Werbung
Siegernahrung: Glutenfreie Ernährung für Höchstleistung
  • Siegernahrung: Glutenfreie Ernährung für Höchstleistung
  • RIVA
  • riva Verlag
  • Djokovic, Novak(Autor)

Von Bergkarabach bis Tiflis

Das geopolitische Kartenhaus rund um den Kreml begann freilich bereits früher zusammenzubrechen. Im September 2023 eroberten aserbaidschanische Streitkräfte, auch sie mit zumindest technischer Unterstützung der Türkei, die armenische Enklave Bergkarabach und zwangen 100.000 Armenier zur Flucht ins Kernland. Der drei Jahre zuvor unter Vermittlung Russlands zustande gekommene Waffenstillstand war damit obsolet geworden. Der Gesichtsverlust des Kreml, der damit seine Rolle als Garantiemacht armenischer Interessen in der Region aufgegeben hatte, war enorm … und führte im Juni 2024 dazu, dass der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan ankündigte, aus der „Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit“ (OVKS), der Jerewan mit Moskau militärpolitisch verband, aussteigen zu wollen.

Bei den Präsidentschaftswahlen in Moldawien wiederum, deren Stichwahl am 3. November 2024 stattfand, war der Kreml nicht in der Lage, den nötigen Druck Richtung Chisinau aufzubauen, um ausreichend Möglichkeiten für die Stimmabgabe der in Russland lebenden Auslandsmoldauer zur Verfügung zu stellen. Während für die 220.000 Auslandsmoldauer, die in der EU leben, in jedem EU-Mitgliedsstaat mehrere Orte bereitstanden, um ihre Stimme abzugeben, gab es in Russland nur in Moskau die Möglichkeit, an der Wahl teilzunehmen. Die Auslandsmoldauer im Westen entschieden den Ausgang für die Russland feindlich gesinnte Maia Sandu. Moskau erkannte die Wahl nicht an.

In Georgien wiederum baut sich seit den Parlamentswahlen von Mitte Oktober 2024 das Szenario einer vom Westen gesponserten Farbrevolution gegen den Wahlsieger auf; und auch hier sieht der Kreml keine Möglichkeit, der gewählten Partei „Georgischer Traum“ für die ganze Welt sichtbar den Rücken zu stärken, sondern hält sich, ganz anders als Brüssel mit seiner neuen EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas, nobel zurück. Die in Russland wegen „Schändung von sowjetischen Kriegerdenkmälern in Estland“ zur Fahndung ausgeschriebene frühere estnische Ministerpräsidentin Kallas stellte sich in ihrer neuen Funktion als oberste EU-Außenpolitikerin sogleich an die Seite der Anti-Regierungs-Demonstranten, deren militantes Auftreten sie als „demokratisch“ bezeichnete.

Es steht und fällt mit der Ukraine

Bergkarabach/Armenien, Moldawien, Georgien, Rumänien und Syrien. In all diesen Ländern steht die russische Außen- und Geopolitik auf dem Prüfstand. Und sie ist überall in der Defensive. Bleibt das größte und wichtigste Land, um dessen Ausrichtung gerade mörderisch gekämpft wird: die Ukraine. Es scheint, dass der Donbass alle Kräfte Russlands bindet, für den Kreml ein alarmierendes Schwächezeichen.

Aber Schwäche kann sich der oberste Mann im Kreml nicht leisten. Er war es dereinst im Jahr 2000, als er den Präsidentenstab von Boris Jelzin übernahm, der das Riesenland stabilisierte, den bereits im Gang befindlichen Zerfallsprozess mit seinen nationalen und religiösen Fliehkräften stoppte. Seit dem Wochenende vom 6. bis 8. Dezember 2024 sieht es nicht mehr danach aus, dass ihm das weiterhin gelingen muss. Der Durchmarsch der Islamisten in Syrien gefährdet zum einen die russische Marinebasis in Tartus, die einzige im Mittelmeer; ohne sie kann die in Sewastopol auf der Krim verbliebene russische Marine nicht viel mehr, als im Schwarzen Meer ihre Kreise ziehen. Zum anderen wird die Islamisierung Syriens unweigerlich auch Auswirkungen auf den kaukasischen Süden der Russländischen Föderation haben. Warum sollte sich beispielsweise der tschetschenische Führer Ramsan Kadyrow weiter in den Dienst des Kreml stellen, wenn er dabei live zusehen kann, wie Putin seine Verbündeten im Ausland fallen lässt bzw. aus einer Schwäche heraus fallen lassen muss?

Seit 24 Jahren steht Wladimir Putin an der Spitze des größten Landes der Welt. Wenn rundherum Verbündete wegbrechen und mögliche neue Allianzen von Brüssel und Washington im Keim erstickt werden, dann werden sich manche in Moskau oder auch anderswo fragen, ob es nicht an der Zeit ist, das Zugpferd zu wechseln.

Dass Oppositionelle wie Michail Chodorkowski, der schon seit über zehn Jahren im Genfer Exil von politischer Macht träumt, an die Schaltheben gelangen, ist eher unwahrscheinlich. Chodorkowski ist verbraucht und ausgelaugt. Eher schon könnten sich im Inneren des russischen Machtapparates nationaler denkende Kräfte erfolgreich zu Wort und Tat melden, die einen radikaleren Kurs einfordern, zuvorderst gegen Kiew, ganz nach dem Motto: In der Ukraine Stärke zeigen. Wenn diese Kräfte die Oberhand gewinnen, sind die Tage von Wladimir Putin gezählt.

Bild Kremlin.ru2024 Astana CSTO Summit (19)CC BY 4.0

Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Hannes Hofbauer ist Publizist und Verleger von Promedia und lebt in Wien. Zuletzt ist von ihm erschienen: Im Wirtschaftskrieg. Die Sanktionspolitik des Westens und ihre Folgen. Das Beispiel Russland (Promedia Verlag).



20 Kommentare

  1. Peter-Schmidt-News 12. Dezember 2024 um 4:26 Uhr - Antworten

    Sehr geehrter Herr Hofbauer, ich empfehle Ihnen die geniale Analyse von Pepe Escobar hier auf tkp!
    Syrien nach dem Fall: Terror, Besatzung und Palästina.

    • Varus 12. Dezember 2024 um 8:55 Uhr - Antworten

      In Syrien überschlagen sich die Ereignisse – die türkisch geförderten Milizen führen eine Großoffensive gegen Kurden (mit den USA dahinter) durch. Ich sah Videos, wie mit Drohnen kurdische militärische Kolonnen zerstört werden. Kommt es so weit, dass die US-Truppen um die Ölfelder im Osten bedrängt werden? Wie weit könnte Russland es nutzen?

  2. Peter-Schmidt-News 12. Dezember 2024 um 4:25 Uhr - Antworten

    Sehr geehrter Herr Hofbauer, ich empfehle Ihnen die geniale Analyse von Pepe Escobar hier auf tkp!
    Syrien nach dem Fall: Terror, Besatzung und Palästina.

  3. Peter-Schmidt-News 12. Dezember 2024 um 4:08 Uhr - Antworten

    Wieder so ein fürchterlich unsinniger Artikel auf (dem von mir sehr geschätzten) tkp. Das hat ja mittlerweile fast schon System? Kontrolliert denn keiner mehr, was hier geschrieben wird?
    Die Informationen zu Syrien, Rumänien, Georgien, Aserbaidschan, Ukraine sind korrekt!
    Aber anstatt Putin für sein besonnenes Handeln zu loben, spricht der Autor von Putins Schwäche, ganz so, als hätte Putin etwas besser machen können!
    Was würden denn neue russische Machthaber, die einen „radikaleren Kurs einfordern“ anders machen?
    Krieg führen! Das ist anders, aber nicht besser, sondern wesentlich schlechter. Und zwar für ALLE.
    Auch wenn Putin viele Baustellen nicht zum Guten ändern kann, ist es dennoch nicht seiner „Unfähigkeit“ geschuldet, sondern der über Jahrzehnte aufgebauten Macht der USA und des Tiefen Staats von Soros, Gates, Rockefeller, Rothschild und Co.
    Es gibt in manchen Kämpfen aktuell kein Mittel gegen die Macht dieser Diktatoren. Aber deren Macht ist nicht allumfassend in allen Regionen und Bereichen der Welt! Zudem ist deren Macht und Einfluss am Schwinden! Auch dank Putin.

  4. Varus 11. Dezember 2024 um 18:58 Uhr - Antworten

    Das Böse Medium meldet gerade, dass heute Taganrog im alten Russland mit 6 ATAMCS beschossen wurde – zuletzt hat Putin angekündigt, dass im solchen Fall Kiewer Entscheidungszentren dran sind. Eine Reaktion wurde zwar angekündigt, aber nicht – wie heftige. Wenn es unter einem lokalen Armageddon bleibt, verliert Putin die restliche Glaubwürdigkeit.

    Es könnten aber auch die Ami-Besatzer im Osten Syriens werden oder die neue zionistische Radarstation auf einem syrischen Berg südlich von Damaskus… Ich bin gespannt. Nachdem ich heute woanders einen Artikel über (magere) Renten und (üppige) Beamtenpensionen gelesen habe, träume ich eh nicht vom langen Leben.

  5. Andreas I. 11. Dezember 2024 um 17:36 Uhr - Antworten

    Hallo,
    in Rumänien hätte sich etwas ändern können, hat es aber nicht. Rumänien ist weiterhin Nato-Mitglied, also da ändert sich nichts.
    In Georgien hatte 2008 ein gewisser Saakaschwilly regiert, dann waren die Regierungen relativ neutral, jetzt könnte es wieder in pro-USA-Richtung gehen, aber so richtig neu ist das alles nicht und Georgien war bestenfalls neutral, aber kein Verbündeter, als wo keiner ist, kann keiner wegbrechen.
    Syrien konnte man als Verbündeten bezeichnen. Das ist jetzt ein Rückschlag für Russland.

    Dem steht aber nicht nurder militärische Erfolg in Neurussland gegenüber (was übrigens seit Katharina der Großen Beurussland heißt), sondern rund um die BRICS+ entstehen neue und intensivieren sich alte Handelsüartnerschaften. Russland ist wirtschaftlich stabil. Für die in Russland lebenden Russen und sonstigen Völker ändert sich nix. Es könnten rossische Geschäftsleute unzufrieden sein, die wegen ,,Sanktionen“ Einbußen hatten. Es könnten aber auch andere zufrieden sein, die Geschäfte mit China machen.

  6. Jan 11. Dezember 2024 um 15:57 Uhr - Antworten

    Der syrische Regimewechsel wird zu Krieg mit Israel führen, eventuell auch mit der Türkei wegen eines Küstenstaats.

    Es könnte sich um einen von Putin herbeigetricksten Phyrrussieg handeln. Putin hat an Renommée verloren, ist aber eine Front losgeworden, der Westen hat eine mehr.

  7. Anna12345 11. Dezember 2024 um 15:37 Uhr - Antworten

    Stimmt kein Wort. Gott sei Dank.

  8. Varus 11. Dezember 2024 um 13:17 Uhr - Antworten

    Es steht und fällt mit der Ukraine

    Richtig – daher liest man oft, dass Putin sich dort kräftiger ins Zeug legen sollte. Erst kürzlich habe ich in einem hiesiger Threads solchen Artikel von Paul Craig Roberts verlinkt.

    So ganz tragisch sieht es dort nicht aus – Juri Podoljaka meldet gerade in seinem Telegramm-Kanal, dass die Russen eine Fabrik im Zentrum von Tschassow Jar vollständig eingenommen haben. Die wichtigste Banderas-Festung in der strategisch wichtigen Stadt.

    Ferner schreibt er, dass er den Fall beider Brückenköpfe am Oskol-Westufer (bei Kupiansk, Oblast Charkow) erwartete – doch der südliche konnte nicht nur gehalten, sondern sogar erweitert werden. (Dies berichtete auch gestern Aleksandr Semtschenko in seinem Rutube-Podcast) Ein kompletter Zusammenbruch der Ukro-Armee in diesem Winter, nach bisher 800-900 Tsd. gefallenen Ukros, wäre durchaus möglich. Schnorrlensky sprach kürzlich von 43 Tsd. Verlusten, doch so viele sind alleine auf dem kleinen Fleckchen Land bei Kursk gefallen – von 900 auf 500 Km2 geschrumpft. Zum Vergleich – fast so viele wie die polnischen Verluste im September 1939.

    Zu den russischen Verlusten brachte kürzlich ein westliches Medium eine realistische Zahl – um 85 Tsd. Weit weniger als die banderistischen, durch bessere Technik und Taktik – und weit mehr Ressourcen.

  9. Glass Steagall Act 11. Dezember 2024 um 13:09 Uhr - Antworten

    Nur für den Fall, dass Putin eines Tages gegen einen Hardliner ausgetauscht werden würde, hätten wir in Europa allen Grund Angst zu haben! Dann wäre auch das scheinbar ruhige Leben der Amerikaner vorbei!

    Ich sehe Russland eher seine Kräfte auf das zu bündeln, was notwendig ist und das ist nunmal die Ukraine. Was wollen sie in Syrien? Öl hat Russland genug. Und soviel Kraftanstrengung für einen Hafen? Die Ukraine ist da strategisch wichtiger.

  10. Pfeiffer C 11. Dezember 2024 um 12:17 Uhr - Antworten

    @Herr Hofbauer! Bei allem Respekt, das ist eine „Standard-Überschrift“ mit Propaganda-Wortgirlanden um nicht zu sagen einem Wischi-Waschitext darunter!

    Die USA & ihr eurpäisches US-Marionettenkönigreich Europa sind so was von fertig, denn: Der Ukrainekrieg ist schon lange für „die westliche Staatengemeinschaft“ verloren.

    Und dreimal sei es gelobt, gepriesen und gepfiffen, daß auf der russischen Seite Politprofis wie Putin und Lawrow so lange die Ruhe und den Überblick behielten. Und man den Eindruck hat, daß sie bislang beim aufgezwungenen aktuellen geostrategischen Schachspiel immer wieder mit genialen Gegenzügen parieren.

    Schon mal dran gedacht, wenn die so Flaschen wären wie unsere “ westlichen Hochleistungsgeostrategen“?

    Da wäre schon lange unser ehemals schönes Europa binnen 25 Minuten atomar verdampft!

    Ihren „Putins-Ende?“ Artikel lesen Sie in einem Jahr, am 11.12.2025 nochmal. Ich sage Ihnen voraus: Das wird peinlich! Dreimal dürfen Sie raten für wen!

    Mit besten Grüßen
    Pfeiffer C

  11. 1150 11. Dezember 2024 um 12:14 Uhr - Antworten

    der westen sollte froh sein, das es einen putin gibt,
    die moskauer falken werden nicht so ausgeglichen, besonnen und geduldig sein.

  12. audiatur et altera pars 11. Dezember 2024 um 11:22 Uhr - Antworten

    Die fehlenden Fragezeichen in den Überschriften finden ihre Ursache weniger im „No-Go“ als in der Eitelkeit der Branche. Einer Branche, die dem Einfaltspinsel ein schnelles Publikum beschert, welches er gemeinhin mit seiner Persona verwechselt. Das sollte jeder Journalist im Praktikum lernen. Was ihn allerdings allermeist wieder in die Flucht schlagen würde. Weshalb er es in den nach oben gespülten Vorzeigefällen auch gewöhnlich unterlässt. Und so erhält halt jedes bloße Profil schließlich seine krönende Meinung. Der eine Eitle lernt’s auf die harte Tour, der andere mau passant.

    • Pfeiffer C 11. Dezember 2024 um 12:35 Uhr - Antworten

      Waschechte Journalisten behagt die Distanz, sie finden es infantil, einen Drang zum Jubeln und Umarmen zu verspüren.

      Ihr Ding ist vielmehr, Dinge kühl und gegebenenfalls scharf niederzuschreiben.

      Nicht mehr und nicht weniger.

  13. Sabine Schoenfelder 11. Dezember 2024 um 11:12 Uhr - Antworten

    Totgeglaubte leben länger. 😎
    Alles Spekulatius.🍪 Hinter den Kulissen wird „gedealt“. Vielleicht gab es nur das 👉 Ende des Ukrainekrieges unter Trump, wenn Syrien aufgegeben wird ?
    Vielleicht kam Trump gar nicht nur wegen „UNSERER“ französischen frisch eingekleideten „DAME“, eigens zur Mutter Gottes, angereist ? 😳
    Es gibt keine Zufälle. Nur Fakten, die uns unbekannt sind.

  14. Patient Null 11. Dezember 2024 um 9:52 Uhr - Antworten

    Putins Ende wird doch bereits seit Jahren versucht herbeizuschreiben. Mal gewinnt man mal verliert man. Bei den genannten Punkte listet man nur die Probleme auf, deshalb bekommt man wie auch im Mainstream dieses falsche Bild. Ist ja nicht so das der Westen nicht auch verliert, Afghanistan, Afrika, BRICS. In Afrika und bei BRICS punktet Russland.

    Russland steht teils alleine. Der Westen hat das x fach höhere Militärbudget, ein eingespieltes poltisches Netzwerk und den Dollar. Russland hat das aber auch erkannt und forciert deshalb BRICS und schliest Bündnisse mit Staaten die bisher nicht so beorzugt waren wie Nordkorea.

    Putin hat hohen Rückhalt in der Bevölkerung, das unterscheidet ihn grundlegend von Assad und Co. Und das Land ist riesig. Russland könnte komplett autark sein im Notfall. Achja und es hat Atomwaffen. Deshalb lässt es sich nicht mal so eben rumschubsen vom Westen.

    Chodorkowski und Co haben nur im Westen Reputation und werden zu Oppositionellen hochgejubelt. In Russland will die keiner. Nicht zuletzt weil sie sich da nur illegal bereichert haben.

  15. federkiel 11. Dezember 2024 um 9:51 Uhr - Antworten

    Nicht zu vergessen, daß sich am 7./8. 12. die „Weltmafia“ in Paris ein Stelldichein gegeben hat, zur feierlichen Wiedereröffnung von Notre Dame. Das ist doch eine wunderbare Verschleierungsmethode, „wir waschen unsere Hände in Unschuld“, wir haben mit all dem nichts zu tun.

  16. therMOnukular 11. Dezember 2024 um 9:37 Uhr - Antworten

    Ich teile nicht die Ansicht des Autors. AmS ist das Rosinenpicken, denn ganz prinzipiell:

    wäre der Westen so effizient, gerissen und flexibel, dann würden solche Personen gar nicht erst zu Hoffnungsträgern aufsteigen (weil es keine Hoffnung auf Änderung gäbe/bräuchte). Der Umstand, dass Menschen vermehrt lieber die Alternative wählen bzw ihre Souveränität ist schon der Beweis bzw die Wirkung davon, dass/wie der Westen versagt. Der „Kipp-Punkt“ liegt bereits hinter uns und jeder faule Trick macht das Debakel nur noch sichtbarer.

    Putin’s 86% bei der letzten Wahl waren echt, ohne Fälschung und ohne Repression – während der Kurs des Westens quasi überall abgewählt wird (die Menschen müssen nur noch vermehrt begreifen, dass sie es mit Einheitsparteien zu tun haben). Auch Russlands Reputation in der Welt ist deutlich besser, als die unsrige. Und auf lange Sicht ist das die festere Basis als militärische Interventionen, Wirtschaftskriege, Coups usw. Auch solche Coups (wie 2014 in Kiev) sind Wirkung jener Ursache, dass einem die Macht (der Überzeugung) bereits abhanden gekommen ist – und somit nur ein Pyrrhus-Sieg.

    Russland kann nicht alle retten und beschützen, die der Westen überfällt oder manipuliert. Es auch nicht zu versuchen zeigt nur, dass man die Strategie des Westens längst durchschaut hat. Darum zieht man dieser Strategie langfristig den Stecker: das Petro-Geld(drucken). Russland musste durch die Ukraine seine Militärausgaben massiv erhöhen, fährt aber immer noch viel billiger als das, was die USA alleine bisher an Milliarden seit 2022 in die Ukraine pumpten. Mittlerweile ist quasi jede „Sanktion“ des Westens ergo ein Schuss ins eigene Knie. Darum haben wir eine Rezession und Russland ein Wachstum um die 3%.

  17. Fritz Madersbacher 11. Dezember 2024 um 9:31 Uhr - Antworten

    „Chodorkowski ist verbraucht und ausgelaugt“

    Chodorkowski ist nicht verbraucht und ausgelaugt, sondern eine westliche Marionette, groß geworden in der „Jelzin-Periode“ – zwar seltsam, aber bezeichnend für den Artikel, dass er hier überhaupt erwähnt wird. Die aufgezählten „westlichen Erfolge“ (Rumänien, Syrien) sind auf Sand gebaut und keinesfalls geeignet, die unzerstörbare Überlegenheit des Westens zu beweisen oder den Niedergang seiner Hegemonie aufzuhalten. Letzten Endes werden nicht westliche Intrigen den Lauf der Geschichte bestimmen, sondern die unterdrückten Völker.
    Rußland muss in erster Linie sich und seine Grenzen behaupten, nicht Großmacht spielen, und das hängt nicht von eineer Person ab, wie die westlichen Medien es darzustellen pflegen. Die im Artikel aufgezählten letzten Ereignisse lassen zwar die verblendeten Kriegsherren und Kriegstreiber in den USA, in der EU etc. aufjubeln, aber sie ändern nichts an ihrer zunehmenden – schon durch den Verfall ihrer eigenen Gesellschaften bedingten – Schwäche. Sie und ihre Weltherrschaftspläne sind dem Untergang geweiht …

    • therMOnukular 11. Dezember 2024 um 9:47 Uhr - Antworten

      Danke, dass Sie hier vieles erwähnen, was mir zu lang geworden wäre und auch insgesamt meine Gedanken wunderbar erweitert bzw mein Geschwafel „verdichtet“. ;))

      „Rußland muss in erster Linie sich und seine Grenzen behaupten, nicht Großmacht spielen, und das hängt nicht von eineer Person ab, wie die westlichen Medien es darzustellen pflegen“

      on point

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge