
US-Bombenangriffe auf Irak und Syrien nach vorheriger Bekanntgabe aller Ziele
Letzte Nacht waren amerikanische B1 Lancer-Bomber auf dem Weg in den Nahen Osten, um Milizen anzugreifen, die mit dem Iran verbunden sind. Die öffentliche Ankündigung des Abflugs der Bomber und ihrer Ziele deutet darauf hin, dass die Amerikaner den betroffenen Ländern und Widerstandsgruppen Zeit zur Vorbereitung geben wollen, um eine Eskalation zu vermeiden.
Das ist seit einigen Jahren Usus um Eskalationen zu vermeiden. Vor einem Angriff auf Syrien ruft ein amerikanischer General ein russisches Gegenüber an um die genauen Angriffsziele zu kommunizieren. Für das Publikum werden über die Mainstream Medien anschließend Erfolgsmeldungen verbreitet. So geschehen etwa beim Gasangriff in Syrien in den die so genannten Weißhelme verwickelt waren, die eine Außenstelle der CIA sind.
Diese US-Folklore im Nahen Osten erläutert der Ex-CIA-Analyst und frühere Außenagent Larry Johnson in folgendem Video im Detail.
Ein Artikel in Al-Mayadeen, die der Hezbollah nahe und im Libanon ansässige ist, berichtet über die nächtlichen Angriffe unter dem Titel „Die meisten der angegriffenen Orte wurden vor der Aggression vollständig evakuiert“:
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Die irakischen Streitkräfte betonen, dass diese „Angriffe“ die irakische Souveränität in eklatanter Weise verletzen, die Bemühungen der irakischen Regierung untergraben und eine erhebliche Bedrohung darstellen, die den Irak und die Region in höchst unerwünschte Konsequenzen ziehen könnte.
Der Sprecher des Oberbefehlshabers der irakischen Streitkräfte, Yahya Rasool Abdullah, erklärte, dass die Städte al-Qaim und die irakischen Grenzgebiete von US-Flugzeugen angegriffen worden seien, und fügte hinzu, dass diese „Angriffe“ zu einer Zeit stattfänden, in der der Irak um die Stabilität der Region bemüht sei.
Er betonte, dass diese „Angriffe“ die irakische Souveränität in eklatanter Weise verletzen, die Bemühungen der irakischen Regierung untergraben und eine erhebliche Bedrohung darstellen, die den Irak und die Region in höchst unerwünschte Konsequenzen ziehen könnte. Er betonte, dass diese Aktionen schwerwiegende Folgen hätten und insbesondere die Sicherheit und Stabilität des Irak und der Region gefährden würden.
Ein Beamter des irakischen Innenministeriums teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass der amerikanische „Schlag“ nach vorläufigen Informationen ein Lager für leichte Waffen zum Ziel hatte. Gleichzeitig betonte ein Beamter der irakischen Volksmobilisierungskräfte gegenüber derselben Agentur, dass der Bombenanschlag in der Gegend von al-Qaim keine Opfer gefordert habe.
Quellen bei Al Mayadeen bestätigen, dass die meisten angegriffenen Orte vor dem Angriff evakuiert worden waren.
Der Korrespondent von Al Mayadeen in Aleppo berichtete, dass die Stromversorgung in Deir Ezzor infolge des Angriffs vollständig unterbrochen worden sei.
Außerdem meldete der Korrespondent von Al Mayadeen im Irak, dass bei den Angriffen auf al-Qaim und Akashat zwei Zivilisten ums Leben gekommen sind.
Entwicklungen in Israel Richtung 2-Staaten-Lösunf?
Doch die interessanteste Entwicklung an dieser Front ist die folgende. Es gibt seit einiger Zeit Gerüchte, wonach Israel inmitten eines Gewirrs von Geheimgesprächen eine Art vollständigen Waffenstillstand und vermutlich ein Ende des Krieges in Betracht zieht.
Nun gibt es neue Artikel von Reuters, wonach die USA die Schaffung eines palästinensischen Staates – mit anderen Worten, die lang ersehnte Zweistaatenlösung – voll und ganz unterstützen.
Die Vereinigten Staaten verfolgen aktiv die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit Sicherheitsgarantien für Israel und sondieren Optionen mit Partnern in der Region, sagte der Sprecher des Außenministeriums am Mittwoch.
Der Sprecher des Weißen Hauses, Matthew Miller, bestätigte dies. Das Zuckerbrot seien „Sicherheitsgarantien für Israel“, sagte er. Man muss verstehen, wie Politikersprache funktioniert. Im diplomatischen/politischen Sprachgebrauch werden „Sicherheitsgarantien“ mit „Bestechungsgeldern“ übersetzt. Es bedeutet im Grunde: Wir geben euch x Milliarden Dollar für Waffen, wenn ihr tut, was wir sagen.
Ein neuer Wasshington-Post-Artikel bestätigt diese Entwicklungen, indem er hinzufügt, dass Blinken bald in den Nahen Osten reisen wird, um zu versuchen, diesen Deal abzuschließen, indem er Saudi-Arabien davon überzeugt, seine Beziehungen zu Israel unter der ausdrücklichen Bedingung zu normalisieren, dass Israel nicht nur den Gaza-Konflikt vollständig beendet, sondern sich auch zur Schaffung eines palästinensischen Staates verpflichtet, der den Gaza-Streifen und das Westjordanland umfasst.
Außenminister Antony Blinken plant demnächst eine Reise in den Nahen Osten. Er wird wahrscheinlich zuerst in Saudi-Arabien Halt machen, wo er auf eine erneute Zusage von Kronprinz Mohammed bin Salman hofft, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren, wenn – und nur wenn – Israel den Gaza-Konflikt beendet und sich zur Gründung eines palästinensischen Staates verpflichtet, der den Gazastreifen und das Westjordanland einschließt.
Es sieht immer wahrscheinlicher aus, dass ein solches Abkommen zustande kommen kann und der Krieg im Gazastreifen beendet wird. Aber: Man darf nicht vergessen, dass aus Sicht der eingefleischten Likudniks und der israelischen Rechtsextremissten eine solche „verfrühte“ Beendigung des Krieges das endgültige Aus für Israel bedeuten würde.
Fraglich ist auch, ob die arabischen und moslemischen Staaten so eine Lösung jetzt noch zu akzeptieren bereit wären. Es könnte zu wenig und zu spät sein.
United States Air Force, Public domain, via Wikimedia Commons
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Tja, leider können diese Länder die Aggressor-Flugzeuge nicht einfach abschießen. Dazu fehlen noch die passenden, preiswerten, effizienten Defensiv-Waffen…
Mit mehr als 125 Stück hochpräziser Munition über 85 Ziele getroffen.
Behaupteten die USA nicht, sie hätten keine Munition mehr?
Wo bleibt der Protest von Selenskij?
Schnorrlensky würde bestimmt lieber Märkte wie in Belgorod und Donezk beschießen – neulich auch die zivile Bäckerei in Lyssytschansk, wo unter den Trümmern 40 Leute verschüttet wurden. Jeder, der im Westen all das noch bejubelt, macht sich mitschuldig – es gibt sogar unabhängige Medien im Westen, die nazistische Ukro-Narrative nachplappern.
Es gibt im Westen ja auch Parlamente, in denen man originalen Alt-Natsis Standing Ovations spendiert (Kanada), oder wo man Ukr. Politiker mit dem Wolfsgruß grüßen lässt (um es mit dem ältesten FPÖ-Sprech zu rechtfertigen: „der hat nur gewunken“), aber auch TV-Hosts, die solchen Natsis Staats-Orden anheften (USA)……
Natürlich haben alle Länder Kontingente zurückgehalten (und auch nicht alle Waffengattungen hergegeben), um nicht selbst im Notfall völlig nackt dazustehen. Israel ist derzeit aber von den USA abhängig, weil die USA den „Israel-Anteil“ kurz vor der Eskalation teilweise in die Ukraine schickte. Und vlt. kennen Sie das ja von Silvester, addcc: es ist verdammt schnell verschossen, egal wie viel man gekauft hat. Entscheidend ist daher immer – wie in jedem PC-Spiel – das Ausmaß an Produktion von Nachschub. Und da sieht es für die Nato ziemlich düster aus.
Gewisses Medium zitiert die „Berliner Zeitung“, die wiederum einen Herrn Melnyk zitiert, der wieder mal Berlin besuchte, wo er mal Statthalter war. Der Typ wünscht sich aus Westeuropa… 180 Milliarden an Tributen und zwar jährlich. Gewisses Medium erinnert, dass es mehr ist, als das Banderastan seit dem Maidan-Putsch je an BIP hatte – und zwar inklusive westliche Tribute.
Die Chuzpe der Natsis scheint keine Grenzen zu kennen – so kommt es, wenn sich welche für Übermenschende:innen halten.
An addcc Hallo,
Englisch und Deutsch sind im Prinzip sehr ähnlich, aber wenn die künstliche Intellenz von Übersetzungsprogrammen wörtlich übersetzt …
Auf Deutsch wäre „Munition“ in etwa alles, was von Pistolen bis Kanonen durch die Rohre verschossen wird.
Und übrigens mangelt es der Ukraine an Nachschub von Artilleriegranaten.
Auf Englisch (und in diesem Zusammenhang) dürfte „hochpräzise Munition“ die Luft-Boden-Lenkwaffen meinen, Raketen oder Gleitbomben, die von Flugzeugen abgeworfen werden.
Aber die Lenkwaffen müssen auch produziert werden und es gibt auch Stimmen, die meinen, dass es da auch irgendwann Engpässe geben muss, wenn sich die aktuellen Auseinandersetzungen länger fortsetzen.
Hallo,
zu spät.
Wer das Recht des Stärkeren etabliert, weil er selber der Stärkere ist, aber dann, wenn er selber zum Schwächeren wird … der hat einfach was verpasst.
. . . und dazu zwei LeseTipps von Mir: – > „Nach Gasa werden Juden nirgendwo sicher leben können“ < (Dez. ’23) sowie > „Wird die Ukraine entvölkert für einen neuen Judenstaat ?“ < (Nov. ’23) – beide so googeln oder auf „anderweltonline.com“ suchen !!! – weitere AUGEN-Öffner u.a. von Peter Haisenko ebd. ;-)
Ja, es ist zu spät für die angedeutete Lösung: Frieden mit einem faschistischen Staat kann es nicht geben. Dieser Staat ist immer aggressiv auch gegen außen. Abert so schwach, dass sie ihren Flugzeugträger aufgeben müssen, fühlen sich die USA noch nicht.
Es gibt offensichtlich nur noch den Oberdiktator der Welt und das ist Amerika! Aus Syrien werden unmengen Öl durch Amerikaner abtransportiert und wenn sich mal jemand dazu äußert wird gedroht. Wen wundert es da, wenn sich die Bevölkerung und ihre Soldaten nicht alles gefallen lassen! Amerika ist eine Kriegstreiber-Nation und die Kriege auf diesem Planeten sind überwiegend aus dieser Quelle verursacht worden!
Und würde man jetzt dazu noch die Kosten für die ausgelösten „Flüchtlings Ströme“ rechnen, dann wird einem schwindelig. Und hier in Deutschland sollte der Michel mittlerweile mitbekommen haben, wer diesen Mist bezahlen wird?
Ja, und morgen schon schafft die USA den Weltfrieden….;))
Die USA versuchen sich durchzuschlawinern, sonst nichts. Die sagen derzeit alles, um die Wahl zu retten. In the meantime laden sie geladene Muslime wieder aus ihren Wahlkampfveranstaltungen aus, weil ihnen zu viele davon mit „Free Palestine“ dazwischenrufen.
Dieselbe Alibi-Aktion auch mit der „Sanktionierung“ von „extremen Siedlern“. Das betrifft mIn gerade 2 Menschen (mit denen man als US-Firma nun keinen Handel mehr treiben darf) – aber natürlich nicht jene Politiker, die das von der Kanzel predigen. Man ruft Israel zur „Mäßigung“ auf, aber liefert weiterhin alles, was für das schändliche Vorgehen Israels nötig ist.
usw. usf.
Am besten ist, man hört den USA gar nicht mehr zu und schafft die Fakten selbst.
Vielleicht in Osteuropa, wo die Frontdurchbrüche jedoch weitgehend in den Prophezeiungen von Scott Ritter bleiben. Kürzlich träumte der polnische Duda sogar noch von der Eroberung von Donezk und Lugansk – würde die Front richtig brechen, wären solche Träume endgültig vorbei und die USA eindeutig eingedämmt.
Wann haben Sie das letzte Mapping gesehen? ;))
AmS treten die Prophezeiungen Ritters nach und nach ein. Russland macht das von Beginn an sehr geschickt, die Ukraine mal da mal dort in defensive „Arbeit“ zu zwingen und so die Logistik zu quälen. So hat man nun über Monate „Häppchen-weise“ die meisten ausgebildeten Soldaten der Ukraine aufgerieben und auch die Munitionsbestände abverlangt. Das sieht man in vielerlei Hinsicht, vor allem in dem Versuch, dies mit immer mehr Kleindrohnen auszugleichen. Die Bilder von Drohnenangriffen Russlands verraten dagegen immer öfter, dass nicht einmal Großstädte von echter Flugabwehr geschützt werden, da man oft maximal MG-Salven zu sehen bekommt, aber kaum noch SAMs, nicht einmal Sperrfeuer. Geradezu verstörend, eine gut sichtbare, weiße Drohne mit 180kmh über einer Stadt fliegen zu sehen, mit Handy gefilmt, ungehindert, nur ab und zu eine Salve, die aber alle total vorbei gehen. Wer nicht einmal mehr so etwas vom Himmel bekommt, der ist einfach am A. Ebenso am A. ist derjenige, dem die nötige Artillerie fehlt, Truppen-Ansammlungen zu unterbinden – und noch vor wenigen Monaten wäre es undenkbar gewesen, dass Russland einen Angriffstrupp aus 30 Fahrzeugen versammelt bevor man gemeinsam anrollt, aber heute geht das und geschieht auch (wo es bereits möglich ist).
Ritter betont immer wieder, dass die letzten Monate immer die erbittertsten sind und die USA in WK2 nicht in der Normandie die meisten Verluste (durch Deutsche) erlitten, sondern erst danach, als der Drops eigentlich längst gelutscht war.
Nicht zuletzt „spendiert“ die EU diese 50 Mrd, damit der kurz bevorstehende totale Kollaps des gesamten Staates verhindert wird – wir zahlen damit ja die Gehälter der „Staatsbeamten“ usw……
Die Ukraine wird politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich und militärisch nur noch künstlich am Leben erhalten. Und Russland geht schlicht weiterhin strategisch vor. Und unter der Oberfläche sehe ich zumindest genau dasselbe, was Ritter beschreibt: Zerfall und Auflösung auf allen Ebenen der Ukraine. Russland hat dagegen gerade 50 nigelnagelneue Kampfhubschrauber in Dienst gestellt, aus eigener Produktion.
Ich schaue regelmäßig Scribble Map und andere, wo die Frontlinie sich nur sehr langsam bewegt. Unter Frontdurchbrüchen verstehe ich, dass man auf mehreren Kilometern Breite in ein paar Tagen wenigstens 10-20 Kilometer tief kommt – und dann den Flanken des Gegners zusetzt, bis sich dieser zurückzieht.
Podoljaka erzählte im letzten Podcast im gewissen Medium, dass es an der Front südlich von Kupiansk fast so weit kam – die Banderas konnten Verstärkung heranschaffen und die Russen zogen sich hinter ein Tal zurück statt bis zum Fluss Oskol zu kommen. Eigentlich hätte ich erwartet, dass sie gut vorbereitet diese Verstärkung mit Drohnen und Luftwaffe rechtzeitig ausschalten. Gewisses Medium brachte heute ein Video, wie russische Drohnen für umgerechnet 1000 EUR westliche Panzer für Millionen dekarbonisieren.
„auf mehreren Kilometern Breite in ein paar Tagen wenigstens 10-20 Kilometer tief kommt“
Das geschieht doch gerade in nördlichen Teilen der Frontlinie. Vergessen Sie zudem nicht, dass man ja derzeit noch vor einer lange Zeit befestigten Verteidigungslinie der Ukraine steht, die sich schon seit 2014 herausgebildet hat und stets erweitert wurde. Die Frontlinie in Marinka bestand bereits seit 2015 in genau diesem Bereich. Seit dem Bruch dieser Linie geht es vorwärts. Strategisch, überlegt. Lieber zunächst die nächsten Befestigungsanlagen zerstören, den Nachschub stören etc. Und wenn sich eine Gelegenheit bietet wie mit den Tunneln in Avdiivka, dann nutzt man diese für einen Coup.
Derweil nehmen übrigens Lancet-Drohnen bereits Baufahrzeuge aufs Korn, die gerade versuchen neue Verteidigungslinien zu bauen…..
Die entscheidende Frage ist amS: wie viele versteckte Bunker kann man seit 2014 gebaut haben, die ein Gegner erst einmal entdecken muss, ehe er versuchen kann, sie zu zerstören?
therMOnukular
3. Februar 2024 at 18:26Antworten
Zusammenfassend bleibt nur zu sagen das bei all Ihren Ukraine Kriegs Betrachtungen, wohl der Wunsch der Vater Ihrer Gedanken ist.
Die Russen sind derart schwach, wie niemand, niemals je geglaubt hätte.
Diese Woche wieder ein Kriegsschiff verloren.
Das tut richtig weh.
Jo eh….;)))
„Die Russen sind derart schwach, wie niemand, niemals je geglaubt hätte.“
Darum ist die Krim ja auch längst wieder in Ukrainischer Hand, wie lange geplant und angekündigt…
Und das Schiffchen aus den 80ern hat genau welchen Einfluss auf die 1200km lange Frontlinie?
Danke für den Lacher!