Der langsame Weg in den Krieg

20. November 2024von 6,7 Minuten Lesezeit

Der langsame Weg in den Großen Krieg ist fast gemacht. Russland sieht die NATO als volle Kriegspartei an. Der nächste Schritt wird kommen, riskiert die NATO dann einen offenen Weltkrieg?

Russland hat es getan. Russland hat das getan, was die UdSSR schon mehrfach getan hatte: Es verstieß gegen das Völkerrecht und marschierte in die Ukraine ein – vor mehr als 1000 Tagen. Angeblich begann der Krieg zu diesem Zeitpunkt, als Russland die Ukraine überfallen haben soll. „Angeblich“ deshalb, weil es unterschiedliche Meinungen gibt und der Begriff „überfallen“ bereits eine Bewertung darstellt.

Die Ukraine leistete Widerstand, und Russland zog sich zunächst zurück. In den von Russland besetzten Gebieten wurden daraufhin Referenden abgehalten, um festzustellen, wo die Russen willkommen waren. Russland nannte dies eine „Spezialoperation“, während es in Deutschland und anderen westlichen Ländern als völkerrechtswidriger Angriffskrieg bezeichnet wurde. Die westliche Politik hielt strikt an dieser Sprachregelung fest.

Ein Problem, über das offenbar nur wenige gründlich nachgedacht hatten, liegt darin, dass Russland, wenn es um das eigene Land geht, nur eine Form des Krieges kennt: den Vernichtungskrieg. Russland hat in seiner Geschichte immer wieder solche Kriege geführt. Die Tatsache, dass das Land heute noch existiert, zeigt, dass es bisher keinen dieser Vernichtungskriege verloren hat. Vor mehr als 30 Jahren jedoch verlor Russland einen Krieg – den Kalten Krieg, der kein heißer, sondern ein ideologischer Konflikt war.

Die Erkenntnis, dass Russland bisher keinen Vernichtungskrieg verloren, jedoch im Kalten Krieg große Verluste erlitten hat, führte in Russland nicht zu der Überzeugung, dass es nie wieder Krieg geben dürfe. Vielmehr entschied man, dass es nie wieder zu einem Kalten Krieg kommen dürfe. Doch wie vermeidet man einen Kalten Krieg? Die Antwort liegt für Russland auf der Hand: Russland führt lieber einen heißen Krieg, um einen erneuten Kalten Krieg zu verhindern. Dies war in der Ukraine deutlich zu beobachten.

Der Westen hat hingegen andere Erfahrungen gemacht. Der Zweite Weltkrieg war sehr traumatisch, doch der Kalte Krieg nicht in gleichem Maße. Daraus resultierte die Überzeugung, dass es nie wieder einen heißen Krieg geben dürfe und dass Friedenssicherung durch Abschreckung funktionieren würde. Dabei wird oft übersehen, dass Abschreckung zum Kalten Krieg führt – und dass dies mit Russland nicht noch einmal funktionieren wird.

Daraus ergibt sich das, was wir seit fast drei Jahren in Europa beobachten: der langsame Weg in den Krieg. Der Krieg, von dem ich spreche, ist der Krieg zwischen Russland und den europäischen NATO-Ländern, den Historiker später vielleicht als Dritten Weltkrieg bezeichnen werden.

Der Ausgangspunkt dieses Weges in den Krieg ist der Konflikt in der Ukraine, der sich über mehr als ein Jahrzehnt zugespitzt hat und aus russischer Sicht eine Bedrohung darstellte. Der Westen erkannte diese Bedrohung nicht an, was nicht zuletzt daran lag, dass westliches Handeln maßgeblich zu der Entwicklung beitrug, die Russland als bedrohlich empfand.

Russland lernte aus dem Zusammenbruch der UdSSR, dass es sich nicht auf eine Bedrohungssituation wie im Kalten Krieg einlassen darf. Daher entschied Russland, dass ein Krieg unvermeidbar sei. Um einen sofortigen Vernichtungskrieg in der Ukraine zu vermeiden, marschierte Russland in die Ukraine ein, um ein Abkommen zu erzwingen. Dies scheiterte jedoch, da die Ukraine einen sogenannten Diktatfrieden ablehnte.

Somit war der Vernichtungskrieg zwischen Russland und der Ukraine nicht mehr zu vermeiden. Militärisch war Russland von Anfang an stärker als die Ukraine, jedoch war es auf einen Vernichtungskrieg nicht ausreichend vorbereitet. Im Kreml rechnete man offenbar nicht damit, dass die Ukraine bereit war, einen Krieg zu führen, der mit ihrer Vernichtung enden könnte.

Die Ukraine wollte diesen Krieg führen, nicht zuletzt weil der Westen militärische Unterstützung zusicherte. Dass diese Unterstützung aus ukrainischer Sicht nicht in ausreichendem Maße erfolgte, wird oft als Grund genannt, warum Russland die Oberhand gewinnen konnte. Ob dies tatsächlich zutrifft, wird immer unklar bleiben. Fest steht jedoch, dass Russland seit über einem Jahr die Initiative hat.

Seit Beginn des Krieges versucht der Westen, Russland durch eine Strategie der Abschreckung zum Einlenken zu bewegen, indem er die Ukraine als potenzielle Bedrohung darstellt. Anstatt jedoch einzulenken, intensiviert Russland seine Angriffe. Der Versuch, Russland abzuschrecken, erweist sich immer wieder als unwirksam. Statt sich einschüchtern zu lassen, verstärkt Russland seine militärischen Operationen und erzielt dabei Erfolge. Weil der Westen nicht versteht, warum seine Drohungen wirkungslos bleiben, eskaliert die Situation zunehmend. Jede weitere Drohung oder Eskalationsmaßnahme führt zu einer noch härteren Reaktion Russlands, was den Konflikt weiter anheizt.

Auch der Angriff auf die Region Kursk stellte einen solchen wirkungslosen Versuch dar, Russland unter Druck zu setzen. Er wurde aber von den Russen zum Stillstand gebracht, ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Kämpfe im Donbas. Es ist absehbar, dass die Ukraine im Donbas weitere Gebietsverluste hinnehmen muss und dass eine Rückeroberung der besetzten Gebiete in weiter Ferne liegt. Der Ukraine fehlen vor allem die Soldaten, und der Westen kann diese nicht stellen, ohne eine Eskalation zu einem großen Krieg in Europa zu riskieren.

In den USA scheint man mittlerweile erkannt zu haben, dass dieser Krieg aufgrund der fehlenden Erfolge der ukrainischen Streitkräfte nicht mehr für den Westen zu gewinnen ist. Dies nutzte Trump, um mit dem Versprechen zu punkten, den Krieg schnell zu beenden, was ihm u.a. schließlich auch den Wahlsieg einbrachte.

Damit der Krieg nach der Amtsübernahme Trumps 2025 beendet werden kann, muss Russland die Ukraine aus der Region Kursk zurückdrängen, damit die Ukraine diese nicht als Faustpfand nutzen kann. Russland wird nicht über ein Kriegsende verhandeln, solange sich ukrainische Soldaten auf russischem Boden befinden.

In der aktuellen Lage, in der eine russische Gegenoffensive in der Region Kursk bevorsteht, hebt der derzeitige US-Präsident die Angriffsbeschränkungen für die in der Ukraine stationierten, von den USA kontrollierten Waffen auf. Dies wird von Russland als Kriegseintritt des Westens gewertet. Mittlerweile wurden diese Raketen auch schon abgefeuert. Aus russischer Sicht verwandelt sich der Krieg in der Ukraine dadurch in einen Konflikt zwischen dem Westen, der Ukraine und Russland. Da Russland diesen Konflikt als Vernichtungskrieg betrachtet, wird dies als Eintritt des Westens, angeführt von den USA, in einen Vernichtungskrieg angesehen.

Diese Eskalation erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem in den USA ein neuer Präsident gewählt wurde, der den Krieg nicht eskalieren, sondern beenden möchte. Dennoch kann Russland auf die geplante Gegenoffensive in der Region Kursk nicht verzichten, da sie in jedem Fall als notwendig erachtet wird, selbst wenn Russland grundsätzlich bereit wäre, den Krieg ohne vollständige Vernichtung der Ukraine zu beenden.

Diese Offensive wird zum Prüfstein: Wird der Westen seine Ankündigungen, Waffen unter westlicher Kontrolle gegen Ziele in Russland einzusetzen, tatsächlich umsetzen? Da diese Möglichkeit bereits seit geraumer Zeit in westlichen Medien diskutiert wird, hatte Russland Zeit, sich darauf vorzubereiten und seine Reaktion zu planen.

Russland wird eine Reaktion wählen, die der Westen als Angriff auf die NATO interpretieren könnte, aber nicht zwingend interpretieren muss. Gleichzeitig wird Russland Taktiken anwenden, die die militärische Wirkung westlicher Angriffe minimieren sollen. Daher ist nicht zu erwarten, dass diese Angriffe den Erfolg der russischen Gegenoffensive in der Region Kursk verhindern können.

Nach der russischen Reaktion steht der Westen vor der Wahl: Entweder löst er den Bündnisfall aus und riskiert damit einen weiteren Weltkrieg, oder er beendet den Weg in den Krieg, bevor es zu spät ist. Es bleibt abzuwarten, wie der neue Präsident in den USA in dieser kritischen Situation agieren wird.

Bild „War and peace ou les chasseurs et l’oiseau“ by choudoudou is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.

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Hans Petereit ist Ingenieur der Elektrotechnik und schreibt unter Pseudonym.


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15 Kommentare

  1. cwsuisse 21. November 2024 um 22:36 Uhr - Antworten

    Die große Linie stimmt, aber einige Details nicht: (i) Der Angriff auf die Ukraine 2022 wurde ausgelöst von dem ukrainischen Gesetz über die Rückeroberung der Krim vom Sommer 2021 und der Weigerung von Washington und NATO der Forderung Moskaus Anfang 1. Q. 2022 nachzukommen, die europäische Sicherheitsarchitektur zu diskutieren. Die USA wussten vorher das es zum Angriff kommen würden, denn sie waren dessen Auslöser. Dass die Ampel im 4. Q. 2021 den künftigen Komplettverzicht auf russisches Öl und Gas verkündete, hat sicher auch nicht gerade geholfen. (ii) Moskau wird sich vermutlich zu Verhandlungen nicht drängen lassen. Deswegen wird es Moskau auch egal sein, ob sich ukrainische Truppen noch am Rand des Oblast Kursk tummeln. Man wird so oder so wenig Appetit auf Gespräche haben. Mit wem auch? Selenskyj ist aus russischer Sicht nicht satisfaktionsfähig. (iii) Russland kann durch den Westen nicht besiegt werden. Es ist der größte Flächenstaat der Erde und der ressourcenreichste dazu.

  2. Varus 20. November 2024 um 20:15 Uhr - Antworten

    Ein juristisch brisanter Artikel von Paul Craig Roberts, der Baerbock mit dem gleichen Wort versieht, wegen dem neulich Habeck einen Mann anzeigte. Noch brisanter aber – Baerbock zeigte einen Mann an, der sie für die dümmste Außenministerende:in weltweit hält. Hier schreibt Roberts aber, dass das „Biden-Regime“ noch dümmer sei – mit Verweis auf diesen Artikel könnte Baerbock argumentieren, dass ihr Kritiker Unwahrheit geschrieben hat, da ihr US-Kollege laut einem ehemaligen US-Vizeminister noch dümmer sei:

    https://uncutnews.ch/die-westliche-welt-ist-zur-idiotie-verkommen/

    Hauptsächlich geht es im Artikel um das Rennen in den Weltkrieg.

  3. Dr. Rolf Lindner 20. November 2024 um 19:34 Uhr - Antworten

    Da die regierungskriechischen Medien gebetsmühlenartig vom russischen Angriffskrieg labern und sie auf anderen Gebieten wie Gengiftimpfung, Genderunsinn, Klimaparanoia genauso gebetsmühlenartig ihre nachweislichen Lügen verbreiten, muss ich davon ausgehen, dass der Terminus „russischer Angriffskrieg“ genauso eine Lüge ist wie die Zuschreibung „vökerrechtswidrig“. War es etwa Völkerrecht, als die Krim, ohne die weitaus mehrheitlich russische Bevölkerung zu befragen, der Ukraine zugeschlagen wurde? War es vor allem Völkerrecht, als die Ukraine die russischsprachigen Teile ihres formal eigenen Landes mit einem Krieg überzogen, weil die dort lebenden Russen nicht von nationalistischen Putschisten regiert werden wollten? Nationalisten, die ein Dialekt zur Amtssprache erhoben und alle, die sich der Hochsprache bedienen, verfolgen. Man stelle sich vor, die Bayern würden diesem Muster folgen.

  4. van Grunz 20. November 2024 um 17:07 Uhr - Antworten

    Verstieß Rußland tatsächlich gegen das Völkerrecht, als es 2022 in die bereits existierten Kriegsgebiete einmarschiert ist? Ein Bürgerkrieg, übrigens, der von den USA mit mindestens 5 Milliarden US-Dollar finanziert wurde, mit dem Ziel, Rußland zu destabilisieren (man lese nur „The Grand Chessboard“ von Brzinski). Völkerrechtler gehen mittlerweile vom Gegenteil aus, daß der Einmarsch legitim war, weil es der Selbstverteidigung dient. Klar, daß man das im Westen anders kund tut, denn man will ja „Rußland ruinieren“. Interessant an diesem 2014 entstandenen Bürgerkrieg ist übrigens die Tatsache, daß die von den USA installierte ukrainische Junta alles Russische ausradieren wollte. Die Bevölkerung im Donbas wehrte sich dagegen, und so bombardierte Kiev seine eigenen Bürger, wodurch es diesen Bürgerkrieg erst hervorrief.

    Die Behauptung, daß man lieber einen heißen Krieg in Kauf nähme, als einen kalten zu ertragen, entbehrt bei seriöser Betrachtung jeder Grundlage. Die Zeichen stehen heute ganz anders, denn nach dem Zusammenbruch der UdSSR & der Eigenständigkeit der Ukraine drohte diese, NATO-Mitglied zu werden, und wollte sich sogar atomar wiederbewaffnen. Ist die Kuba-Krise schon vergessen, als die USA auch keine Stützpunkte von Raketenbasen duldete, die atomar bestückt werden konnten und innerhalb weniger Minuten das Land angreifen könnten? Wieso sollte umgekehrt Rußland das tun? Es gab aufgrund der geänderten Umstände schlicht keine Möglichkeit zu einem kalten Krieg mehr. Rußland zu unterstellen, nur „Vernichtungskriege“ zu kennen, ist daher unredlich.

    Die Ukraine wird von West-Mächten gesteuert, primär von den USA, aber auch Franzosen & Briten. Sie sind es, die keinen Frieden wollen. Daß die Ukraine einen „Diktat-Frieden“ ablehnte, ist vor diesem Hintergrund nicht zutreffend. Nicht zutreffend ist außerdem die Darstellung, daß die Ukraine diesen Krieg nur geführt hätte, weil ihr vom Westen militärische Unterstützung zugesichert worden sei. Es war, wie bereits beschrieben, der Westen, der zuerst den Bürgerkrieg verursachte, um Rußland zu militärischen Handlungen zu provozieren. Gerade die westlichen Waffenlieferungen sind es, welche diesen Krieg immer weiter in die Länge ziehen. Habe ich die Forderung überlesen, Diese umgehend einzustellen?

    Es ist übrigens nur der Besonnenheit des russischen Führungspersonals zu verdanken, daß der Ukrainekrieg nicht von lokal auf global gewechselt ist. Die jetzt bekannt gewordene „Freigabe“ nicht nur der US-Regierung, sondern auch europäischer Länder wie Frankreich & Großbritannien, bis tief ins russische Kernland reichende Waffen zu liefern & von der Ukraine verwendet werden dürfen, ist eine weitere unnötige Eskalation in Richtung 3. Weltkrieg. Es sind übrigens Waffen, die ohne die Lieferländer nicht abgefeuert werden können; die Ukraine ist alleinig nicht dazu in der Lage. Genau das wertet Rußland als Kriegseintritt von NATO-Ländern, weil sie direkt an der Bedienung ihrer Waffen involviert sein müssen, und das auf ukrainischem Staatsgebiet.

    Mir ist es ein Rätsel, wie solch ein offensichtlich Fakten verdrehender Artikel hier auf TKP Einzug finden konnte. Das entspricht nicht ihrem Niveau.

    • cwsuisse 21. November 2024 um 22:41 Uhr - Antworten

      @ van Grunz: In der Tat halte ich die angebliche Völkerrechtswidrigkeit für mehr als fraglich. Wertet man den Angriff vom Februar 2022 als Bestandteil eine Konfliktes der 2014 seinen Ursprung nahm, sieht es ganz anders aus, denn die Ukraine hat nachweislich kontinuierlich mit Zustimmung der Garantiemächte D+F die Minsker Vereinbarungen gebrochen und wer eine Waffenstillstandsvereinbarung bricht kann sich nicht auf das Völkerrecht berufen, wenn er einen über die Rübe kriegt.

      • van Grunz 22. November 2024 um 12:30 Uhr

        Das Brechen der Minsker Vereinbarungen war keine Ursache, sondern Symptom. Die Ursache begann bereits 2013 mit dem „Maidan“, der dann mit einer gezielten Eskalation zu einem Putsch genutzt wurde. Durch die Einflußnahme von Westmächten, allen voran die USA, wurden alsbald bestimmte Leute auf die politisch höchsten Posten gesetzt, die sogleich mit ihrem Auftrag begannen, aus einem ukrainisch-russischen, multi-ethnischen Land ein rein ukrainisches, mono-ethnisches Land zu machen, indem sie die russische Sprache, Oppositionen und kritische Medien verboten hatten. Dadurch brach vor Rußlands Haustür ein Bürgerkrieg aus, der mehr als offensichtlich keinen Halt gekannt hätte, wenn der komplette Donbas von Kiev aus militärisch übernommen worden wäre. Genau das drohte 2022, weswegen Rußland zum Handeln gezwungen wurde.

        Streng genommen ist Selensky aktuell gar kein Präsident mehr, weil die ukrainische Verfassung schon vor etlichen Monaten eine Neuwahl vorsah. Wenn sich jemand NICHT auf das Völkerrecht berufen kann, dann sind das gewiß Politiker, die ihre eigenen Gesetze brechen.

  5. therMOnukular 20. November 2024 um 13:49 Uhr - Antworten

    „Die Ukraine wollte diesen Krieg führen, nicht zuletzt weil der Westen militärische Unterstützung zusicherte.“

    Das ist falsch formuliert. Richtig wäre:

    „Die Nato wollte diesen Krieg führen, nicht zuletzt weil das ukr. Regime dem Westen ausreichend ‚Humankapital‘ zusicherte“.

  6. local.man 20. November 2024 um 12:07 Uhr - Antworten

    Es ist wunderbar nachzuvollziehen, wie hier alles Stück für Stück und gewollt vollzogen wird.
    Jeder Versuch dies friedlich zu beenden, wird regelrecht gehasst seitens der Handlanger, Marionetten und den Herrschaftsmedien.
    Jeder Schritt in einen gemachten und gewollten Krieg, ist ganz offen zu erkennen.
    Diese kriminelle Bande und ihre Systemmatrix ist das Problem. Ein Problem, weil dieses System eine Machtpyramide ist und wir ganz unten eben nichts weiter sind als Feuerholz im Brennofen der Besitzenden.

    Das soll also die Zukunft sein? Das soll unsere System, unser Leben sein?
    Solange ausgebeutet und niedergehalten, bis dieses System einen Wandel braucht, weil sonst die Reichenherrschaft kollabiert und dann haben wir eben wieder Krisen und Kriege, Leid und Chaos und dann steht die nächste noch schlimmere Matrix in modernem Gewand.

    Wie lange schauen sich das die Menschen noch an und lassen sich von wenigen Mitmenschen, die sich als Elite ansehen, verheizen für deren Zwecke und auf allen Ebenen?

  7. Jan 20. November 2024 um 10:42 Uhr - Antworten

    Der Ukraine-Krieg hat seine Ursache in der Zuschlagung der traditionell russischen Krim zur Ukraine. Die Krim ist strategisch absolut notwendig für Russland. Die Diplomatie hat nach Auflösung der UdSSR einen Fehler gemacht oder den Krieg bewusst provoziert, um die Kooperation Russland-Deutschland zu schwächen – ein lange etabliertes Ziel angelsächsischer Außenpolitik.

    Eine weitere Ursache ist die Idee, Tschernobyl in die finanzielle Verantwortung der EU zu bringen. Die Ukraine hat ihre Souveränität im Prinzip durch diesen Unfall verloren, da sie die Folgekosten niemals erwirtschaften kann.

    Im größeren Rahmen führen die Verteilungskämpfe hinsichtlich Erdöl/-gas zu einer Konkurrenz China/Russlands und Europa/USA in Nahost. Da macht es strategisch Sinn, Russland und China in Mehrfrontenkriege zu verwickeln. Die USA hingegen profitieren von ihrer geschützten Lage.

    Europa ist aufgrund der Minderintelligenz seiner Bewohner außerdem ein ideales Schlachtfeld! Und es schadet ja auch nichts, wenn man einen Haufen Idioten über den Haufen bombt.

    • van Grunz 20. November 2024 um 18:19 Uhr - Antworten

      Der Ukraine-Krieg hat seine Ursache nicht in der Sezession der Krim, denn diese entstand ja erst aufgrund des Bürgerkriegs, den Kiev 2014 vom Zaun gebrochen hat.

      Was Tschernobyl damit zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

      Geradezu menschenverachtend finde ich den letzten Satz.

  8. Varus 20. November 2024 um 10:28 Uhr - Antworten

    riskiert die NATO dann einen offenen Weltkrieg?

    Gestern erwähnte ein Rutube-Podcast dazu das mysteriöse Kappen des Datenkabels Buntschland-Finnland (das habe ich hier mal erwähnt) – kurz darauf erwischte es den Kabel Baltikum-Schweden. Das Fliegende Spaghettimonster als oberste Gottheit mit Karma-Verantwortung scheint die NATO nicht lieb zu haben.

  9. triple-delta 20. November 2024 um 10:22 Uhr - Antworten

    Hat TKP jetzt einen Praktikanten von BILD oder WELT eingestellt?
    Das Niveau dieses Beitrags ist auf der nach unten offenen BILD-Skala kaum darstellbar und nicht wert, dass man sich weiter damit beschäftigt und Lebenszeit opfert.

    • Oekologe 20. November 2024 um 11:58 Uhr - Antworten

      Unsinn, das ist mal eine saubere Analyse, nicht das Dauergalaber von angeblichen Militärexperten, die handverlesen keifen: „Die Ukraine muss siegen“ (vor kurzem hiess es noch „Die Ukraine wird siegen“!). Ihre Kritik ist sachargumentfrei, von daher bleibt nur der billige BILD-Vergleich. Die Lebenszeit für Ihr Posting hätten Sie sich sparen können :-) .

  10. Traeumer 20. November 2024 um 10:03 Uhr - Antworten

    Der Begriff Vernichtungskrieg, der im Artikel oft vorkommt ist ein schillernder. Zunächst wird im Artikel nicht gesagt, was das sein soll, ein Vernichtungskrieg. Dann wird Russland angedichtet es führe öfter mal Vernichtungskriege und insbesondere sei der Ukraine Krieg ein Vernichtungskrieg.

    Der Term Vernichtungskrieg ist nicht ungebräuchlich. So wird zum Beispiel der Krieg Hitler-Deutschlands gegen die UdSSR öfter mal als Vernichtungskrieg bezeichnet, weil es das erklärte Ziel Hitler-Deutschlands war große Teile der Slawischen Bevölkerung Russlands zu eliminieren und den verbleibenden Rest zu Versklaven.

    Präsident Putin hat viele Male darauf hingewiesen, dass aus seiner Sicht Ukrainer, Russen und Weißrussen ein Volk sind, dass aus historischen Gründen in Verschieden Staaten lebt. Er hat diese Verschiedenstaatlichkeit als historische Tatsache akzeptiert soweit es Russen und Ukrainer betrifft. Hinsichtlich Weißrussen und Russen ist die Situation eine andere, das Russland und Weißrussland sich in einem Staatenbund befinden. Die Annahme, Russland könnte eine Vernichtungskrieg gegen die Ukraine führen, verstanden im Hitlerischen Sinne ist deswegen absurd. Auch die bisherige Kriegsführung Russlands in de Ukraine spricht dafür, dass Russland diese Art von Vernichtungskrieg nicht führt, denn sonst hätte man sich der USA und Britischen Form der Kriegsführung bedient und Tabular Rasa nach Dresdener oder Irakischer Manier gemacht.

    Es ist von Präsident Putin auch verschiedentlich gesagt worden, dass Die Ukrainer im Rahmen zivilisierten Zusammenlebens der Völker, versteht sich, machen können, was sie wollen. Zum Bsp. Könnten sie der EU beitreten wenn sie wollten.

    Was wurde als Kriegsziel Russlands veröffentlicht? 1. Die Ukraine wird nicht NATO Mitglied. 2. Die extrem nationalistische Klicke, die in Kiew an der Macht ist, muss dauerhaft entmachtet werden. 3. Die Ukraine wird de-militarisiert. Keines dieser Kriegsziele hat in irgendeiner Weise die Vernichtung der Bevölkerung der Ukraine oder die Staatlichkeit der Ukraine zum Inhalt. Wie die vorläufigen Verhandlungsresultate vom Frühling 2022 zeigen, war Russland bereit dem selbstverständlichen Wunsch der Ukraine nach Sicherheitsgarantien entgegengenommen zu kommen.

    Falls man als Autor nicht weiß, dass maßgebliche andere Autoren Meinungen zu Fragen geäußert haben, zu denen man sich selbst zu äußern wünscht, so ist das nicht unbedingt eine Empfehlung dahingehend die Artikel solcher Autoren zu lesen. Ich erlaube mir hier in Kürze darauf hinzuweisen, dass z. B. Scott Ritter die Frage der Völkerrechtswidrigkeit des angeblichen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine mehrfach behandelt hat und zum Ergebnis kam, dass man Russlands vorgehen auch al Völkerrechtlich legal betrachten kann. Prof. Sachs und Prof. Mearsheimer haben auf eine maßgebliche Vorgeschichte des Ukraine Kriegs hingewiesen und mindestens klar gemacht, dass dieser Krieg von den USA gewollt war und provoziert worden ist. Bekanntlich haben Kriege, die Ähnlichkeiten mit dem heutigen Ukraine Krieg aufweise auch in der Vergangenheit stattgefunden. Deshalb hat Machiavelli sinngemäß gesagt, dass nicht unbedingt derjenige Schuld am Krieg ist, der zuerst Waffengewalt anwendet, dass vielmehr derjenige verantwortlich sein kann, der diese Waffenanwendung erzwungen hat. Machiavellies Buch „Der Fürst“ in welchem er dies sagt, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Man würde sich angesichts gewisser Meinungsbeiträge wünschen, dass deren Autoren mehr Gewicht auf die historische Aufarbeitung des Weltgeschehens legen würden.

  11. Fritz Madersbacher 20. November 2024 um 9:50 Uhr - Antworten

    „Ein Problem, über das offenbar nur wenige gründlich nachgedacht hatten, liegt darin, dass Russland, wenn es um das eigene Land geht, nur eine Form des Krieges kennt: den Vernichtungskrieg. Russland hat in seiner Geschichte immer wieder solche Kriege geführt. Die Tatsache, dass das Land heute noch existiert, zeigt, dass es bisher keinen dieser Vernichtungskriege verloren hat“

    Was versteht der Autor des Artikels unter einem „Vernichtungskrieg“? Offenbar ist eine Verteidigung des eigenen Landes ein „Vernichtungskrieg“, wenn ich das recht verstehe. Eine Verteidigung des eigenen Landes als „Vernichtungskrieg“ zu bezeichnen ist allerdings originell. Welche „Vernichtungskriege“ hat Rußland geführt? Wie bezeichnet der Autor die imperialistischen Aggressionskriege des Westens?
    Vielleicht denkt der Autor selber noch einmal gründlich(er) über seine sprachlichen Festlegungen nach, auch über seine Schlussfolgerungen zu den gegenwärtigen Entwicklungen in der Ukraine …

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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