
Professor Jeffrey Sachs: „Wir sind in den ersten Tagen von WK III“
Professor Jeffrey Sachs argumentiert, dass sich die Welt derzeit in den Anfängen des Dritten Weltkriegs befindet, angetrieben durch eskalierende globale Konflikte und eine gefährliche Abkehr der USA von internationalem Recht und Zusammenarbeit.
Prof. Jeffrey Sachs argumentiert im Interview mit Prof. Glenn Diesen von der Universität Südnorwegen, dass die Welt möglicherweise bereits in die Anfangsphase des Dritten Weltkriegs eintritt, da der sich rasch verschärfende Konflikt um den Iran weitere Länder und regionale Akteure mit hineinzieht. Die ersten Angriffe und Vergeltungsmaßnahmen bergen die Gefahr einer weitreichenden Kettenreaktion im Nahen Osten und darüber hinaus, insbesondere da verbündete Milizen, regionale Mächte und Weltmächte zunehmend involviert werden. Die traditionellen Mechanismen zur Eskalationskontrolle – diplomatische Zurückhaltung, klare rote Linien und internationale Vermittlung – scheinen zu versagen, was die Gefahr erhöht, dass sich das, was als regionale Konfrontation begann, zu einem weitaus größeren globalen Konflikt entwickeln könnte.
Jeffrey Sachs ist ein US-amerikanischer Ökonom und Professor an der Columbia-Universität, wo er Direktor des Center for Sustainable Development ist.
Eskalation globaler Konflikte
Der „Krieg gegen den Iran” befindet sich in seiner zweiten Woche, wobei die Operation der USA und Israels zur Herbeiführung eines Regimewechsels nicht wie geplant verläuft. Dieser Konflikt breitet sich rasch aus, wobei der Iran sich wie angekündigt Angriffe auf US-Stützpunkte durchführt und die USA kurdische Stellvertreter bewaffnen würden.
Weitere andauernde Konflikte sind der Krieg in der Ukraine, im gesamten Nahen Osten und möglicherweise zwischen Pakistan und Afghanistan.
Die Trump-Regierung signalisiert eine mögliche Übernahme Kubas und hat ein iranisches Kriegsschiff vor Indien versenkt, was auf eine globale Ausbreitung dieser Konflikte hindeutet.
Diese miteinander verbundenen Konflikte führen aufgrund von Versorgungsunterbrechungen zu einer weltweiten Energiekrise.
Führung und Strategie der USA
Sachs beschreibt die Strategie der Trump-Regierung als verwirrend, ohne klare Ziele und getrieben von den „Wahnvorstellungen eines Verrückten”.
Er betrachtet Trump als „geistig verwirrt” und weist ihm Züge von Größenwahn, Grandiosität und Narzissmus nach, was die inhärente „normale Grandiosität und den Militarismus der USA” noch verschärft.
Er hebt Trumps offenes Bekenntnis hervor, die Welt zu beherrschen und anderen Nationen seine Führung aufzuzwingen (z. B. durch die Auswahl des nächsten obersten Führers des Iran), was Sachs als eine explizitere, weniger manierierte Version der langjährigen US-Außenpolitik ansieht, die oft von der CIA als „inoffizielle Militärmacht“ betrieben wird.
Abbau des Völkerrechts und der UNO
Die US-Regierung, insbesondere unter Trump, „verachtet“ die Vereinten Nationen und will sie „abschaffen“, da sie sie als Hindernis für ihre globalen Hegemoniebestrebungen betrachtet.
Belege dafür sind der Austritt der USA aus UN-Organisationen, die Ablehnung grundlegender Verträge (z. B. zur Kontrolle von Atomwaffen) und die konsequente Abstimmung gegen die Mehrheit in der Generalversammlung.
Sachs betont, dass Artikel 2 Absatz 4 der UN-Charta, der die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen andere Nationen verbietet, von US-Beamten völlig missachtet und sogar verspottet wird.
Europäische Komplizenschaft und Schwäche
Europa wird als „vollständig komplizenhaft“ und den USA unterwürfig angesehen, da es das UN-System und die UN-Charta nicht unterstützt.
Sachs kritisiert die „schwächste Führung in Europa seit Generationen”, insbesondere in Deutschland, das seiner Meinung nach sein historisches Engagement für den Frieden und seine strategische Autonomie verloren hat.
Die europäischen Staats- und Regierungschefs schließen sich den Maßnahmen der USA und Israels an, auch wenn dies eine Eskalation der Konflikte bedeutet, wobei einige ausdrücklich auf ein stärkeres Engagement der USA in der Ukraine hoffen. Europa wird als „vollständig mitschuldig“ am aktuellen globalen Konflikt von Sachs bezeichnet und hat „jegliche Identität und jeglichen Sinn völlig verloren“. Professor Sachs erklärt, dass das Projekt der Europäischen Union „als Vasall der Vereinigten Staaten auseinanderfällt“ und „die schwächste Führung in Europa seit Generationen“ hat.
Speziell in Bezug auf Deutschland sagt Sachs die beiden letzten Bundsekanzler seien „ die schlechteste deutsche Führung“ überhaupt. Der vorige Bundeskanzler Scholz beschreibt Sachs als „einfach der schwächste Kanzler, eine völlige Nichtigkeit“.
Der derzeitige deutsche Regierungschef Merz wird als jemand charakterisiert, der „eine Rückkehr zum deutschen Militarismus will“, „kriegerisch und ignorant ist, einerseits den USA gegenüber unterwürfig und andererseits kriegstreiberisch“ und „seine Aufgabe nicht versteht“. Seine Aufgabe hätte laut Sachs darin bestehen müssen, „seinen Amtskollegen in Russland, Präsident Putin, anzurufen und mit ihm über diese wichtige Beziehung zwischen Deutschland und Russland zu sprechen, um eine Katastrophe abzuwenden“.
„Und bei Merz bekommt man den Eindruck, dass … Oh mein Gott, man bekommt den Eindruck, dass dieser Mann eine Rückkehr zum deutschen Militarismus will. Ich könnte mich weniger höflich ausdrücken, aber wenn man Merz betrachtet, sieht man jemanden, der offenbar nichts von moderner Geschichte weiß. Er ist aggressiv, ignorant, einerseits unterwürfig gegenüber den USA und andererseits kriegstreiberisch. Inkohärent und nicht im Interesse Europas oder Deutschlands. Er versteht seinen Job nicht. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber seine Aufgabe am ersten Tag hätte darin bestehen sollen, zum Telefon zu greifen, seinen Amtskollegen in Russland, Präsident Putin, anzurufen und mit ihm über diese wichtige Beziehung zwischen Deutschland und Russland zu sprechen, um eine Katastrophe abzuwenden und eine Art kollektive Sicherheit auf dem Kontinent wiederherzustellen. Er hat nicht einen Finger gerührt, nicht einmal. Es ist ihm nicht einmal in den Sinn gekommen, dass dies seine Aufgabe ist. Zwischen Trumps Wahnsinn und Europas Unterwürfigkeit ist das wirklich ein außerordentlich deprimierendes Bild.“
Sachs erwähnt, dass die europäischen Botschafter im UN-Sicherheitsrat „den Iran scharf kritisierten, wobei die meisten von ihnen den Angriff Israels und der USA auf den Iran nicht einmal erwähnten“.
Ich war letzte Woche im UN-Sicherheitsrat, nachdem Israel und die USA den Iran angegriffen hatten, und dort waren die deutschen… Entschuldigung, nicht die deutschen, die europäischen Botschafter, entschuldigen Sie bitte, im UN-Sicherheitsrat, einer nach dem anderen, an dem Tag, an dem die USA und der Iran und an dem Tag, an dem die USA und Israel den Iran angegriffen hatten, alle schimpften sie mit dem Iran, die meisten erwähnten den Angriff Israels und der USA auf den Iran nicht. Ich, man kann es kaum glauben, Glenn, wie surrealistisch das ist. Ich war besonders beunruhigt und verwirrt über den dänischen Botschafter. Dänemark ist ein Land, das bald von den Vereinigten Staaten überfallen werden wird, mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit werden die USA erklären, dass Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit zu Amerika gehört. Man könnte also meinen, dass Dänemark eine gewisse Vorstellung davon hat, dass internationales Recht wichtig sein könnte, weil sie eines Tages weinend vor die Welt treten und sagen werden: Seht nur, wie unfair Kaiser Donald zu uns ist. Er nimmt uns unser Territorium weg. Aber da war die dänische Botschafterin, die sich voll und ganz gegen den Iran aussprach, ohne den Krieg zu erwähnen, den Israel und die Vereinigten Staaten gegen den Iran begonnen hatten. Ich ging danach zu ihr, um ihr meine Besorgnis darüber mitzuteilen, aber sie sah mich an, drehte sich um und ging weg. Sie wollen sich nicht darauf einlassen. Sie wollen keine Diskussion führen.
Erosion von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in den USA
Sachs argumentiert, dass die Außenpolitik der USA seit Jahrzehnten in erster Linie in den Händen der CIA und des „Sicherheitsstaates“ liegt und außerhalb der traditionellen Kontrollmechanismen operiert.
Er vertritt die These, dass die US-Republik mit der Ermordung von JFK im Jahr 1963 faktisch endete und sich zu einem „US-Imperium“ entwickelte, wobei die nachfolgenden Präsidenten weitgehend an der Agenda des Sicherheitsstaates festhielten. Grund sei, dass jedem der folgend Präsidenten klar ist, dass Kennedy von der CIA ermordet wurde.
Diese tief verwurzelte imperiale Denkweise bedeutet, dass die Rechtsstaatlichkeit in der US-Außenpolitik immer nur eine „Fassade“ war.
Die aktuelle Krise rührt daher, dass die USA nicht bereit sind, ihr Hegemonieprojekt aufzugeben – eine Haltung, die sich nach dem Fall der Sowjetunion noch verstärkt hat. Sachs führt dies auf Trumans Ablehnung von Franklin Roosevelts Vision einer multipolaren Zusammenarbeit (USA, Russland, Großbritannien, China) nach dem Zweiten Weltkrieg zurück.
Die USA betrachten ihre globale Vorherrschaft als wesentlich für Stabilität und Freiheit und lehnen Multipolarität als chaotisch ab. Diese „wahnhafte” Überzeugung hat zu Millionen von Tötungen durch die USA und Fehleinschätzungen geführt, wie beispielsweise der Unterschätzung des Widerstands Russlands gegen die NATO-Erweiterung.
Sachs beschreibt Israel als „verrückter Schurkenstaat”, dessen Anstiftung zum aktuellen Nahostkonflikt mit dem hegemonialen Projekt der USA übereinstimmt, dessen Wahnsinn jedoch aufgrund des Einflusses der Israel-Lobby in den USA nicht hinterfragt wird.
Potenzial für Widerstand und einen anderen Weg
Sachs glaubt, dass China und Russland, da sie „reif” und bewusst sind, am ehesten Widerstand leisten und diesen „Wahnsinn” möglicherweise stoppen werden.
Er schlägt vor, dass Indien eine wichtige Rolle spielen könnte, wenn es seine eigenen Interessen erkennen würde, anstatt sich den USA anzuschließen.
Er stellt den aktuellen hegemonialen Ansatz der Idee gegenüber, dass Nationen „miteinander auskommen”, gemeinsame Regeln aufstellen und Macht teilen können – ein Konzept, das seiner Meinung nach Franklin Roosevelt und John F. Kennedy verstanden haben.
Hier ist das Gespräch:
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Ob der Krieg lange oder nur noch kurz dauert, könnte eine Frage des Gewissens der Kommandanten auf amerikanischen und israelischen Atom-U-Booten sein. Man kann nur hoffen, dass sie den Befehl verweigern werden. Es kann doch so leicht sein, den Friedensnobelpreis nicht nur zu bekommen, sondern sogar zu verdienen.
Sehr verstörende Analyse, die den hohen Erwartungen an Jeffrey Sachs kaum gerecht wird. Man kann eine Reihe von Vorbereitungshandlungen erkennen, die vermuten lassen, dass es sich eben gerade nicht um spontane Handlungen eines geistig verwirren Größenwahnsinnigen handelt, beispielsweise die energetische Entflechtung Europas von Russland und vom Nahostöl, das nur noch 20% der Importe beträgt. Sachs widerspricht sich dann ja auch selbst, wenn er der CIA Vorwürfe macht. Was denn nun, Größenwahnsinniger oder CIA? In Kriegen ist Desinformation ein wesentlicher Faktor, das muss man zugestehen. Wir wissen, dass selbst Senatoren mit Zugang zu klassifizierten Informationen den Grund des Überfalls bisher nicht erfahren durften.
Der Irankrieg wird, wenn er länger andauert, zu einem Krieg gegen die Weltbevölkerung führen, da aufgrund der Versicherungsproblematik das Nahostöl nicht mehr abgeholt werden kann – es sei denn, die Staaten springen hier ein. Das entspricht 30% der Weltproduktion. Um dies auszugleichen, müsste der Rest der Welt die Produktion um 40% erhöhen – illusorisch! Um den Ausfall von 20% Nahostöl in die EU alternativ zu kompensieren, wie es die Leyen vorschlägt, müssten freundlich gerechnet die Hälfte der bestehenden Windräder binnen weniger Monate noch einmal dazu gebaut werden – während die Verfügbarkeit von Kupfer und Halbleitern einbricht.
Die Disruptionen werden natürlich als Kollateralschäden dargestellt. Wer aber derartige Schäden in Kauf nimmt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass es nicht um Iran, sondern um die Kollateralschäden geht. Da 75% des Nahostöls nach Asien gehen, ist dies ein Krieg vor allem gegen die dortige Bevölkerung. In Österreich werden die direkten Einschränkungen etwa im Rahmen der Lockdowns sein – verkraftbar. Indirekt kann es allerdings über die Finanzmärkte zu schweren Verwerfungen kommen. Bei einem längeren Krieg werden schnell die Zulieferketten betroffen sein und einen race to the bottom einleiten, bei dem dann die Frage ist, ob man das System wieder hochfahren kann.
Wir sollten uns darauf einstellen, selbständig zu sein! Dass Leyen, Lagarde, Merz, Stocker und Babler uns heraushauen können, ist eher unwahrscheinlich!
Von Sachs bleibt übrig, dass der Krieg wohl länger dauern dürfte. Sachs dürfte ausreichend Kontakte haben, um dies zu wissen.
Ich denke bei dem Ganzen
geht es um:
Kriegsverbrecher
+Vergewaltiger +Drogendealer
+Menschenhändler
+Landesverräter
VS
Familienmenschen
+Veteranen
Siehe auch Filme:
(Themen menschliche Abgründe,
ab 18 Jahre)
8mm
Pulp Fiction
Sleepers
Kids
Freeway
(Über Tugenden, Liebe)
Die Mumie 1+2
Eve und der letzte Gentleman
Forrest Gump
Act of Valor
Schutzengel
Dieser 3. WK läuft schon länger, nur eben nicht mit primär militärischen Mitteln. Er begann im Prinzip im Jahr 2000 als Wladimir Putin in den Kreml einzog und Russland dem Zugriff des US-Finanzkapitals entzog. Damit begann die Krise des Finanzkapitals, die sich immer weiter zu einem Untergangsszenario ausweitet. Ursache dafür ist, dass der Kapitalismus sein technologisches Ende erreicht hat. Er ist, wie Marx vorhersagte, an seinen eigenen Triebkraften zu Grunde gegangen. Jetzt hilft nur noch der Wechsel von der bürgerlichen Demokratie zur faschistischen Diktatur, den wir gerade alle erleben.
Über WK3 gibt es dazu auch eine Geschichte und zwar
im „Brief von Albert Pike an Mazzini“; Der Illuminati-Plan für drei Weltkriege, vom 15. August
1871.
Der Interessierte kann ja danach suchen und wird auf YT zum Beispiel bei Holger Strohm fündig.
Es gibt viel mehr Daten davon im www.
In der Politik geschieht nichts unerwartet! Alles ist zuvor schon geplant!
Die UNO und “rechtsstaatlich” ;-)