
Eingesperrt mit Grippekranken: Keine Ansteckungen
In einem Experiment der University of Maryland in den USA haben Forscher versucht, die Übertragung der Influenza unter realen Bedingungen zu beobachten und zu untersuchen. Das Ergebnis war überraschend: Kein einziger gesunder Teilnehmer steckte sich an.
Die Forscher hatten sich das vermutlich anders vorgestellt. Sie sperrten gesunde Personen in einen kleinen Raum zu Erkrankten mit Influenza (echter Grippe) und schufen so reale „Expositionsereignisse“. Dennoch kam es zu keiner einzigen Ansteckung.
Die Studie, die unter dem Titel „Evaluating modes of influenza transmission (EMIT-2)“ in der Fachzeitschrift PLOS Pathogens veröffentlicht wurde (Januar 2026), fand in einem abgeriegelten Stockwerk eines Hotels in der Umgebung von Baltimore statt. Die Forscher teilten die Teilnehmer in zwei Wellen auf:
- In der ersten Gruppe verbrachte ein Grippepatient Zeit mit acht gesunden Freiwilligen.
- In der zweiten Gruppe waren vier erkrankte Personen mit drei gesunden Probanden zusammen.
Der Kontakt dauerte jeweils zwischen 111 und 250 Minuten. Insgesamt kamen so Dutzende Stunden engen Kontakts zusammen: Spiele spielen, Gegenstände teilen, gemeinsames Essen, Reden, Husten – und all das in einem relativ kleinen, geschlossenen Hotelzimmer. Die Bedingungen waren also ideal, um eine Übertragung zu begünstigen – so würde man meinen. Denn am Ende blieb jeder gesunde Teilnehmer grippefrei.
Die erkrankten „Spender“ (meist College-Studenten) hatten eine bestätigte Influenza-Infektion und zeigten typische Symptome. Die gesunden „Empfänger“ (meist mittelalte Erwachsene) waren zuvor nicht infiziert und wurden engmaschig medizinisch überwacht. Trotz alledem: Null Übertragungen.
Die Forscher selbst erklären das Ergebnis mit mehreren Faktoren:
- Wenig Husten: Die Erkrankten hatten zwar viel Virus in der Nase, husteten aber relativ wenig. Dadurch gelangten nur geringe Mengen an Viren in die Raumluft.
- Gute Belüftung und Luftreiniger: Der Raum war mit moderner Lüftungstechnik und Luftreinigern ausgestattet, was die Aerosol-Konzentration stark reduzierte.
- Andere Übertragungswege: Direkter Tröpfchenkontakt oder Schmierinfektion über Oberflächen spielte offenbar eine untergeordnete Rolle unter diesen Bedingungen.
Die Autoren betonen, dass Faktoren wie Luftzirkulation und das Ausmaß des Hustens entscheidend sein könnten – mehr als bloße Nähe oder Dauer des Kontakts.
Das ist das orthodox-wissenschaftliche Erklärmuster.
Das Experiment erinnert an frühere, teils dramatische Versuche, die Übertragbarkeit von Grippe nachzuweisen. Besonders bekannt sind die Experimente von Dr. Milton J. Rosenau und dem US Public Health Service während der Spanischen Grippe 1918–1919. Damals wurden gesunde Marinefreiwillige absichtlich mit Sekreten, Blut oder direktem Kontakt („Muzzle to Muzzle“ – Mund an Mund) von Schwerkranken exponiert – ohne dass eine Übertragung stattfand.
Dr. Sam Bailey, eine neuseeländische Ärztin und Kritikerin der klassischen Infektionstheorie, greift solche Ergebnisse in ihrem Video und auf ihrer Website auf. Sie sieht darin einen Beleg dafür, dass die Keimtheorie (Germ Theory) in ihren Grundfesten wackelt: Wenn Grippeviren wirklich so ansteckend wären, wie behauptet, müssten derart intensive Expositionen zu Infektionen führen. Bailey argumentiert, dass solche „Null-Übertragungs“-Ergebnisse seit über 100 Jahren immer wieder auftreten, aber in der medizinischen Ausbildung und öffentlichen Darstellung kaum thematisiert werden.
Während die Mainstream-Forschung das jüngste Experiment als Hinweis auf effektive Präventionsmaßnahmen (Belüftung, Luftfilter, Husten-Etikette) wertet, interpretieren Kritiker wie Bailey es als weiteren Hinweis darauf, dass Ansteckung durch Viren vielleicht gar nicht der entscheidende Faktor ist, wenn man sich mit Infektionskrankheiten ansteckt.
Eines ist klar: Das Experiment von 2024/2025 zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie kompliziert die Frage der Grippe-Übertragung ist. Die Bedingungen hätten eigentlich zu Ansteckungen führen müssen, blieben aber vollkommen aus. Für die einen ein Argument für bessere Raumlufttechnik, für andere – und das ist weitaus brisanter – ein weiterer Riss in der klassischen Vorstellung von ansteckenden Krankheitserregern.
Bild „Cold?“ by foshydog is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.
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Lese grade das Buch von Daniel Roytas „Ist eine Erkältung ansteckend?“. Kann ich sehr empfehlen!
Mich hatte interessiert, was die am häufigsten diskutierten ALTERNATIVEN Verbreitungswege für Influenza waren. Das ist dabei ist der Versuch rausgekommen irgendwie eine Brücke zu schlagen zwischen Massennarrativ und unübersehbaren Faktoren:
Saisonale Immunschwäche durch Vitamin-D-Mangel (stärkste evidenzbasierte Alternative)
Influenza ist hochgradig saisonal und tritt vor allem im Winter auf, wenn die Sonnenexposition (UVB-Strahlung) minimal ist. Der Epidemiologe R. Edgar Hope-Simpson sprach schon 1981 vom „seasonal stimulus“. Vitamin D reguliert die angeborene Immunität (z. B. Produktion antimikrobieller Peptide in den Atemwegen). Niedrige Spiegel schwächen die Schleimhautbarriere und erhöhen die Anfälligkeit. Randomisierte Studien und Meta-Analysen zeigen, dass Vitamin-D-Supplementation das Risiko für Influenza A senken kann (z. B. relative Risikoreduktion um ca. 40 % bei Kindern in einer japanischen RCT). Der Effekt ist besonders im Winter ausgeprägt. Das erklärt, warum nicht jeder exponierte Mensch erkrankt – das „Terrain“ (Immunstatus) spielt eine große Rolle.
Umweltfaktoren: Trockene kalte Luft und Ventilation
Bei niedriger relativer Feuchtigkeit (typisch im beheizten Winter) überleben Influenza-Viren länger in Aerosolen, und die Schleimhäute trocknen aus → leichtere Infektion. Gleichzeitig begünstigt schlechte Belüftung in Innenräumen die Aerosolakkumulation. Umgekehrt kann starke Luftmischung (z. B. durch Heizungen) Aerosole so verdünnen, dass keine Übertragung stattfindet – wie in manchen Experimenten beobachtet.
Terrain-Theorie (Béchamp vs. Pasteur) – die radikalere Perspektive
In alternativen und ganzheitlichen Kreisen (teilweise auch in der funktionellen Medizin) wird argumentiert, dass Viren nicht primär die Ursache sind, sondern Symptom oder „Reinigungshelfer“ eines gestörten inneren Milieus (Terrain). Antoine Béchamp betonte, dass ein geschwächtes Terrain (durch Toxine, Säure-Basen-Ungleichgewicht, Nährstoffmangel, Stress, Entzündungen) Mikroorganismen erst pathogen macht. Moderne Varianten sprechen von Exosomen: Die vom Körper bei Stress/Toxinexposition produzierten Vesikel sehen Viren ähnlich und könnten als Kommunikations- oder Entgiftungssignale dienen. Das würde erklären, warum Übertragungsversuche oft scheitern und warum gesunde Menschen trotz Exposition symptomfrei bleiben. Diese Sicht wird von der Mainstream-Wissenschaft meist als pseudowissenschaftlich abgetan, enthält aber den wahren Kern, dass individuelle Konstitution und Umweltfaktoren entscheidend sind.4. Weitere Faktoren, die diskutiert werden Viral Interference — Andere zirkulierende Viren (z. B. Rhinoviren) können die Replikation von Influenza blockieren.
Asymptomatische oder präsymptomatische Übertragung ist in realen Settings seltener als gedacht.
Historische und iatrogene Einflüsse (z. B. bei der Spanischen Grippe: bakterielle Superinfektionen, hohe Aspirin-Dosen) spielen bei Pandemien eine Rolle.
Fazit
Die klassische „Germ Theory“ (Virus = Ursache, Übertragung = alles) wird durch viele Daten ergänzt oder relativiert durch Terrain-Faktoren: Wer gesund, gut versorgt (Vitamin D, Zink, etc.), stressarm und in guter Luft lebt, erkrankt seltener – auch bei Exposition. Die Saisonalität von Influenza lässt sich am besten durch die Kombination aus Vitamin-D-Mangel, trockener Luft und geschwächter Mukosaimmunität erklären.