
Pressespiegel zum Bauernaufstand
Die Aktionswoche der Bauern ist eingeläutet. In manchen Kommentarspalten kann man gar etwas von „Revolution“ lesen. Erleben wir die letzten Tage der BRD?
Am Montag hat TKP über das Vorhaben der deutschen Ampel berichtet: Trotz großem Protest hält man an der Politik der Deindustrialisierung fest. Aber Scholz und Co. sind mit einer großen Protestbewegung konfrontiert. Angeführt von den Landwirten des Landes, demonstrieren auch der Mittelstand und Arbeiter gegen die Zustände. Nicht selten wird der Rücktritt der Regierung gefordert.
Legitime Wut
An dieser Stelle einige Kommentare und Berichte zum Bauernaufstand gesammelt.
Die Berliner Zeitung kommentiert relativ dramatisch „Bauernproteste oder Revolution? Warum ich an die letzten Tage der DDR denken muss“:
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Das Land steht kopf. Und das Jahr hat gerade erst begonnen, die Woche auch. Wie wird es am Freitag aussehen? Wie groß wird die Wut noch werden? Die der Bauern, Lokführer und Handwerker, aber auch derjenigen, die nicht zur Arbeit, zur Schule oder ins Krankenhaus kommen, weil die Bahn nicht fährt oder die Straßen gesperrt sind. Wie werden die Politiker reagieren? Wann werden sie die Sorgen der Leute ernst nehmen, statt sie als rechts zu beschimpfen?
Ich habe im Internet nachgeguckt. Eine revolutionäre Situation nennt man – nach Lenin und Marx – den Auslöser einer Revolution, in der sich die offene Empörung ausgebeuteter Massen Bahn bricht. Zu den Merkmalen zählen die Unmöglichkeit für die herrschenden Klassen, ihre Herrschaft in unveränderter Form aufrechtzuerhalten, eine gesteigerte Aktivität der Massen. Und der Aufbau einer proletarischen Partei, die bereit ist, die Führung zu übernehmen.
Das konservative Medium Apollo News schreibt in seiner Analyse vom „grünen Krieg gegen die Bauern“:
Was haben die Herrschaften denn geglaubt, was passiert, wenn man einen ganzen Wirtschaftszweig Jahr für Jahr mit einer Verordnung nach der anderen belastet, sodass der Handlungsspielraum der Bauern immer, immer kleiner wird? Die Landwirte, die in dieser Woche auf den Straßen demonstrieren, meckern mitnichten herum, weil ihnen „nur“ die Subventionen für Agrardiesel und Kraftfahrzeugsteuer gestrichen werden sollen, wie es sich aus den meisten Medienberichten herauslesen lässt.
Der grüne Krieg gegen die deutsche Landwirtschaft geht aber viel weiter zurück, was die zahlreichen Wortmeldungen von Landwirten bezeugen, die seit ein paar Tagen in den Sozialen Medien kursieren. „Ich stehe hier vor einem der besten Ackerböden auf diesem Planeten“, sagt einer der Bauern im Video. „Und wie geht die Politik damit um? Vier Prozent davon muss ich stilllegen, der Rest muss unterdüngt werden, obwohl wir gar kein Grundwasser-Nitratproblem hier haben.“
Die der DKP nahestehenden Tageszeitung Junge Welt berichtet am Dienstag auf Seite 1 mit dem Titel „Power to the Bauer“:
Apropos Bundeshauptstadt. Hier mobilisierten die Freien Bauern Deutschland. Hunderte Schlepper, Lkw und Busse säumten die Straße des 17. Juli an der Siegessäule. Dazu Tausende Protestierer am Brandenburger Tor. »Wir vertreten die ganz normalen Bauern«, sagte deren Medienreferent Reinhard Jung zu jW. Die, die mit eigener Hände Arbeit ihren Hof bewirtschafteten, unabhängig von Politik und Industrie.
Wie weiter? Alles steuert auf das Finale der Aktionswoche am nächsten Montag in Berlin hin. Der Kabinettsbeschluss dürfte die Zornigen in ihrer Haltung bestärken – und die Funken des Protestes zusätzlich anfachen. Landauf, landab.
Die Redaktion von Julian Reichelts Nius kommentiert:
Liebe Bauern, macht weiter so …
Die große Mehrheit ihrer Mitbürger zeigt sich solidarisch mit Protest der Bauern gegen die gegenwärtige Politik, das zeigt eine INSA-Umfrage für Bild: 69 Prozent der Befragten unterstützen die Bauern-Proteste gegen die geplanten Kürzungen der Ampel-Regierung!
Aus sämtlichen Wählergruppen kommt mehrheitlich volle Sympathie für die Protest-Aktionen der Bauern.
Aufgefallen ist wieder mal der RTL West Chef Jörg Zajonc. Er sagte:
Der Bauer ist sauer und zwar richtig. Viele Landwirte haben die Nase gestrichen voll. Immer mehr Auflagen, immer mehr Bürokratie, immer Arbeit. […] Kein Wunder, dass es irgendwann reicht. Auch wenn die Regierung jetzt zurückrudert, aber die legitimen Proteste plötzlich angeblich die Demokratie gefährden. Die Bauernproteste bringen auf den Punkt, was viele fühlen: Die Politik kümmert sich zu wenig um das Leben ganz normaler Menschen.“
Jörg Zajonc gewohnt treffsicher zu den „Bauernprotesten“.
— henning rosenbusch (@rosenbusch_) January 8, 2024
Auch international macht der Aufstand Schlagzeilen. Etwa durch die politische Moderatorin Eva Vlaardingerbroek, die von der Straße berichtete. Sie interviewte am Montag einen wütenden Bauern, der sagt:
„Wir haben die Nase voll von den Lügen. Wir sind seit Generationen hier, wir arbeiten rund um die Uhr, wir sind die Leute, die euch das Essen auf den Teller bringen! Wir sind alle vereint, um die Politiker loszuwerden, die versuchen, uns loszuwerden!“
🇩🇪 German farmer @AnthonyLeeLsvD tells me about the farmers’ uprising:
“We’re sick of the lies. We’ve been here for generations, we work 24/7, we’re the people who put food on your plates!
We are all united in getting rid of the politicians who are trying to get rid of us!” 🔥 pic.twitter.com/Z69cjvSmYF
— Eva Vlaardingerbroek (@EvaVlaar) January 8, 2024
Schon einige Tage vor dem Aktionstag am Montag hatte Ernst Wolff in einem Video mit dem Titel „Bauernproteste & Great Reset“ Hintergründe zum Protest analysiert. Das Video wurde mittlerweile etwa 150.000-mal gesehen.
Das kam dabei heraus, als ich bei Alexander Wallasch las, daß ein Parteifreund von Merz eine Viertelmillion Jäger zur Unterstützung der Bauernproteste aktivieren konnte:
Im Märzen der Bauer? …
Nein!
Im JÄNNER der Bauer den Trecker anspannt!
Und fährt damit grad ganz entspannt durch das Land.
Von Schlüttsiel bis Passau er pflüget durchs Beet,
er meckert und treckert von morgens bis spät,
bis Habeck zusammen mit Scholz endlich geht,
mitsamt der grünen Mischpoke.
Doch seht!
Der Jäger aus Kurpfalz! Auch er!
Der sattelt sich sein Pferd,
das Grundgesetz im Mantelsack.
Der reitet durch den Grunewald und schießt das Wild daher –
ach, nein, heute nicht.
Juja, Juja!
Heut hilft er den Bauern beim Treckern und Meckern!
Und reitet nicht mehr heim,
bis daß der Habeck „KUCKUCK!“ schreit:
„Da bin ich, Bauern, jetzt redebereit!“
Er hatte seine Gelegenheit, doch das Treckergebrüll übertönt ihn zur Zeit.
Juja, Juja, gar lustig ist die Jägerei
allhier auf Grüne Leut, allhier auf Grüne Leut … “
(Aus meinem Buch „Dies ist kein Gedicht, denn es reimt sich nicht“)
“ die Subventionen für Agrardiesel und Kraftfahrzeugsteuer“
Das sind kein Subventionen. Da wird Geld rückgezahlt das vorher unnötig, eigentlich fälschlich erhoben wurde. Wenn man seine Steuererklärung macht und gezahlte Beträge zurück bekommt ist das ja auch keine Subvention sondern der Staat hatte übergriffiger Weise vorher zuviel Geld abgezogen. Übrigens eine Masche (das regelmäßige Einziehen von zu viel Geld von Arbeitnehmern) , die nach Schätzungen Milliarden in die Staatskasse spült. Das ist der einzige Grund, warum das Steuersystem für abhängig Beschäftigte nicht vereinfacht wird: so bleibt beim Staat unrechtmäßig mehr Geld hängen.
Wer an solchen Stellen von „Subventionen“ spricht, macht die Arbeit der Abzocker und Leute-Verarscher.
Sogar dem Herausgeber der Welt sind die Zusammenhänge klar. Bzw. erklärt der das. Während andere in der Journaille das sicher auch wissen – aber eben nicht sagen (dürfen).
Liebe Bauernschaft, ich finde es einfach genial, dass ihr aufsteht und dieses kranke sowie perverse Spiel dieser Regierung / EU nicht länger mehr mit machen wollt.
Die regionale Landwirtschaft hat für die Bevölkerung höchste Priorität/Lebensqualität und sollte von der eigenen Bevölkerung unterstützt und getragen werden. Was diese Regierung bei euch, aber auch bei uns in Österreich macht, ist einer handverlesenen Klicke und Lobbyisten Vorteile zu verschaffen. Das eigene Volk ist diesen Handlangern völlig wurscht!!! Meine volle Unterstützung gilt den Bauern und der Bevölkerung in Deutschland 🇩🇪 gegen diese Akteure aufzustehen!
Hoffe, so eine Bewegung entsteht auch noch in anderen Ländern, damit diese Wichser wissen, wo der“Bartel den Most holt“!
Diese Regierungen sprechen immer von Demokratie, aber leben keine Sekunde Demokratie vor. Wie soll sich ein Volk demokratisch verhalten, wenn die Spitze des Staates undemokratisch und verbrecherisch gegen die eigene Bevölkerung vorgeht? Das Fass ist voll! Nicht nur bei den Bauern!
LG
Die Massen könnten sich legal darüber informieren, dass CO2 nicht wirklich das Klima steuert, anders als von den Klimaindustrie-Klebenden:innen behauptet. Und lautstark sagen, dass man weitere Abzocke „für Klima“ ablehnt – wie auch für Stellvertreterkriege, die weltweites Abzocken ermöglichen sollen.
Endlich wird in Deutschland mal von mutigen Bürgern etwas unternommen! Was wir als Bürger jetzt endlich erfahren, ist die Wahrheit über die Politisch gesteuerten Medien, gekauft mit Steuermitteln! Es wird Zeit, das die Bürger diesen Propaganda-Kanälen den Hahn zudreht!
Sie scheinen sich nicht in der Macht der Zensur auszukennen. TKP ist kein Mainstream der herrschenden Klasse die dafür aus Steuermitteln noch Geld bekommen für ihre Berichterstattung. Wenn hier Aufrufe zur Revolution erscheinen ist der Laden von TKP ganz schnell dicht oder sonstige Formulierungen die dem Mainstream „Futter“ geben, den Laden hier dicht zu machen. Hier darf es nur um kritisch persönliche Meinungen gehen und dafür trägt TKP enorme Verantwortung. Vllt. setzen Sie auch Links zu Videos in ihren Kommentaren die nicht erlaubt sind oder rote Sonderzeichen. M.frdl.Grüßen
Oh mein Gott !
Von diesen verwässerten und offiziell gebilligten Protesten geht keine Gefahr für das Regime aus.
Im Gegenteil. Man ist ja schon dabei die Proteste medial auseinander zu nehmen und gegen Räschtzz zu drehen.
Die s.g. Bauernverbände verbiegen sich ja förmlich vor der Administrstion.
Die Proteste sind ganz gewiss legitim und notwendig.
Aber um den Erfolg werden die Bürger betrogen. Wie immer.
Wenn das Land nicht geschlossrn aufsteht wird sich nix ändern.
Es geht darum die Lebensmittelproduktion wie Insekten und Synthetik- Fleisch irgendwo zentralisiert durch Gates und Black Rock zu produzieren und zu steuern. Die weltweit größten Grundbesitzer (kaufen gerade die USA, die Schwarzerde-Ukraine auf), da ist ein agrartechnisch autarkes Land nur im Weg.
Wenn das dann zentral gesteuert wird, kommen die ersten, gesteuerten Lieferengpässe. Und dann, wenn das Volk endlich hungert kann man an die Lösung des Problems gehen das man selber absichtlich verursacht hat. Natürlich nur gegen Aufgabe von Freiheit und Rechten von Seiten des Volkes.
Bei Engpässen kann man ja noch Würmer fr…. wie es die von den Superreichen gesteuerten grünen- Ideologen wollen. (Sarkasmus) Danach geht es dann weiter mit der Zerstörung der kleinen deutschen und anderen europäischen Höfe. Der Prozess der Monopolisierung in der landwirtschaftlichen Erzeugung und Verarbeitung und der SAATgut- Mafia wird immer weiter voran getrieben wie in den letzten Jahrzehnten auch.
Die Höfesterbe- Akteure, die das betreiben, gehen heute schon davon aus, die Welt als Einheitsstaat zu betrachten. Das nennt sich wie in in der Industrie Arbeitsteilung. Hier werden die Länder nicht mehr alle Waren und landwirtschaftlichen Güter produzieren, sondern das wird dann wohl auf dem WEF entschieden, wer, was, wie in welchen Mengen produziert. Oligarchen werden dann Preise, Qualität und Abnahmemengen wie beim „Impfstoff“ aushandeln.
Es geht um eine industrielle Agrarwirtschaft, in der das WEF seine Agenda umsetzen kann. Bauern sind wie der Mittelstand, der verschwinden soll.
Nur werden sich die mafiösen Eliten bei den Bauern die Zähne ausbeißen, denn Parteien, die an diesem Verbrechen an den Bauern beteiligt sind, werden nicht mehr gewählt!!! So passiert vor wenigen Monaten in Holland!!!
Die Sache wird sowohl auf der einen Seite als auch auf der anderen Seite medial verzerrt und aufgebauscht. Und Reichelt macht auf „Tucker“, bleibt aber wie so vieles im heutigen Deutschland ein langweiliger, hohler Abklatsch der US-Originale.
Ballwegs Querdenker-Proteste waren riesige Menschenmengen. Doch sie fanden massenmedial quasi nicht statt. Und jetzt werden ausgerechnet „die“ durch und durch am Staatstropf hängenden Bauern (oder treffender: ihre MASCHINEN) zu Revoluzzern hochstilisiert. Blink-Blink-Blink und selten so gelacht.
Ich mach hier mal den „Reichelt“ und empfehle des Junkers Habeck entlarvende Rede ganz anzuhören. Die erste Hälfte enthält viel Kluges, vor allem auch über die eigentliche Rolle der Bauern“vertreter“ der schwarzen Reichshälften. Ebenso ist der Vorschlag, jetzt genau darüber zu reden, richtig. Blöd nur, dass der Minister genau das Gegenteil tut iSv diktiert, diskriminiert und kriminalisiert. Die zweite Redehälfte ist im Grunde schon totalitär. Jedoch scheinen die da „oben“ eben gar nicht zu bemerken, dass sie totalitär sind. Sie machen Angst.
Weil sie Angst haben?
Ich bin gespannt, wann die Bauern, die hier demonstrieren, für PolitikerInen und MSM zum „Mob“ werden, die die Demokratie und das Klima gefährden. Ganz nach dem Beispiel der Aussage von Van der Bellen zur Krim. „Kaum wo wird da die Position vertreten, dass die Annexion der Krim auch eine Vorgeschichte hatte, nämlich verantwortungsloses Gerede von einem Na to-Beitritt der Ukraine, womit Russland vom Schwarzen Meer praktisch abgeschnitten gewesen wäre…“ Das war einmal. Der Angriff Russlands 2022 kam dann selbstverständlich ohne Vorgeschichte, und Befürworter der Neutralität wurden für vdB zu Putin-KollaborateurInnen. So schnell ändern sich Erzählungsweisen.