
Regierung Macron will VPN-Verbot
Die Geschichte lehrt, dass Freiheit selten auf einmal abgeschafft wird. Sie wird schrittweise eingeschränkt. Jede Einschränkung wird als vorübergehend, begrenzt oder notwendig gerechtfertigt. Zuerst soll sie Kinder schützen. Dann Desinformation bekämpfen. Dann Steuern, Sanktionen oder die öffentliche Ordnung durchsetzen. Der kumulative Effekt ist stets derselbe: Der Einzelne verliert an Autonomie und Grundrechten, und der Staat gewinnt an Kontrolle und Einfluss. Aber sie wissen nicht was sie tun.
Einst ein Nischenwerkzeug für IT-Fachleute, sind VPNs mittlerweile zu einem gängigen Mittel zum Schutz der Privatsphäre geworden. Sie verschlüsseln den Datenverkehr der Nutzer und leiten ihn über Remote-Server um, wodurch ihre wahre Identität und ihr Standort verschleiert werden. Diese Möglichkeit, den Standort zu verbergen, könnte es französischen Teenagern jedoch ermöglichen, die geplanten Altersbeschränkungen des Landes für Social-Media-Plattformen zu umgehen.
In Frankreich könnte eines der ältesten Datenschutztools im Internet bald in den Mittelpunkt einer nationalen politischen Debatte rücken. Wochen nachdem der Gesetzgeber einen Gesetzentwurf verabschiedet hatte, der den Zugang zu sozialen Medien für alle unter 15 Jahren sperrt, signalisierte die französische Regierung, dass virtuelle private Netzwerke als nächstes auf ihrer Regulierungsagenda stehen könnten.
Anne Le Hénanff, Frankreichs Ministerin für künstliche Intelligenz und digitale Angelegenheiten, erklärte gegenüber dem Sender Franceinfo, dass das neue Gesetz zu sozialen Medien „nur der erste Schritt” zu einem umfassenderen digitalen „Schutz“ für Minderjährige sei. „VPNs sind das nächste Thema auf meiner Liste”, sagte sie und deutete damit auf Folgevorschriften hin, die junge Nutzer daran hindern sollen, das Social-Media-Verbot zu umgehen.
Der kürzlich verabschiedete Gesetzentwurf, der noch auf seine endgültige Verabschiedung wartet, würde alle Plattformen – nationale und internationale – verpflichten, bis Ende 2026 das Alter jedes Nutzers zu überprüfen. Die Maßnahme gilt nicht nur für Minderjährige, sondern auch für Erwachsene, da das System die Identitäten aller Nutzer überprüfen muss.
Der Vorschlag, VPNs könnten Einschränkungen unterliegen, hat zu heftigen Reaktionen von Verfechtern digitaler Rechte und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens geführt. Der Schriftsteller und Filmemacher Alexandre Jardin warf der Regierung vor, Maßnahmen zu ergreifen, die eher in autoritären Staaten üblich sind. „Was gestern noch als paranoides Delirium behandelt wurde, ist nun offiziell anerkannt“, schrieb Jardin auf X und argumentierte, dass Kontrollen von VPNs einer Zensur des offenen Internets gleichkämen.
Sie wissen nicht was sie tun
VPNs sind nicht einfach nur Nischenwerkzeuge oder Workarounds. Sie sind die unsichtbare Infrastruktur, die die Sicherheit, Produktivität und Konnektivität unzähliger Institutionen und Einzelpersonen weltweit unterstützt. Wenn Staaten ein umfassendes VPN-Verbot einführen, würde dies den täglichen Betrieb von Unternehmen, Schulen und Einwohnern erheblich beeinträchtigen.
Nahezu jede Organisation, von großen multinationalen Technologieunternehmen bis hin zu kleinen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, ist auf VPNs angewiesen, um sensible Vorgänge zu schützen. In einer Welt mit verteilten Teams, cloudbasierten Anwendungen und Bring-Your-Own-Device-Arbeitsplätzen ist die einzige Möglichkeit, sensible Unternehmensdaten bei der Übertragung über öffentliche Netzwerke zu schützen, die Verwendung verschlüsselter VPN-Verbindungen.
Cloud Computing bildet die Grundlage für die meisten Geschäftsaktivitäten. Unabhängig davon, ob Mitarbeiter auf Dateien, Datenbanken oder proprietäre Anwendungen zugreifen, tun sie dies häufig über die Cloud. Remote-Mitarbeiter, reisende Mitarbeiter oder alle, die sich von außerhalb des Büros anmelden, benötigen ein VPN, um eine sichere Verbindung herzustellen und ihre Aktivitäten sowie die sensiblen Daten des Unternehmens vor Cyberbedrohungen zu schützen. Die Abschaffung von VPNs würde die wichtige Verbindung zwischen Remote-Benutzern und ihrem digitalen Arbeitsbereich unterbrechen.
Massive wirtschaftliche Schäden durch VPN-Verbote
Die Folgen wären unmittelbar und gravierend: Unternehmen müssten ihre Mitarbeiter in die Büros zurückholen, wodurch sie den Verlust von Talenten und Produktivitätsrückgänge riskieren würden, oder sie müssten ihre gesamten Aktivitäten an technologisch besser ausgestattete Standorte verlagern. Für kleinere Unternehmen, die nicht über die Ressourcen verfügen, um diese plötzlichen Herausforderungen zu bewältigen, könnten die Auswirkungen existenziell sein.
VPNs sind für Bildungseinrichtungen ebenso unverzichtbar wie für Unternehmen. Universitäten, Hochschulen und sogar Schulen nutzen VPNs, um Studenten und Lehrern den Zugriff auf Forschungsdatenbanken, Bibliotheksarchive und Verwaltungssysteme von überall auf der Welt zu ermöglichen.
Ein Verbot würde Studenten daran hindern, Kursarbeiten aus der Ferne zu erledigen, Lehrer daran hindern, von zuhause auf Benotungsportale oder akademische Daten zuzugreifen, und es den IT-Teams der Hochschulen extrem erschweren, die Sicherheit aufrechtzuerhalten. Die akademische Zusammenarbeit – sowohl mit Kollegen anderer Einrichtungen innerhalb des Bundesstaates als auch mit internationalen Kollegen – würde behindert und die Hochschulen in einer Zeit isoliert, in der globale Konnektivität wichtiger denn je ist.
Verlust wichtiger Privatsphäre und Zugriffsmöglichkeiten
Für regelmäßige Internetnutzer sind VPNs ein grundlegendes Instrument zum Schutz der Privatsphäre und Sicherheit, ähnlich wie eine Telefonnummer oder das Abschließen Ihres Briefkastens. Sie verhindern, dass Dritte Ihre Aktivitäten verfolgen, Ihren Standort profilieren oder detaillierte Aufzeichnungen Ihres Browserverlaufs erstellen. Öffentliche WLAN-Netze in Cafés, Flughäfen oder Hotels sind nach wie vor ein beliebtes Ziel für Angreifer. VPNs mindern viele dieser Risiken und bieten Nutzern einen wichtigen Schutz.
Nutzer, die zwischen Ländern reisen, sind auf VPNs angewiesen, um sicher auf ihre Dienste zu Hause, ihre Bankkonten und ihre private Kommunikation zugreifen zu können. Journalisten, Freiberufler, Berater, Mediziner und Rechtsexperten – also alle, die häufig zwischen Kundenstandorten wechseln – wären nicht in der Lage, sich sicher mit ihren eigenen Dateien oder vertraulichen Portalen zu verbinden.
Aus rein technischer Sicht verursachen Versuche, VPNs einzuschränken, Probleme, die viel größer sind als diejenigen, die sie angeblich beheben sollen. Solche weitreichenden Auswirkungen zeigen, wie eine technische Richtlinie, die ohne Verständnis der betrieblichen Realitäten erstellt wurde, zu weitreichenden Störungen im gesamten Internet führen kann.
Wenig überraschend ist wieder die Koalition der Willigen und der Unbeliebtesten weit vorne mit daebi egal ob es um den nächsten Krieg oder die Abschaffung der Demokratie geht. Aber voilleicht hängen die beiden Themen ja zusammen.
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Mysteriös ähnlich umfassendes Erscheinen von Covid und Altersbeschränkung im Internet
Bitte TKP Autorenteam, sie glauben die EU wird eine neue Technology oder Methode der Zensur erfinden? Ich nicht, es sind Maoisten, die sind faul.
Schauen Sie sich die Methoden an wie heute gezielt VPNs von der Benutzung verbannt werden. Meint einen Anbieter, nicht die Technologie als solche.
Einstiegsmodell ist blacklist DNS. Nächste Ebene ist blacklist IP gestaffelt nach mobil ISP, Festnetz ISP, oder Server ISP (Internet service provider) – beim ISP.
Das ultimativ Modell ist white list SNI (Server Name Identity) so wie jetzt 2026 in Russland.
Faul sind sie bei der EU, fangen halt mit dem Einstiegsmodell an. Vlt. garniert mit einem strafrechtlichen Anordnung bezüglich Nutzung von VPN wie aktuell in China.
Sicher für mich ist, die EU will das ultimative Modell. Und das kriegen wir sobald die EU endlich einen richtigen Krieg hat. Einen halt mit berauschenden Töten, mit Vergewaltigen, was für richtige Männer und die, die es gerne wären. Und mit diesem Krieg endet das nutzbare Internet. Klar, VPN für Porno gucken wird bleiben.
Ich empfehle den TKP Autoren sich mit den aktuellen Zensur Techniken in Russland, China, Iran zu beschäftigen. Vlt. in dieser Reihenfolge. Und bitte über die Ebene der „Consumer VPNs“ hinaus.
Macron weiß nichts. Macron kann nichts. Er kann nur das was er in der WEF-Schule als YGL gelernt hat. Er ist befehlsempfängender Profilierungsneurotiker.
„Regierung Macron will VPN-Verbot“
D. h. Firmengeheimnisse gibt’s dann nicht mehr.
Wann werden all diese kranken Kriminellen gesperrt?
Für mich hat sich allein schon ein VPN gelohnt, weil ich damit auf Musikdownloads in den USA und Japan zugreifen kann, die ohne VPN geblockt würden. Lediglich die Downloadgeschwindigkeit reduziert sich ein wenig, aber für normales Surfen loggt man sich dann einfach wieder aus. Alles eine feine Sache.
War ja klar, dass die totalitären Spinner in ihrer Verbots-Manie wieder etwas gefunden haben, woran sie sich abarbeiten können. Meiner Meinung nach ist die Rothschild-Marionette Macron sowieso ein nicht legaler Präsident Frankreichs! Er wird nur mit allen Tricks gehalten, weil er für seine Herren ein treudoofer Diener ist.
VPNs muss man nicht verbieten. Der Trick ist dergleiche wie bei Banken – KYC. Man muss sich persönlich authentifizieren für einen Account. ;)
richtig – und das ganze hat erst vor rund einem Jahrzehnt begonnen. Mit der ganzen Gängelei,Zensur,Bevormundung,Kontrolle. Und wie weit sie schon gekommen sind in der kurzen Zeit und wie immer schneller es fortschreitet … Beängstigend und nichts wird sie aufhalten.
Man muss sich nicht persönlich authentifizieren bei MullvadVPN. Mullvad bietet Barzahlung an, damit bleibt es beim Authenfizieren, aber halt nicht persönlich.
Ich will wieder Fotos von ihm mit seiner Frau sehen, wo sie ihm eine Watschn gibt
Reine Vermutung meinerseits.
Aber da gibt’s möglicherweise jede Woche eins. 🤫
ja, das da nicht das jugendamt einschreitet, bei der gewaltbereiten mutter ….