Meloni-Regierung fordert Stopp des Verbrenner-Aus

11. September 2024von 2,4 Minuten Lesezeit

Meloni macht Druck auf Brüssel und von der Leyen: Durch Green-Deal und Verbrenner-Aus drohe der „Zusammenbruch“ der Autoindustrie.

Die europäische Autobranche ist in größten Problemen. Der Stellenabbau von VW war nur das letzte Alarmsignal. Die Gründe sind vielfältig, doch auch der „Green Deal“ der EU spielt wohl mit. Will man sehen, was dieser grüne Deal für Blüten treibt, dann reicht ein Blick auf das „Verbrenner-Aus“. Ab 2035 sollen Verbrenner-Motoren in der EU verboten sein. Doch der Widerstand dagegen nimmt nicht ab.

Nun nimmt sich Italiens Regierung dem Verbrenner-Aus an. Giorgia Meloni ist mächtig: Ihre Partei Fratelli d’Italia ist die stärkste Fraktion innerhalb der EU-Fraktion „Konservative und Reformer“. Auch von der Leyen braucht sie, weshalb Druck aus Melonis Regierung wirken könnte. Italien warnt nun vor nicht wenig. Die Umsetzung des Verbots ab 2035 könnte, so die Befürchtung, für den „Zusammenbruch“ der Autobranche sorgen.

Minister der Regierung von Giorgia Meloni erklärten, die „absurde“ Politik sei ideologisch motiviert und müsse geändert werden, um den Realitäten des Marktes gerecht zu werden. Die Unruhe innerhalb der Branche sei bereits groß. Einerseits lässt die Nachfrage nach E-Autos nach, andererseits setzt China und nicht die europäischen Autobauer beim E-Auto die Innovationen.

Dazu käme, schreibt der britische Telegraph, dass die europäische Autoindustrie auch deshalb zunehmend hinter die Hersteller in China und den USA zurückfällt, die von einer Flut staatlicher Subventionen profitiert haben.

Gilberto Pichetto Fratin, der italienische Energieminister, sagte gegenüber Bloomberg ziemlich schlicht, aber deutlichst: „Das Verbot muss geändert werden.“

Adolfo Urso, der Industrieminister, fügte hinzu: „In einer unsicheren Landschaft, von der auch die deutsche Automobilindustrie betroffen ist, ist Klarheit erforderlich, um die europäische Industrie nicht zusammenbrechen zu lassen Europa braucht eine pragmatische Vision, die ideologische Vision ist gescheitert. Das müssen wir anerkennen.“

Urso verlangte eine frühzeitige Überprüfung der Ziele durch die Kommission. Italien sei nicht gegen E-Autos, aber der Übergang zu „sauberer Energie“ (E-Autos sind nicht sauber, sondern benötigen Lithium-Abbau, Anm.) solle auch andere Technologien einschließen sollte.

VW hat zudem auch noch andere Probleme. Deutschlands Autobauer bekommen die Rechnung für den anti-russischen Kurs Deutschlands. Nachdem das billige russische Gas weg ist, kämpft man mit zu teurer Energie. Zuletzt verschob VW die Markteinführung seiner neuesten elektrischen Limousinen in den USA auf unbestimmte Zeit. Am heutigen Mittwoch hört man auch erste dramatische Nachrichten von BMW. Angeblich wurde der Ausblick nur wegen Rückrufe korrigiert, die Aktie stürzte ab. Die deutsche Deindustrialisierungwelle kennt keinen Stopp. Aus Berlin beschwert sich aber keiner über den Green Deal, anders als in Rom.

Bild „OAP heaven (1993 Fiat Tempra S IE)“ by charles cars is licensed under CC BY 2.0.

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7 Kommentare

  1. Varus 12. September 2024 um 0:08 Uhr - Antworten

    Es kann nicht nur um die Autos gehen – den „Green Deal“ muss man komplett verklappen. Irgendwie symbolisch bricht Buntschland Stück für Stück zusammen, neulich eine Elbbrücke in Dresden, die sich komplett marode erwiesen hat. Seit über zwei Jahren gehen unendlich viele Milliarden für die Zerstörung der Brücken in Osteuropa wie die Kertsch-Brücke – für den Unterhalt eigener Brücken langte es nicht.

    Ob es in den raren Michel-Neuronen zum Starten der Denkprozesse reicht? Wie läuft es mit dem Nachdenken der KuK-Michels an der Donau, wo die Infrastruktur vermutlich ähnlich marode wurde und bald Wahlen stattfinden?

    • Daisy 12. September 2024 um 7:44 Uhr - Antworten

      Bei uns dient die Infrastruktur – besonders Straßenarbeiten – der Senkung der Arbeitslosenquote und Steigerung des BIPs (was natürlich nur zum Schein so ist, denn es werden ja die Steuermilliarden verpulvert – hier entsteht kein Gewinn). Diese Leute kommen dann mit mehreren Einsatzwagen, um zB einen Parierstockn (Leitpfosten) auszutauschen – mind. 10 stehen herum und schauen zu. Immer sind irgendwo Baustellen, auch in Wien und auf der Autobahn. Also Geld fließt in die Infrastruktur bzw. diese Sparte. Aber wenn es um Brücken geht, spielt auch etwas anderes eine Rolle. Hier geht es nicht um optische Verbesserung, Anhübschung an der Oberfläche, sondern um den inneren Kern und dazu brauchst einen guten Statiker…

    • Nurmalso 12. September 2024 um 8:00 Uhr - Antworten

      Die Dresdner eingestürzte Brücke ist ja nun wirklich ein Lacher. Das Aushängeschild dieser CDU geführten Landesregierung. Seit über 5 Jahren öffnen die ständig die Fahrbahndecke. Ist doch klar, dass das Wasser dann in alle Ritzeln kriecht. Ist es einmal drinnen bleibt es ewig nass. Der private Hausbesitzer kennt das. Eine Außen Terrasse die sehr trocken aussieht wird geöffnet und ist im Inneren des Bauwerkes klitsch nass, da trocknet ni was ab. Jeder Doppel-T-Stahlträger rostet da gewaltig.

  2. Jan 11. September 2024 um 17:55 Uhr - Antworten

    Die Bevölkerung reduziert sich selber und ist stolz darauf. Warum ärgern?

  3. palman 11. September 2024 um 17:45 Uhr - Antworten

    . . . und unter dem Titel > „Die Probleme bei VW sind auch Merkels Werk“ < liest man auf „anderweltonline.com“ einen „Virtuellen KinnHaken“ von P. Haisenko !?! – startet mit > VW will Werke schließen, obwohl „100.000“ Bestellungen vorliegen < (!!!) – liegt natürlich am unsäglichen „Zeh-Oh-Zwei-SpurenGas- und PflanzenNahrungs-KRISEN-K L A M A U K“ !?! – u.a. mehr dazu auf „greenhousedefect.com“ unter „Contrails – A Forcing To Be Reckoned With“ (04/22 mit dt. Post v. Mir) ;-)))

  4. Nurmalso 11. September 2024 um 17:06 Uhr - Antworten

    Der Plan läuft wie geschmiert. Je mehr Industrie zerstört wird, desto besser läßt sich die Enteignung am Volke durchführen.

    • Der Zivilist 11. September 2024 um 17:59 Uhr - Antworten

      Konsumzwang (Klima, Plandemie, Krieg gegen Ru) ist doch schon Enteignung.

      Nur haben sich die Kolonialmächte diesmal verrechnet, sonst konnten sie die Konkurrenz immer asausschalten, indem sie Die Latte der technischen Anforderungen höher gelegt haben, aber jetzt können sie machen was sie wollen, China ist immer schneller, besser, günstiger.

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