Salzkonsum wirkt lebensverlängernd – Studie

19. September 2024von 5,4 Minuten Lesezeit

In Ernährungsberatungen wird gerne vor zu hohen Salzkonsum gewarnt. Natrium erhöhe den Blutdruck und sei verantwortlich für Herz-Kreislauf Erkrankungen. Lauterbach geht sogar so weit, ganz auf Salz zu verzichten. Einer Studie zufolge wirkt sich der Verzicht auf Salz jedoch mit einer Verkürzung der Lebenszeit aus.

Tatsächlich leben wir auf einem Salzplaneten. Und das tierische Leben kommt aus dem Salzwasser. Das legt schon den Schluss nahe, dass Salz nicht direkt schädlich sein kann. Man darf aber nicht nur an Salz als reines NaCl, Natriumchlorid, denken. Unraffiniertes Meersalz enthält in der Regel eine große Menge von Spurenelementen, die für einen Großteil der biochemischen Prozesse im Körper gebraucht werden. Beispiele dafür sind Magnesium, Kupfer oder Silizium. Man erkennt es unter anderem daran, dass gutes Salz nicht rein weiß ist, sondern in verschiedenen Farbtönen schimmert. Top-Produkte enthalten über 70 verschiedene wichtige Spurenelemente.

In Deutschland wird von der DGE empfohlen eine Menge von 6 Gramm pro Tag nicht zu überschreiten. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt sogar nur maximal fünf Gramm täglich.

SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist noch radikaler. „In allem ist natürlich etwas Salz drin, aber ich esse nichts, wo Salz zugesetzt ist“, sagt Lauterbach in einem Video, das seit 2019 auf dem Facebook-Kanal der SPD-Bundestagsabgeordneten Nina Scheer zu sehen ist. „Das mache ich schlicht und ergreifend, weil es gesünder ist“, behauptet Lauterbach im Video. „Der Salzkonsum, den wir haben, der beschädigt die Gefäße, der beschädigt die Organe. Und über die Jahre hinweg ist es gesünder, auf Salz zu verzichten.“

Aber schauen wir, was die Wissenschaft dazu sagen hat, die Lauterbach offenbar nicht kennt. Es muss ja nicht gleich die Naturwissenschaft Biochemie sein, um die mannigfachen Prozesse zu kennen, in denen Inhaltsstoffe von Meersalz unabdingbar sind. Eine Studie von Franz H Messerli et al mit dem Titel „Sodium intake, life expectancy, and all-cause mortality“ (Natriumzufuhr, Lebenserwartung und Gesamtmortalität) stellt in Abhängigkeit von der Salzaufnahmen die gesunde Lebenserwartung und Mortalität dar.

Da die Natriumaufnahme über die Nahrung als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitigen Tod gilt, ist davon auszugehen, dass eine hohe Natriumaufnahme die Lebenserwartung verkürzt. Diese Hypothese wird in der Studie getestet, indem die Beziehung zwischen Natriumaufnahme und Lebenserwartung sowie Mortalität in 181 Ländern weltweit analysiert wurde.

Und hier ist das Ergebnis grafisch dargestellt:

Die blaue Kurve zeigt die Zunahme an Jahren gesunder Lebenserwartung, die Abnahme der Mortalität. Das Minimum der Natriumaufnahme beträgt etwa 1,5 Gramm täglich, der größte in der Studie untersuchte Wert ist 6 Gramm pro Tag. Kurz zusammengefasst: Salzmangel ist ungesund.

Trotz potenziellen Einschränkungen bietet diese Analyse eine neue Perspektive auf den Zusammenhang zwischen Natriumzufuhr und Gesundheit und trägt zu den zunehmenden Beweisen bei, die die aktuellen Empfehlungen des öffentlichen Gesundheitswesens für eine niedrige Natriumzufuhr in der gesamten Bevölkerung in Frage stellen.

Natrium ist ein essenzieller Nährstoff, da es wesentlich an der Homöostase und zahlreichen physiologischen Prozessen beteiligt ist. Daher ist es keineswegs überraschend, dass eine sehr geringe Natriumzufuhr mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden ist. Eine übermäßig hohe Zufuhr ist wahrscheinlich ebenfalls schädlich, wie die PURE-Studie zeigte, an der 89 Gemeinden in China teilnahmen, in denen ein hoher Natriumgehalt mit Schlaganfällen in Verbindung gebracht wird. Es könnte also einen optimalen Bereich oder „Sweet Spot“ für die Natriumzufuhr geben, der bei den meisten physiologischen Variablen und essenziellen Nährstoffen wie der Vitamin- oder Eisenzufuhr beobachtet wird.

Die Autoren betonen zu Recht, dass es sich hierbei nicht um eine Interventionsstudie handelt und die Schlussfolgerungen aus dieser Studie daher mit Vorsicht zu behandeln sind. In Kombination mit der Gesamtheit der Erkenntnisse aus allen Kohortenstudien stellen die gesammelten Informationen die Gültigkeit der aktuellen Empfehlungen zur Natriumzufuhr in Frage.

Tatsächlich waren die Belege für die aktuellen Empfehlungen, den Natriumkonsum auf ein sehr niedriges Niveau zu reduzieren, nie überzeugend, insbesondere wenn man sich auch klar macht, dass in gutem, nicht raffiniertem Salz noch wichtige Spurenelemente und Mikronährstoffe enthalten sind. Daher sollten diese Daten sowie die Daten aus mehreren anderen Studien, die von den Autoren zitiert werden, die konventionellen Empfehlungen in Frage stellen und dazu führen, dass die Verfasser von Richtlinien schweigen.

Die Ernährung ist komplex, und der Versuch, die Auswirkungen eines bestimmten Nährstoffs zu isolieren, ist sehr schwierig, schlicht schon deshalb weil biochemische Prozesse fast immer auch auf die Anwesenheit von Spurenelementen und Mikronährstoffen angewiesen sind. Man sollte auf ein insgesamt gesundes Ernährungsmuster zu konzentrieren und ultra-verarbeitete Lebensmittel meiden.

Hier die Zusammenfassung aus der Studie:

Methoden und Ergebnisse: Wir haben altersstandardisierte Schätzungen des länderspezifischen durchschnittlichen Natriumverbrauchs mit der gesunden Lebenserwartung bei der Geburt und im Alter von 60 Jahren, dem Tod aufgrund nicht übertragbarer Krankheiten und der Gesamtmortalität für das Jahr 2010 korreliert, wobei wir mögliche Störfaktoren wie das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und den Body-Mass-Index berücksichtigt haben. Wir haben die globalen Gesundheitsschätzungen der Weltgesundheitsorganisation berücksichtigt. Unter den 181 in dieser Analyse berücksichtigten Ländern haben wir eine positive Korrelation zwischen Natriumaufnahme und gesunder Lebenserwartung bei der Geburt (β = 2,6 Jahre/g tägliche Natriumaufnahme, R2 = 0,66, P < 0,001) sowie gesunder Lebenserwartung im Alter von 60 Jahren (β = 0,3 Jahre/g tägliche Natriumzufuhr, R2 = 0,60, P = 0,048), jedoch nicht für Todesfälle aufgrund nicht übertragbarer Krankheiten (β = 17 Ereignisse/g tägliche Natriumzufuhr, R2 = 0,43, P = 0,100). Umgekehrt korrelierte die Gesamtmortalität umgekehrt mit der Natriumaufnahme (β = -131 Ereignisse/g tägliche Natriumaufnahme, R2 = 0,60, P < 0,001). In einer Sensitivitätsanalyse, die auf 46 Länder der höchsten Einkommensklasse beschränkt war, korrelierte die Natriumaufnahme weiterhin positiv mit der gesunden Lebenserwartung bei der Geburt (β = 3,4 Jahre/g tägliche Natriumaufnahme, R2 = 0,53 , P < 0,001) und umgekehrt mit der Gesamtmortalität (β = -168 Ereignisse/g tägliche Natriumzufuhr, R2 = 0,50, P < 0,001).

Schlussfolgerung: Unsere Beobachtung, dass die Natriumaufnahme weltweit und in Ländern mit hohem Einkommen positiv mit der Lebenserwartung und umgekehrt mit der Gesamtmortalität korreliert, spricht dagegen, dass die Natriumaufnahme über die Nahrung ein Grund für die Verkürzung der Lebenserwartung oder ein Risikofaktor für einen vorzeitigen Tod ist. Diese Daten sind Beobachtungsdaten und sollten nicht als Grundlage für Ernährungsinterventionen verwendet werden.


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17 Kommentare

  1. Sabine Schoenfelder 20. September 2024 um 9:51 Uhr - Antworten

    Salz reguliert die Homöostase. Wer unter niedrigem Blutdruck leidet, der weiß, daß Salz ein notwendiges Lebensmittel ist.
    Dicke mit Bluthochdruck haben sowieso bereits jegliche gesunde Beziehung zu ihrem Körper verloren. Haben oft „schwere Knochen“….😂👍
    Wie bei so vielen eingeimpften Hypothesen des Mainstreams, so hat auch das Salz als Übeltäter seinen festen Platz im agitierten Mentalbereich des menschlichen Gehirns.
    Gleich neben dem „Schurken“ Hühnereier. 😁 Hier „f ü h l t“ sich der Suggerierte gleich schnell unwohl, bei der Aufnahme. 😂 Das nennt man „ganze Arbeit“.
    Alleine wer viel Sport treibt, braucht auch viel Salz. Und Lauterbach, als Krankheitsminister, ist völlig irrelevant. 😖

    • Vortex 21. September 2024 um 19:51 Uhr - Antworten

      Himalaya-Kristallsalz (tinyurl.com/bm3rc9pw) erfüllt höchste Ansprüche bzgl. natürlicher Mineralstoffe, ebenso sollte man bei Zucker darauf achten, dass reinweiße Zeug ist jedenfalls langfristig pures Gift für den menschlichen Organismus, auch mal anstatt Kaffee einen besonderen grünen (Matcha) Tee (tinyurl.com/5n75tuy6) genießen … :-)

  2. Jan 19. September 2024 um 15:27 Uhr - Antworten

    Ich denke, man muss „Salz“ und Nitritpökelsalz, welches sich in Wurstwaren befindet, unterscheiden.

    Ich gebe Lauterbach ungerne Recht, aber die Salzmengen in Fertigwaren, Junk Food und Insekten sind häufig schwer abzuschätzen. Wenn er viel Industrieware verzehrt, könnte das einiges erläutern!

  3. local.man 19. September 2024 um 11:49 Uhr - Antworten

    Man sieht das er kein Salz ist daran, dass er nicht aufgeschwemmt aussieht. Aber aufgeschwemmt wird man auch durch zuviele e-Stoffe im Essen.

    Dennoch muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass mein Körper auf Salz immer negativ reagiert. Ich bekomme weit mehr Durst und es lagert sich stetig in meinen Fettzellen als Wasserlösung ein, beschert mir weniger Tage eine starke Gewichtszunahme entsprechend.
    Man wirkt aufgeqollen und früh sieht man alt aus und die Stimme ist rau.

    Das trifft noch massiver auf alles zu, was mit E250 Nitritpökelsalz versetzt wurde. Ich esse daher auch keine Wurst mehr, da hier alles damit versehen wurde, zusätzlich die vielen anderen e-Stoffen und dies mir einfach spürbar schadet und süchtig macht.

    Ich möchte nicht behaupten das Salz generell schlecht ist, aber so direkt isoliert findet man dies eher selten. Salz ist auch ein Suchtstoff und Tiere lecken am Salz, weil sie ebenfalls dadurch wie wir Menschen einen Glücksgefühl Ausstoss erleben, nicht weil sie es brauchen.
    Salz in natülicher Form ist in Pflanzen organisch vorhanden und vom Boden anorganisch aufgenommen.

    Zudem Salzkonsum uns dazu veranlasst dann gerne wieder Süßs zu naschen.
    Außerdem ist die bekannte Cellulite dadurch massiv gefördert. Eben weil das Salz om Körper in Lösung gehalten werden muss und dies gerne in den Fettzellen passiert. Vor allem das Nitritökelsalz ist zu nennen. Aber auch andere Gifte wie die ganzen e-Stoffe, werden so in Schach gehalten um dann abgebaut werden zu können, wenn man nicht ständig weiter sich zusetzen würde.

    Ich halte Salz in der isolierten Form für nicht nötig. Die Natur hat dies so nicht vorgesehen und es steckt alles in den Pflanzen, wenn sie nicht gerade industriell als Ware zum Profit verschandelt werden und in Nährlösungen usw. gezüchtet sind, oder leere Böden dies verhindern, oder eine zu zeitige Ernte bei Früchten dies verhindert.
    Also das was wir als Standard erleben.

    Wer Salz weglässt und auch die e-Stoffe die meistens ja eh mit dabei sind, wird an sich nach wenigen Tagen erleben, wie der Körper anfängt viele Kilos zu verlieren, wenn er sich von dieser Salzlösung in den Fettzellen befreit.
    Zudem Salz auch eine Krüke darstellt, um Essen als toll zu empfinden, was in Wahrheit gar nicht toll schmeckt, sondern nach Nichts, oder gar scheußlich. Also Salz umgeht eine natürliche Abneigung zu Nahrung, die der Körper sofort als schädlich einstufen würde über den Geschmack und man es gar nicht essen würde.

    Also ich sehe Salz nicht als ungefährlich an, aber abraten würde ich von jeglichen Nitritpökelsalzen, diese mögen die Wurst und das Fleisch rot halten, damit es nicht grau wird, aber der Preis ist die eigene Gesundheit.
    Zudem meistens gewaltige Mengen Salz zugeführt sind.
    Wenn auf einer Packung 2-2,5 Gramm je 100 Gramm steht, dann ist das nicht wenig, sondern sehr viel.

    Nehmt eine Küchenwaage, zieht das Gewicht des behälter ab und gebt mal 2 Gramm rein und wenn ihr nachher 300 oder mehr Gramm esst und es sind je 100 Gramm x Salz enthalten, dann gebt mal 6-10 Gram Salz in eine Schale.. Das wird ein riesen Berg und ist für den Körper einfach giftig und das bei nur einer Mahlzeit.

    Vielleicht ist Salz in sehr geringen Mengen nicht schädlich, aber mein eigener Körper sagt mir, dass Salz keine Hilfe ist, sondern eine Last darstellt.

    • Patient Null 20. September 2024 um 11:44 Uhr - Antworten

      „Salz ist auch ein Suchtstoff und Tiere lecken am Salz, weil sie ebenfalls dadurch wie wir Menschen einen Glücksgefühl Ausstoss erleben, nicht weil sie es brauchen.“

      Doch genau das hat die Natur so eingerichtet das man das als angenehme empfindet was der Körper benötigt. Deshalb lecken Tiere da dran, wenn sie einen Mangel haben.

  4. baueranton 19. September 2024 um 10:53 Uhr - Antworten

    Bei solchen Beiträgen bin ich immer sehr vorsichtig. Salz galt schon von Alters her teurer als Gold und steht auch heute nicht überall zur Verfügung. Aber selbst Tiere suchen Salzlecken auf. Aber nicht um ihr Leben zu verlängern, sondern weil sie es zur Aufrechterhaltung wichtiger Körperfunktionen benötigen. Es ist auch hier alles eine Frage des Maßes.
    Und wenn Lauterbach auf Salz verzichten will, soll er. Viel schlimmer als jetzt kann es mit ihm nicht werden !

    • Sabine Schoenfelder 20. September 2024 um 9:52 Uhr - Antworten

      😁👍🥰

  5. Patient Null 19. September 2024 um 10:51 Uhr - Antworten

    Ist auf jeden Fall eine interessante Studie. Bestimmte Stoffe können wahrscheinlich im Körper für die einzelnen Prozesse unterschiedlich gut sein. Am Ende zählt aber was unterm Strich dabei rauskommt. Das ist die Lebenszeit und das zeigt die Studie.

  6. federkiel 19. September 2024 um 8:56 Uhr - Antworten

    Wie bei allem, was man zu sich nimmt, ist es eine Frage des Maßes. Ich kaufe kein Meersalz, die Meere sind verdreckt, und das ist definitv menschengamacht. Ich habe hier ein Natursalz mit Namen „GLÜCK AUF“ aus den österreichischen Salinen, grobkörnig. Die Farbe ist leicht rosa.

  7. Oekologe 19. September 2024 um 8:29 Uhr - Antworten

    Das Hauptproblem bei diesem Thema ist das industriell hergestellt Speisesalz (NACL). Wie Dr. Mayer richtig ausführt, ist das gebleicht und die wichtigen Spurenelemente sind draussen. Grundsätzlich wird Speise aus dem Supermarkt behandelt, und zwar mit Rieselhilfen wie Kalk, Aluminiumderivate (!) und auch andere – mehr oder weniger sinnvolle – Stoffe wie Jod, Folsäure oder auch Fluorid hinzufügt.
    Tafelsalz wird primär aus unterirdischen Salzvorkommen abgebaut. Es ist stark verarbeitet und wird hergestellt, indem man natürliches Salz (z.B. Reste von Erdölflocken) nimmt und es auf 1.200 Grad Fahrenheit erhitzt. Während dieses wenig bekannten Prozesses wird die chemische Zusammensetzung verändert, wodurch offenbar viele seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften zerstört werden.

    Die meisten kaufen Salz natürlich im Supermarkt. Das raffinierte Mistzeugs ist freilich nicht zu empfehlen. Ich kaufe seit Jahrzehnten das „graue Meersalz“ aus dem Naturkostladen. Auch spannend:

    Der Molekularbiologe Prof. Andreas Beyer sagt: Blut und Meerwasser sind Geschwister. Die Spur zurück ins Meer liefert nämlich der Grundbaustein unseres Blutes: Das Blutplasma – das pur auf der Zunge „nach Ozean“ schmeckt. In ihm findet man vor allem Natrium, Chlorid, Kalium und Kalzium – genau wie im Meer und noch dazu im gleichen Mengenverhältnis.

    Martin Neukamm, Herausgeber des Buches „Darwin heute“ sagt:

    "Die Zusammensetzung unseres Bluts und auch der extrazellulären Gewebeflüssigkeit entspricht bis ins Details der Zusammensetzung des Meerwassers. Salopp könnte man formulieren, dass die vielzelligen Lebewesen es geschafft haben, das Meer ins Körperinnere mitzunehmen."

    Und natürlich gilt immer: DIE DOSIS MACHT DAS GIFT. Im März 2004 kam in Rheinland-Pfalz ein vierjähriges Mädchen ums Leben, weil es von seiner Stiefmutter gezwungen wurde, einen versalzenen Pudding auf zu essen. Bereits eine Menge von 0,5 bis 1 Gramm Kochsalz pro Kilogramm Körpergewicht kann zum Tode führen.
    Andererseits kann ich mich an einen Sportsfreund erinnern, der zusammen geklappt ist, der Notarzt kam. Wir waren total erschrocken. Und erleichtert als die Diagnose kam: Ursache war Salzmangel.

    • Patient Null 19. September 2024 um 10:46 Uhr - Antworten

      Allerdings sind die Meere mittlerweile mit Quecksilber und Co belastet, wie bereits einer anmerkte.
      Das Salinensalz ist übrigens der Rest ausgetrockneter Meere und denke ich die bessere Wahl.

      • rudifluegl 19. September 2024 um 12:31 Uhr

        Und ausgeschwemmt! Das erinnert mich ans hiesige Salzmonopol und die Salzberge in Hallen bei Ebensee!
        Bei diesem Salz vertrage ich schon den Geruch nicht!
        Ich lasse mir vor allem Kartoffel mit unbehandelter Butter, Knoblauch und Petersilie mit „Totem Meer Salz“ schmecken!
        Und da bei mir auch die schwarzen Baumwollleiberl mit weißem Rand durch meine Vielschwitzerei zum salzen taugen würden, wird es auch hier aufs Gefühl für den Körper und Individualität ankommen!

    • anamcara 19. September 2024 um 19:24 Uhr - Antworten

      Was J. Mercola wohl dazu sagt „Most Sea Salt Contains Plastic Fragments“ 😊

      “Jeden Tag gelangt eine unglaubliche Menge an Plastik in die Ozeane, von denen sich einige in mikroskopisch kleine Partikel auflösen, die von Meerestieren gefressen und bei der Herstellung von Salz im Meerwasser aufgefangen werden können
      Wenn sich die Praktiken nicht ändern, gelangen jedes Jahr schätzungsweise 26 Millionen Tonnen Plastik ins Meer, was den Schaden für die Meeresfauna und -flora und unsere Nahrungsquellen dramatisch vergrößert; Forscher finden inzwischen in fast 90 % der Salzproben Plastikpartikel
      Mein Lieblingssalz ist das Himalaya-Salz, da es Tausende von Jahren vor dem Eindringen von Kunststoffen und Giftstoffen in die Umwelt gewonnen wurde; es ist möglicherweise die letzte Salzquelle, die nicht durch Kunststoffe kontaminiert ist.”

    • Sabine Schoenfelder 22. September 2024 um 15:44 Uhr - Antworten

      Den ph-Wert des Meeres wollen Sie bestimmt nicht im eigenen Blutstatus vorfinden…..
      Sehr wahrscheinlich würden Sie deswegen sogar eigens einen Arzt aufsuchen, wenn er zwischen 7.5 und 8.4 liegt.
      Mein Tipp dann…… 👉 mehr CO2. Plastiktüte über den Kopf .😁👍

  8. Daisy 19. September 2024 um 8:03 Uhr - Antworten

    Das Meer ist der Ursprung allen Lebens auf der Erde. So haben wir nicht nur im Blut Salz, sondern auch in den Tränen.

    Lauterbach kann selbst gerne auf Natrium verzichten. Das erklärt auch so manches, denn Natriummangel führt u.a. zu Schwindel… ;-)

    • W. Baehring 19. September 2024 um 12:31 Uhr - Antworten

      Zitat:“…denn Natriummangel führt u.a. zu Schwindel… ;-)“
      Der ist gut!
      Dabei war ja Lauterbachs Offenbarung seines Salzverzichts auch nur ein weiterer seiner untauglichen Versuche, seinen permanenten Impf-Schwindel der letzten drei Jahre irgendwie zu rechtfertigen ;-)

      • Daisy 20. September 2024 um 7:20 Uhr

        :-)

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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