EU-Parlament stellt sich hinter digitalen Euro

16. Februar 2026von 2,5 Minuten Lesezeit

Entgegen lauter Kritik stützt das EU-Parlament die Pläne der EZB zum digitalen Euro. Eine Abstimmung brachte eine deutliche Mehrheit für den digitalen Euro – das Parlament in Straßburg wird die Pläne nicht stoppen.

Es ist seit Jahren das große und zentrale Projekt der EZB: der digitale Euro. Völlig ohne Not, denn der digitale internationale Zahlungsverkehr läuft reibungslos in Europa und völlig ohne Probleme. Warum der digitale Euro deshalb so forciert wird, hat wohl andere Gründe Überwachung, Kontrolle und Steuerung der Gesellschaft, sagen Kritiker. „Monetäre Souveränität“ sagt die EZB.

EZB-Chefin Christine Lagarde argumentiert, der digitale Euro werde auf rein europäischer Infrastruktur aufgebaut und übermäßige Abhängigkeiten von ausländischen Anbietern vermeiden. Aktuell hängt der Zahlungsverkehr an US-Unternehmen wie Mastercard.

Doch der Widerstand – auch von privaten Banken ist groß – die Politik kenn aber nur einen Kurs. Die Mitgliedstaaten hatten bereits im Dezember 2025 grünes Licht gegeben. Ziel der EZB ist eine Einführung spätestens 2029 – vorausgesetzt, das Parlament stimmt noch 2026 endgültig zu. Danach könnte ein Pilotprojekt starten.

Das Parlament stellte sich in der vergangenen Woche hinter einen Antrag, der die Einführung eines digitalen Euros vorsieht, berichten die Medien aktuell einstimmig.

Dies sei „entscheidend, um die monetäre Souveränität der EU zu stärken, die Fragmentierung im Massenzahlungsverkehr zu verringern und die Integrität und Resilienz des Binnenmarktes zu unterstützen“, heißt es darin.

In Österreich kritisiert die FPÖ das Projekt lautstark, immerhin gibt es so klare parlamentarische Opposition im Land. In vielen EU-Ländern dürfte dies nicht der Fall sein. Der freiheitliche Europaparlamentarier Mag. Roman Haider erklärte anlässlich der Tagung der Euro-Finanzminister am 16. Februar 2026: „Der digitale Euro ebnet den Weg zur Abschaffung des Bargelds und zur Überwachung der Bürger. Ein echter Mehrwert wird dagegen nicht geschaffen.“

Er warnt, dass Absender, Empfänger und Zeitpunkt jeder Transaktion erfasst werden könnten. Die EZB erhalte weitreichende Steuerungsmöglichkeiten – etwa durch Guthabenlimits, Gebühren oder technische Standards –, um Zahlungen und Kontostände zu kontrollieren oder zu beschränken. Was mit dem digitalen Zentralbankgeld theoretisch möglich ist, sieht man aktuell in Indien. Dort ist das digitale Zentralbankgeld zweckgebunden und mit Ablaufdatum.

Auch Haider hält fest, dass der europäische Zahlungsverkehr bereits zuverlässig funktioniert. Neue bürokratische Schichten und technische Abhängigkeiten seien unnötig. Besonders in Krisen sei der digitale Euro wegen begrenzter Offline-Fähigkeit dem Bargeld unterlegen. Die FPÖ sieht das Projekt als Konkurrenz zum Bargeld, während Bargeldzahlungen in der EU unter dem Vorwand der Geldwäschebekämpfung ohnehin eingeschränkt würden. „Es öffnet die Büchse der Pandora, wenn es um Überwachung und Beschränkung der Bürger geht“, so Haider.

Bild pixabay / David_SMC


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4 Kommentare

  1. Anna 16. Februar 2026 um 15:01 Uhr - Antworten

    Ö X I T !!!

  2. 1150 16. Februar 2026 um 13:56 Uhr - Antworten

    global auszuwandern scheint auch keine option mehr zu sein –
    das ist mittlerweile so, als ob man auf der titanic die kabine wechselt

    • fdik 16. Februar 2026 um 14:02 Uhr - Antworten

      Es gibt Staaten, in denen die Regierung nicht funktioniert, und in denen das Volk der Regierung nichts glaubt, z.B. Rumänien. Dort lässt es sich auf dem Land bestimmt noch eine Weile aushalten.

  3. Hausmann_Alexander 16. Februar 2026 um 13:54 Uhr - Antworten

    un cut news. ch
    in Short News (4.Feb 16:49):

    Absender und Empfänger einer E-Mail in Epstein-Akten geschwärzt, wo steht, dass 60% des EU Parlaments gewonnen wird (Okt. 2018).

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