
Reihe Migration & Flucht: Die mediale Krise
In diesem dritten Teil der Reihe zu Migration und Flucht untersuchen wir die Berichterstattung der Medien im Jahr 2015 anhand einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung. Hierbei wird deutlich, dass die mediale Berichterstattung zur Spaltung der Gesellschaft in der Frage der Zuwanderung in Deutschland befördert hat, da sie einerseits politisch gewollt eine Willkommenskultur medial inszenierte, und andererseits auf Migrationskritiker verbal eindrosch.
Bisher sind in dieser Reihe erschienen:
Teil 1: Vom Mythos der „ungeregelten Migration“
Teil 2: Die Instrumentalisierung von Migration und Flucht
Wie im vorangehenden Teil dieser Reihe dargestellt ist die Migration nach Deutschland und in die EU streng reguliert. Es gibt eine Reihe von gesetzlichen Regelungen, welche die Mitgliedsstaaten, auch in Zusammenarbeit, beschlossen haben, um die Migration zu regulieren. Denn Migration wird in vielen Ländern als unabdingbar für die heimische Wirtschaft angesehen. Damit soll Migration die Verfehlungen der Politik und des kapitalistischen Systems ausgleichen, ohne, dass die strukturellen Ursachen beispielsweise im Rentensystem, in der Produktion und im Sozialsystem angegangen werden. Zudem verstärkt die Europäische Union seit Jahren ihre Bemühungen, ungewollte Migration abzuwehren. Dazu wird die Außengrenze militarisiert, die Datenerfassung und Überwachung werden ausgebaut, und zuletzt wurde das gemeinsame Asylsystem reformiert, sodass Abschiebungen erleichtert werden, und Asylzentren an der EU-Außengrenze, oder sogar außerhalb der EU errichtet werden können.
Dennoch herrscht bei vielen Menschen, zumindest seit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ im Jahr 2015 die Vorstellung, die Migration erfolge ungeregelt und unreguliert. Das führte und führt zu dem Empfinden einer unbeherrschbaren „Flut“ an Migranten gegenüberzustehen, die einer Naturgewalt gleich in das Land schwappe, und einer hilf- und tatenlosen Regierung, die nichts gegen diese Flut unternähmen. In dieser Stimmung können sich oppositionelle Parteien als Macher inszenieren, die versprechen, diese „Flut“ einzudämmen. Auf dieser Welle werden sie dann in den Umfragen und Wahlergebnissen nach oben gespült, und etablieren sich im politischen Mainstream. Gleichzeitig wird der Teil der Bevölkerung, welcher der Migration eher kritisch gegenübersteht, von den herrschenden Parteien bekämpft, beschimpft und nicht ernst- oder wahrgenommen, während sich die neuen Oppositionsparteien als sorgsame Kümmerer inszenieren. Auf diese Weise kommt es zu einer Spaltung in der Gesellschaft.
Bei der Entstehung dieser Vorstellung der ungeregelten Migration, sowie der Spaltung, spielen die Medien eine wichtige Rolle. Insbesondere die Berichterstattung im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 hat diese Erscheinungen begünstigt, wenn nicht sogar erst verursacht. Eine Studie von Markus Haller, die dieser 2017 für die Otto-Brenner Stiftung verfasste, hat sich eingehend mit der medialen Berichterstattung zur Zeit der sogenannten Flüchtlingskrise beschäftigt. (1)
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Die Forschungsarbeit analysiert rund 35.000 Berichte und 1.700 Texte, um Muster und Tendenzen in der Medienberichterstattung herauszuarbeiten. Seine Ergebnisse liefern einen Hinweis auf den Grund der Spaltung der Gesellschaft und der verbreiteten Vorstellung von ungeregelter und unkontrollierter Migration. So haben die Medien binnen 15 Monate (Februar 2015 bis 31. März 2016) im Mittel 5.675 Beiträge zum Thema Flucht und Migration verfasst. Dabei fand eine Zunahme der Berichterstattung erst im 2. Quartal 2015 statt, während die Konzentration im Herbst wieder abnahm. Damit gibt es eine enorme Berichterstattungsdichte allein im Frühling und Sommer des Jahres. Wir hatten es also mit einem Medienbombardement zu tun. Das Thema Flucht und Migration war somit besonders im Frühling und Sommer 2015 äußerst präsent, und wurde täglich in allen Medien berichtet und diskutiert. So entstand der Eindruck einer plötzlichen Virulenz des Themas Flucht und Migration, ein Thema, das zuvor im Bewusstsein der meisten Menschen eine eher untergeordnete Bedeutung hatte.
Die Medienberichterstattung über die „Flüchtlingskrise“ war zudem überwiegend von negativen Schlagzeilen und Bildern geprägt, die Ängste und Unsicherheiten schürten. Sensationsberichterstattung und dramatische Bilder dominierten die Medien, was zu einer emotionalisierten Darstellung der Krise führte. Zudem wurde eine wohlmeinende „Mehrheit“ erfunden, die sich gegenüber dem vermeintlichen Hass aus dem Internet zu positionieren habe. Dabei wurde der Fokus auf Meinungsverschiedenheiten und Konflikte gelegt, wobei Meinungsbeiträge dominierten, weniger auf neutrale, objektive Berichterstattung. Auf diese Weise wurde die Spaltung zwischen Migrationsbefürwortern und -gegnern vertieft.
Neutrale Berichterstattung ohne subjektive Einfärbung fanden sich nur etwa bei 50 Prozent der Beiträge. Auch gab es einen Unterschied in der Beschreibung unterschiedlicher Personen. So wurden migrationskritische CDU-Politiker am neutralsten beschrieben und wiedergegeben, während die Politiker der anderen Parteien schlechter wegkamen. Hier ließen die Journalisten oftmals ihre Objektivität vermissen, färbten die Personen subjektiv ein und manipulierten somit über die Sprache auch die Leser und Zuschauer. Zudem wurde medial Stimmungsmache betrieben, indem beispielsweise die westdeutsche Bevölkerung als hilfsbereit und liberal dargestellt wurde, der das System und die hilflose Politik nur die Hilfsbereitschaft erschwerten, während im Osten die Fremdenfeindlichkeit dominiere. Hier wurde bereits die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben, indem man den guten, hilfsbereiten Menschen, welche die Flüchtlinge mit offenen Armen empfingen, die bösen, kritischen Menschen gegenüberstellte, denen man zudem oftmals ein gewisses Maß an Schlichtheit, um nicht zu sagen Dummheit oder Primitivität unterstellte, und die in der Regel in Ostdeutschland, vor Allem in Sachsen anzutreffen waren. Damit knüpfte man auch an das Klischee an, dass Ostdeutschland voller Neonazis sei.
Die Erfindung der „Willkommenskultur“
Zu dieser Meinungsmache und Spaltung gehört auch die Erfindung der „Willkommenskultur“. Diese Willkommenskultur wurde zur politischen Kampagne, zu einem Ziel, das erreicht werden musste. Während der damalige Innenminister Thomas de Maizière noch 2010 betont hatte, das es in Deutschland keine „Willkommenskultur“ gäbe, wurde diese in den folgenden Jahren bis 2015 im Zuge einer politischen Kampagne gefördert. Die Bundesregierung gab Leitfäden und Empfehlungen beispielsweise für Unternehmer heraus, in denen betont wurde, dass Migration eine Bereicherung darstelle. Dabei entstand der Begriff der „Willkommenskultur“ aus einer primär ökonomischen Motivation heraus. Es war ein politisch-programmatischer Begriff der Arbeitsmarktpolitik und sollte vor Allem die Attraktivität Deutschlands für qualifizierte Zuwanderer steigern. Dies ging von der Regierung aus, die sich die Interessen der Industrie- und Arbeitgeberverbände zu eigen gemacht hatte. Dabei wurden eine Reihe von Aufenthalts- und arbeitsrechtliche Erleichterungen beschlossen, die allerdings ihre Wirkung verfehlten.
Auch das Klima in der Gesellschaft blieb in dieser Zeit eher fremdenfeindlich, was nicht durch entsprechende Maßnahmen verändert wurde. Die Top-Down-Maßnahmen konnten die Bevölkerung nicht mitnehmen, und so wurde die Willkommenskultur auf Asylsuchende ausgeweitet und zu einem Anliegen der „Bürgergesellschaft“ erklärt. Hilfsverbände und ehrenamtlich Tätige wurden auf diese Weise moralisch manipuliert und zur Mithilfe verpflichtet. Dazu haben Politiker moralisch und pathetisch aufgeladene Floskeln verwendet, welche die Medien verbreiteten, um die Willkommenskultur zu einem moralischen Gebot zu erklären. Die Studie der Otto-Brenner Stiftung zeigt auf, dass der Begriff der Willkommenskultur ab Anfang 2015 in den Medien mit einer enorm steigenden Häufigkeit vorkommt, mit einem Höhepunkt im vierten Quartal, nachdem die Häufigkeit bis 2016 wieder abnimmt. Die Willkommenskultur hat also eine steile, aber nur kurze Medienkarriere hingelegt. Der Willkommensdiskurs erstreckte sich über das Jahr 2015 bis in den Herbst hinein, und flachte dann sehr schnell wieder ab. Verstärkend wirkten hier die Geschehnisse und die Berichterstattung um die Silvesternacht 2015/16.
Die Berichterstattung über die Willkommenskultur, und die Auseinandersetzung mit dem Begriff an sich, erfolgte dabei nur zu einem geringen Prozentsatz kritisch oder zumindest neutral. Stattdessen überwogen die positiven Berichte und Beiträge, die eine belobigende oder gar einfordernde Haltung einnahmen. Dabei vertrat beinahe die Hälfte dieser Artikel ausschließlich die Haltung der, die Willkommenskultur propagierenden Parteien.
Von dieser Willkommenskultur ließen sich jedoch nicht alle Menschen ansprechen. Ein Teil der Bevölkerung blieb unbeeinflusst von dieser medialen Berichterstattung, und damit weiterhin kritisch gegenüber Migration. Allerdings war das Thema nun moralisch aufgeladen, und diejenigen Teile der Bevölkerung, die sich von der Berichterstattung beeinflussen ließen, erlebten den anderen Teil als rückschrittlich, ausländerfeindlich und primitiv. Der Abbruch der Diskussion wurde dadurch von den Mainstreammedien befeuert, wenn nicht sogar herbeigeführt. Dabei verbreiteten sie auch Hass und Hetze – gegen Migrationsgegner. Die Ängste und Sorgen der Betroffenen nahmen dabei weder Medien noch Politiker der herrschenden Parteien zur Kenntnis. Stattdessen berichteten die Medien im Konsens mit der Regierungspolitik. Damit trug auch die sogenannte Willkommenskultur ihren Teil zu der Spaltung der Gesellschaft bei, indem sie die eine Seite, welche die Regierungsmeinung vertrat, moralisch überhöhte, während die andere Seite abgewertet wurde.
Allgemein gab es, so kann man der Studie weiterhin entnehmen, eine hohe Konzentration der Berichterstattung auf politische Akteure und Institutionen, sowie die Gegensätze rechtsextremer Gewalt einerseits, sowie die wohlmeinenden Helfer andererseits, während die Perspektiven und Erfahrungen der Geflüchteten oft vernachlässigt wurden. Es fand also eine Fokussierung auf Deutschland, die EU und die Gesellschaft statt, wobei die Migranten selbst zu einem Objekt, wahlweise der Angst oder der Selbstbestätigung wurden. Der Blick auf die Flüchtlinge, so er denn stattfand, war ein äußerer, europäischer, betrachtender und dokumentierender, kein Anteil nehmender, um Verständnis bemühter. Ebenso wenig traten jedoch auch betroffene wie Anwohner, Gegner, Geldgeber, Wohltäter etc auf. Auch das politische Spektrum wurde nur sehr beschränkt wiedergegeben. So kamen Politiker von links- sowie rechtsaußen kaum zu Wort.
Damit zeigt die Studie deutlich auf, dass die Medien mit ihrer Darstellung einerseits den Mythos der ungeregelten und unkontrollierten Migration befeuert, andererseits aber auch durch moralisierende Berichterstattung die Menschen zu erpressen versucht hat, diese Flucht und Migration zu begrüßen und die Menschen mit offenen Armen zu empfangen. Insgesamt zeigt die Studie, wie die Medien während der „Flüchtlingskrise“ bestimmte Narrative und Perspektiven verstärkt, so wie zur Spaltung der Gesellschaft durch emotionalisierende Darstellung und Fokussierung auf Negativberichterstattung und Hetze gegen Migrationsgegner beigetragen haben und hebt die Bedeutung einer kritischen Medienanalyse hervor.
Die Studie betont dabei, dass die Medienbranche selbst in einer „Sinn- und Strukturkrise“ steckt, warnt jedoch davor, die Fehlleistungen der Medien pauschal zu verurteilen.
Bild „Migration“ by Lars Plougmann is licensed under CC BY-SA 2.0.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Felix Feistel, Jahrgang 1992, studierte Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht. Schon während seines Studiums war er als Journalist tätig; seit seinem Staatsexamen arbeitet er hauptberuflich als freier Journalist und Autor. So schreibt er für manova.news, apolut.net, multipolar-magazin.de sowie auf seinem eigenen Telegram-Kanal. Eine Ausbildung zum Traumatherapeuten nach der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie und -therapie (IoPT), als der er auch arbeitet, erweiterte sein Verständnis von den Hintergründen der Geschehnisse auf der Welt.
Dejan Lazić, Sozialökonom und Wirtschaftsjurist, Hochschuldozent für Staats- u. Migrationsrecht (2002-2022), CEO einer internationalen Rechts- und Wirtschaftsberatungsgesellschaft.
Veröffentlichungen u.a. bei nachdenkseiten.de und norberthaering.de
Schön langsam gewöhne ich mich an die ewigen Unterdrückungen!
Eigentlich kann ich genauso gut in d den „seriösen “ Medien gegen diese anzuschreiben versuchen!
Für Feistel ist die Massenmigration mit ihren desaströsen Folgen nur eine Empfindung einer unaufgeklärten Menge, der man sie einfach besser erklären muss. TKP sollte sich schämen, so einen grünen Müll zu veröffentlichen.
Es ist doch egal, was Medien schreiben. Man muss nur durch die Straßen, in Schwimmbäder oder Supermärkte gehen, um zu bemerken, dass es viel zu viel außereuropäische Einwanderung gegeben hat. Es handelt sich oft um Menschen, die sich nicht anpassen wollen oder können.
„Denn Migration wird in vielen Ländern als unabdingbar für die heimische Wirtschaft angesehen“
Das hat aber nicht die Fluchtbewegungen der letzten Jahre ausgelöst. Ihre Ursachen waren imperialistische Einmischung, militärische Aggression und kolonialistische Unterdrückung.
„Es geht darum, die Entstehung von Fluchtursachen zu verhindern. Das hat oberster Priorität.
Wenn Menschen verzweifelt sind, überwinden sie auch Mauern und Zäune“ („+43 Fragen – Liste Madeleine Petrovic antwortet“, am 18/07/2024 hier im Blog verlinkt). Das ist jetzt keine Aufforderung, „LMP“ zu wählen, sondern einfach eine meiner Meinung nach zutreffende Formulierung.
Und Hunderte Menschen einfach elendiglich im Mittelmer ersaufen lassen ist auch keine Lösung, sondern ein kaltschnäuziges Verbrechen. Die beste Verhinderung von Fluchtursachen ist eine Gesellschaft mit Zukunft und Perspektiven – wie jetzt immer häufiger in den Ländern der „globalen Mehrheit“ anzutreffen, nicht ermöglicht mit westlicher heuchlerischer „Entwicklungshilfe“, sondern erkämpft durch Abschüttelung des westlichen Jochs …
Wer lässt denn die Menschen elendig ersaufen? Es sind doch
a) die Schlepperbanden mit ihren falschen Versprechungen, und
b) die „Hilfsorganisationen“, die eine scheinbare Sicherheit mit ihrer „Seenotrettung“ vorgaukeln
Wer sich in Gefahr begibt kann darin umkommen. Das wissen die dort, wo diese „Flüchtlinge“ herkommen besser als ein aktivistischer Wohlstandsverwahrloster hier.
Das Asylrecht, das eine humanitäre Angelegenheit war, ist vergewaltigt worden zu einem Wirtschaftsförderungs- und Destabilisierungs-Instrument.
Migration schadet dem Herkunft- UND dem Zielland. Dem Herkunftsland werde die Stärksten und Fittesten entzogen, das Zielland wird zerrüttet. Genau darum geht es bei diesem WEF- und „Linken“-Projekt.
@xbtory
24. Juli 2024 at 12:33
„die Schlepperbanden mit ihren falschen Versprechungen“
Ich glaube, Sie wissen genausogut wie ich, dass die Ursachen andere sind, sonst würden solche Versprechungen weder existieren noch fruchten. Dass Migration den Herkunftsländern schadet, da haben Sie vollkommen recht. Ich habe mich in dieser Hinsicht schon mehrfach deutlich genug geäußert. Was jedenfalls auch schadet, und zwar uns selbst, ist unser Umgang mit dem Thema „Migration“. Da sind viel zu viele unterschwellige emotionale „Kollateralschäden“ dabei, die unser ganzes Zusammenleben zu beherrschen beginnen. Was soll dabei herauskommen?
Herr Feistel könnte sein Verständnis der Welt umfasend erweitern wenn er einmal als Facharbeiter auf internationalen Baustelle arbeiten würde.
In der BRD genügen 3400 Euro brutto Monatslohn damit ein Arbeiter in einem Mangelberuf ein Arbeitsvisum bekommt. Man kann deutsche oder österreichische Facharbeiter mit ihrer Ausbildung nicht ersetzen durch irgendwelche Angelernten. Die Facharbeiterausbildung garantiert hohe Qualität und Produktivität. Beides ist im Sinkflug, es gibt aber nicht wenige mittelständische Firmen die qualitativ und von der Produktivität her ihr Weltniveau halten und ausbauen – weil sie eben ihre Facharbeiter selbst ausbilden, gut bezahlen und so auch in der Firma halten können. Aber viele junge Leute studieren eben lieber eine Diskussionswissenschaft als einen Beruf zu lernen in dem sie gebraucht würden. Die Arbeit sollen dann Ausländer machen, aber bitte möglichst billig.
@Manfred Müller
22. Juli 2024 at 20:46
„Aber viele junge Leute studieren eben lieber eine Diskussionswissenschaft als einen Beruf zu lernen in dem sie gebraucht würden“
Das ist ein „hausgemachtes“ Problem unserer kapitalistischen Gesellschaft(en), wobei die „Schuld“ sicher nicht den Eltern zuzuweisen ist, die einfach nach dem Prinzip „Unsere Kinder sollen es einmal besser haben“ handel(te)n und ihren Kindern einen besseren Bildungszugang ermöglichen woll(t)en. Es hat natürlich mit der Bewertung und Bezahlung von Hand- und Kopfarbeit zu tun. Diese („übersehene“) Entwicklung hat zu dem von ihnen geschilderten – wenig wünschenswerten – Ergebnis geführt. Es gibt nicht wenige andere „übersehene“ Entwicklungen, eines davon ist natürlich der Rückgang der Geburtenrate und die daraus resultierende Altersstruktur der Bevölkerung …
Zunächst bleibt der Artikel unergründbar. Fakt ist und bleibt, dass im öffentlichen Raum überall deutlich spürbar ist, wie sich Deutschland seit 2015 zum Negativen verändert hat. Zwar gab es auch davor bereits deutliche „Verwerfungen“, aber gegen die mittlerweile zum Standard gehörenden negativen Veränderungen sind diese zu vernachlässigen. Ob dies an medialer Dauerbeschallung lag bleibt dabei unerheblich. Tatsache ist, es ist so. Die Gewerkschaften existieren nicht mehr, deshalb kann eine „Studie“ aus solch einem Haus, auch nur grober Unfug sein. Bei Drogensüchtigen nennt man solche „Erkenntnisse“ auch Scheintiefsinn. Im Ergebnis sehen wir einen ruinierten Sozialstaat, dass war das Ziel dieser geisteskranken Politik und in der Folge eine atomisierte Gesellschaft. Wie, weshalb oder warum ist dabei weiterhin vollkommen belanglos. Ungebremste Einwanderung ist ein Verbrechen und muss nicht durch manipulative Studien „erklärt“ werden. Es gab und gibt weiterhin nicht geahndete Rechtsbrüche in diesem Zusammenhang (Grenzöffnung 2015 u. aktuell Visa für Afghanen). Der sog. humanitäre Imperativ ist eine Vorstufe einer Demenzerkrankung von der anscheinend häufig das weibliche Geschlecht betroffen zu sein scheint. Auf allen Ebenen wurden Führungskräfte konsequent ausgewechselt und u.a. haben die Gewerkschaften ganz besonders „Partei gegen Rechts“ ergriffen. Die Versuche zur Gründung von alternativen Gewerkschaften wurden z. T. mit Mordanschlägen konterkariert. Das Bildungssystem in vielen europäischen Ländern ist gegen die Bevölkerung aufgebaut worden, Verdummung ist Staatsräson. Das Konzept einer konsequenten Remigration könnte eine Lösung sein, aber noch ist der dringend notwendige Widerstand gegen den erwähnten Wahnsinn nicht groß genug. Schlussendlich wird immer wieder versucht, den Menschen kompletten Schwachsinn einzureden. Dies geht soweit, dass objektiv sichtbare Zusammenhänge als Irrtümer geleugnet werden müssen und eine massiv schizoide Gesellschaft im Ergebnis droht. Ergo darf niemand seiner eigenen Wahrnehmung trauen und die Ideen Kants werden von Akteuren der üblichen Verdächtigen missbraucht u. reductio ad absurdum geführt. Im Ergebnis dissoziieren immer mehr Menschen und basteln sich eine gedankliche Wirklichkeit, die sie die objektive Wahrnehmung ertragen lässt. Langt diese erzwungene Selbstregulation nicht aus, wird das widerständige Individuum medial, ökonomisch und sozial isoliert und vernichtet. Mehr muss man nicht wissen.
Die „PULLFAKTOREN- Krise ist mit einem Schlag innerhalb weniger Wochen beendet: Das „SYSTEM ORBAN- heißt „KEIN GELD“ und kostet keinen Euro. Natürlich ist das System- Orban ein Schag mitten ins Gesicht der „SCHLEPPER- INDUSTRIE“ das sind hunderte Anwälte, korrupte MIETHAIE, Mitarbeiter bei den NGOs und,und,und. VORSCHLAG: Die freigesetzten Arbeiter können sich dann in der Pflege usw. nützlich machen!!!!
Und so schaut das System „ISLAM“ aus:….Der Islam kommt nicht nach Europa um zu bereichern, sondern um zu erobern! Das ist einer der Gründe, warum überwiegend junge Männer im kampffähigen Alter kommen. Der Moslem glaubt, ihm gehöre die ganze Welt. Das hat ihnen der weibstolle- Mohammed so versprochen. Dabei ist es den Muslimen erlaubt, alle andersdenkenden zu ermorden. (Koran 140x)
Der Islam hat dem Westen den Krieg erklärt, hier hat es nur noch keiner wirklich KAPIERT! Im Islam hat man jedoch heute erkannt, dass eine kriegerische Eroberung des Westens nicht mehr möglich ist. Es fehlt ganz einfach die militärische Stärke.(Türkenbelagerung!!!) Daher hat man sich auf “friedliche” Invasion verlegt…….Die Taktik ist immer die Gleiche:
– Einwandern,
– ruhig verhalten,
– vermehren, 4 Kinder aufwärts….! lt. Erdogan!
– Moscheen bauen,
– Islamverbände gründen,
– in die Politik gehen, (da sind wir gerade!!!)
– Übernahme…
Deutschland, Österreich und auch die Schweiz und einige andere europäische Länder stehen
gerade am vorletzten Punkt! Wenn Sie das nicht erkennen, haben Sie/wir verloren.
ABER: Das System Orban liefert nur eine einzige Partei, die FPÖ und das ist ein STAATSVERSAGEN der LINKEN Schickeria, die uns in Armut stürzen möchten!!!
Die Schickeria ist nicht links – links waren die Arbeiterparteien, SPD, KPD, SPÖ, KPÖ, die uns den allgemeinen Wohlstand erkämpft haben. Die Schickeria schmückt sich mit fremden Federn, die meisten die sich heute Links nennen einschließlich Sarah Wagenknecht haben nie in der Produktion gearbeitet. Der Zustrom aus islamischen Ländern kommt, weil die alle 4, 5, 6 oder mehr Kinder haben. Einer der Söhne wird halt nach Europa geschickt, Geld besorgen. Das war früher hier auch so bis es verhütungsmittel gab. Vorher gabs die Donauschwaben, die Siebenbürgen Sachsen, die Auswanderung nach Amerika, etc… also bitte keine Vorurteile! Die schickeria unterstützt die Migration weil. diese Hanswürstchen, die sich da links nennen, eben auch jemanden brauchen auf den sie heruntersehen können, der sich betreuen lästt. Die Arbeiter husten der Schickeria nämlich was. Geld verdienen lässt sich auch prächtig mit den Migranten, siehe AWO Skandal in Frankfurt a.M.mfG M.M
Ich gratuliere zu diesem Beitrag!
Irgendeiner muss ja der schwächste sein.
Und auch Herrn Müller gratuliere ich zu seiner Expertise über die Arbeiterschaft!
Da gibts ja wenig erfahrene, die noch dazu endlich die Bildung schafften, die der Arbeiterschaft zusteht!
Die Erfahrung das monotone Tätigkeiten zu monotonen Freizeitverhalten und auch Bildungsverhalten führen könnten, wage ich hier nicht zu schreiben!
Um meine wenigen Erfahrungen in der Hinsicht nicht unter dem Scheffel zu stellen, schreibe ich mal ein wenig über Erfahrungen im Wasserkraftwerkbau bei der weltführenden Firma mit rund 40 tatsächlich aus dem ländlichen Urwald zusammengefangenen und als Facharbeiter ausgegebener zum Wohle ansässiger Subunternehmer, mal bei einer erlebten Baustelle unter vielen!
Mein Vorgänger verlor in der Woche zumindest einen Arbeiter von rund 40 und trat aus Wut und Alkoholgründen einige Türen ein.
Ich wurde empfangen mit der Anweisung des dortigen Bauleiters keine handwerklichen Tätigkeiten aus zu üben, um bei meinen Befehlen auf genügend Respekt zu stoßen.
Ich antwortete, dass er das gleich mal vergessen könne! Ich habe jetzt noch die Fotosammlung von den Leuten, die ihre Facharbeit aufs absurdeste ausführten. Wenigstens brachte ich sie von Anfang an so zum lachen wie sie mich.
Ich erzwang 4 Monate in denen ich die Leute aus zu bilden gedachte. Ich hörte mir deren berufliche Träume an , sammelte Unterschriften, um von den Behörden den Grundlohn für meine Leute plus deren Familienmitglieder zu erzwingen den es in diesem Bundestaat gab und von korrupten Beamten sehr oft einbehalten wurde. Ich setzte mich zum Essen unter meine Leute und ließ den europäischen Kollegen deren nachgemachten westlichen Fraß.
Ich zeigte den Leuten die Arbeiten während sie mich umringten und der einzige Befehl den ich ausgab war, „Bitte nie wieder „Yes Sir“ zu sagen“. Das war für mich nur das Zeichen für Unterwürfigkeit, Angst und der Hoffnung den Auftrag irgendwie selber zu verstehen. Ich behalf mir sehr oft mit Skizzen oder mit vormachen.
Mir lief in 4 Monaten kein Arbeiter davon. Die brachten zum Teil sogar halbwüchsige Söhne mit und für mich wurde für ein Geschenk gesammelt.
Wir holten bestimmt nicht alles auf was an Arbeit liegen geblieben war, aber wir machten sehr wenig Fehler.
Und ich sorgte obendrein für Verzögerung, in dem Ich Leitungen etc. durchschnitt oder abmontierte, wenn sich Ingenieure nicht an Zeitpläne oder an genügend Qualität hielten.
Der Bauleiter ging zum Ende hin mit mir grinsend seinen Arm um meine Schulter gelegt über den Hauptplatz im Camp und meinte : „Rudi das kannst du doch hier nicht machen. Du hast Dir einige Feinde in der Elite hier zugelegt und lud mich zum Essen mit seiner Familie ein!
Die anderen Westler deren Wichtigkeit sich vor allem an den irren Gehältern ablesen ließ, ließen Ihre Frauen meist aus den Philippinen, ausgesucht aus dem Katalog nicht aus dem Camp teils nicht mal aus der Baracke! Die Abscheulichkeiten die ich sonst noch so von den höheren Wesen sah, würden sich ein Buch verdienen, aber da ließe ich andern weltoffenen zu wenig Platz für Kommentare.
Ausnahmen waren 4 brasilianische Ingenieure mit ihren Frauen und ein türkischstämmiger Ingenieur aus Heidenheim.
Ich war auch der einzige im Projekt wo die Arbeiter für ein Geschenk sammelten.
Dafür bilde ich mir einiges ein. Allerdings konnte ich schon von klein auf , im Zivildienst und auch nachher einige Erfahrung bei sozialen Projekten sammeln. Und so begeistert wie manche hiesige tun, bin ich mit der dualen Ausbildung und Karriere mit Lehre, lange nicht!
Ich danke für den Artikel! Daran fehlt mir allerdings, dass illegaler Aufenthalt sich vor allem selber regelt.
Das die die Flucht am meisten bedürften, diese sich meist am wenigstens leisten können und in Camps im nirgendwo zusamengepfercht sind, Viele zurückbleibende auf Unterstützung durch „geschleppte“ hoffen. Dass Krieg auch gegen die Arbeitsmöglichkeiten in abgehängten Ländern geführt wird und es auch schwierig ist, zu entscheiden was in moralischer Hinsicht das entscheidende ist, um hier aufgeklatschten den Segen zu geben.
Auch fehlt mir immer wieder, dass es auch eine nachhaltige und nicht nur humanistischen Investition für die Zukunft ist den nun mal hier „seienden“ Ausbildung und Arbeit zu geben. gerade wenn sie zurück müssten oder könnten.
Die, die hier gebraucht würden suchen sich auffallender Weise ohnehin lieber andere Weltgegenden aus. Auch Xenophobie spricht sich herum. Nicht nur die Push oder Pull Effekte, die vorwiegend für die ausgesucht scheinen, die auch aus oft konstruierten Gründen, auch zur Ablenkung und Einflusserwerb als die neuen Untermenschen firmieren!
Ich bin mit einer Donauschwäbin liiert habe einige Bekannte und Freunde unter Sudetendeutschen, Siebenbürgen, Landlern, oder optierten und habe mich immer dadurch ausgezeichnet, dass ich mir die Fluchtgeschichten an Stelle ihrer Kinder, angehört habe. Väterlicherseits waren bei mir da keine vorhanden und mütterlicherseits waren alle ausgerottet.
Alleine dadurch bin ich für die Nachkriegsregelung bezüglich Flucht dankbar und weiß auch aus beruflicher Erfahrung, dass so manches aus Machtkalkül und dem Wunsch heraus, der einzig wahre „Autochthone“ -bei dem Wort erhalte ich Abkühlung- zu sein, oft übertrieben wird.!
Statt Amen müsste hier nun“ jeder Einzelfall ist einer zu vie“l, eingefügt werden!
Wie trivial, Wie banal Wie selbstverständlich. Und alle haben es immer schon gewusst, wie die 20er in den USA nicht nach gemacht werden könnten.
@rudi fluegl
23. Juli 2024 at 5:29
Mir gefällt Ihre Einstellung zu anderen Menschen, egal welcher Herkunft. So wird das Leben gleich viel schöner und reicher. Ihr Berufsleben erinnert mich an meines, immer in der Industrie, mit vielen Menschen verschiedener Nationen …
Wie kann man eine schwere Gesellschaftskrise nur so oberflächlich abhandeln!
Selbstverständlich sind die Einwanderer Konkurrenten auf dem Markt der Arbeitskräfte. Der Niedrilohnsektor bleibt bestehen, solange das Angebot an Arbeitskräften immer wieder aufgefüllt wird. Was denken sich die beiden Autoren, darüber so hinweg zu gehen?
Auf die wesentlichen anderen Gesichtspunkte will ich jetzt nicht eingehen. Sie fehlen jedenfalls vollkommen. Besser garkein Beitrag als ein solcher.
Der Sinn einer Kommentarfunktion bestand ja ursprünglich darin, Beiträge durch eigene Anmerkungen zu ergänzen (nicht so sehr darin, den eigenen Narzissmus zu bedienen), wie Sie es eingangs auch getan haben. Allerdings: Welche:r Autor:in kann schon jeden Sachverhalt abschließend aus jeder Perspektive beleuchten, das sind illusorische Ansprüche. Und leider war Ihnen letztendlich mehr daran gelegen, herumzumeckern, als uns an Ihren Erkenntnissen bezüglich der „wesentlichen anderen Gesichtspunkte“ teilhaben zu lassen. Dadurch entsteht für die Lesenden kein Mehrwert und Ihre Conclusio fällt auf Sie zurück: besser gar kein Kommentar als ein solcher. Nicht bös‘ sein.