Corona-Impfstoffe: Alles ordentlich geprüft?

19. September 2024von 5,8 Minuten Lesezeit

Ist beim „teleskopierten“ Zulassungsverfahren der modRNA-Präparate nur die Zeit auf der Strecke geblieben? Ein Sprichwort sagt, wer dumm fragt, bekommt dumme Antworten. Aber umgekehrt stimmts auch: Um herauszufinden, ob Behörden ordentlich gearbeitet haben, muss man gescheite Fragen stellen. Das hat Frau Dr. Sabine Stebel, Expertin in Protein-Engineering mit entsprechendem Knowhow in der Gentechnik und der Pharma-Branche, jetzt getan.

Der größte Feind der Qualität ist die Eile, hat Henry Ford mal gesagt und es hat sich wohl jeder, der die Entwicklung der mRNA-Präparate verfolgt hat, die Frage gestellt, wie die Prüfung und Zulassung in so extrem kurzer Zeit bewerkstelligt wurde.

Dr. Stebel hat eine Reihe von gescheiten Anfragen nach dem Informations-Freiheitsgesetz, IFG formuliert und an ihre Angestellten gerichtet. Damit meine ich die Beamten, die von Steuergeld bezahlt, in der Corona-Krise Verantwortung übernommen haben, aber ihren Chefs, also dem Steuerzahler noch nicht genau berichtet haben, was sie eigentlich so gemacht haben. Ich finde es wichtig, dass Frau Dr. Stebel nachfragt. Wir tun das zu selten. Jeder Chef muss nachfragen, sonst glauben die Angestellten, sie könnten tun und lassen, was sie wollen.

Man könnte also die Frage stellen

Gab es bei der Impfstoff-Zulassung Mauscheleien zwischen Industrie und Behörde?

Aber dazu muss man zunächst wissen, wen man fragt!

Gescheit ist es also zu wissen, dass die Europäische Arzneimittel Behörde, EMA die die Zulassung erteilt hat, nicht selber geprüft hat, sondern das deutsche Paul Ehrlich Institut, PEI prüfen ließ. Dr. Stebel weiß, dass von dort der Satz kam: „Wir sind die EMA“. Also weiß sie schon einmal WEN sie fragen muss.

Wenn man dem PEI obige Frage stellt, wird man aber mit Sicherheit kein JA als Antwort bekommen. Aber Dr. Stebel weiß, was BioNTech Gründer Ugur Sahin in seinem Buch „Projekt Lightspeed“ beschrieben hat. Sie hat dieses Buch nicht nur gelesen, sondern auch intensiv durchgearbeitet und eine qualifizierte (lesenswerte!)  Lektürehilfe dazu geschrieben . Sie weiß daher, dass es enge Kontakte gab. Also ersucht sie um Übersendung

  • Der Protokolle aller Treffen und
  • Der vollständigen Korrespondenz zwischen der in Deutschland zuständigen Behörde, Paul Ehrlich Institut, PEI und der Firma BioNTech

So kann sie sich zumindest ein Bild machen, wie intensiv die Kontakte waren.

Für eine Impfstoff-Zulassung müssen Hersteller Studienergebnisse vorlegen. Unter anderem von Tierversuchen Es stellt sich dabei die Frage:

Sind die Ergebnisse dieser Tierversuche aussagekräftig?

Natürlich wird der Hersteller JA sagen, wenn man so fragt und die Behörde, die die Zulassung erteilt hat, ebenfalls. Dr. Stebel kennt aber die Fachliteratur und kann deshalb gescheitere Fragen stellen. Sie weiß, dass der Chef des PEI in einem Fachartikel von 2021 festgestellt hat, dass normale Labor-Mäuse gar kein Covid-19 bekommen können und man deshalb für aussagekräftige Impfstoff-Studien speziell gezüchtete (genmanipulierte) Mäuse verwenden muss.

Des Weiteren weiß Fr. Dr. Stebel, dass aus diversen Publikationen hervorgeht, dass weder BioNTech noch Moderna, noch Astra Zeneca noch Johnson&Johnson in ihren Tierversuchen solche Mäuse verwendet haben. Also fragt sie das PEI

  • Was halten Sie von dem Vorgehen der Hersteller?
  • Warum hat das PEI dieses Versäumnis nicht gerügt und auf einem Test mit den speziellen huACE2-transgenen Mäusen bestanden?

Ich stelle es mir jedenfalls relativ einfach vor, 100% Wirksamkeit eines Impfstoffs „nachzuweisen“, wenn das Versuchstier die Krankheit gar nicht bekommen kann, gegen die geimpft wird.

Ich habe mir schon 2020 die Frage gestellt, wie es denn möglich war, dass 2020 nicht nur Impfstoffe entwickelt, getestet und geprüft werden konnten, sondern auch in riesigen Mengen zu produzieren:

Wie konnten zuverlässige, qualitätsgesicherte Produktionslinien für Milliarden von Impfdosen errichtet werden?

Gescheit ist aber nicht selbst nach allen Details einer komplexen Produktionsline fragen, denn das haben schon Andere erledigt. Sollten sie jedenfalls.

Wer – wie Frau Dr. Stebel – weiß, dass in der EU-Verträgen gefordert wurde, dass die Hersteller die Impfstoffe nach den GMP Richtlinien herstellen müssen und dass eine GMP Freigabe nur nach einem ziemlich aufwendigen Zertifizierungsprozess erfolgen darf, fragt gescheiter einfach nach den Unterlagen zur GMP Freigabe durch die Behörden:

  • Gesamte Korrespondenz des für das BioNTech Werk in Marburg zuständige Regierungspräsidium in Darmstadt zur Zertifizierung des Werks mit
    • dem Hersteller, BioNTech
    • dem Paul Ehrlich Institut, PEI
    • dem Gesundheitsministerium und
    • der europäischen Arzneimittelbehörde, EMA
  • Welcher (befugte) Auditor die Zertifizierung durchgeführt hat
  • Zertifizierungsunterlagen und -Urkunden

Gescheit ist es etwa auch, wenn man weiß, dass die Anzahl der gemeldeten Nebenwirkungen pro Impfstoff-Charge völlig unterschiedlich war. Die unterschied sich allein bei den in Deutschland verspritzten Chargen um 5000% . Also könnte man die Frage stellen:

War die Qualität aller Impfstoff-Chargen gesichert?

Dr. Stebel stellt die Frage aber anders. Sie weiß, dass in Deutschland auch dafür das Paul Ehrlich Institut, PEI und dort im Besonderen Frau Dr. Sediri-Schön verantwortlich ist und fragt

  • ob es stimmt, was Dr. Sediri-Schön in einem Fachartikel geschrieben hat, dass jede einzelne Impfstoff-Charge vor der Freigabe geprüft werden muss?

Dr. Stebel weiß auch, dass es dann für jede einzelne Charge ein Freigabedokument und Prüfprotokolle geben muss. Deshalb ersucht sie um

  • Übersendung aller dieser Dokumente für alle in Deutschland vom PEI freigegebenen COVID-Impfstoffe.

Die ursprüngliche Frage, kann sie – weil vom Fach – dann selbst viel genauer beantworten als wenn sie eine allgemeine, nichtssagende Antwort bekäme. Jetzt könnte man noch nachfragen

Hat die Behörde bei den Chargen-Prüfungen sorgfältig gearbeitet?

So direkt darf man auch das nicht fragen. Da bekommt man sicherlich kein NEIN als Antwort. Dr. Stebel weiß aber, dass das PEI mit einem Qualitätsmanagement-System nach ISO 17025 arbeitet und dabei Aufzeichnungen darüber geführt werden müssen, was man geprüft hat und auch wer geprüft hat und dass diese Prüfungen natürlich von qualifiziertem Personal durchgeführt werden müssen. Also fragt sie nach Unterlagen aus denen hervorgeht

  • Wie viele Personen wann, welche Prüfungen durchgeführt haben
  • Mit welchen Schulungsunterlagen diese Mitarbeiter für die Prüfarbeiten qualifiziert wurden

So kann sie sich selbst ein Bild machen, ob zumindest die Voraussetzungen gegeben waren, dass die Chargen sorgfältig geprüft worden sind.

Ich hoffe, dass die IFG-Anfragen zeitnah beantwortet werden. Jeder Leser kann da etwas mithelfen, indem er die Anfragen in seinen Kanälen und Plattformen teilt und auf den Button „Anfrage folgen“ klickt.

Mehr dazu, insbesondere auch Links zu den erwähnten Fachartikeln findet sich auf der Substack-Seite von Dr. Sabine Stebel: https://drbine.substack.com/p/meine-ifgfoia-liste .



Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Der Autor dieses Beitrags Dr. Andreas Grazer schreibt unter diesem Pseudonym. Er verfügt über langjährige Erfahrung in Statistik im Gesundheitswesen, in Datenanalyse, wissenschaftlicher Arbeit und Qualitätsmanagement.

8 Kommentare

  1. Nurmalso 19. September 2024 um 22:44 Uhr - Antworten

    Und die werden es wieder so machen bis sie jede Ratte im letzten Loch getötet haben. Erst wenn nicht mehr genügend Ratten da sind werden sie nachdenklich und erfinden eine neue Agenda die den Fortbestand der Globalisten sichert.

  2. Jan 19. September 2024 um 16:34 Uhr - Antworten

    Man hätte Rückstellungen der einzelnen Chargen vornehmen müssen, da in den Verträgen ein unbekanntes Risiko anerkannt war. Außerdem waren Pfizer Inhomogenitäten bei der Produktion zugestanden worden.

  3. rudifluegl 19. September 2024 um 12:16 Uhr - Antworten

    Die Sahin und Klausi (PEI) Satire beim Corona Ausschuss von Frau Dr. Stebel, sind auch nicht schlecht! Besser, von aufklärerischem Sarkasmus!

    • rudifluegl 19. September 2024 um 12:18 Uhr - Antworten

      Satiren….

  4. Patient Null 19. September 2024 um 10:32 Uhr - Antworten

    Da brauchts wohl noch einen Whistleblower bis wir alles zu sehen bekommen.
    Paul Ehrlich Institut – wird dem Namen wohl nicht gerecht.

    Unterm Strich haben die ganzen Bundesbehörden versagt den deutschen Bürger zu schützen, die extra nur für diese Aufgabe gegründet wurden. Es wurde gemauschelt gelogen verschwiegen und durchgewunken. Verstecken tut man sich hinter Weisungsbefugnis. Diese gilt aber nicht für wissenschaftliche Aussagen. Damit sind deren Mitarbeiter strafrechtlich mit verantwortlich für den Schaden und die Todesfälle.

  5. Sabine Schoenfelder 19. September 2024 um 10:20 Uhr - Antworten

    „Alles ordentlich geprüft ?“ Eine rhetorische Frage. Wir alle wissen, daß hier zur Gewinnmaximierung der Pharmabranche, für eine „Unterwerfungsübung“ innerhalb einer Transformation Richtung globale Diktatur, und zur Reduktion der Menschheit sämtliche kulturellen und demokratischen Errungenschaften der Menschen mit ENDLOS-FIAT-GELD, das wiederum bei den Initiatoren des größten Verbrechen landete, ad hoc b e s e i t i g t wurden. 🤮
    „Teleskopierendes Zulassungsverfahren“, …😂🤣😂 Der wunderbare Clemens Arvay war einer der ersten Warner. Teleskopierend hieß, n i c h t die Ergebnisse vorangegangener, klinischer Studien abwartend und evaluierend, direkt durchwurschteln bis irgendeine Genplörre ungetestet zur sofortigen Verabreichung bereitsteht. DESHALB erklärten alle „Verantwortlichen“ rings um dieses schreckliche Gebräu sämtliche Arzneimittelgesetze und Zulassungsverfahren als obsolet.
    Für eine selbst inszenierte Erkältungspandemie wurde eine gefährliche, ungetestete Gen-Substanz unter Androhung, Restriktionen, Ausgangssperren, Schikanen und gräßlichen Nebenwirkungen, einschließlich Todesfolgen dank eines willfährigen Personals in Politik und Medien an die Bevölkerungen zwangsverabreicht.
    NÜRNBERG läßt grüßen.

    • W. Baehring 19. September 2024 um 13:12 Uhr - Antworten

      Liebe Sabine,
      ich muß an mir selbst feststellen, dass Wahrheit auch dann noch weh tut, wenn man (Gott sei´s gedankt) durch äußere Einflüsterungen von „rechten Corona-Leugnern und Impfgegnern“ schon frühzeitig auf den Weg zur Wahrheit gebracht wurde und deshalb zumindest nicht direkt diesem „schrecklichen Gebräu“ ausgesetzt war. Aber allein der Gedanke daran, was all den von diesen Psychopathen verführten Erdenbürgern angetan wurde, treibt mir den Puls in die Höhe und den Schweiß aus den Poren (so wie jetzt gerade, wo ich diese Zeilen schreibe; übrigens ein ähnlicher Schmerz wie der, den man empfindet, wenn man gerade erfahren hat, dass die Person, die man liebt und der man zu 100% vertraut, einen betrogen hat).
      Besonders tragisch daran ist aber, das viele der von den Polit-Verbrechern verführten Bürger (immer noch) nicht in der Lage sind, der Realität ins Auge zu blicken, weil die Realität für sie einfach unerträglich wäre. Und so bleiben sie weiterhin anfällig für die nächste Verführung durch diejenigen, die geschworen hatten, Schaden von ihnen abzuwenden.

      • Sabine Schoenfelder 19. September 2024 um 15:10 Uhr

        Hallo. Das sind ehrliche Worte, und ich kann sie sehr gut nachempfinden. Diese Geld-gepamperte Übergriffigkeit, der destruktive Machtmißbrauch, das reine Böse in „Coca-Cola“- Outfit verkauft für eine in Blödheit gehaltene Masse, – das zu erkennen und zu verfolgen ist schwer erträglich.
        Der Dumme fühlt Rache, der Kluge verzeiht und der Weise ignoriert. Klug bin ich laut dieser Definition garantiert nicht, denn verzeihen kann ich keinem dieser Menschenverachter. Je tiefer ich in die Naturwissenschaften eintauche, je mehr ich mich mit Physik beschäftige, mit den Relativitätstheorien oder Quantenphysik, desto deutlicher bildet sich die Begrenzung unserer mentalen, menschlichen Fähigkeiten vor meinem geistigen Auge ab. ( Besonders meine eigene..😂). Alles beruht auf Ursache und Wirkung. Die Zeit ist eine Illusion und neue Erkenntnisse ängstigen unsere Spezies. Am Ende wird alles gut, und ist es nicht gut, dann ist es noch nicht zu Ende.😘 LG

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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