Erlernte Hilflosigkeit

4. März 2024von 3,4 Minuten Lesezeit

Wer sich achselzuckend die Energieversorgung ruinieren, in amerikanische Stellvertreterkriege verwickeln und die Sonne durch Kunstwolken abdimmen lässt, hat wenig Anspruch auf Mitleid. Zu allen Zeiten musste man sich zur Wehr setzen, um nicht zum Sklaven degradiert zu werden oder von der Bildfläche zu verschwinden. Zahlreiche Aufstände und Revolten in Europa legen beredtes Zeugnis ab. Woher kommt jetzt dieser Fatalismus, der einer Selbstaufgabe gleichkommt?

Die Schockstarre hat unter Psychologen seit 1967 einen Namen: erlernte Hilflosigkeit. Der amerikanische Psychologe Martin Seligman (geb. 1942) prägte ihn in der Folge eines unethischen Tierexperiments an der Universität von Pennsylvania. Hunde, die in Käfigen Elektroschocks ausgesetzt wurden, zeigten ein unterschiedliches Verhalten abhängig davon, ob sie eine Reaktion zum Selbstschutz gelernt hatten oder eben nicht. Hunde, denen der rettende Ausweg in einen anderen Käfig möglich war, brachten sich dort auch später in Sicherheit, während Hunde, die Elektroschocks ohne Ausweichmöglichkeit aushalten mussten, versuchten erst gar nicht, sich zu retten, als sie eine Option erhielten.

Dieses unnatürliche Verhalten hat man den meisten Menschen in den westlichen Industrieländern seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs antrainiert. Basis waren Radio und Fernsehen, die tagtäglich eine entfernte oder sogar erfundene Wirklichkeit im Bewusstsein verankerten, an der sich nichts ändern ließ. Ob Korea- oder Vietnamkrieg, Kennedy-Morde oder Fußballdramen – man konnte nur zuschauen. Bürgerproteste und die Auflehnung von Menschen gegen Übergriffe werden von den Massenmedien ausgespart. Das Wissen um eigene Handlungsoptionen soll gar nicht als Denkmöglichkeit erkannt werden.

Das Einzeltraining der pflegeleichten Untertanen begann dann ab den 1970er Jahren mit einer frühkindlichen Rundumbetreuung. „Baby an Bord“ zu unmotivierten medizinischen Untersuchungen mit Impfungen, Kindergarten und Schule. Wie soll jemand Gestaltungswillen entwickeln, wenn er morgens aus dem Bett geholt, angezogen und in den Kindersitz geschnallt wird? Und wie Schulen zu Ganztagsverwahranstalten degradiert wurden, hörte auch mit weiterem Fahrservice zum Sport oder Musikunterricht die nachmittägliche Freizeit auf, zum Experimentierfeld für ein Leben auf eigenes Risiko zu werden.

Wer es gewohnt ist, überallhin gebracht zu werden, der wird kaum seine eigenen Wege gehen wollen. Jedes Fertigmenü, der all-inclusive-Urlaub und die Festanstellung ohne Befristung werden zum Rettungsanker für ein Leben, in dem es keine Abenteuer und Konflikte geben darf. Realityshows und Computerspiele reichen als Surrogat. Schließlich ist selbst das Mitmachen dabei folgenlos. Man muss keine Konsequenzen fürchten und muss sich nicht verantworten. Wenn das eigene Leben immer weniger stattfindet, sind auch Entmündigung, Entrechtung oder Enteignung kein Grund Eigeninitiative zu entfalten. Hotel Mama, Vater Staat und die übermächtigen Weltkonzerne werden alles irgendwie richten.

Da müssen die Gehirne gar nicht mehr durch chemische Substanzen indoktriniert werden, um schrumpfende Einkommen, sinkende Wohnungstemperaturen, ein künstliches Wolkendauergrau und selbst Krankheit und Tod durch Gengiftspritzen einfach hinzunehmen. Es ist weder die Coolness der Generationen XYZ oder deren überlegener, vielleicht sogar christlich verbrämter Langmut, auch die andere Wange hinzuhalten, sondern nur die erlernte Hilflosigkeit. Ein Verhaltensrepertoire jenseits der Duldung steht nicht bereit. Es bleibt nur, sich jedes Desaster schön zu reden oder noch besser die Beschwichtigungslügen der offiziellen Propaganda zur eigenen Weltsicht zu machen.

Dank der erlernten Hilflosigkeit ist Europa jetzt zur Kolonie geworden. Der Weg aller Kolonien ist vorgezeichnet: Verarmung, Bevölkerungsreduktion und Bevölkerungsaustausch.

Bild von Anemone123 auf Pixabay

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Gerd Reuther ist Facharzt für Radiologie und Medizinhistoriker. 2005 erhielt für seine Leistungen den Eugenie-und-Felix-Wachsmann-Preis der Deutschen Röntgengesellschaft. Er veröffentlichte rund 100 Beiträge in nationalen und internationalen Fachzeitschriften und -büchern sowie fünf Bücher, die sich kritisch mit der Medizin in Geschichte und Gegenwart auseinandersetzen. Ganz aktuell erschienen „Hauptsache krank? — Ein neuer Blick auf Medizin in Europa“.


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16 Kommentare

  1. ibido 4. März 2024 um 19:18 Uhr - Antworten

    Dabei hätte es auch die reformpädagogischen Ansätze gegeben. Montessori zum Beispiel, wo die natürliche Neugierde und das Interesse der Kinder genützt wird, damit sich Kinder Lerninhalte erarbeiten. Aber das setzt ein Menschenbild voraus, dass Kinder lernen WOLLEN. Und nicht, dass ich gescheiter Erwachsener den Kindern was reindrücken muss. Leider wollte die breite Gesellschaft das nicht. Wenn immer was vorgesetzt wird, werden halt auch die vorgesetzten Inhalte der Mainstreammedien vorbehaltlos geschluckt. Von der Politik wurden reformpädagogische Ideen natürlich nicht gefördert, denn selbstbewusste, selbständig denkende Menschen sind nicht so leicht steuerbar. „Wo kommen wir da hin, wenn jeder tut was er will“… Da bekommen die Mächtigen Angst, daher wird die erlernte Hilflosigkeit gefördert.

  2. palman42 4. März 2024 um 14:38 Uhr - Antworten

    . . . und angeblich „z e r l e g e n“ sich „hinreichend dekadente“ Zivlisationen ja von INNEN und von SELBST ?!? – deshalb „mein“ Spruch aus „2020“ – > WENN sich DER WESTEN in zehn Jahren noch als MUSEUMs-Dorf für Milliarden von TOURI-Asiaten e r h a l t e n kann, ist schon V I E L gewonnen < !?! ;-)

    Dazu erneut der LeseTipp – > „Schmerzvoller Aufprall“ < auf „manova.news“ (08/02/24) mit der UnterZeile – > Das „Geschäftsmodell“ der USA – letztlich Leben auf Pump – steht vor seinem Zusammenbruch. Deutschland könnte mit in den Abgrund gerissen werden. < :-(((

    P. S.: – seit „Corinna 2020“ ist der Globale Schulden-HIMALAYA von „284“ auf just über „330“ BILLIONEN (Tsd.Mrd.) USD weiter-„e x p l o d i e r t“ !!! – das Global-BIP macht aber NUR gut „100“ Billionen /p.a. aus !!!
    (> „Der Kreislauf des Bösen“ < / Egon von Greyerz / CH-EX-Banker) :-(

    • palman42 4. März 2024 um 18:17 Uhr - Antworten

      . . . und zu meinem Entsetzen habe Ich just unterhalb des o.g. „manova“-Artikels von Matthias Müller (Bj. ’72) den richtigen „RUND-UM-Hammer“ zur „COVIOTIE“ von Ihm entdeckt – > „Auf hauchdünnem Eis“ <, so der Titel des Artikels (29/10/20) !!! – kostet aber mind. „25“ Minuten „Les(b)ens-Zeit“ – erklärt aber ALLES, was man dazu wissen muss !?! ;-)

  3. Jurgen 4. März 2024 um 13:14 Uhr - Antworten

    Aktiver Widerstand ist vielleicht das ganz falsche Mittel! Passiver Widerstand und Konsequenz im eigenen Handeln sind eher angesagt. Dazu gehört m.E. die Eliminierung der digitalen Suchtmittel bzw. deren Begrenzung auf ein Minimum. Das Leben ist analog und nicht digital.

  4. Georg Uttenthaler 4. März 2024 um 13:00 Uhr - Antworten

    Die gegenwärtig vorherrschenden Probleme sind künstlich erzeugt und wir hätten diese nicht, würde nicht ein Konstrukt exorbitant Untauglicher in der Regierung sitzen. Alles, was aktuell geschieht ist lediglich ein Zeugnis signifikanter Dummheit und Wohlstandsverwahrlosung innerhalb der Gesellschaft.
    Selbst würde diese Regierung abdanken und Neuwahlen installiert werden, würde das Volk gleichwertigen Idiotismus der sich in GRÜN- ROT- ROSA festmachen läßt, wieder wählen.

    „Dass keine Partei mit den Problemen der Zeit fertig wird“ Da muss man sich fragen … WARUM !? Ein Grund liegt sicherlich in der „Einfachheit“ sich im politische Establishment ohne einen Funken Verstand (siehe Schilling…) hochzuleben. Auch ist es ein recht einträgliches Geschäft, mit „Reputation“ und so. Leider gibt es aber dafür keinerlei Regeln oder grundsätzliche fachliche Ansprüche (geschweige denn Voraussetzungen). Deshalb wählt jede „Demokratie“ immer wieder denselben „Shit“. „Hoch lebe die Demokratie“ Hipp-Hipp-Hurra
    Die einzige Partei die es noch richten könnte, ist nun mal die FPÖ. Weil die anderen Parteien ihre von außen befohlene Agenda durchziehen wollen und die FPÖ ihnen natürlich deren Suppe versalzen will, wird sie buchstäblich fertig gemacht, diffamiert, verunglimpft und in die Nazi-Ecke gestellt.

    Die Verteufelung der FPÖ wird vor allem von jenen Mächtigen befohlen und finanziert, die sich jährlich einmal in Davos treffen und an deren FÄDEN unsere „MARIONETTEN der LINKEN Schickeria inkl. ÖVP- Schallenberg- Kocher- Edtstadler- Kurz“ (die waren dort!!!) hängen.

    Es ist die einzige Partei die noch echt bürgerlich Land und Bürger vertritt und verteidigt. Allein die Wähler haben es in der Hand, Landes- und Volksverräter den Garaus zu machen.

    • Heiko S 4. März 2024 um 17:30 Uhr - Antworten

      Auch der Glaube an das Primat der Politik gehört zum indokrinierten Wahn der s.g. Demokratie.

    • ibido 4. März 2024 um 18:08 Uhr - Antworten

      @Georg Uttenthaler
      4. März 2024 at 13:00
      Die „Verteufelung der FPÖ“ sehe ich auch kritisch. Aber es geschieht, um uns in Scheinkämpfen zu halten.
      Damit ist, „die einzige Partei die noch echt bürgerlich Land und Bürger vertritt und verteidigt“ nur eine Illusion und eine Scheinhoffnung.
      Siehe Meloni – auch sie hängt am Gängelband des Kapitals. Die FPÖ würde den gleichen Weg gehen, käme sie an die Macht (siehe Realpolitik von 2 Kabinetten Schüssel und Kurz/Strache)
      Und Sie lassen sich von denen instrumentalisieren.

      • Georg Uttenthaler 4. März 2024 um 22:14 Uhr

        @ibido: Bei Schüssel-Haider wurde Haider als Kanzler von den Sozen und Klestil über das Ausland gespielt und mit Grasser, Rieß Passer Atrappen verhindert (eine Art Sanktionen) und bei Strache Kurz war Strache in der kleineren Position, aber die Regierung hatte gesamt die besten Werte bis Ibiza inszeniert (Spesenkonto!) wurde.
        Doch ich darf Sie beruhigen, wenn Kickl vorne ist, ist ein Mann mit Grundwerten vorne, der sich nichht VERBIEGEN läßt und von der Davos- Bande auch nicht KAUFEN läßt!!!

        Zu jener Zeit als Kurz Kanzler war, hingen in dessen Zimmern Bilder in Menschgröße von GATES, SCHWAB und SOROS im Büro von Kurz!!! (gibt es AUF1 Dokumente) Frage? Warum???

  5. Karin 4. März 2024 um 12:59 Uhr - Antworten

    Meine Frage lautet: Wie können wir uns wehren ohne Gewalt und ohne Gefängnis?Gut, bei Einigem kann man sich noch weigern mitzumachen, das könnten noch mehr Leute werden. Aber allem Anschein nach stört das keinen Politiker. Sie ziehen ihre Agenda durch.
    Also Vorschläge, wie sollen wir etwas ändern ohne Gewalt und Selbstaufgabe?

  6. Hasdrubal 4. März 2024 um 12:15 Uhr - Antworten

    Böses Medium zitiert heute eine Frau Sacharowa, die meint, in Buntschland sei die Entnazifizierung nicht abgeschlossen. Sogar schlimmer – das im Artikel beschriebene totalitäre Social Engineering hat Buntschland anfälliger für Ökonazismus gemacht. Es gibt reichlich welche, die jedes „Gedankenverbrechen“ in halbstaatlichen Meldeportalen melden (gibt es in Österreich welche?) oder gegen „Querdenker“ mit abweichender Meinung hetzen. Das regelt sich nicht von alleine – und muss wieder mühsam entnazifiziert werden.

  7. S. Richter 4. März 2024 um 10:51 Uhr - Antworten

    Martin E.P. Seligman Urban&Schwarzenberg, 1979

    Wie entwickelt man seinen Sinn für Macht, Wert und Selbstachtung?
    Nicht durch Besitzen, sondern durch häufige Erfahrung, dass die eigenen Aktivitäten die Welt verändern.
    Die gleichen Bedingungen, die Depression aufkommen lasseen (Hilflosigkeit), tragen umgekehrt häufig zum Abbau der Depression bei. Generell kann man sagen, dass Depression häufig abflaut, wenn entweder
    a) die narzisstisch bedeutsamen Ziele oder Objekte wieder erreichbar zu sein scheinen oder
    b) sie ausreichend modifiziert oder reduziert werden, um sich verwirklichen zu lassen oder
    c) sie insgesamt aufgegeben werden oder
    d) sich das Ich von dem narzisstischen Schock erholt, indem es seine Selbstachtung mithilfe verschiedener Erholungsprozesse wiedererlangt (mit oder ohne Veränderung des Objektes oder Zieles)

    Dimensionen der Ursachenzuschreibung
    Internal – external
    spezifisch – global
    stabil – variabel

    Subjektive Erwartung und nicht objektive Bedingungen von Kontrollierbarkeit sind die entscheidende Determinante von Hilflosigkeit.
    Je mehr eine Person spezifische Ursachen für die Nichtkontrolle verantwortlich macht (und nicht globale=, desto geringer ist die Globalisierung auf andere Bereiche.
    Stabile Ursachen für die Erwartung der Nichtkontrolle ————> eher chronische, gelernte Hilflosigkeit.
    Eine stabile und generalisierte Depression mit gleichzeitigem Verlust von Selbstwertgefühl wird entstehen, wenn
    globale, stabile und internale Attributationen bei einem wichtigen unabgenehmen Ereignis auftreten.
    Hingegen wird eine Person eher nicht depressiv, wenn ihre Attributationen
    extern, variabel und spezifisch sind!

    Ein Exzerpt aus ‚Erlernte Hilflosigkeit‘

  8. S. Richter 4. März 2024 um 10:47 Uhr - Antworten

    Martin E.P. Seligman Urban&Schwarzenberg, 1979

    Wie entwickelt man seinen Sinn für Macht, Wert und Selbstachtung?
    Nicht durch Besitzen, sondern durch häufige Erfahrung, dass die eigenen Aktivitäten die Welt verändern.
    Die gleichen Bedingungen, die Depression aufkommen lasseen (Hilflosigkeit), tragen umgekehrt häufig zum Abbau der Depression bei. Generell kann man sagen, dass Depression häufig abflaut, wenn entweder
    a) die narzisstisch bedeutsamen Ziele oder Objekte wieder erreichbar zu sein scheinen oder
    b) sie ausreichend modifiziert oder reduziert werden, um sich verwirklichen zu lassen oder
    c) sie insgesamt aufgegeben werden oder
    d) sich das Ich von dem narzisstischen Schock erholt, indem es seine Selbstachtung mithilfe verschiedener Erholungsprozesse wiedererlangt (mit oder ohne Veränderung des Objektes oder Zieles)

    Dimensionen der Ursachenzuschreibung
    Internal – external
    spezifisch – global
    stabil – variabel

    Subjektive Erwartung und nicht objektive Bedingungen von Kontrollierbarkeit sind die entscheidende Determinante von Hilflosigkeit.
    Je mehr eine Person spezifische Ursachen für die Nichtkontrolle verantwortlich macht (und nicht globale=, desto geringer ist die Globalisierung auf andere Bereiche.
    Stabile Ursachen für die Erwartung der Nichtkontrolle ————> eher chronische, gelernte Hilflosigkeit.
    Eine stabile und generalisierte Depression mit gleichzeitigem Verlust von Selbstwertgefühl wird entstehen, wenn
    globale, stabile und internale Attributationen bei einem wichtigen unabgenehmen Ereignis auftreten.
    Hingegen wird eine Person eher nicht depressiv, wenn ihre Attributationen
    extern, variabel und spezifisch sind!

    Ein Exzerpt aus ‚Erlernte Hilflosigkeit‘

  9. Hannes Mitterer 4. März 2024 um 10:26 Uhr - Antworten

    Die Artikel über die Hilflosigkeit und über das Erstarken durch Enttäuschung zeugen sehr gut die Ohnmacht der Szene.
    Der Ruf nach Widerstand, Klagen und Verurteilungen weicht, nach den gewonnenen Erkenntnissen über die Unfähigkeit der kritischen Minderheit, die Masse zu beeinflussen, nun dem Versuch durch “ aufeinander zugehen“ die Sache aufzuarbeiten.
    Dies würde voraussetzen dass die Akteure zu einer Aufarbeitung bereit sind und das ist nicht der Fall.
    Der Widerstand ist zu einem weinerlichem Haufen geworden der nun damit beschäftigt ist, sich selbst zu bemitleiden, genauso wie es zu erwarten war.

    Ich darf mich hier einem Kommentator anschließen.
    Vergeudete Lebenszeit.

    • ibido 4. März 2024 um 19:33 Uhr - Antworten

      Umgekehrt wird ein Schuh draus.
      Die Szene fühlt sich nicht ohnmächtig. Diese Menschen haben sich durch aktiv werden nicht manipulieren lassen. Das macht das Gefühl der Selbstwirksamkeit – unabhängig davon, ob die Aufarbeitung von den anderen angenommen wird. Der Lohn ist das „nicht-gespiket sein“ verbunden mit der Gewissheit richtig entschieden zu haben.
      Weinen tun die, die sich spiken ließen und nun erkennen, dass sie belogen wurden. Das ist Ohnmacht…, das ist Hilflosigkeit… Die fühlen sich wie der Hund, der sich den Elektroschocks nicht mehr entziehen konnte. Und verdrängen, dass es einen schockfreien Boden im erreichbaren Nebenkäfig gäbe.

  10. Hasdrubal 4. März 2024 um 9:03 Uhr - Antworten

    Der Weg aller Kolonien ist vorgezeichnet: Verarmung, Bevölkerungsreduktion und Bevölkerungsaustausch.

    Der Bevölkerungsaustausch bringt aber Bevölkerung rein, die weniger untertänig tut. Vielleicht würde auch ich die „Zeit“ lesen und jeden Murks glauben, wäre ich nicht östlich der Elbe aufgewachsen. Das Einpflanzen des Obrigkeit-Steuerchips (so stelle ich mir zumindest das Problem der West-Michels vor) blieb mir dadurch erspart.

    Die einzige Frage wäre noch – wenn die westliche „Zivilisation“ in Westeuropa endgültig in Trümmern liegt, wer kriegt die Beute – Osteuropa oder Islam? (Persönlich wäre ich für Osteuropa, da ich nun mal von dort komme – auch wenn ich keine gravierende Vorurteile gegen Muslime habe.)

    • Jan 4. März 2024 um 9:57 Uhr - Antworten

      Danke! Es wird sich herausmendeln, das ist die Tragik.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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