BRICS-Sportspiele bereiten Erweiterung vor

4. Juni 2024von 2,3 Minuten Lesezeit

Vor dem BRICS-Gipfel kommt es zum BRICS-Sportturnier. Im Hintergrund wird an der Erweiterung der Staatengruppe gearbeitet – bis nach Europa. 

Fast 100 Staaten werden an den BRICS-Sportturnier in Russland in diesem Monat teilnehmen. Der Gipfel des wachsenden Staatenbundes findet dieses Jahr vom 12. bis 24. Juni in der Region Kasan statt. Wladimir Putin führt die Schirmherrschaft. In 27 Sportarten werden sich fast 5000 Athleten messen. Rund 5 Wochen später steigen die Olympischen Spiele in Paris, wo Russland ausgeschlossen ist.

Sport und Erweiterung

„97 Länder haben ihre Teilnahme bereits bestätigt“, sagte der russische Premierminister Dmitri Tschernyschenko. „Die BRICS-Spiele 2024, deren Organisation auf Erlass des russischen Präsidenten Wladimir Putin angeordnet wurde, sind ein wichtiger Bestandteil des Vorsitzes unseres Landes in dieser Organisation“, sagte er.

Die BRICS-Sportspiele werden seit 2016 abgehalten und sollen „die Stärkung freundschaftlicher Sportbeziehungen zwischen den Ländern auf der Grundlage der Grundsätze der Gleichheit, der Nichtdiskriminierung und des gleichberechtigten Zugangs der Sportler zu den Wettkämpfen“ voranbringen. 2016 fand ein Fußballturnier statt, nach und nach kamen weitere Sportarten hinzu. Im Rahmen der Spiele treffen sich auch die Sportminister der BRICS-Staaten zu einem Gipfel.

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Im Oktober kommt es dann zum jährlichen BRICS-Gipfel, der ebenfalls im russischen Kasan stattfinden wird. Seit diesem Jahr sind auch Ägypten, Äthiopien, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate Mitgliedsstaaten. Doch das dürfte nur der Anfang der Erweiterung von BRICS gewesen sein. Insgesamt sollen mehr als 40 Nationen Interesse an einem Beitritt haben. In Europa gilt Serbien als jenes Land, das als erstes aufgenommen werden könnte.

Am heutigen Dienstag berichtete die South China Morning Post außerdem, dass die Türkei ein grundsätzliches Interesse an einem BRICS-Beitritt bekundet hat. Auch die Türkei ist noch immer EU-Beitrittskandidat.

Für 2024 haben sieben Länder bereits einen förmlichen Antrag gestellt, den Block beitreten zu dürfen. Serbien – ein Beitritt wäre politisch höchst brisant, würde damit dem EU-Erweiterungsimperialismus, der es auf Serbien abgesehen hat, doch ein Riegel vorgeschoben werden – ist noch nicht auf der Liste. Die aktuellen Beitrittskandidaten sind: Kamerun, Pakistan, Sri Lanka, Syrien, Thailand, Venezuela und Simbabwe.

Am Gipfel im Oktober wird über die Anträge entschieden. Jedes Mitgliedsland hat eine Stimme, die Entscheidung über eine Aufnahme wird im Konsens getroffen. Thailand hat im Mai sein Interesse an einem Beitritt zum Bündnis bekundet und möchte am Gipfel 2024 teilnehmen. Darüber hinaus steht Pakistan in Kontakt mit Russland und verhandelt über einen Beitritt zum Block, befürchtet aber, dass Indien seinen Antrag ablehnen könnte.

Der BRICS-Block will die globale Abhängigkeit vom US-Dollar beenden und lokale Währungen für grenzüberschreitende Transaktionen fördern.


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4 Kommentare

  1. Andreas I. 5. Juni 2024 um 0:10 Uhr - Antworten

    Hallo,
    die Sanktionen wirken.
    (auch die des IOC :)

  2. Jan 4. Juni 2024 um 20:37 Uhr - Antworten

    Wo gibt es Erdöl? Saudische Halbinsel, Irak, Iran bis hin zum Kaspischen Meer – alles BRICS-Staaten.

    Die USA produzieren zur Zeit 30% des Weltbedarfs durch unrentables Fracking, die Banken steigen aus. 2030 dürfte das letzte Feld unrentabel geworden sein.

    Damit entscheiden die BRICS, wer Öl bekommt. Bis 2030 wird sich der Markt in einen Anbietermarkt gedreht haben.

    Vielleicht machen die BRICS auch einen Gemeinsamen Markt nach Vorbild der EU? Einen solchen kann man schließen. Gegen unliebsame Staaten kann man Exportstops und Sanktionen beschließen.

    • Andreas I. 5. Juni 2024 um 0:20 Uhr - Antworten

      Hallo,
      es wird jeder Öl kaufen können, der den jeweils aktuellen Preis zahlt. Das bleibt alles beim alten, Ökonomie ist Ökonomie..
      Es ändert sich nur, welche Währungen bevorzugt werden und wer sich hinten anstellen muss, weil er in weniger beliebten Währungen zahlen will.

    • Soulmaster 7 5. Juni 2024 um 7:48 Uhr - Antworten

      Die depperten Deutschen werden 2030 vermutlich die einzigen sein, die den Amis den Dreck noch abkaufen, weil Wirtschafts-Nihilist Robert Habeck lukrative Knebelverträge mit den Amis abgeschlossen hat, bzw. sich hat diktieren lassen.

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